Das Spiel mit unserer Schuld oder die dreidimensionale Funktionsmatrix

Das Spiel mit unserer Schuld oder die dreidimensionale Funktionsmatrix

Das Spiel mit unserer Schuld. Es ist ein mieses Spiel und wir befinden uns mittendrin. Sie spielen mit deiner und mit meiner Schuld. Nur das die Geschütze, die jetzt gerade aufgefahren werden, noch heftiger sind. Vielleicht aber auch nur sichtbarer.

Sie wollen uns treffen. Mitten ins Mark. Mitten in unser Herz und unser Sein erschüttern. Uns spalten. Voneinander trennen. Uns klein halten und gefügig machen.

Viel zu lange haben wir in diesem Spiel mitgespielt. Unbewusst uns unserer Selbst nicht bewusst. Viel zu lange schon glauben wir an unsere Schuld. Und viel zu lange schon lassen wir uns dadurch manipulieren.

Lass uns heute beginnen und damit Schluss machen und lass mich eines schon einmal vorab klar und deutlich aussprechen.

Von Nächstenliebe und Solidarität

Zwang und Druck auf Menschen auszuüben und dies als Solidarität oder Nächstenliebe zu bezeichnen ist widerlich!

Von Nächstenliebe zu sprechen, wenn du einem anderen deinen Willen aufzwingen willst, ist absurd.

Von Nächstenliebe zu sprechen, wenn du den Willen deines Nächsten brechen willst, ist absurd.

Von Nächstenliebe zu sprechen, wenn du deinen Nächsten nicht respektierst, ehrst und achtest, ist absurd.

Von Nächstenliebe zu sprechen, obwohl du dich selbst nicht fühlen kannst, dir selbst keine Liebe entgegenbringen kannst, es keine Verbindung zu deinem Herzen gibt, hat mit Liebe nichts zu tun.

Nichts mit Liebe zu dir selbst, nichts mit Liebe im wahrhaftigen Sinn und erst recht nichts mit Liebe zu deinem Nächsten.

Diese Art der Nächstenliebe, so wie sie uns hier und heute präsentiert wird, nenne ich eine Lüge.

Eine Lüge, die sich diese Menschen selbst auftischen müssen, damit sie ihr niederträchtiges Verhalten aushalten können.

Es ist nicht mehr als eine weitere Maske, um sich selbst zu verstecken. Dafür den Deckmantel der Nächstenliebe zu benutzen, bedeutet die Liebe zu verraten.

Wenn du keine Liebe für dich selbst aufbringen kannst, was ist es dann, wenn du sagst, dass du anderen in Liebe begegnest?

Solidarität ist Gemeinschaft und ein unbedingtes Zusammenhalten, auch wenn sich dadurch kein persönlicher Vorteil ergibt und nicht Ausgrenzung so wie diese von einigen vorangetrieben wird.

Ich erlebe in diesen Zeiten so viele Menschen in Wut und Traurigkeit. Mutlosigkeit, Hoffnungslosigkeit und Selbstaufgabe. Der Drill, die Erziehung in Familie und Bildungsstätten ist so weit vorangeschritten, dass wir fast vollständig vergessen haben, wer wir wirklich sind. Die Matrix scheint real und fordert ihren Tribut. Individualität ist nicht gefragt, eigenes Denken hinderlich und Verantwortung wird auf andere geschoben. Fein raushalten und mitschwimmen.

Aber es geht auch anders

Denn auf der anderen Seite von Wut und Traurigkeit sind Klarheit und Kraft und jetzt drängt die Zeit, dass wir in unsere Kraft kommen.

Das Spiel mit unserer Schuld - kindofbeauty

Das größte Gefängnis ist in unserem Kopf, fernab von unserer herzbasierten Intelligenz. Das größte Gefängnis, in dem wir leben ist die Angst vor dem, was andere Leute über uns denken und die Konsequenz daraus.

Was wird mir als Resultat all dessen, was ich tue, passieren? Werde ich abgelehnt? Nicht mehr geliebt? Ausgegrenzt?

Wenn du bereit bist zu erkennen, dass es keinen Unterschied macht, was du tust, weil die anderen ohnehin denken werden, was sie wollen und es immer wieder so auslegen, wie es für sie am besten passt. In ihr Bild von dir passt und somit in ihre Wahrheit und in ihren Mangel von Liebe.

Wenn du also bereit bist zu erkennen, dass es für die anderen keinen Unterschied macht, wenn sie in ihren eigenen Vorurteilen feststecken, dann trau dich jetzt zu erkennen, dass es keine Rolle spielt, was andere über dich denken und das du dieses Gefängnis verlassen kannst und darfst. Es ist nur in deinem Kopf.

Trau dich zu erkennen, dass du sehr wohl einen Unterschied machen kannst.

Für dich. Und letztendlich dann doch für alle, weil du eine andere Energie ins Feld gibst. Denn es braucht Mut. Mut, eigenständig zu denken. Dinge zu hinterfragen und von allen Seiten zu beleuchten. Mut nach der Sinnhaftigkeit zu forschen und vor allem Mut, Eigenverantwortung zu übernehmen und diese dann auch zu leben. Mut sich von den aufoktroyierten Schuldgefühlen loszusagen.

Alles was getan wurde und wird, ist das Ergebnis von einer Handvoll Leuten, die jahrzehntelang ein großes Narrativ aufgebaut haben, in dem klar festgelegt ist, was richtig und was falsch ist.

Diese Tatsache macht es für mich verständlich, dass es so einfach ist, so viele Menschen zu kontrollieren. Alles, was SIE tun mussten und müssen, ist die Norm der Gesellschaft zu definieren, was als richtig und falsch angesehen wird. Moralisch und unmoralisch. Gut und Böse. Gesund und wahnsinnig. Möglich und unmöglich. Und die Menschen dann in der Angst halten.

Die dreidimensionale Funktionsmatrix

So hat man für uns eine dreidimensionale Funktionsmatrix erbaut. Wenn du dein Leben innerhalb dieser Struktur der Wahrnehmung lebst und somit angepasst an das, was dir vorgegeben wird zu denken und zu sagen, dann wird man dich weitestgehend in Ruhe lassen, weil du als normal eingestuft wirst. Dann bist du “solidarisch” und handelst aus “Nächstenliebe”. Und so hat man zwei sehr schöne Tugenden ihrer wahren Identität beraubt, ebenso wie man es mit dir und mir versucht zu tun.

Damit das nicht so auffällt, darfst du dich heute auch gerne an der LBGTQ Bewegung beteiligen, die sich dafür einsetzt, dass alle Menschen gleichbehandelt werden. Dumm nur, dass du dafür innerhalb deiner von ihnen vorgefertigten Matrix sein musst und bestenfalls für das Narrativ auch dein eigenes Denken, deine Eigenverantwortung und letztendlich deine eigene Identität aufgeben solltest.

Bitte verstehe mich nicht falsch. Wir alle sind Menschen und haben es verdient, als solche auch gleichbehandelt zu werden. Das ist unser Geburtsrecht!

Einzig das Ziel und das Motiv dieser aktuell so gehypten Bewegung stelle ich infrage.

Mir ist auch bewusst, dass du, wenn du dich daran beteiligst, dass aus einer liebevollen Motivation heraus tust. Aus Mitgefühl und mit einem guten Ziel, weil du davon ausgehst, dass du etwas wirklich Gutes unterstützt und das ist gut und richtig so. Ich glaube jedoch, dass es als ein feines Ablenkungsmanöver getarnt ist, um uns auf dieser Ebene ein gutes Gefühl zu bereiten.

Wie gesagt, ich stelle das Motiv und das Ziel derjenigen infrage, die aktuell dafür sorgen, dass dies in aller Munde ist. Denn ich glaube nicht, dass es IHNEN um Liebe, Menschlichkeit, Gemeinschaft, Gleichbehandlung oder Ähnliches geht. Um Individualität und Freiheit im Denken ganz sicher nicht. Wenn das so wäre, warum ändert sich dann kaum etwas in den Bereichen, wo es wirklich relevant ist?

Reicht es aus zu glauben, man hätte seine moralische Pflicht getan und ist auf die Straße gegangen, aber in der Welt ändert sich tatsächlich nicht so viel? Und was änderst du ganz persönlich in deinem Handeln und Denken?

Diskriminierung

Diskriminierung von Frauen ist weit verbreitet und äußert sich in mangelnder Bildung, Zwangsheiraten, Genitalverstümmelung oder anderen Grausamkeiten. Die Welt ist weit entfernt von Gleichberechtigung, obwohl sie das Grundrecht eines jeden Menschen ist. (…)

Das alles sind schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen, die in einem patriarchalen Verständnis von Männlichkeit und Weiblichkeit wurzeln. Solange dieses Weltbild weiterbesteht, kann es keine friedlichen Gesellschaften geben, die auf Gleichberechtigung, gegenseitiger Anerkennung und Respekt beruhen.*

* Quelle: Brot für die Welt

Warum ist man dann nicht in der Lage Frieden zu etablieren? Warum werden noch immer Kriege geführt? Warum bekämpfst du deinen Nächsten? Redest schlecht hinter seinem Rücken? Grenzt aus und diskriminierst?

Wie kann es sein, dass noch heute weltweit alle zehn Sekunden ein Kind unter fünf Jahren durch Mangelernährung stirbt? Und insgesamt sind schätzungsweise 149,2 Millionen Kinder chronisch unterernährt oder ausgezehrt sind?*

Und hier berichte ich nur über die Kinder dieser Welt. Wie viele Jahrzehnte wird schon nach Afrika gespendet und dennoch hat sich nichts oder kaum wahrnehmbar etwas verbessert? Gibt es überhaupt ein Interesse daran, den Hunger zu besiegen? Und wären wir als Menschheit nicht längst in der Lage dazu?

*Quelle: Welthungerhilfe 

Die erweiterte Trennung

Wie kann es sein, dass wir in diesen Zeiten eine neue erweiterte Trennung erleben, in der Geimpfte gegen Ungeimpfte gegeneinander aufgebracht und ausgespielt werden?

Ich möchte mich mit dir unterhalten, auch wenn wir nicht einer Meinung sind. Auch müssen du und ich unsere Meinung nicht verteidigen, denn wir sind nicht in Gefahr.

Noch müssen wir uns verbiegen, verleugnen oder verraten. Wir können gemeinsam sein. Du und ich und der Rest der Welt.  Einander in Liebe und mit liebevollem Respekt begegnen. Uns nicht ausgrenzen, weil wir anders aussehen oder denken. Weil du geimpft bist und ich nicht.

Warum ist es möglich, dass Menschen an einer BLM-Demo oder LBGTQ-Demo teilnehmen, aber ihren Nächsten, der anders denkt, ausgrenzen? Dass hier Familien entzweien? Freundschaften einem Kriegsschauplatz ähnlichen Terrain anmuten?

Kann es an diesem so gut und so lange aufgebauten Narrativ liegen, dass die Norm der Gesellschaft definiert? Denn sobald du aus dieser dreidimensionalen Funktionsmatrix heraustrittst und deine Einzigartigkeit mit deinem Denken und Handeln zum Ausdruck bringst, wirst du von allen Mitschwimmern dieser Matrix angegriffen. Das sind die wahren Gefängniswärter, die diejenigen angreifen, die aus der Struktur heraustreten wollen. Dafür muss sich keiner derjenigen, die dies so vorangetrieben und gestaltet haben, selbst die Hände schmutzig machen. Das erledigen wir brav untereinander.

Das Gefängnis im Kopf

Du brauchst dich nicht einmal ganz aus der Matrix bewegen, sondern dich nur an ihrem Rand befinden und dir weht ein harter Wind entgegen. Indem diese Norm erschaffen und etabliert wurde, hat man es erreicht, dass sich eine Armee von Menschen gebildet hat, die bereit ist, ihr eigenes Funktionsgefängnis zu verteidigen. Ohne dieses zu hinterfragen und in einem einwandfreien Funktionsmodus für den Erhalt dieser Struktur gegen jeden zu kämpfen, der sich nicht konform verhält.

Wir fragen uns aber nicht, wer sind diese Lenker und Erbauer der Matrix oder was wird der Leiter der Weltbank denken, die wahren Führer der Großkonzerne, die Politiker oder der Religionsführer?

Wir haben all das so gut adaptiert, dass wir uns fragen, was wird meine Mutter von mir denken. Meine Freundin, mein Freund, die Nachbarn und Arbeitskollegen? Und so machen wir es zu unserem ganz persönlichen Gefängnis.

Wir empfinden Schuld, wenn wir nicht geliebt werden und da wir uns selbst nicht lieben, ist dieses Schuldgefühl fast dauerhaft präsent. Hier nährt das eine das andere.

Das Spiel mit unserer Schuld

Ich habe begonnen, dieses Spiel vor einiger Zeit zu verlassen. Zunächst war da das Erkennen, dass es um Schuld geht und um meinen ureigenen Mangel an Liebe. Mir einzugestehen, dass es dies ist, war ein weiterer Schritt. Dann ging es um das Loslassen meiner alten eingefahrenen Denkmuster, Gewohnheiten, Minderwertigkeitsgefühlen und all der mich selbst erniedrigenden Glaubenssätze. Und glaub mir, ich bin noch mitten drin und das ist selten ein Gefühl von himmelhochjauchzend.

fühle es - kind of beauty

Ich kann dir sagen, ein tiefer und dichter Dschungel.

Klar macht das zunächst Angst, wenn man beginnt sich Fragen zu stellen. Das ist unbequem und zerrt einen förmlich aus der so geliebten Komfortzone heraus.

Ich hatte auch zunächst Angst und dann Wut und dann Traurigkeit und Weltschmerz.

Klar bin ich auch gerne in meiner kleinen Blase und bescheinige mir innerhalb dieser gerne, dass es mir doch gut geht. Aber reicht das?

 

Reicht es wegzuschauen und in Kauf zu nehmen, dass all dieses Leid hier um mich herum zwar existiert, aber ich weit genug davon weg bin? 

Reicht es zu versuchen, sich selbst davon zu überzeugen, dass man als Einzelne eh nichts ändern kann? Und stimmt das überhaupt?

Ich bin frei von Schuld

Ich bin frei von Schuld, ist mein neues Mantra geworden. Nicht um mich freizusprechen von jeglicher Verantwortung, sondern um genau das zu tun: Verantwortung übernehmen.

Mir selbst mit Liebe begegnen zu können. Mich immer wieder zu fragen: Wer bin ich?

Mein Herz offen zu halten. Immer. Und glaube mir, das ist anstrengend und erfordert mich immer wieder selbst anzuschauen, zu beobachten und dennoch sanft mit mir zu sein. Die Peitsche mit der ich mich immer und immer wieder selbst gestraft habe, kann ich nun immer öfter weglassen. Denn ich bin frei von Schuld.

Ich bin mutig und habe meine Chance zu wachsen darin erkannt.

Sei auch du mutig und erkenne deine Chance zu wachsen. Über dich selbst hinauszuwachsen und der Mensch zu werden, der du wahrhaftig bist.

Du bist so unendlich viel mehr als das, was man dir zugesteht zu sein. Du bist so unendlich viel mehr als das, was du von dir selbst glaubst, dass du es seist.

Erlaube dir Dankbarkeit zu fühlen für alles, was dich bis jetzt auf deinem Weg herausgefordert hat. Für alles, was du erleiden musstest, das man dir angetan hat. Das du dir selbst angetan hast.

Halte dein Herz offen. Komm in deine Kraft. Erkenne die Liebe in dir und halte sie hoch. Steh für dich ein und gestehe das auch allen anderen zu.

Lass uns gemeinsam weiter wachsen und uns in der Liebe erkennen und vereinen.

Gemeinsam sind wir stärker als jedes Narrativ. Stärker als jede dreidimensionale Funktionsmatrix.

Ich bin hier und reiche dir meine Hand.

In Liebe

Michaela

Foto: ©Tinnakorn

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Meine lange Reise der Selbsterniedrigung

Meine lange Reise der Selbsterniedrigung

Meine lange Reise der Selbsterniedrigung

Es zerriss mich festzustellen, dass ich jemanden liebte, dass die Liebe allein aber nicht zu reichen schien. Nicht etwa, weil ich zu wenig davon empfand, sondern weil auch die größte Liebe als Grund nicht ausreicht, um mit einem Menschen zusammen zu sein. Denn nur, weil ich mein Herz an jemanden verschenke, muss das nicht bedeuten, dass das zu einer erfüllenden Beziehung führt. Anstatt mir das einzugestehen, machte mich die Situation eher ohnmächtig, schließlich wütend und dann habe ich aufgegeben.

Wahrscheinlich könnten wir beide einen dicken Schinken über unsere Verletzungen und Enttäuschungen rausbringen. Über all die Reinfälle, verletzten Gefühle und die damit verbundene Ohnmacht, die nicht selten in einer fiesen Wut endet. Gerne auch gegen uns selbst.

Vielleicht bist du nicht bei der Person, die dein Herz gewählt hat. Vielleicht funktioniert das Leben so nicht. Es mag sein, dass du nicht bekommst, was du willst.

Vielleicht aber findest du am Ende, was du brauchst und zu dir gehört, denn vielleicht weiß das Universum besser, was du brauchst als du selbst auf der Jagd nach Liebe und Anerkennung.

Ich wünsche dir, dass du eines Tages bereit bist deine Strenge dir selbst gegenüber in eine sanfte Zartheit umzuwandeln.

Vielleicht Liebe?

Vielleicht hat sich die Liebe, von der du dachtest, sie wäre es geändert?

Vielleicht geht es von „Ich werde auf dich warten und dich nach der Arbeit anrufen“ zu „Ich gehe schlafen, ich bin müde.“ Und vielleicht geht es von „Ich bin für dich da, du musst dir keine Sorgen machen“ zu „Ich wünschte wirklich, du würdest nicht immer nerven mit deinen seltsamen Gedanken.“

Oder es geht von „Ich wähle dich“ zu „Ich muss mich jetzt selbst wählen“.

Vielleicht kann die Liebe nicht mit bestimmten Menschen wachsen.

Vielleicht passt sie nicht mehr zu derjenigen, in die du hineinwächst. Vielleicht wirst du zu groß dafür. Vielleicht wird es aber auch zu schmerzhaft, weil du dich zu sehr verbiegst.

Vielleicht ist es wie der Pullover, den du schon immer geliebt hast, oder dein Kinderbett. Du lernst es für das zu schätzen, was es war, aber du kommst damit klar, dass du ihm entwachsen bist. Du lernst es loszulassen.

Keine fette Party?

Und vielleicht ist das Loslassen der Liebe keine fette Party am Ende eines dunklen Tunnels.

Vielleicht ist das Loslassen der Moment, in dem du entscheidest, dass du die Vergangenheit nicht länger in dir lebendig halten kannst.

Vielleicht ist es in dir ganz leise, vielleicht gibt es keine Checkliste oder eine beste Möglichkeit jetzt damit umzugehen, weil es noch so tief sitzt und die Wunde noch blutet.

Vielleicht lernst du einfach nur, wie du deinen Griff lockerst, wie du Dinge sein lässt, wie du deine Arme niederlegst weil du sie nicht mehr schützend vor dein Herz halten musst. Weil du verstanden hast, dass dich die Mauer, die du um dein Herz errichtet hast nicht heilen kann.

Vielleicht wird es so gemacht – in der Stille von allem, in der Ruhe des Alltags.

Wenn dein Herz heilt, kann es sich noch immer schwer anfühlen, weil du all die Last erkennst, die du all die Jahre schweigend getragen hast.

Vielleicht mag es sich anfühlen, als wenn du nicht genug für das gekämpft hast, was du als Liebe verstanden hast. Du empfindest Schuld und scheinst gescheitert. Vielleicht bist du aber nur zu lange geblieben. Viel länger als du es solltest und du wünschst dir, du hättest die Zeichen früher erkannt. Bevor deine zarte Seele sich zurückgezogen hat, weil sie deinen Schmerz nicht mehr aushalten konnte. 

Vielleicht hast du deine Lektion auf die ganz harte Weise gelernt und denkst, du hättest es so verdient.

Weggehen war das Beste für mich

Ich habe für mich gelernt, dass das Weggehen das Beste für mich war. Das Beste, was ich für mich selbst und für die Person tun konnte, die ich liebte.

Ich konnte meinen Frieden machen und auch wenn ich dafür ein paar Jahre voller Schmerz, Wut, Angst, Leid, Neid, Selbstmitleid gebraucht habe, so konnte ich dadurch wachsen. Und nur so bin ich heute die Frau, die dir diese Zeilen schreibt.

Vielleicht machst du Frieden, wenn du weggehst, mit der Tatsache, dass sich manchmal Dinge und Menschen und das, was du für das Glück hältst, ändern.

Vielleicht ist es das Mutigste, was du tun kannst.

Wenn du weggehst, machst du vielleicht nicht den größten Fehler deines Lebens. Vielleicht fängt dein Leben aber auch erst an, wenn du weggehst.

Es ist okay. Du bist okay. Und das Leben will uns Fehler machen lassen, damit wir erkennen, was wir nicht sind.

Foto: Adobe Stock

PS Mehr über die Zeiten der Dunkelheit in meinem Leben, liest du in meinem Buch. Oder du kannst es dir hier auch von mir vorlesen lassen.

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Ich bin wütend

Ich bin wütend

Ich bin wütend. Ich empfinde Wut und finde es gar nicht so leicht mir das einzugestehen, denn schließlich will ich mich selbst gar nicht als wütende Frau sehen. Und fühlen will ich das schon gar nicht. Wut ist negativ behaftet und ich bin auf gar keinen Fall negativ, also nicht wütend. Lüge ich mich einmal mehr selbst an, denn das hab ich drauf.

Nun ist das mit der Wut so, wie mit allen anderen Dingen auch: Verbietest du sie dir, dann verhält sie sich wie ein kleiner Schwelbrand. Den nimmt man auch nicht auf den ersten Blick wahr und bis man ihn sieht, hat er schon viel Schaden angerichtet.

Du willst wissen, warum oder worauf ich wütend bin?

Mich nervt diese unsägliche Krise so dermaßen. Und bevor du jetzt gleich in meine Wut miteinsteigst, hol dir eine Tasse Tee oder Kaffee, atme tief durch und versuche nicht gleich deine eigenen Gedanken toben zu lassen, sondern lies, höre zu, lausche und lass sein.

Ich will dich nicht aufwiegeln, nicht manipulieren und es geht auch nicht um die Sache als solche, sondern um das, was sie mit mir macht – und vielleicht auch mit dir.

Ich werde hier also mit dir nicht über das Virus, die Maßnahmen und ob das alles gerechtfertigt ist, oder nicht, sprechen. Auch stelle ich hier ganz sicher keine Vermutungen darüber an oder spekuliere laut, wo das wohl hinführen soll. Ich werde und will für niemanden Partei ergreifen, aber habe natürlich eine Meinung dazu. Jetzt will ich erst mal zu mir und meinen eigenen Gefühlen stehen, das ist für den Moment Herausforderung genug.

Ich bemühe mich auch, keine W-Frage zu stellen. Es wird auch keine repräsentativen Schuldigen geben. Aber meine Wut will gesehen, gefühlt und ausgesprochen werden, möchte sich Gehör verschaffen, wenn du also Lust hast, mit mir gemeinsam auf meine Wut zu schauen, dann viel Freude beim Weiterlesen. Ich meine, immerhin schauen wir uns ja auch alle diese Millionen Serien an und tauchen nur allzu bereitwillig in das Drama Anderer ein. Heute also in meins.

Meine aktuelle Wut-Liste (die Kurz-Version)

Ich bin wütend, wenn ich all die Menschen mit ihren Masken sehe. Und die Schilder auf den Straßen: Hier beginnt die Maskenpflicht.

Es macht mich wütend, wenn ich Lock-Down, Mega Lock-Down, Lock-Down light, Social-Distancing, Impfungen, Zwangs-Impfungen, Keine-Zwangs-Impfungen, Maskenpflicht, Ausgangssperre, mutiertes Virus, Beherbergungsverbot, Betretungsverbot, Distanzunterricht, Kita-Notversorgung, Kollateralschaden (das sind wahrscheinlich noch nicht alle Worte, die mich rasend machen) höre.

Ganz besonders, wenn in diesem Zusammenhang von Nächstenliebe gesprochen wird.

Es macht mich traurig und wütend, wenn ich Eltern auf den Spielplätzen mit Masken sehe. Wenn ich kleine Kinder mit Masken sehe, könnte ich heulen vor Wut. Dann möchte ich sie alle schütteln, die Erwachsenen, und die Kinder in den Arm nehmen, ihnen über den Kopf streicheln und sagen, dass alles gut wird.

Es macht mich unendlich traurig und wütend, wenn ich die vielen Alten leiden, Geschäftsleute pleite gehen sehe und vor allem, wenn ich all das fühle. Und ich fühle diese kollektive Angst, Aggression, Wut, Verzweiflung und Ohnmacht. Diese Energien kosten mich so wahnsinnig viel Kraft und vielleicht kennst du das, weil du selbst so sehr feinfühlig und hochsensibel bist.

Die Lügen der Politiker machen mich wütend und das ganze Getue und Gelaber. Diese Angstmacherei, ganz gleich von welcher Seite man dieses Thema angehen will. Die Hetzerei. Das Denunzieren. Die Trennung.

Ich hab echt gedacht, ich sei cool.

Hätte das im Griff. Es würde mich nicht beeinflussen. Ich hab dem Thema Wut doch schließlich 16 Seiten in meinem Buch gewidmet, bin also die Chef-Trainerin der Wut im Bauch. (Er-)Kenne sie.

 

Selbstliebe - kind of beauty

Und als so coole Frau kann ich selbstredend auch mit ihr umgehen. Hey, hab ich schon erwähnt, dass ich keine Nachrichten, null Komma gar keine Mainstreammedien und auch die anderen sogenannten alternativen Medien mehr konsumiere? Keine Telegram-Gruppe mehr. Kein TV. Selbst Radio höre ich schon seit 5 Wochen nicht mehr.

Nun habe ich festgestellt, meine Wut ist noch da. Okay, vorher habe ich behauptet, ich hätte keine Wut in mir. Ja das mit dem selbst Belügen klappt gut. Ist auch entspannter so. Tut nicht so weh. Macht das Leben leichter – auch so eine Lüge – denn das tut es nicht.

Was mir auch klar geworden ist, ich muss gar nichts Mediales konsumieren, es reicht, wenn ich mit Menschen bin oder Menschen beobachte. Denn dieses leidige Thema ist Nummer 1 aller Gesprächsthemen.

Und jetzt will ich nicht mehr

Und das, obwohl ich weiß, dass verdrängen, wegdrücken oder weglächeln weder hilft noch funktioniert. Das ist wie ein Bumerang, der kommt auch immer wieder zurück.

Dennoch: Ich will davon nichts mehr hören. Nicht mehr darüber diskutieren, denn es hinterlässt immer etwas in mir. Das sehe oder fühle ich nicht immer auf den ersten Blick, aber wenn ich ehrlich bin mit mir und auch zu dir hier, dann macht es sehr wohl etwas mit mir.

Ich nehme nämlich die Gedanken aus den Gesprächen mit in mein gemütliches Zuhause in meinem Köpfchen. Und wie Gedanken so sind, teilen sie sich, vermehren sich, drehen sich im Kreis. Spekulieren, behaupten, erfinden sich neu, um sich dann selbst zu bestätigen.

Ganz gerade heraus gesagt: Es macht mir Angst! Ja, ich weiß. So coole Frauen wie ich haben keine Ängste, die stehen nämlich total über den Dingen. Lässig, weise und lächelnd.

ich bin wütend - kindofbeauty

Hätte ich nur nicht entschieden mit der Lügerei aufzuhören, wie leicht könnte es sein. Denn diese scheinheilige Welt liebt die Lügen und ihre Lügner.

Da wäre dann auch gleich noch etwas, das mich wütend macht:

Ich will alle diese Lügen in dieser sch… scheinheiligen Welt nicht mehr hören. Auch meine eigenen nicht, denn davon gibt es noch so einige zu entlarven und aufzudecken.

Damit bin ich noch nicht fertig. Klar, meine Gefühle darüber machen mich auch wütend.

Wut – ein Aspekt der Angst

Es gibt Momente, da hab ich Angst vor der Zerstörung. Angst vor der Trennung. Fühle mich in einigen Augenblicken total alleine und empfinde das nicht als Gnade, wie sonst, sondern als Last.

Da sehe und fühle ich die Menschheit und komme damit nicht klar. Ich habe Angst, dass alles so bleiben oder noch schlimmer werden könnte. Diese Angst macht mich wütend.

Und auch wenn ich weiß, dass das nicht passieren wird, weil ich an das Leben selbst glaube, weil ich an die Schöpfung glaube und in Gott vertraue, so scheint mein Glaube und mein Vertrauen in diesen Momenten nicht stark genug.

Es ist die Angst als Gegenspieler der Liebe, die in einem ständigen Kampf um meine Aufmerksamkeit meine Gedanken besitzen will. Dafür ist ihr jedes Mittel recht und ich bin oft nicht achtsam genug und meinen Gewohnheiten im Denken und Tun verfallen.

Packe ich es also an und erlaube mir zu fühlen. Mich zu fühlen. Die Wut zu fühlen. Die Angst, die sich dahinter verbergen will, zu fühlen. Deswegen bin ich kein schlechter und auch kein schwacher Mensch, sondern eine echt richtig hammer mutige Frau. Und ich traue mich, diese Wut vor dir und mir auszusprechen.

Wut muss nicht immer negativ sein.

So biete ich mich der Wut nicht als Opfer, sondern als Freundin an. Du willst gesehen werden, Wut? Okay, dann zeig dich. Ich gehe nicht in den Widerstand und halte dich fest, sondern ich erkenne dich als einen Teil von mir an, denn nur so kann ich dich loslassen.

Aber nun sammle ich erst einmal Kraft und Energie und halte mich an das, was die Natur macht: Ich mache Pause. Gehe in den Winterschlaf. Erlaube mir zu ruhen und gönne mir Stille, um in der Stille die Wut in Ruhe anschauen, fühlen und gehen lassen zu können. Aber auch alle anderen Gefühle, die auftauchen. Halte mit nichts mehr zurück und lasse alles ans Licht kommen. Ich lasse meinen Geist wie klares Wasser fließen und mach mich weiter auf den Weg in meine Kraft.

Kommst du mit?

Foto: Adobe Stock

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Deine Michaela

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