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Ich habe eine Entscheidung getroffen, yaaayyy! Nicht irgend so eine von denen, die zwar täglich nerven, aber nachts nicht den Schlaf rauben:

  • Was ziehe ich heute an?
  • Worauf habe ich heute Hunger?
  • Serie oder Lesen?

Sondern eine Entscheidung, die mein Leben verändert hat. Vor über sechs Jahren ist der Damm gebrochen, das Fass übergelaufen, wie auch immer, es hat mir geholfen, klar zu sehen. Mit dieser ersten Entscheidung, mit dem ersten Schritt, ist alles in Bewegung gekommen und das ist es noch bis heute. In Bewegung. Im Wandel. In der Entwicklung. 

Das ist ja schon verrückt, wie sehr man sich Bilder zusammenbaut, nur damit man der Wahrheit nicht ins Gesicht schauen muss. Tagtäglich Dinge, Situationen und auch Menschen erträgt und es dabei schafft, sich das noch immer schön zu reden. Warum das Ganze? Damit man keine Entscheidung treffen muss. Der Mut fehlt. Und ich war eine Meisterin darin, die Dinge schön zu reden und sie somit für mich besser, vor allem aber erträglicher zu machen. Aushaltbarer

Ein nicht unerheblicher Motor dafür, war meine Angst davor mich festzulegen, etwas Altes loszulassen, um dann wirklich befreit in etwas Neues zu starten. Viele Jahre hab ich also festgehalten, eine Ehe gelebt, die es außer auf dem Papier schon lange nicht mehr gab.

Bis dann letztendlich der innere Druck so groß wurde, dass ich krank wurde und mein Lachen verlor. Manche Menschen verlieren dabei auch ihr Leben. Sie sterben innerlich. Wie ein Vulkan, der ständig brodelt, so sammelt sich die „Altlastenbrühe“ in unseren Herzen, Bäuchen und Gedärmen.

Die Zeiten, in denen ich mich gerne versteckt habe, wenn es darum ging, eine Entscheidung für mich selbst zu treffen, sind seit einigen Jahren offiziell beendet. Und ich lade dich ein, es mir gleich zu tun. 

Gute Geschichten bieten gute Verstecke

Eine meiner Lieblingsgeschichten war die, über die Bedürfnisse anderer Menschen, wenngleich auch diese nur in meinem Kopf bestanden. Himmel Herrgott, hab ich mir Gedanken gemacht. Ich fühlte mich verantwortlich für ihr Wohl und Wehe und für ihr Glück. Somit wurden die Bedürfnisse anderer Menschen zu meinem Lieblingsversteck, ohne dass irgendjemand davon etwas ahnte. Denn fragen musste eigentlich nie jemand. Ich war einfach immer da. Eine willkommene Ablenkung von mir selbst, meinen eigenen Bedürfnissen, Wünschen und Sehnsüchten.

Es sind genau diese Geschichten, die wir uns erzählen, denen wir dann Glauben schenken. Welch ein Trugschluss. Sie bieten uns geniale Verstecke und somit viel Raum für Fehlinterpretationen.

Lauf so schnell du kannst

Das war viele Jahre lang mein geheimes Motto. Nur nicht hinschauen, nicht in die Angst blicken. Ablenken. Weglaufen. Am besten mit viel Arbeit ertränken oder sich mit der Fürsorge auf andere Menschen konzentrieren. „Hallooooooo, hat jemand ein Problem? Ich hätte gerne deins, denn meins will mich gerade absaufen lassen. Rette ich also lieber dich.“ Ich war Weltmeisterin darin, andere glücklich zu machen. Wie heißt es doch so schön: Wenn du andere glücklich machst, dann kommt das Glück auch zu dir. Da ist ganz sicher etwas dran, aber nicht so, wie ich es umgesetzt habe.

Denn, wenn du dich kleinmachst, um in das Leben von anderen Menschen zu passen, weil du denkst, dass diese dann glücklich sind, dann verlierst du – dich selbst! Zitat aus: Für dich einstehen, steht dir gut!

Egal, wie weit du auch davor weglaufen willst, es ist schneller als du. Das habe ich bitter lernen müssen. Richtig bewusst geworden ist mir das mit meiner Entscheidung, mich von allem zu trennen, was nicht mehr in mein Leben gehört.

Der erste Schritt für mich war die Trennung von meinem Mann. Es folgten vier lange Jahre Wunden lecken mit allem, was dazu gehört: Trauer, Wut, Angst, Loslassen und schließlich Verzeihen.

Der zweite Schritt war die Entscheidung, endlich aus der Wohnung auszuziehen, die damals ohnehin nur eine Übergangslösung sein sollte. Ich wollte es nur nicht wahrhaben. Eine Wohnung voller alter Erinnerungsstücke, mit ganz viel negativer Energie. Dennoch habe ich daran festgehalten. Dafür habe ich unendlich viele Gründe gefunden, wenn nötig täglich neue.

  • Wer weiß, was in einem halben Jahr ist?
  • Vielleicht zieht meine Tochter ja bald aus, dann suche ich mir etwas Neues
  • Eigentlich ist es doch ganz nett hier
  • Für eine Veränderung ist ja auch später noch Zeit
  • Und und und

Es braucht Mut

Ja, es braucht Mut. Bei mir war es eine Mischung aus purer Verzweiflung und das zwingende Gefühl, dass JETZT etwas passieren muss. Der letzte Kick war ein ziemlich heftiges Gespräch mit meiner wunderbaren Tochter. „Mama, du predigst doch immer vom Loslassen, du laberst die ganze Zeit davon alte Türen zu schließen, um neue öffnen zu können. Komm mal runter. Woran hältst du noch fest? Wir brauchen den ganzen Scheiß nicht mehr!“

 

Das hat gesessen. Ich musste erst mal raus. Luft holen. Gedanken sortieren. Gefühle spüren. Mich spüren. Sie hatte recht. Manchmal brauchen wir einfach einen Schubser von außen, damit wir in der Lage sind, uns zu bewegen. Scheuklappen weg und los. Das war der Beginn einer großartigen Veränderung.

Der dritte Schritt war somit die Entscheidung alle, wirklich bis auf die neue Küche und die Betten für mich und meine Tochter, alle „alten“ Möbel, NICHT mehr mitzuschleppen. Ich verkaufte, oder verschenkte alles, was nicht mehr in mein neues Leben passte. Was für ein Befreiungsschlag. Ich habe diese Entscheidung damals in tiefem Frieden mit mir selbst getroffen. Ich habe diese Entscheidung in der absoluten Gewissheit getroffen, dass ich jetzt bereit bin, alte Ufer zu verlassen, um neue zu erreichen. Ich habe diese Entscheidung getroffen, weil ich mich sicher fühlte.

Herausforderung und Chance

Der vierte Schritt war nicht ganz freiwillig. Vor zwei Jahren kam mein damals wichtigster Kunde, ein Unternehmen, welches ich in Vertriebs- und Marketingfragen beraten habe, und teilte mir mit, dass er meine Dienste in dem bisherigen Umfang nicht mehr benötigte. Das war das Aus für meinen „Brotjob“, denn kind of beauty und meine Tätigkeit als Managerin meiner Tochter liefen quasi nebenher und hätten mich damals nicht ernähren können.

Der Schlag hat gesessen und wurde von einer heftigen Existenzangst begleitet. Manchmal wird genau in solchen Momenten ein unglaubliches Potenzial freigesetzt. In meinem Fall nenn ich es eine extragroße Portion Mut. Ganz mutig habe ich, diese auf den ersten Blick bedrohende Situation, als Herausforderung und Chance angenommen. Ich habe reingeschaut, mich meiner Angst gestellt und bin nicht weggelaufen.

Was ich gelernt habe

Bleib deinen Träumen, Visionen und dem, woran du glaubst, treu und das Universum wird sich um den Rest kümmern. Vertraue darauf, dass du, wenn du im Geist gesünder und heiler wirst, jeden, den du triffst, erheben wirst. Deine Familie, Freunde und jeder in deinem Leben wird von deinem Wachstum profitieren. Glaub an dich, bleib deinem Weg treu und teile deine Liebe.

Liebe mehr, vergebe leichter, höre mehr zu, geh mehr in die Stille, lächle mehr und lache lauter, gebe viel und nimm in Dankbarkeit. Stell dir vor, alle Menschen würden das bedingungslos miteinander teilen. Wie viel liebevoller wäre diese Welt. Lass uns gemeinsam diese liebevolle Welt erschaffen und aufeinander achten, einander geben und zueinander ja sagen. Lass uns gemeinsam in Liebe leuchten und Wunder geschehen lassen.

Ich brauche mein Versteck nicht mehr

Weißt du, was völlig verrückt ist? Seit diesem Moment gehen ständig neue Türen auf. Meine neue Wohnung kam angeflogen. Neue Menschen bereichern mein Leben. Alle Dinge fügen sich. Mein Gott und wie viel ich jetzt dadurch gewonnen habe.

  • Klarheit
  • Lust auf mein Leben
  • Neue Ziele
  • Unendliche Motivation
  • Pure Freude

Komm raus aus deinem Versteck. Raus aus der Komfortzone, die sowieso keine ist. Sie hält dich gemütlich fest im trüben Tümpel, in dem alle schwimmen. Eine stinkende Suppe, aus „Hätte, Wenn und Aber“, Jammerei und Perspektivlosigkeit. Deine Flügel werden nicht trocknen in diesem Tümpel. Dein Leben wird nicht dir gehören.

Entscheide dich! Es werden nicht immer solch große Entscheidungen, wie die, von denen ich dir hier berichte. Es fängt schon bei den kleinen Dingen an. Nimm dein Leben in die Hand.

Mach dein Leben zu deinem eigenen

Achte mehr auf das, was dein Herz bewegt.

Welche Musik bringt dich zum Weinen oder lässt dich vor Freude tanzen und springen ganz gleich wo du dich gerade befindest.

Achte auf das, was dich glücklich macht. Wirklich glücklich, was dein Herz berührt. Was dir Hoffnung bringt und dich fühlen lässt, dass es einen Grund gibt, warum du hier bist.

Achte darauf, was dich zum Lachen bringt sodass du gar nicht mehr aufhören kannst. Finde heraus, was dich wirklich antreibt. Nimm dir mehr Raum für dich selbst.

Achte auf das Leben, das du für dich selbst erschaffen willst. Du bist verantwortlich für dein Glück, dein Leben und für deine Erfüllung. Biete anderen nicht länger ein kuscheliges Nestchen in dir, denn in deinem Nest haben sie nichts verloren. Entlasse sie aus deinem Verantwortlichkeitsgefühl.

Und jetzt bist du dran: Was bewegt dich? Was willst du von deinem Leben und was könnte dir Mut schenken?

Diesen Artikel habe ich am 08.10.2019 für dich überarbeitet.

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