Loslassen macht eine Scheiß-Angst!

Foto: Adobe Stock

Loslassen macht eine Scheiß-Angst, weil wir keine Vorstellung davon haben. Es fühlt sich häufig falsch an. So ein bisschen, wie Hinfallen. Und wer fällt schon gerne hin? Denn wir wissen, dass Hinfallen wehtut.

Vom Festhalten und Loslassen

Loslassen fällt uns schwer. Es ist mit komischen Gefühlen verbunden. Wir haben dann eher das Gefühl, etwas fallen zu lassen und fallen lassen oder hinfallen tut weh!

Da hilft auch nicht der gern zitierte Spruch: Hinfallen, aufstehen, Krone richten und weitergehen. Die Angst vor Verletzung und Verlust ist zu groß.

Vor allem, wenn es um Menschen und menschliche Beziehungen geht, verstehen wir das Loslassen nicht. Es fühlt sich eher an, als würden wir sie betrügen. Als würden wir sie fallen lassen.

Warum sollte es gut tun, sich von einer Beziehung zu lösen, wenn man doch das Gefühl hat, ohne diesen Menschen gar nicht leben zu können? Oder wir glauben dieser Mensch könnte nicht ohne uns leben, weil er vielleicht krank ist.

Warum sollte man sich von schlechten Gefühlen lösen, wenn diese doch von jemand anderem ausgelöst wurden? Weshalb sollte ich loslassen, wenn ich doch so lange auf diese Situation – auf dieses Ereignis – hingearbeitet habe?

Endlich habe ich die Position im Unternehmen erreicht, die ich schon so lange haben wollte. Wie sähe es da aus, wenn ich mich jetzt dazu bekenne, dass mich dieser Job total unglücklich macht.

Wie sollte ich loslassen, was ich mir jahrelang ersehnt habe?

Festhalten verursacht Leid

Festhalten ist eine Gewohnheit, von der wir unbewusst glauben, dass sie dazu dient Leid, zu vermeiden. Tatsächlich ist das Festhalten von der Angst getrieben. Angst vor Verlust und Angst vor Veränderung.

Und das schafft Leid.

Wir halten auch dann noch fest, wenn wir Schmerz erfahren. Weil wir den Schmerz kennen. Vielleicht wissen wir, dass er auch wieder vergeht und wir haben gelernt über die Narben, kleine Mäntelchen zu legen. Einfach zudecken, dann sieht man die nicht mehr.

Jede Narbe jedoch verändert den Energiefluss. Sie raubt uns Kraft und Selbstvertrauen. Es sind nicht die Narben, die uns stärker machen. Sie machen uns nur noch verwundbarer und nähren unseren Minderwert, wenn wir nicht loslassen. Denn nur so erfahren wir Heilung.

Festhalten macht dich zum Opfer

Es kontrolliert dein Verhalten, lässt dich in Deckung gehen oder gehorchen. Festhalten macht unfrei!

Das kleine Einmaleins vom Loslassen

Loslassen gehört einfach zum Leben. Es passiert häufig unbewusst, wir nehmen es also gar nicht als aktiven Prozess wahr. Wir haben in unserem Leben alle schon reichlich Bekanntschaft damit gemacht:

Als Babys sind wir irgendwann von der Muttermilch vielleicht zunächst auf die Flasche und dann auf feste Nahrung umgestiegen. Aus Mamas Schoß in den Kindergarten, vom Kindergartenkind zum Schulkind. Die ersten Milchzähne sind uns ausgefallen und um uns das Loslassen hier schmackhafter zu machen, kam die Zahnfee.

Der erste Auszug aus dem Elternhaus. Der erste Umzug. Der erste Jobwechsel. …

Das alles beinhaltet auch immer das Loslassen von etwas. Manches ist uns leicht gefallen und bei anderen Dingen haben wir uns schwerergetan, weil die Angst vor dem Unbekannten groß war. In der Regel ist es sicher problemlos vonstattengegangen.

Wir haben uns gelöst von dem, was nicht mehr in unser Leben gepasst hat und damit Platz für etwas Neues geschaffen. Einfach so, ohne darüber nachgedacht zu haben, dass es sich um Loslassen handelt.

Das geschieht einfach, weil sich Wünsche, Ziele und Einstellungen im Laufe der Zeit verändern, weil wir uns verändern.

Vielleicht hast du in deinem Leben auch schon einmal bewusst losgelassen – etwa einen Termin sausen lassen und die gewonnene Zeit für etwas anderes verwendet, was dir wichtiger war? Ich habe das als Teenager in der Schule öfter gemacht (zwinker dir grinsend zu).

Loslassen bringt Lebensfreude

Und damit meine ich nicht das Schulschwänzen.

Der Weg in unser Glück führt über das Loslassen. Manchmal haften wir jedoch an bestimmten Themen, sitzen in einem Sumpf von Gefühlen fest und klammern uns an Menschen, Dinge oder Situationen.

Oft ist es nur ein undeutliches Gefühl. Das Gefühl nicht in der richtigen Geschichte zu sein, selbst nicht richtig zu sein, sich unwohl zu fühlen. Die Lebensfreude ist getrübt, das Glück will einfach nicht in unser Leben einziehen.

Wir sind gefangen im eigenen strengen Bewertungssystem oder in dem der anderen Menschen, Systeme und Äußerlichkeiten.

Mit jedem unbequemen Loslassen jedoch begrüßen wir immer wieder neue Zeiten der persönlichen Weiterentwicklung. Jedes leidige Loslassen ist auch ein neuer Anlauf ins Glück.

Loslassen bedeutet nicht vergessen. Es ist vielmehr das Erkennen, ankommen lassen und annehmen, um es dann zu transformieren. Umzuwandeln in etwas Neutrales, ohne Bewertung, ohne Vergleich. Loslassen ist sich befreien und bedeutet Freiheit!

Pssst … , ich habe ein Geheimnis!

Ich habe jahrelang nach dem Sinn des Lebens gesucht. Mein Glück gesucht. Versucht mich selbstzuoptimieren, große Meister studiert, gelernt, ausprobiert, nachgeeifert und bin dabei oft nur eine Kopie von … gewesen.

Dabei habe ich mich viel zu lange nicht getraut, meinen eigenen Weg zu gehen. Mein Gefühl oder besser gesagt mein gefühlter Verstand sagte mir, dass ich nicht gut genug war. Nie.

Die Menschen erwarten etwas Besseres. Ich erwartete etwas Besseres von mir. So saß ich in einer Falle und konnte den Ausgang nicht finden. Ich hatte Angst.

Angst davor loszulassen. Angst vor Veränderung. Angst vor dem was kommen könnte. Angst vor mir selbst, vor meiner wahren Größe.

Öffne dich für die Freude in dir

Was ich heute weiß ist, dass Loslassen keine Zauberformel benötigt, aber dass Achtsamkeit dir auf deinem Weg nach dorthin, wo du hinwillst, die Steine aus dem Weg räumen hilft.

Was ich mir mit meinem achtsamen Weg ermöglicht habe, ist bedingungslose Selbstliebe und Bewusstsein. Wie sich dadurch mein Leben verändert hat und was ich erreicht habe:

  • unkaputtbaren inneren Frieden
  • einen unerschütterlichen Glauben an mich selbst und meine innere Stärke
  • mein seelisches Gleichgewicht
  • Harmonie in meiner Gedankenwelt
  • meine Träume erfüllen sich, einer nach dem anderen
  • liebevolle Beziehungen
  • Ich habe den Job, den ich liebe

Wie geht das überhaupt?

Nun, es gibt da doch eine Zauberformel: Sei ehrlich zu dir selbst. Hör auf dir etwas vorzumachen. Das ist wohl die wichtigste Basis auf deinem Weg in ein glückliches Leben und um friedvoll loslassen zu können.

Schau nicht länger in den Spiegel, den dir andere vorhalten und nimm den Schleier von deinem eigenen Spiegel ab.

Das Glück liegt nicht in schönen Häusern, weiten Reisen, viel Geld oder einem begehbaren Kleiderschrank. Die Anhäufung äußerlichen Reichtums ist immer nur ein kurzfristiges Vergnügen. Eine tiefe innere Zufriedenheit und Freude können auf diesem Wege jedenfalls nicht entstehen.

Freuen wir uns über unsere äußeren Wegbegleiter wie Reichtum, Erfolg oder Macht. Über unseren Lebenspartner, über die Menschen, die uns eine Zeit lang begleiten. Seien wir dankbar dafür. Wir sollten jedoch darauf achten, ihnen den Wert beizumessen, der ihnen zusteht.

Denn wenn unsere Zeit hier zu Ende ist, dann werden wir all dies nicht mitnehmen! Wir kommen nackt und wir gehen nackt.

Fazit

Loslassen tut nicht weh und es ist auch nicht schwer. Wenn es sich für dich so anfühlt, dann machst du es in deinen Gedanken dazu. Loslassen ist ein Weg und kein kurzfristiger, leidiger Akt.

Dieser Weg umfasst ganz viele Aspekte und findet sich in allen Lebensbereichen wieder.

Es erfordert Ehrlichkeit dir selbst gegenüber und den absoluten Willen die zu sein, die du bist oder die, die du schon immer sein wolltest.

Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, dann melde dich jetzt zu meinem Newsletter an.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>