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Sieg oder Niederlage.

Das Leben: Ein langer Weg durch Glückseligkeit und Triumph, Schmerz und Leid. Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen. Es siegt die klassische Vermeidungstaktik: Vermeide Schmerz und Leid und werde ein Gewinner.

So entscheidest du dich:

Du willst kein Verlierer sein. Du willst die Beste sein.

Du willst reich sein, damit du dir alles leisten kannst, was du willst.

Du willst schön sein, damit du gesehen und bewundert wirst.

Du willst klug sein, damit du immer die richtigen Entscheidungen triffst.

Du willst strahlen, wie die Sonne am Himmel, so wertvoll sein, wie ein Diamant.

Du willst geliebt werden, damit du dich selber lieben kannst.

Als kleine Kinder spielen wir all diese Dinge. Da ist das super Barbie Traumhaus, der Barbie Cadillac, das Barbie Boot. Ach ja und Ken ist auch dabei, der perfekte Mann. Er macht uns glücklich und wenn er ein guter Mann ist, dann macht er uns auch reich. Egal, ob du mit Barbie gespielt hast, oder ob es etwas anderes war. Diese Rollenspiele kennen wir alle. Das perfekte Leben, in dem perfekten Körper, mit dem perfekten Partner. Und später gibt es dann die perfekten Kinder. Super perfekt.

Vom Siegen wird uns erzählt und vor der Niederlage Angst gemacht.

Das ist auch eine gute Berechtigung für 1 Millionen Persönlichkeitsratgeber in allen Kategorien. Und alles beginnt mit dem Gefühl, dass wir irgendwie nicht in Ordnung sind. Mittelmaß ist gesellschaftlich geduldet, damit lässt sich ja noch prima Geschäfte machen. Verlieren ist nicht anerkannt.

Im Sport werden nur die Ersten gefeiert. Die Zweiten und Dritten kommen noch auf das „Treppchen“ der Rest wird im günstigsten Fall noch erwähnt. In der Schule zählen ebenfalls nur die Besten. Es wird verglichen was das Zeug hält und bist du nicht vorne dabei, so wirst du nicht gesehen. Willst du im Job nach vorne, dann benutze deine Ellbogen und sei tough. Du musst hart sein und kämpfen. Du musst „deine Frau“ stehen, immer mutig nach vorne. Wir haben gelernt, alles mit dem Kopf in den Griff zu bekommen. Da kommen die ganzen spirituellen Ratgeber wie gerufen.

Dumm ist nur, das dein Kopf daraus einen Arbeitsplan erstellt und nicht dein Herz.

Da läuft man der vermeintlichen finanziellen Sicherheit hinterher. Den verschiedenen Statussymbolen, die uns noch abhängiger machen. Auf keinen Fall nichts tun. Nichts tun bedeutet Stillstand und Stillstand bedeutet aufgeben und verlieren. Für den Kopf würde das eine Niederlage bedeuten. Nicht akzeptabel! Dabei wird das Feuer im Herzen immer kleiner. Es fühlt sich gar nicht mehr warm an.

 

Ganz weit weg lässt du dich von dir selber tragen und beginnst die Wärme woanders zu suchen. Anstatt nach innen zu schauen und Holz nachzulegen, um das Feuer in deinem Herzen lichterloh brennen zu lassen. So manches Mal habe ich mich selber da sitzen sehen und rufen hören:

„Die kleine Michaela sucht ein neues Zuhause.“ Ganz laut in mir drin und ganz leise, kaum hörbar nach außen.

Ich habe den einen Menschen, die eine Situation, das eine „Ding“ gesucht, das mich glücklich und liebenswert macht. So machen wir uns also abhängig von anderen, geben die Verantwortung für das eigene Glück ab und suchen, suchen, suchen. Wir lernen, unsere Gedanken und Gefühle zu kontrollieren. Wir arbeiten hart an uns. Dabei werden wir immer härter zu uns selbst und zu den Menschen, die uns umgeben. So hart, dass wir uns selber verlieren. So hart, dass wir uns selber nicht mögen. So hart, dass uns auch kein anderer mehr mag. Wer will schon mit einem Stein leben. Wir wollen perfekt werden. Ganz anders, als wir gerade sind. Nicht mehr zu dünn oder zu dick, zu klein oder zu groß, hässlich und unsicher.

Wir wollen schön sein, makellos, beliebt und glücklich.

Vielleicht bist auch du gerade hier, weil es dir genauso geht, wie es mir ging. Du willst dich verbessern. Du glaubst nicht genug zu sein, mit dem, was du bist und hast. Dieses ständige „Weiter“, die immer größeren Ziele, das Streben nach Perfektion, das alles führt dich nur weiter weg von dir selbst. Du fühlst dich noch leerer und noch wertloser, als je zuvor.

Auf die leise Frage, wer du wirklich bist und was du wirklich willst, traust du dich nicht zu antworten. Wie solltest du auch? Nicht gut genug, ist nicht gut. Und während sich das kleine Mädchen in dir noch ein wenig tiefer vergräbt und traurig in dem letzten Zipfel deines Herzens sitzt, baust du weiter an der großen Mauer.

Annehmen und Frieden finden

Ich habe irgendwann entschieden, den Wettlauf gegen mich selber zu beenden. Es ging nicht mehr um Sieg oder Niederlage. Ich habe verstanden, dass es um mich geht. Ich begann mich, mit all meiner Unvollkommenheit zu sehen. Ich habe begonnen zu lernen, dass ich gut bin, wie ich bin.

Ich habe aufgehört, mich seitlich vor den Spiegel zu stellen und mich runterzuputzen. Ich habe begonnen sichtbar zu werden und bin unter dem Teppich hervorgekrochen. Ich habe mir die Chance gegeben, heile zu werden. Ganz zu werden. Eins mit mir. Alles, was ich nicht mehr verändern kann, lasse ich einfach so sein, wie es ist. In mein Leben gehört der Schmerz, die Trauer, das Weinen, das Zweifeln, die Enttäuschung, ebenso dazu wie das Lachen, die Freude, das Glück, die Liebe, die Stille, das Vertrauen. Ich nehme die Dinge, wie sie kommen. Komme, was will.

Ich kämpfe nicht gegen mein Leben …

… sondern ich beobachte, nehme an und schließe meinen Frieden mit mir und allem. In dem Moment, in dem du wirklich beginnst, dein Leben und dich anzunehmen, so wie es ist, gewinnst du dich selbst in deiner reinen Form. Du begegnest dir im Frieden. Das macht dich viel unabhängiger von der Meinung anderer. Das lässt dich glücklich sein mit dem, was ist. Es lehrt dich Demut und Dankbarkeit.

Es geht nicht um das, was war, es geht immer und zu jeder Zeit um das, was ist.

Das Leben wird nicht aufhören, dir Schmerz und Freude anzubieten. Du aber hast immer die freie Wahl, wie du damit umgehen willst. Siehst du es als Bereicherung oder lässt du dich davon niederschmettern und ergibst dich. Selbstoptimierung und Perfektionswahn, davon darfst du dich gerne verabschieden. In dem Buch „Ich bleib so scheiße wie ich bin.*“ von Rebecca Niazi-Shahabi geht es genau darum. Ich habe es vor kurzem entdeckt und mich beim Lesen königlich amüsiert. In dem Buch steckt viel Wahrheit und ein großer Schuss Ironie.

Ich wünsche dir von Herzen, dass du eines begreifen lernst:

Du bist schon perfekt. Ich sage heute: „Die kleine Michaela will nicht aus dem Spieleparadies abgeholt werden. Sie tanzt gerade so schön.“ Ich sage das ganz laut.

Wann beginnst du zu tanzen?

Foto: Pixabay

(Beispiele, Hinweise: Datenschutz, Analyse, Widerruf)

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