Vergleich macht klein und nimmt dir deine Einmaligkeit.

Gerade deine Einmaligkeit macht dich zu einem ganz besonderen Menschen. Leider wird das viel zu oft vergessen oder nicht als Einmaligkeit wahrgenommen. Wir sind eher geneigt unsere Einmaligkeit als Makel oder Fehler zu betrachten, statt sie zu feiern. Schließlich bietet sie uns so wahrgenommen einen super Grund, uns selbst so richtig fertigzumachen und uns fertigmachen zu lassen.

Anstatt uns so zu sehen, wie wir sind, beginnen wir mit einer Mängelliste. Schön reduziert auf Äußerlichkeiten und nur einem Zwecke dienlich: sich klein zu fühlen. Hallo Mister Minderwert.

Das Mainstream Leben

Die ganze Welt spricht von Individualität, aber wehe dir du bist es. Anderssein macht Angst. Und zwar den Anderen.

 

anderssein

 

Die meisten lernen früh, dass es sich lohnt, nicht aufzufallen. Wenn du Pech hattest, dann hast du das schon von deinen Eltern mit auf deinen Lebensweg bekommen. Die meisten hatten Pech. Das Schlimme daran, du glaubst es irgendwann. Fakt ist, dass es sehr viel leichter ist, eine Masse Menschen zu führen, wenn sie alle gleich sind. Dann hat nämlich der Einzelne viel mehr Angst davor, aus der Rolle zu fallen.

Heute helfen die großen Modeketten mit möglichst günstig hergestellten Klamotten, ein einheitliches Bild zu schaffen. Die Social Media Welt gaukelt vor, und zwar auf allen Kanälen. Die Werbeindustrie formt Prototypen für männliche oder weibliche Idealwesen. Das Bildungssystem bastelt fleißig mit bei der Ausbildung des Einheitsschülers. Und der Arbeitgeber hat sowieso lieber den Arbeitnehmer, der sich mit der Kopfform eines Zäpfchens in den Hintern der Vorgesetzten quetscht. Hilfreich ist es auch, wenn man sein Gehirn zusammen mit der Jacke an der Garderobe abgibt. Und wir machen fleißig mit.

Der Vergleichslümmel

Die falsche Wahrnehmung oder die instabile Basis, mit der sich die meisten Menschen rumschlagen, beruht ausnahmslos darauf, dass ihnen wichtig ist, was ein anderer von ihnen denkt. Im ständigen Austausch mit anderen haben wir uns den Vergleich wundervoll antrainiert. Ich stelle hier häufig einen geschlechtsspezifischen Unterschied fest und beschreibe ihn so:

Während Männer meist breitbeinig grinsend, frontal vor dem Spiegel stehen und sich feiern, stellen Frauen sich am liebsten seitlich vor den Spiegel und mäkeln an sich rum. In unseren Vergleichen mit anderen Frauen sind wir gnadenlos. Wenn nicht verglichen wird, um uns selbst mies zu fühlen, dann wird gelästert, um sich besser zu fühlen.

Beides macht uns klein.

Der Vergleichs-Lümmel taucht besonders gerne dann auf, wenn wir Angst haben nicht gut genug zu sein. Wir sind umgeben von vielen anderen, die sich ebenfalls besser fühlen wollen. Und wir wurden erfolgreich darauf getrimmt, uns auf eine Weise zu verhalten, die es ermöglicht, dass sich der andere besser fühlt.

„Sei nicht so egoistisch. Mach das nicht für dich, sondern für mich“

Das Gefühl für sich selbst verloren

Je mehr wir in diesen Vergleichen leben, umso mehr glauben wir ihnen. Wenn du dich mit Menschen umgibst, die dir ständig erzählen, was alles nicht klug von dir ist, fühlst du anfangs noch einen innerlichen Widerstand. Du spürst die negative Energie und sie ist dir unangenehm. In dir fühlst du, dass das nicht deinem wahren Wesen entspricht.

Hörst du immer wieder die gleiche Leier, beginnst du den Worten Glauben zu schenken. Du beginnst, Beweise für die Worte anzuziehen. Entweder durch entsprechende Situationen, in denen du dir (unbewusst) beweist, dass du nicht klug genug bist, oder durch weitere Menschen in deinem Umfeld, die dir genau das bestätigen. Du verlierst das Gefühl für dich selbst.

Der Vergleich als Chance

Nimm eine klare Perspektive ein, indem du einen Schritt zurücktrittst. Brich mit deiner Gewohnheit, immer wieder in negativen Vergleichen zu denken, über Probleme zu sprechen und in Problemen zu denken. Ich beobachte gerne Menschen und das ist genau das, was mir am meisten auffällt. Es werden ständig Probleme bequatscht. Probleme herbei gequatscht.

Deine Gedanken folgen immer deiner Energie. Schenkst du deine Energie an deine „Probleme“, dann werden deine Gedanken folgen und die Taten und Ergebnisse lassen nicht lange auf sich warten. Viele Dinge erledigen sich tatsächlich von alleine, nämlich genau dann, wenn wir nicht mehr daran oder darüber nachdenken.

Dabei können Vergleiche durchaus eine Chance sein, sich weiterzuentwickeln.

Ich kann über einen Vergleich erkennen, was ich nicht bin und was ich nicht will. Das hilft ganz vielen Menschen, wenn man das erst mal so angeht. Für die meisten ist es einfacher zu formulieren, was sie nicht mögen oder wollen. Daraus kann ich dann lernen, das zu formulieren, was ich wirklich will.

Die Beziehung zu dir selbst

Mit einem Wort beschrieben: dramatisch. Wo es kein Drama gibt, wird eins inszeniert. Der gute alte Vergleichslümmel ist der beste Kumpel der Dramaqueen in dir. Lass uns den beiden ein Schnippchen schlagen. Befreunde dich mit dir selbst.

Ich biete dir eine ganz kleine Übung an, für die es definitiv keine Ausrede gibt. Mit dieser Übung steigerst du dein Gefühl für Wertschätzung. Du kannst deinen Tag voll harmonischer Energie beginnen, indem du am Abend zuvor auf bestimmte Weise zu Bett gehst.

30 Minuten Harmonie Übung

Wenn du im Bett liegst, dann finde etwas in deiner Nähe – deine Kuscheldecke, dein Bett, dein Kissen, deine Matratze  – dem du deine Wertschätzung zeigen kannst. Zum Beispiel in dem du dafür dankbar bist, dass es da ist. Es ist nicht alles selbstverständlich. Formuliere deine Absicht, gut zu schlafen, frisch und erholt aufzuwachen. „Ich schlafe gut und ruhig heute Nacht. Mein Morgen beginnt erholt und erfrischt.“

Bleibe am nächsten Morgen noch mindestens fünf Minuten mit dem Gefühl von Wertschätzung liegen. Nachdem du dich frisch gemacht und gefrühstückt hast, nimm dir noch einmal 10 Minuten Zeit. Setz dich hin und beruhige deine Gedanken. Atme. Bewusst. Die Augen geschlossen. Wenn du jetzt die Augen öffnest, dann beginne eine Liste dessen aufzustellen, was du in deinem Leben zu schätzen weißt. Mit jedem Tag, an dem du diese Übung machst, wirst du dich einfach gut fühlen. Deine Beziehung zu dir selbst wird auf ein neues Level gehoben.kindofbeauty - dein weg zur selbstliebe

Bist du bereit für mehr Selbstliebe? Hol dir eine kleine Anleitung für mehr Selbstliebe und Selbstbewusstsein. Mach dich auf den Weg in eine liebevolle Beziehung mit dir selbst.

Manchmal sind wir so zugenagelt, dass wir nicht erkennen, was wir wirklich sind. Wir hängen fest in irgendwelchen Geschichten und Dramen und identifizieren uns so sehr damit, dass wir glauben, wir hätten keine anderen Möglichkeiten. Keine Wahl. Und wir glauben, dass wir diese Geschichte sind.

Stell dir vor alles um dich herum wäre still. In deinem Kopf wäre es still. Du würdest deinen Atem fühlen, wie er sich in dir ausdehnt und dich wieder verlässt, nur um ganz von alleine wieder zu dir zurückzukommen. Stell dir vor du würdest dich spüren, ganz frei von deiner Geschichte, die du glaubst, (er)tragen zu müssen. Die du glaubst zu sein.

Stell dir vor du bist der Tanz und das Leben ist der Tänzer. Stell dir vor du bist der Ausdruck aller Möglichkeiten. ?

Stell dir vor du bist!