Ich habe eine Entscheidung getroffen, yaaayyy! Nicht irgend so eine von denen, die einen zwar täglich nerven, aber die einem nachts nicht den Schlaf rauben. Was ziehe ich heute an? Worauf habe ich heute Hunger? Sondern eine Entscheidung, die mein Leben verändert hat. Vor über vier Jahren ist der Damm gebrochen, das Fass übergelaufen, wie auch immer, es hat mir geholfen, klar zu sehen. Mit dieser ersten Entscheidung, mit dem ersten Schritt vor fast fünf Jahren, ist alles in Bewegung gekommen und das ist es noch bis heute.

Das ist ja schon verrückt, wie sehr man sich Bilder zusammenbaut, nur damit man der Wahrheit nicht ins Gesicht schauen muss. Tagtäglich Dinge, Situationen und auch Menschen erträgt und es dabei schafft, sich das noch immer schön zu reden.

Gute Geschichten bieten gute Verstecke

Es sind genau diese Geschichten, die wir uns erzählen, denen wir dann Glauben schenken. Welch ein Trugschluss. Sie bieten uns geniale Verstecke und somit viel Raum für Fehlinterpretationen. Die Zeiten, in denen ich mich gerne versteckt habe, wenn es darum ging, eine Entscheidung zu treffen, sind hiermit offiziell beendet.

Mein Lieblingsversteck waren die Bedürfnisse anderer, auch wenn sie nur in meinem Kopf bestanden. Und natürlich meine Angst davor mich festzulegen, etwas „Altes“ loszulassen, um dann wirklich befreit in etwas Neues zu starten. Bis dann letztendlich der innere Druck so groß wird, dass wir entweder krank werden oder unser Lachen verlieren. Manche Menschen verlieren dabei auch ihr Leben. Sie sterben innerlich. Wie ein Vulkan, der ständig brodelt, so sammelt sich die „Altlastenbrühe“ in unseren Herzen, Bäuchen und Gedärmen.

Lauf so schnell du kannst

Das war viele Jahre lang mein geheimes Motto. Nur nicht hinschauen, nicht in die Angst blicken. Ablenken. Weglaufen. Am besten mit viel Arbeit ertränken oder sich mit der Fürsorge auf andere Menschen konzentrieren. „Hallooooooo, hat jemand ein Problem? Ich hätte gerne deins, denn meins will mich gerade absaufen lassen. Rette ich also lieber dich.“ Ich war Weltmeisterin darin, andere glücklich zu machen. Wie heißt es doch so schön: Wenn du andere glücklich machst, dann kommt das Glück auch zu dir. Da ist ganz sicher etwas dran, aber nicht so, wie ich es umgesetzt habe.

Denn, wenn du dich kleinmachst, um in das Leben von anderen Menschen zu passen, weil du denkst, dass diese dann glücklich sind, dann verlierst du – dich selbst!

Egal, wie weit du auch davor weglaufen willst, es ist schneller als du. Das habe ich bitter lernen müssen. Richtig bewusst geworden ist mir das mit meiner Entscheidung, mich von allem zu trennen, was nicht mehr in mein Leben gehört.

kindofbeauty - lass los und lebe glücklichDer erste Schritt für mich war die Trennung von meinem Mann. Es folgten vier lange Jahre Wunden lecken mit allem, was dazu gehört: Trauer, Wut, Angst, Loslassen und schließlich Verzeihen.

Der zweite Schritt war die Entscheidung, endlich aus der Wohnung auszuziehen, die damals ohnehin nur eine Übergangslösung sein sollte. Ich wollte es nur nicht wahrhaben. Eine Wohnung voller alter Erinnerungsstücke, mit ganz viel negativer Energie. Dennoch habe ich daran festgehalten. Dafür habe ich unendlich viele Gründe gefunden, wenn nötig täglich neue.

  • Wer weiß, was in einem halben Jahr ist?
  • Vielleicht zieht meine Tochter ja bald aus, dann suche ich mir etwas Neues
  • Eigentlich ist es doch ganz nett hier
  • Für eine Veränderung ist ja auch später noch Zeit
  • Und und und

Es braucht Mut

Ja, es braucht Mut. Bei mir war es eine Mischung aus purer Verzweiflung und das zwingende Gefühl, dass JETZT etwas passieren muss. Der letzte Kick war ein ziemlich heftiges Gespräch mit meiner wunderbaren Tochter. „Mama, du predigst doch immer vom Loslassen, du laberst die ganze Zeit davon alte Türen zu schließen, um neue öffnen zu können. Komm mal runter. Woran hältst du noch fest? Wir brauchen den ganzen Scheiß nicht mehr!“

Das hat gesessen. Ich musste erst mal raus. Luft holen. Gedanken sortieren. Gefühle spüren. Mich spüren. Sie hatte recht. Manchmal brauchen wir einfach einen Schubser von außen, damit wir in der Lage sind, uns zu bewegen. Scheuklappen weg und los. Das war der Beginn einer großartigen Veränderung.

Der dritte Schritt war somit die Entscheidung alle, wirklich bis auf die neue Küche und die Betten für mich und meine Tochter, alle „alten“ Möbel, NICHT mehr mitzuschleppen. Ich verkaufte, oder verschenkte alles, was nicht mehr in mein neues Leben passte. Was für ein Befreiungsschlag. Ich habe diese Entscheidung damals in tiefem Frieden mit mir selbst getroffen. Ich habe diese Entscheidung in der absoluten Gewissheit getroffen, dass ich jetzt bereit bin, alte Ufer zu verlassen, um neue zu erreichen. Ich habe diese Entscheidung getroffen, weil ich mich sicher fühlte.

Herausforderung und Chance

Der vierte Schritt war nicht ganz freiwillig. Vor einem Jahr kam mein damals wichtigster Kunde, ein Unternehmen, welches ich in Vertriebs- und Marketingfragen beraten habe, und teilte mir mit, dass er meine Dienste in dem bisherigen Umfang nicht mehr benötigte. Das war das Aus für meinen „Brotjob“, denn kindofbeauty und meine Tätigkeit als Managerin meiner Tochter liefen quasi nebenher und hätten mich nicht ernähren können.

Der Schlag hat gesessen und wurde von einer heftigen Existenzangst begleitet. Manchmal wird genau in solchen Momenten ein unglaubliches Potenzial freigesetzt. In meinem Fall nenn ich es eine extragroße Portion Mut. Ganz mutig habe ich, diese auf den ersten Blick bedrohende Situation, als Herausforderung und Chance angenommen. Ich habe reingeschaut, mich meiner Angst gestellt und bin nicht weggelaufen.

Was ich gelernt habe

Bleib deinen Träumen, Visionen und dem, woran du glaubst, treu und das Universum wird sich um den Rest kümmern. Vertraue darauf, dass du, wenn du im Geist gesünder und heiler wirst, jeden, den du triffst, erheben wirst. Deine Familie, Freunde und jeder in deinem Leben wird von deinem Wachstum profitieren. Glaub an dich, bleib deinem Weg treu und teile deine Liebe.

Liebe mehr, vergebe leichter, höre mehr zu, geh mehr in die Stille, lächle mehr und lache lauter, gebe viel und nimm in Dankbarkeit. Stell dir vor, alle Menschen würden das bedingungslos miteinander teilen. Wie viel liebevoller wäre diese Welt. Lass uns gemeinsam diese liebevolle Welt erschaffen und aufeinander achten, einander geben und zueinander ja sagen. Lass uns gemeinsam in Liebe leuchten und Wunder geschehen lassen.

Ich brauche mein Versteck nicht mehr

Weißt du, was völlig verrückt ist? Seit diesem Moment gehen ständig neue Türen auf. Meine neue Wohnung kam angeflogen. Neue Menschen bereichern mein Leben. Alle Dinge fügen sich. Mein Gott und wie viel ich jetzt dadurch gewonnen habe.

  • Klarheit
  • Lust auf mein Leben
  • Neue Ziele
  • Unendliche Motivation
  • Pure Freude

Der Schmetterling will fliegen

Ich möchte meine, und auch deine Entwicklung gerne mit der eines Schmetterlings vergleichen: Aus einem Ei erblickt eine kleine Raupe das Licht der Welt. Sie frisst sich dick und fett und häutet sich mehrmals. Mit dünnen Fäden befestigt sie sich an einem Zweig und wirft noch mal ihre Haut ab, unter der eine feste Hülle ist. Sie spinnt ihren Kokon und verpuppt sich. In der Puppe wächst der Falter.

Wenn er schlüpft, sind die Flügel noch feucht und zerknittert. Der Falter pumpt Blut hinein, damit sie sich entfalten. Sind die Flügel des Falters trocken, fliegt er los. Ein wunderschöner Schmetterling.

Ich nenne das Leben. Mein Leben. Dein Leben. Unser Leben. Alles Leben.

Wir werden geboren

lernen

sammeln Erfahrungen

lernen und lehren

machen Fehler

lernen und lehren

treffen Entscheidungen

lernen und lehren

überdenken noch einmal alles Hin und Her

lernen und lehren.

Während dieser ganzen Zeit wachsen uns Flügel.

Diese Flügel sind zum Fliegen da.

Lass es zu, dass sie wachsen.

Lass sie trocknen.

Pumpe Blut – Leben, Glück, Freude und Liebe – hinein

UND FLIEGE

Komm da raus

Wo ist dein Versteck, wenn es darum geht, eine Entscheidung für dich selber zu treffen? Raus aus der Komfortzone, die sowieso keine ist. Sie hält dich gemütlich fest im trüben Tümpel, in dem alle schwimmen. Eine stinkende Suppe, aus „Hätte, Wenn und Aber“, Jammerei und Perspektivlosigkeit. Deine Flügel werden nicht trocknen in diesem Tümpel.

Entscheide dich! Es sind nicht immer solch große Entscheidungen, wie die, von denen ich dir hier berichte. Es fängt oft bei den kleinen Dingen an. Nimm dein Leben in die Hand. Sei ein wunderschöner Schmetterling und fliege in dein Leben.

Ich wünsche dir einen guten, glücklichen Flug.