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Immer wieder wirst du enttäuscht. Immer wieder hast du blind vertraut, deine Gefühle, Zeit und deine Energie investiert und es wurde nicht belohnt. Im Gegenteil, du wurdest betrogen, verletzt und es entstanden Wut, Angst und das Gefühl nicht gut genug zu sein, ist zu deinem ständigen Begleiter geworden.

Quälende Fragen verfolgen dich:

  • Warum treffe ich immer wieder auf den/die Falschen?
  • Warum werde ich nicht so gesehen, wie ich bin?
  • Was mache ich falsch?
  • Warum werde ich immer wieder enttäuscht?

Das Erleben von immer wiederkehrender Enttäuschung macht müde. Du fühlst dich ausgenutzt, missbraucht, falsch verstanden, du verstehst das alles nicht und suchst die Schuld dafür zunächst bei dir. Was hat die/der Andere, was ich nicht habe? Glaube mir damit bist du nicht alleine. Und viel wichtiger: du bist gut so, wie du bist.

Enttäuschungen treffen uns immer und überall, keiner ist davor geschützt

Dein Chef berücksichtigt dich nicht bei der nächsten Beförderung, dein Partner verlässt dich wegen einer anderen, deine Freunde belügen dich, oder sie sind einfach nicht für dich da, wenn du sie brauchst. Das alles, obwohl du immer alles für Alle getan hast. Du fühlst dich schlecht, eben immer wieder enttäuscht.

Das ist verständlich, denn das Gefühl übersehen zu werden, löst Angst aus. Jede Trennung löst Liebeskummer aus und bringt dich in die Selbstzweifel. Jeder Betrug nagt am Selbstbewusstsein und am Selbstwertgefühl. Das kann sich nicht gut anfühlen.

Die deutsche Sprache hat uns schöne, klare Worte gegeben. So steckt in dem Wort Enttäuschung: Ent-Täuschung. Die Befreiung der Täuschung. Diese Täuschung geht von uns selber aus, von dem was wir glauben erfüllen zu müssen. Wie wir glauben, sein zu müssen. Du denkst jetzt vielleicht: Ich habe doch immer alles für ihn/sie getan. Ich war immer da, ich habe immer alles gemacht, noch bevor der Wunsch überhaupt ausgesprochen wurde. Ich habe verzichtet, Rücksicht genommen, mich immer hinten angestellt. Du fühlst dich verletzt und fragst dich: wie kann ich vertrauen, wenn ich immer wieder enttäuscht werde? Wie aber soll dich jemand anderes sehen, wenn du es selbst nicht kannst?

Du hast ein Bild und einen Wunsch im Kopf, welchen du erfüllt haben willst. Daran ist überhaupt nichts falsch oder schlecht. Sind wir jedoch ganz ehrlich mit uns, dann erkennen wir, dass es das Festhalten daran ist, welches uns das Leben so schwer macht. Diese Erkenntnis macht das doofe Gefühl nicht schöner, aber es hilft uns dabei, an der richtigen Stelle ansetzen zu können.

Erwartungen schaffen Enttäuschungen

Erwartungen schaffen Enttäuschungen, weil sie einem Bild entspringen, welches in deinem Kopf entstanden ist und nicht in den Köpfen der anderen. Mit unseren Erwartungen folgen wir häufig der Idee von etwas. Nicht selten sind das gängige Ideen, die gesellschaftlichen Normen entspringen. Das mischen wir dann mit eigenen Vorstellungen und fertig ist die Erwartung an den Partner, die Kinder, die Freunde … und an uns selbst!

Als gute Mutter nimmt man den Kindern nicht den Vater, da hält man aus. Eine gute Ehefrau und Mutter stellt sich hinten an und sorgt dafür, dass der Laden läuft. Bleibt uns der leise Traum, dass irgendwann alles besser wird. Das ist dann auch Grund genug an Situationen oder Beziehungen festzuhalten, obwohl wir uns saumies fühlen. Längst geht es uns nicht mehr gut in dem Job, in der Beziehung und trotzdem können wir nicht loslassen. So sehr sind wir – nicht nur – in unseren eigenen Erwartungen gefangen. Von überall zieht und zerrt es an uns, da ist es schwer die Balance nicht zu verlieren.

Wenn man Kinder hat, dann neigt man sehr dazu sich selbst zu vergessen. Der Grund dafür, steht ja jeden Tag vor einem. Ich hatte auch viele Jahre den letzten Platz und einen Mann, der das sehr zu nutzen wusste. Selbst nach meiner Trennung nach 20 Ehejahren, hatte mich dieser Automatismus noch lange in seinen Fängen. Das war ein anstrengender Weg, raus aus den miesen Selbstzweifeln und einschränkenden Glaubenssätzen. Ich war es so gewohnt, hart gegen mich selbst zu sein, dass ich es anfangs gar nicht annehmen konnte, gut mit mir zu sein. Mir etwas zu gönnen. Etwas nur für mich zu tun. Ohne schlechtes Gewissen. Sich etwas gönnen ist nämlich das eine, sich dann nicht mehr mit schlechten Gedanken gegen sich zu richten, ist für mich der harte Teil des Weges gewesen.

Es allen recht machen, ist der beste Weg sich selbst zu verlieren

In meiner absoluten Harmoniesucht habe ich unendlich lange immer wieder versucht, es allen recht zu machen. Ich wollte einfach perfekt sein und die perfekten Bedingungen schaffen, um das perfekte Leben zu führen. Wie oft war ich enttäuscht. Ich hatte das Gefühl, das es für mein Umfeld einfach völlig normal war, dass ich das schon gewuppt habe. „Michi macht das schon.“

Ich war verzweifelt, wütend, traurig und ich habe mir so oft gewünscht, dass man mich doch bitte so sehen mag, wie ich wirklich bin. Der einzige Haken an der Sache: Hätte mich jemand gefragt, wer bist du überhaupt, was willst du denn vom Leben, was sind deine Sehnsüchte und Wünsche? Ich hätte darauf keine Antwort gehabt. So sehr war ich damit beschäftigt, Verantwortung für andere zu übernehmen, gerne übrigens ungefragt, dass ich mich selber dabei nicht mehr sehen konnte.

Ich habe also erwartet, dass sich das einfach so ergibt. Das die Menschen in meinem Umfeld mich sehen so, wie ich wirklich bin. Mich hören können, wenn meine Seele weint. Und mich glücklich machen. Wie vermessen dieser Wunsch doch war, wenn ich bedenke, dass zum einen niemand in meinen Kopf gucken kann und ich mein Herz gut zugemauert hatte. Und ich zum anderen all das selbst nicht konnte.

Heile dich selbst: 5 Ansätze die dir helfen können

Erster Ansatz

Lerne dich selbst so anzunehmen, wie du bist.

Dazu gehören deine Stärken ebenso, wie deine Schwächen. Löse dich von dem Gefühl, perfekt sein zu wollen. Gehe nicht so hart mit dir ins Gericht. Sei milde im Urteil über dich und betrachte dich mit den Augen der Liebe. Finde deine positiven Eigenschaften und stärke sie. Perfekt gibt es nicht. Perfekt ist die Inszenierung, die uns in dem Glauben festhält, wir seien nicht gut genug.

Vielleicht magst du dich einmal vor den Spiegel stellen und dich anschauen, ich meine dich wirklich anschauen. Bewerte und verurteile nicht, was du siehst. Und dann sag dir: Ich vertraue dir. Du bist wundervoll. Das ist eine kleine tägliche Übung, die viel Kraft hat, wenn du sie ein paar Wochen durchziehst.

 

Wie du Selbstliebe lernst und deinen Weg zu dir findest!

Die meisten Menschen sind so weit von sich selbst entfernt und leiden an einem Mangel an Selbstliebe. Und das hat schwerwiegende Folgen!

  • Wir sind unsicher, trauen uns nicht mutig nach vorne zu gehen und den nächsten Schritt zu machen. Das wirkt sich nicht nur auf unsere privaten Beziehungen aus, sondern findet sich auch im Berufsleben wieder.
  • Wir sind abhängig, weil wir immer wieder nach der Bestätigung von außen suchen. Denn wir können sie uns selbst nicht geben, da wir uns nicht spüren können, wie wir wirklich sind.
  • Wir können keine harmonischen Beziehungen führen, weil wir die Liebe eines anderen Menschen immer infrage stellen. Ohne Selbstliebe glauben wir, nicht wertvoll zu sein.
  • Wir machen andere für unser Glück verantwortlich.
  • Wir haben Angst vor Ablehnung, weil wir uns tief in uns selbst ablehnen. So können wir nie gut genug sein.

 

Zweiter Ansatz

Verzeihe dir und den Menschen, die dich enttäuscht haben.

Ich weiß, das ist eine schwere Übung, aber es ist möglich und verschafft dir gaaaaanz viel Luft zum Durchatmen. Es geht nicht um Schuldzuweisung, nicht um gut oder böse. Es geht darum Vergangenes anzunehmen, um es loslassen zu können. Es geht um deinen inneren Frieden.

Dritter Ansatz

Lerne Klarheit

Damit dich andere sehen, dir in deinen Gedanken, Wünschen und Bildern folgen können, ist es einfacher, wenn du diese klar formulieren kannst. Die Welt besteht nicht aus Gedankenlesern, deshalb solltest du den Menschen, die dir wichtig sind die Chance geben, deine Wünsche kennenzulernen.

Vierter Ansatz

Überprüfe deine Erwartungshaltung

Manchmal laufen wir einfach nur fremden Bildern hinterher. Wir übernehmen also z.B. familiäre Erwartungen, Erwartungen aufgrund unseres sozialen Standes oder unseres Umfeldes und machen sie so zur eigenen Erwartungshaltung. Hinterfrage hin und wieder, ob es wirklich du bist, der das erwartet, oder ob du „nur“ anderen Menschen entsprechen willst.

Hilfreich ist es auch die eigene Erwartungshaltung auf ihre tatsächlichen Möglichkeiten hin zu überprüfen. Machst du sogar dein persönliches Glück abhängig von dem Verhalten anderer, so ist das von vorneherein zum Scheitern verurteilt. Nur du allein, bist verantwortlich für dein eigenes Glück. Erwarte nicht zu viel von dir selbst, sondern lasse dir und den Dingen, Zeit sich zu entwickeln.

Fünfter Ansatz

Vertraue dir selbst.

Lausche in dich hinein und höre was dein Herz dir sagt. Je sicherer du darin wirst, umso leichter kannst du lernen

– dich selbst anzunehmen

– dir und anderen zu verzeihen

– klar sein in dem was du willst

Aus deinem Selbstvertrauen heraus, wirst du auch anderen Menschen wieder Vertrauen schenken können. Du kommst in den Fluss deines Lebens. Das ist ein wunderbares Gefühl von Freiheit und einfach Sein.

Ich wünsche dir den Mut und das Vertrauen, dich immer wieder auf Beziehungen einlassen zu können.

Deine Michaela

 

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