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Wie kann ich vertrauen, wenn ich immer wieder enttäuscht werde?

Vielleicht befindest du dich gerade an einem Punkt in deinem Leben, an dem du das Gefühl hast, du könntest niemandem vertrauen. Auch dir selbst irgendwie nicht, weil alles, was du anpackst, schief zu gehen scheint. Immer, wenn du dein kleines Herzchen öffnest, weil du es noch einmal versuchen willst, dann lässt die Enttäuschung nicht lange auf sich warten. Vielleicht hast du es satt und willst aus diesem Teufelskreislauf aussteigen.

Und vielleicht fragst du dich auch, wie oft du noch auf die Mütze kriegen wirst, wie viele Herausforderungen du noch meistern musst, bis es endlich aufhört und du einfach glücklich und zufrieden sein kannst. Wie oft schon hattest du keine Lust mehr, stark zu sein, anderen mit einem Lächeln zu begegnen, so zu tun, als sei alles gut?

Wie kann ich vertrauen, wenn die Vergangenheit mich immer wieder etwas anderes lehrt?

Immer wieder enttäuscht. Immer wieder Schmerz und Leid. Dieser Cocktail aus alten Erlebnissen und Erinnerungen macht Angst und sät Zweifel. Ich kann nicht gut genug sein, wenn mir so etwas immer wieder passiert. Wenn mich also keiner liebt, dann bin ich offensichtlich nicht liebenswert. Die meisten Menschen beginnen dann damit, in der Vergangenheit zu wühlen, leiten daraus ab und projizieren in die Zukunft.

Ich kann das nicht empfehlen. Die Vergangenheit hilft dir nicht! Sie gibt dir falsche Antworten, weil die Erinnerungen häufig falsch sind. Sollte sich jetzt gerade ganz viel Widerstand in dir aufbauen, dann lies auf jeden Fall weiter. Denn damit behaupte ich nicht, dass wir lügen, aber unsere eigenen Erinnerungen vermischen sich gerne mit denen anderer Menschen und werden so zu einer neuen Geschichte. Das ist ein bisschen so, wie Stille Post spielen.

Ein kleines Beispiel:

Stell dir vor du wirst nach einem Verkehrsunfall mit 5 anderen Zeugen zum Unfallhergang befragt. Einer hat ein blaues Auto gesehen, ein anderer auf jeden Fall ein schwarzes Auto und so weiter. Die Aussagen werden nicht in allen Fällen übereinstimmen, weil jeder anders wahrnimmt. Wenn du die gleiche Geschichte dann später deinen Freunden erzählst, dann wird sie höchstwahrscheinlich wieder etwas anders werden. Ich hoffe, du verstehst jetzt was ich meine.

Unser Gedächtnis arbeitet rekonstruktiv. Das bedeutet, wir stellen vergangene Situationen wieder her und wir können Dinge aus der Vergangenheit aufrufen und sie verändern. Andere Menschen können das aber auch und so entstehen viele sogenannte Wahrheiten und wir neigen dazu, die Wahrheiten der anderen zu unserer eigenen Wahrheit zu machen. Was also lehrt dich die Vergangenheit wirklich?

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Die Vergangenheit und das Gefühl der Schuld

Du fühlst den Schmerz aus der Vergangenheit und machst sie so zu deiner Gegenwart. Einer Gegenwart, in der du auch wieder Schmerz fühlst. Vielleicht glaubst du sogar, du hättest es so verdient, du seist nicht würdig, dass man dich liebt und dir vertraut. Warum solltest du dann vertrauen, wenn Vertrauen immer nur neuen Schmerz und neue Enttäuschung bedeutet?

Durch die irrige und wahnsinnige Auffassung, dass man für die Vergangenheit in der Zukunft bezahlen muss, wird die Vergangenheit zu einem bestimmenden Faktor für die Zukunft. Wir erinnern uns an vergangene Verletzungen und reagieren somit auf die Gegenwart, als sei sie die Vergangenheit.

Das ist ein feiner Kreislauf, denn er nährt sich aus sich selbst heraus. Wir fühlen uns schuldig, wahrscheinlich haben die anderen recht und wir sind es einfach nicht wert. Wir empfinden Schuld und geben Mister Minderwert und Mister Zweifel viel Raum, die beiden dürfen sich so richtig in uns austoben.

Ich will vertrauen, aber ich traue mich nicht

Zu groß ist die Angst und die zahlreichen Beweise aus der Vergangenheit nähren diese Angst. Und genau in diesen Momenten geben wir uns dem Falschen hin. Wir beugen uns der Angst und ziehen uns in unser Schneckenhaus zurück. Wir machen uns unsichtbar und klein und suchen in der Kleinheit unseren Frieden. Dort aber werden wir ihn nie finden.

Hingabe jedoch ist eine der schönsten Formen der Liebe zum Leben. Sich hinzugeben bedeutet, loszulassen, nicht zu kontrollieren, zu vertrauen und sich vollkommen zu zeigen. Wenn wir uns hingeben, halten wir nichts mehr zurück und warten nicht mehr auf Beweise, um endlich wieder vertrauen zu können, sondern springen mit allem, was wir sind ins Leben.

Hingabe mag dir mutig erscheinen und vielleicht fühlst du dich so gar nicht mutig. Hingabe ist eine Wahl, die du treffen kannst. Jeden Tag aufs Neue!

Der innere Widerstand

Das Gegenteil von Hingabe ist Widerstand und Verweigerung. Sich zurückzuhalten. Nicht zu vertrauen und zu versuchen, zu kontrollieren. Widerstand ist anstrengend, misstrauisch und kommt, wie die Angst, aus dem Mangel. Verweigerung ist wie ein Staudamm für alles Positive, das aus dem Fluss des Lebens zu dir fließen möchte. Öffne den Staudamm, lass deinen Widerstand dem Leben gegenüber los!  Vertraue, dass jede Erfahrung wertvoll für dich ist und dass du nur durch Hingabe die wahre Erfahrung von dir selbst machen kannst. Frieden entsteht, wenn wir aufhören zu kämpfen. Leben ist Hingabe.

Drei Fragen, die dir helfen können

Was ist das Schlimmste, das mir passieren kann?

Die Schamanen sagen: „Gib der Angst einen Namen und sie verliert an Macht.“ Weil die Angst häufig so übermächtig scheint, trauen wir uns nicht hinzuschauen. Aus Angst vor der Angst. Schau genau hin und beantworte dir diese Frage und verschaffe dir Klarheit. Das ist ein bisschen so, als wenn du nachts am Friedhof vorbeigehen musst und dir dieser Weg Angst macht, am Tage hättest du wahrscheinlich deutlich weniger Probleme damit. Du könntest den Weg sehen und er verliert seinen Schrecken.

Was kann ich tun, wenn das Schlimmste eintrifft?

Du hast in deinem Leben schon so viel geschafft, nicht nur ausgehalten, sondern es wirklich gemeistert. Du bist immer wieder aufgestanden und du hast gelernt. Du weißt, was dir lieb und wichtig ist und du weißt, was du nicht willst. Wie oft bist du schon neue Wege gegangen und hast Neues ausprobiert. Warum sollte es dieses Mal nicht genauso sein?

Was ist das Beste, das mir passieren kann?

Mit der Antwort auf diese Frage richtest du deinen Fokus auf das Schöne, das Wunderbare, all die Herrlichkeit, die uns vielleicht erwartet. Dafür bist du bereit, Mut aufzubringen, weil du weißt, dass es sich lohnt, dafür einzustehen. Wie viel bunter würde dein Leben werden, wie viel liebevoller und schöner. Wenn wir mit Liebe auf diese Frage schauen, dann nehmen wir der Angst die Kraft.

Wenn du magst, dann nimm doch gleich Zettel und Stift und schreibe die Fragen und deine Antworten auf. Mit dieser kleinen Übung kannst du die Angst im Nu aus deinem Kopf schmeißen. Und wenn sie wieder kommt (und das wird sie wahrscheinlich), dann schaust du auf deinen Zettel und erinnerst dich.

Gehe deinen Weg in dem Vertrauen,

dass jede Erfahrung richtig ist, die du währenddessen machen wirst. Gehe mit einem Lächeln im Gesicht und der Freude im Herzen, dass dir Wunder begegnen werden. Gehe ohne schweres Gepäck, damit du jederzeit bereit sein kannst, deine Flügel auszubreiten und loszufliegen. Gehe mit einer Neugier durch die Welt, als würdest du alles zum ersten Mal entdecken. Gehe mit unendlich viel Mitgefühl und Liebe in deine Beziehungen, ganz besonders in deine Beziehung zu dir selbst!

Gehe deinen Weg, als würdest du morgen gehen müssen, sodass nur das Heute zählt. Gehe deinen Weg in dem Vertrauen, dass alles, was dir begegnet, zu dir kommt, damit du zu dir selbst findest. Gehe deinen Weg im Glauben an dich selbst. Du bist wundervoll! Wenn du dich klein machst, dient dir das nicht. Geh deinen Weg und schaue mit Liebe auf dich.

Du bist wunderschön, wenn du voll Liebe bist.

Sag mir, wie Du Dich damit fühlst.

Photo: © Kittiphan

(Beispiele, Hinweise: Datenschutz, Analyse, Widerruf)

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