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Ich will endlich wieder lieben

Ich will endlich wieder lieben

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Du wirst keine Antworten bekommen von den Menschen, die dich nicht lieben. Nicht lieben können, weil sie dich nicht sehen, nicht fühlen, nicht sein lassen. Menschen, die sich selbst nicht fühlen können, weil auch ihre Wunden so groß sind, dass sie nicht den Mut haben einen Blick darauf zu werfen. Die, wie du, bestrebt sind, Schmerz zu vermeiden, weil sie nicht schon wieder verletzt werden wollen. Wenn du dich vergräbst in der Hoffnung auf bessere Zeiten. Jede noch so kleine Geste der ersehnten Liebe nutzt, um weiter auszuhalten, festzuhalten, durchzuhalten. Wenn du Liebe mit Schmerz verwechselst.

Du wirst keine Antworten bekommen, wenn du dich in anderen suchst. Wenn du deinen Wert mit dem verbindest und abhängig machst von dem, was andere in dir sehen. Wer du in den Augen anderer bist. Weil wir in einer Welt leben, die Selbstwert meistens damit gleichsetzt, was du hast, nicht wer du wirklich bist.

Du wirst keine Antworten bekommen von all den Ablenkungen, die dich betäuben und deinen kümmerlichen Rest Lebensgefühl aufsaugen. Dich gut funktionieren lassen, damit du am Abend erschöpft ins Bett fällst. In einen traumlosen Schlaf, der dich für einige Stunden vergessen lässt. Denn noch bevor du die Augen wieder aufschlägst, sind sie da. Die Gedanken, die Sorgen, die Zweifel, die Trauer, die Angst.

Ich will endlich wieder lieben

Ich weiß, es gibt Tage, an denen sich dein Körper so schwer anfühlt, dass du das Gefühl hast, du zerbrichst unter der Last, die dir entgegengeschleudert wird. Tage, an denen du das Gefühl hast, nichts mehr in dir zu haben, was du geben könntest. Diese Tage, an denen deine Seele weint und du dein Herz nicht mehr erreichen kannst.

Augenblicke in denen du dich fragst, ob du zu tief geliebt hast. Zu viel vertraut. Dich zu wenig geschützt. Vielleicht sogar lange Momente, in denen du dich daran erinnerst, wie viel du hattest, bevor du alles verloren geglaubt hast. An jedem dieser Tage ist es wichtig, dich daran zu erinnern, dass du in dir die Kraft hast, deinen Schmerz zu beenden.

Es wird immer Begegnungen in deinem Leben geben, die dich vorwärtstreiben und solche, die dich unter ihrem Kummer begraben wollen. Die einschüchternd sind. Die dich in den siebten Himmel erheben und im nächsten Augenblick in der Luft zerreißen. Wir können die Tatsache nicht leugnen, dass es frustrierend und atemberaubend ist, gleichzeitig leer und voll. Voller Möglichkeiten. Voller Wunder. Das Leben ist Magie. An jedem einzelnen Tag.

Vertraue mir, wenn ich sage, es ist nie das Leben, welches es schlecht mit dir meint. Das Leben selbst ist immer für dich. Es verlangt Wachstum von dir. Und die Liebe heilt alles.

 

Verlasse, was dich gebrochen hat und heile

Es ist ein Paradox, das der Mensch, der Schmerz vermeiden will, zielstrebig immer wieder dahin zurückkehrt, wo er den meisten Schmerz erfahren hat. Ein kleines Zeichen – und sei es unserer Hoffnung geschuldet – reicht aus, um mit wehenden Fahnen zurückzulaufen.

Weil wir uns die Liebe und die Anerkennung so sehr wünschen, verfallen wir dem Irrglauben, wir könnten Menschen verändern. Oder vielleicht sogar dazu bringen, uns endlich zu lieben. Uns endlich zu sehen. Was sich aber selbst nicht fühlen kann oder will, wird sich nicht verändern.

Wenn aber dein Herz in Stücke zerrissen, dein Geist klein gehalten und deine Seele missbraucht wurde, dann gleicht dein Leben eher einer Nulllinie. Du verbietest dir dann jegliche Freude und tiefes Glück. Nichts fühlen müssen, weder gut noch schlecht, scheint ein sicherer Hafen zu sein. Die Liebe weicht der Angst.

Auch wenn du es in diesem Moment nicht glauben magst, aber es ist deine Wahl. Die Liebe ist immer da. Wir müssen uns nur auf sie zu bewegen. Uns ihr hingeben. Der Liebe vertrauen. Die schlechten Gedanken kommen von alleine, die Guten müssen wir suchen und für uns auswählen.

Ich will endlich wieder lieben

Eines Tages wirst du erkennen, dass die Liebe nicht von deinem Job, deiner gesellschaftlichen Stellung, deinem Titel, des Gehaltschecks, oder deiner Partnerschaft abhängig ist. Das du nicht gezwungen bist in die Fußstapfen anderer zu treten, um wie sie zu sein. Möglichst angepasst. Möglichst funktionsfähig und belastbar. Am besten so, wie es alle gerne mögen. Geschmeidig Ja sagend.

Eines Tages wirst du erkennen, dass du Liebe erfährst, wenn du dir deine Neugierde, auf das, was das Leben dir zu bieten hat, bewahrst. Und glaube mir, das ist so viel mehr, als du dir jetzt vorstellen kannst. Dass du Liebe erfährst, wenn du dich traust zu fühlen und deinem Herzen zu folgen. Deine Wahrheit lebst. Für dich einstehst. Dass du Liebe erfährst, weil du sanft mit dir bist. Weil du die Frau umarmst, die du in deinem Herzen bist. Weil du dir vertraust und glaubst.

Eines Tages wirst du erkennen, dass Lieben damit einhergeht mit sich selbst gut zu sein. Dass die Liebe nie in den Händen anderer gelegen hat. Dass Liebe dich selbst einschließt, nicht aus. Selbstliebe ist Verantwortung für dich zu übernehmen. Grenzen zu setzen. Nein zu sagen. Dich trauen, dich zu fühlen. Deine Verletzlichkeit anzuerkennen.

 

Und eines Tages wirst du dankbar sein, für deine Fähigkeit zu fühlen. Für deine Fähigkeit, dich selbst zu lieben aus der Tiefe deiner Seele. Für die Liebe, die unter deiner Haut blüht und leuchtet. Die Liebe, die du in deinem Herzen trägst. Wahrhaftige Liebe, die nur darauf wartet ans Licht zu kommen.

Mein Wunsch für dich

Ich wünsche mir für dich, dass du den Mut findest, dich deinem Schmerz zu stellen und dich für die Liebe zu entscheiden.

Mein Wunsch für dich ist, dass du die Angst loslassen kannst und nicht mehr davor zurückschreckst, deine Gefühle auszudrücken. Ganz egal, was du glaubst, welche Konsequenzen das für dich haben könnte.

Ich wünsche mir für dich, dass du erkennst, dass Freundschaften oder Beziehungen nicht immer ein ganzes Leben andauern. Menschen kommen und gehen auch wieder aus unserem Leben. Einige dürfen wir auch selbst rausschmeißen, damit wir weiter wachsen können.

Ich wünsche mir für dich, dass du weißt, dass Liebe dich nicht zerbricht. Stattdessen heilt sie dich und macht dich stärker. Liebe ist auch loslassen.

Mein Wunsch für dich ist, dass du im Vertrauen und mit Freude auf das blickst, was kommen mag. Vor allem wünsche ich dir, dass du den gegenwärtigen Moment ehrst und lebst.

Ich wünsche mir für dich, dass du dir vertraust und an dich glaubst.

Ganz viel Liebe für dich. Schön, dass es dich gibt.

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Die Angst, dich zu verlieren

Die Angst, dich zu verlieren

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Von der Angst getrieben, einen geliebten Menschen zu verlieren, machen wir alle Dinge, die uns selbst nicht guttun. Dabei überhören wir großzügig unsere eigene innere Stimme und mutieren zu einer Ich-mach-alles-für-dich-Frau. Nicht nur in einer Liebesbeziehung, sondern in jeglichen Beziehungen. Nur nicht für uns selbst. Ich glaube, ich weiß genau, wie du dich fühlst und was du brauchst. Ein neues Selbstwert-Mindset!

Als ich mit der Ich-mach-alles-für-dich-Frau Schluss gemacht habe, ging es mir erst gar nicht gut. Auch ich hatte Angst davor, Menschen zu verlieren. Ich hatte Sorge vor Ablehnung. Angst, nicht geliebt zu werden. Neinsagen war unbekanntes Gebiet. Ich kannte mich schon viel zu lange selbst nicht mehr. Ich hätte dir keine Antwort geben können auf die Frage nach meinen eigenen Bedürfnissen. Zumindest nicht, ohne mich zu rechtfertigen. Nicht nur vor anderen, sondern vor allem auch mir selbst gegenüber. Ich hab mir sogar selbst klarmachen können, dass die Bedürfnisse der anderen auch meine wären. Hey, ich mache das doch gerne. Vor lauter Verständnis für andere vergaß ich mich selbst. 

Immer häufiger jedoch hatte ich ein Gefühl von Unwohlsein, wenn ich einmal mehr nicht für mich selbst einstehen* konnte. In meinem Kopf aber tobten die Gedanken. Begleitet wurden sie allesamt von dem Gefühl, ich sei nicht gut genug und der Angst, anderen vor den Kopf zu stoßen. 

Ihre Anerkennung und Liebe zu verlieren. Und so fühlte ich mich oft unsicher, als ich begann mein Leben nicht mehr nach anderen auszurichten. So unsinnig es sich auch anhören mag, ich verließ sicheres Terrain. Das war so ein bisschen wie neu laufen lernen. Was ich wirklich lernen musste, war mich selbst lieben.

Der Schrei nach Harmonie

Du bist supersensibel, hast die Stimmung im Raum schon aufgenommen, bevor das erste Wort gewechselt wurde? Klar magst du es gerne harmonisch, weil es sich unrund anfühlt, wenn dich die Energien der anderen anspringen. Den Fehler suchst du bei dir selbst? Kenn ich. 

Auch ich bin eine sehr feinfühlige Frau und bevor ich lernte, mit meiner Sensibilität umzugehen, war ich innerlich davon getrieben Harmonie herzustellen. Auszugleichen. Und dafür war ich bereit, einen hohen Preis zu zahlen. Nicht imstande Nein zu sagen und auch mal eine Auseinandersetzung durchzustehen, blieben die eigenen Wünsche auf der Strecke. Mal ganz abgesehen davon, dass ich sie ja gar nicht mehr kannte. Als vermeintlich einfachsten Weg wählte ich den der Anpassung an die Bedürfnisse anderer. 

Glücklich wird man so leider nicht, denn Harmonie ist, im Einklang mit sich selbst zu sein. Wenn man jedoch die Augen vor sich selbst verschließt, sich selbst verleugnet, sich nicht traut liebevoll auf sich selbst zu schauen, dann wird man weiterhin außerhalb von sich nach Einklang suchen. 

Dann ist da noch das Ding mit der Liebe

Als Ich-mache-alles-für-dich-Frau bekommst du für deine ewige Aufopferung für andere natürlich auch eine gewisse Anerkennung. Das wollen wir zumindest gerne glauben. Wir verwechseln das sogar mit Liebe. Und wir wollen so gerne geliebt werden. 

Ich empfinde eine tiefe Freude, wenn sich andere freuen. Wenn ich anderen etwas Gutes tun kann, geht mein Herz auf. Ich bin so voller Liebe, dass ich oft das Empfinden habe, mein Herz läuft über. Ich musste aber erst lernen, diese Liebe auch mir selbst zu schenken. 

Vielleicht dreht sich auch dein Weg gerade nicht um andere. Vielleicht dreht sich deine Reise gerade nur um dich. Vielleicht ist dies die Zeit, in der du herausgefordert wirst, deine eigene Retterin und dein eigener sicherer Ort zu sein. Vielleicht wirst du im Moment daran erinnert, dass die Menschen, die sich von dir abgewendet haben, weil du für sie nicht mehr gut genug funktioniert hast, dich immer nur zu dir selbst zurückführten. Dich immer nur hierher führten. In dein Innen.

Und hier darf es dir gut gehen. Hier darfst du heile werden. Dich selbst erkennen. Jetzt ist die Zeit, in der du dir die gleiche Liebe schenkst, die du immer anderen gegeben hast. Es ist Zeit, die Vergangenheit loszulassen und dein Herz für die Liebe zu öffnen, mit der du geboren wurdest. Jetzt ist die Zeit, dich für die Wunder in deinem Leben zu öffnen. 

Du darfst verstehen, dass es in Ordnung ist, eine zarte und müde Seele zu haben. Du darfst anerkennen, dass es in Ordnung ist, sich selbst gegenüber sanft zu sein, dass es in Ordnung ist, das zu fühlen, was du fühlst. Du darfst wissen, dass es in Ordnung ist, nicht in Ordnung zu sein, dass es in Ordnung ist, traurig zu sein. 

Manchmal ist es schmerzhaft

Ich weiß. 

Mensch zu sein bedeutet anzunehmen, dass das Leben dich mit Umständen konfrontieren wird, die du schon lange und tief in dir begraben hast. Mit Dingen, deren Anerkennung schmerzhaft sein wird. Mit Menschen, die dich auf eine Art und Weise triggern, die in dich eindringen und dich so tief berühren, dass es schmerzhaft ist.

Das Leben schickt dir Menschen, die selbst all die verletzten Teile in sich tragen, die auch in dir sind. Weil dir das wehtut, lehnt dein Verstand sie ab. Wer will schon in seine eigenen Wunden schauen? Du richtest dich lieber in deinem Schmerz ein. Verfluchst ihn. Machst andere dafür verantwortlich und beschämst dich selbst mit niederträchtigen Gedanken. 

Trau dich herauszufinden, wer du wirklich bist. Welche Talente du hast. Was dir wahre Freude bereitet, und komm in deine innere Balance. In deine Kraft. In deine Weiblichkeit. Denn was sie uns nicht erzählen, ist, dass ein Mensch zu sein eine Menge Herausforderungen für uns bereithält. Dass es verwirrend und chaotisch sein kann.

Öffnest du dein Herz für dich selbst, wird die Liebe dir Heilung schenken. Nimm deine Verletzlichkeit in den Arm, wiege sie, küsse sie sanft und lass sie sein, wo sie ist. Erkenne sie an. Schenke ihr Liebe. Liebe dich selbst. Kümmere dich um dich selbst. Sei dein eigenes Zuhause. Auch an den Tagen, an denen du dich nicht magst.

Das Leben wird dich immer wachsen lassen, weil Leben Wachstum ist. Wehre dich nicht dagegen, sondern nimm es an. Manchmal scheint es dich fast zu zerbrechen. Aber nur fast. Das Leben will dich erblühen sehen und es wird dir viele Momente schenken, die dir auf deinem Weg ein guter Lehrer sein werden.

Mach dich bereit

Manchmal kommen diese Lehrer und tragen Verlust in sich. Sie kommen schmerzhaft und unbequem daher. Sie verlangen von dir, dass du dich ihnen öffnest und hingibst, um Heilung zu finden. Bleib im Vertrauen. Das Leben ist immer für dich. Mach dich bereit für seine Wunder.

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Willst du wirklich so sein, wie andere dich gerne hätten?

Willst du wirklich so sein, wie andere dich gerne hätten?

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Willst du wirklich so sein, wie andere dich gerne hätten? Oder bist du bereit, der Welt zu zeigen, wie wundervoll du bist?

Stell dir vor, du würdest dich nicht mehr klein machen, um in das Leben der anderen zu passen. Du könntest deine ewigen Selbstzweifel in die Wüste schicken und dem Anpassungsmonster in dir den Krieg erklären. Ich weiß, dass da draußen eine Welt wartet, die uns sagt, was wir angeblich wirklich brauchen, um glücklich zu sein und geliebt zu werden. Wer aber behauptet, dass all jene, die nicht aufhören, uns etwas vorzugaukeln, recht haben?

Ständig sind wir umgeben von mehr oder weniger auffordernden Werbebotschaften, gut gemeinten Ratschlägen aus unserem Umfeld und den sogenannten gesellschaftlichen Idealen. Dem Mainstream. Hierbei ist die Aussage immer klar und gleichermaßen verlockend: Jeder wird dich lieben! Dein Kind, dein Partner/in, deine Freunde werden glücklich und stolz auf dich sein, wenn du tust, was sie von dir erwarten. Und das ist es doch, was wir wollen, oder? Wir wollen geliebt werden!

Die wichtigste Botschaft an dieser Stelle: Du bist gut so, wie du bist. Du bist genug!

Willst du wirklich so sein?

Mainstream ist das wirklich dein Ziel?

Glaub mir, du wundervolle Frau, der Mainstream interessiert sich nicht für deine Bedürfnisse. Er tut nur so. Und das exakt so lange, wie du eine von ihnen bist. Er ist sich nicht zu schade, die Säue durchs Dorf zu treiben und Klischees zu zelebrieren. Es ist der Mainstream, der nachplappert, Scheuklappen trägt und ausgrenzt.

Alle arbeiten mit deinem Mangel, die Fernsehformate, die Werbung, dein Arbeitgeber und sogar die sogenannten „Freunde“. Du bist das wert, was du bekommst, und das ist nicht immer viel, vor allem selten angemessen. So empfinden wir uns leider allzu häufig als minderwertig und weil sich das für uns gar nicht gut anfühlt, landen wir im Mangel.

Das florierende Geschäft mit unserem Mangel

Da ist es also dieses Gefühl, mit dem sich dann so wunderbare Geschäfte machen lassen. Darauf werden wir von klein auf gedrillt. Hey, und wir leben in einem Land, in dem wir Frauen im Durchschnitt noch immer etwa 20 % weniger verdienen, als unsere männlichen Kollegen. Das wohlgemerkt bei gleicher Stellenbeschreibung, gleicher oder besserer Qualifikation und oft einer besseren Performance. Wow!

Zunächst einmal brauchst du also eine 1a Vita. Diese sollte überdurchschnittlich sein, keine Fehlzeiten.

Ach ja, wenn du Kinder hast, dann erwähne bitte, dass alles geregelt ist. Nanny und so … Wenn du noch keine Kinder hast, dann solltest du auch, zumindest für deinen Arbeitgeber, keine wollen.

Die Vita brauchst du aber nicht nur für Bewerbungen und Vorstellungsgespräche, sondern leg dir auch eine zurecht, wenn du mit deinen Arbeitskollegen, Nachbarn, der Familie redest, oder dich mit deinen „Freunden“ triffst.

Willst du wirklich so sein?

Du spielst die Hauptrolle in den Zielen von anderen Menschen.

Wenn du in dich hineinfühlst, dann spürst du genau das. Du kannst es aber nicht in Worte fassen. Stattdessen reagiert häufig dein Körper. Du fühlst dich müde, gestresst, überfordert, der Rücken schmerzt, der Magen kneift, die Ohren sausen …

Dennoch fällt es uns dann oft schwer zu erkennen oder gar auszusprechen, was wir wirklich wollen. Egal, ob es um die persönliche Entwicklung, die Liebe oder den Job geht. Ich helfe dir und sage:

Du darfst

  • deine Hauptrolle in den Zielen der anderen ablehnen.
  • erfahren, was du wirklich willst.
  • deine eigenen Bedürfnisse leben.
  • dich selbst lieben!

    Ich kann mir vorstellen, was du jetzt vielleicht denkst. Alles supi, aber wie soll ich das schaffen? Ich weiß ja nicht mal, was ich will. Lass uns das gemeinsam herausfinden.

    Wie du Klarheit erreichst über das, was du wirklich willst.

    Lerne zu unterscheiden, was du willst und was möglicherweise jemand anderes in dir sehen will.

    Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es uns meisten viel leichter fällt zu beschreiben, was wir nicht wollen. Aus diesem Grund gebe ich dir eine kleine Aufgabe an die Hand, mit derer Hilfe du ein wenig mehr über dich und deine Bedürfnisse erfahren kannst.

    Eine kleine Aufgabe für heute

    Und ich weiß, der erste Schritt ist der schwerste. Es ist also nicht wichtig, wie viele Punkte du hier aufschreibst, sondern dass du beginnst! Heute!

    1. Nimm dir ein Blatt Papier, oder hole dir hier eine Vorlage. Jetzt beginne damit zunächst alle Dinge zu notieren, die du in deinem Leben nicht mehr willst. Das dürfte dir leicht fallen, denn das wissen wir meist sehr genau. Wir trauen uns nur nicht, das in eigene Wünsche und Bedürfnisse umzuwandeln.

    Als ich begonnen habe mit dieser Liste zu arbeiten, habe ich z. B. als Erstes aufgeschrieben:

    Ich will nicht mehr so viel arbeiten.

    2. Schaue dir jetzt wieder die Liste an und starte mit: Das will ich. Lass dir Zeit dafür, es geht hier nicht um Schnelligkeit, sondern darum dich selbst zu entdecken und dein Leben zu verändern! Deine Antwort schreibst du dann an die entsprechende Stelle in deine Tabelle.

    Mir wurde an dieser Stelle klar: Ich will mehr Freizeit.

    3. Im nächsten Schritt denke darüber nach, warum du das willst. Was steckt dahinter, was versprichst du dir davon?

    So war es bei mir: Ich habe darüber nachgedacht, was bedeutet Freizeit für mich? So bin ich auf meine Antwort gestoßen. Ich will mehr Zeit für mich. Ich will Zeit für die Meditation, Zeit in die Natur zu gehen, Zeit zum Durchatmen. Will mich mehr spüren.

    4. Was müsste ich dafür tun, um mein Bedürfnis zu erfüllen? Dieser Punkt ist sehr wichtig für dich. Hier beginnst du, deinen Bedürfnissen ein Bild zu geben und sie zu fühlen. Je stärker dein Gefühl dafür wird, umso mehr wirst du später auch leidenschaftlich dafür einstehen, dass du diese Bedürfnisse auch erfüllst! Also nimm dir Zeit dafür.

    Was ist bei mir passiert?

    Mir ist so viel durch den Kopf gegangen, es hat so richtig in mir gearbeitet. Ich bin schließlich zu der Erkenntnis gekommen, dass es nicht nur mein Job ist, der mir zu viel Zeit klaut. Es war das Gesamtpaket.

    Ich habe mich ständig für die Hauptrolle in den Zielen anderer beworben und diese Rolle auch leidenschaftlich übernommen.

     

    Somit lag es auf der Hand: Ich müsste lernen Nein zu sagen und mich neu organisieren. Ich bin ehrlich, auch ich war zu dieser Zeit in der Theorie sehr gut, aber in der praktischen Umsetzung, naja. Mein Weg zu der Frau, die ich heute bin, war oft hart. Okay, ich war hart zu mir. Mein Online-Meditations-Kurs – Ich werd mich dann mal Selbstlieben – wird dir für deinen Weg sicher eine Hilfe sein.

     

    5. Du hast es fast geschafft. Denke darüber nach, was könnte dein erster Schritt sein. Du musst nicht alles auf einmal schaffen. Je machbarer dein erster Schritt ist, umso wahrscheinlicher ist es, dass du diesen auch umsetzt. Denke auch daran, dass dein Umfeld, also z. B. deine Familie, dein Partner/in, nicht in deinen Kopf schauen kann. Wenn du Schritt für Schritt weitergehst, dann haben sie eine Chance dir zu folgen und dich zu verstehen.

    Deine Veränderung ist auch immer eine sichtbare und wahrnehmbare Veränderung für deine Umwelt.

    Nimmst du sie mit auf deinen Weg, dann ist es einfacher für alle.

    Das war mein erster Schritt: Ich plane 3-mal in der Woche, 1 Stunde nur für mich ein. Und das ist nicht verhandelbar!

    Wie gesagt, es geht bei dieser Aufgabe nicht um Geschwindigkeit. Nimm dir die Zeit, die du brauchst, sowohl in der Findung als auch in der Umsetzung. Aber, bleibe dran! Schaue hin und wieder auf deinen Zettel, überprüfe, ob das noch stimmt, was da steht, oder hat sich vielleicht mittlerweile etwas geändert.

    Du wirst dich ganz sicher verändern. Du wirst bewusster. Du übernimmst die Hauptrolle in deinem Leben und glaube mir, das fühlt sich gigantisch gut an!

    Sei im Geiste und im Herzen jung, wild und unabhängig.

    PS. Schreib mir von deinen Bedürfnissen! Kennst du sie?

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    Die wundervolle Verwandlung einer Nicht-Nein-Sagerin

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    Die wundervolle Verwandlung von einer Nicht-Nein-Sagerin in eine Ich-steh-für-mich-ein-und-setze-smarte-Grenzen-Frau! 

    Oh ja, ganz schwieriges Thema, dieses Nein sagen und Grenzen setzen. Eins kann ich dir schon jetzt versprechen: Ich werde dir auch in diesem Artikel kein X für ein U vormachen, denn es hilft dir nicht, wenn ich dir einen Haufen Theorien um die Ohren haue. Mir ging es jedenfalls ziemlich lange so, dass ich auch auf lieb gemeinte Ratschläge mit einer heftigen inneren allergischen Reaktion zu kämpfen hatte. Nenne ich es hier einmal: Hohle-Phrasen-Kotzreiz.

    Besonders dann, wenn die Person, von der ich diese leeren Worthülsen in meinen Ohren wahrnehmen musste, selbst das beste, schlechte Beispiel war. Gedacht hab ich dann oft: „Man, ich weiß es doch.” „Mach du es erst mal besser als ich und dann höre ich dir wieder zu.“

    Ich wollte das nicht hören. Und auch nicht auf meine eigenen nicht perfekten Seiten schauen.

    Sind wir doch mal ehrlich: Wissen tun wir ja so einiges, aber wir bringen es nicht fertig, das auch umzusetzen. Das ist genauso, als wenn du deine theoretische Führerscheinprüfung mit 0 Fehlern meisterst, aber schon zum 5. Mal durch die praktische Prüfung gefallen bist. Zum 6. Mal trittst du wahrscheinlich gar nicht an und beruhigst dich dann mit besänftigenden Ausflüchten: Eigentlich brauche ich auch gar keinen Führerschein, per pedes, Bus und Bahn tun es auch. Reicht ja, wenn meine Freunde einen Führerschein haben.

    Das wir keine eigenen Grenzen setzen und nicht Nein sagen können, reden wir uns dann auch schön. Was bleibt, ist oft die Hoffnung, dass der/die andere es doch irgendwann merken muss, dass wir damit überfordert sind und uns die Entscheidung ein Nein herauszuquetschen, abnimmt. Oder wir glauben, dass das alles gar nicht so schlimm ist. Ein Gefallen mehr oder weniger?

    Warum es uns so schwerfällt, Nein zu sagen

    Früher ging es doch auch, erinnerst du dich? Ganz sicher gab es in deinem Leben eine Zeit, in der es dir leichter fiel Nein zu sagen. Kein Scherz. Nur das deine Eltern diese Phase „deine Trotzphase“ nannten. Hier erfahren wir zum ersten Mal, dass ein Mensch den wir lieben, uns Grenzen setzt, oder uns zurückweist: „Nein, das darfst du nicht.“ „Das ist gefährlich.“ Nein, sonst wird die Mama/der Papa böse.“ Nein, dann ist die Mama/der Papa traurig.“

    Wenn wir älter werden, kommen Sätze wie diese hinzu: „Nein, das macht man nicht.“ „Nein, das gehört sich nicht.“ So lernen wir dann im Laufe unseres Lebens, häufig mithilfe des klassischen Liebesentzugs durch unser direktes Umfeld, dass das mit dem Neinsagen gar nicht einfach ist.

    In unserer Gesellschaft wird das Neinsagen gleichgesetzt mit Egoismus, mangelnder Hilfsbereitschaft und Unhöflichkeit. Sagen wir Nein, dann werden wir oft mit dem Unverständnis unseres Gegenübers konfrontiert. Nicht selten fühlen wir uns selbst auch erst mal vor den Kopf geschlagen, wenn wir ein Nein zur Antwort bekommen. „Hä, wie jetzt?” „Das war doch sonst auch immer okay.” Das Nein wird persönlich genommen und schwups fühlen wir uns abgelehnt. Oder unsere Ich-bin-nicht-gut-genug-Frau hat das Ruder im Kopf übernommen und wir sind es nicht wert, dass man etwas für uns tut. Klingt doch logisch.

    Mein Leben als Nicht-Nein-Sagerin

    Ich war so ein typischer Fall einer Ja-Sagerin. Zuletzt ging das so weit, dass ich anfing, mich ständig über meine Hilfe für andere zu definieren. Ich habe mir nicht erlaubt mich selbst und meine eigenen Bedürfnisse zu fühlen. Ich habe das Wohl anderer immer häufiger über mein eigenes gestellt. In dieser wahnwitzigen Vorstellung konnte ich gar nicht mehr Nein sagen, weil ich mich dabei selber schlecht gefühlt habe. Alles für den Dackel, alles für den Klub. Michi macht das schon.

    Eigene Prioritäten? Damit war ich immer sehr flexibel. Die konnten gerne warten. Es ging ja nur um mich. In der Tiefschlafphase meines Selbstbewusstseins, war an Selbstliebe nicht zu denken. Damit ich mich geliebt fühlen konnte, war ich ständig auf der Suche nach Anerkennung. Sie sollte dieses Loch stopfen, das ich in mir wahrnahm.

    Dumm nur, dass das ein großes schwarzes Loch war. Gab es Anerkennung, Lob oder Liebe von außen, verschwanden sie nach kurzer Zeit in eben diesem. Mein schwarzes Loch war sehr gefräßig und um es zur Ruhe zu bringen, suchte ich nach immer mehr wohlwollender Zustimmung außerhalb von mir. Wie gelingt das am besten? Klarer Fall von Logik: Anderen zu Gefallen sein. Sich für andere aufopfern. Ja sagen. Hinfallen. Aufstehen. Weitermachen. Zu blöd, dass ich dabei im Kreis lief. Kein Ende in Sicht.

    Meine wundervolle Verwandlung von einer Nicht-Nein-Sagerin …

    … kam nicht über Nacht. Sie ging vielmehr Hand in Hand mit meinem wachsenden Bewusstsein für mich selbst. Nachlesen kannst du diesen Weg in meinem Buch: Für dich einstehen, steht dir gut.

    Während ich mein Ego dabei beobachten konnte, wie es beweinte, was es verloren hatte, empfand mein Geist große Freude über das, was er gefunden hatte. Die Verbindung zu meiner Seele. Das wachsende Vertrauen in meine mir innewohnenden Kraft und Liebe.

    So wuchs der Mut, mich anzuschauen. Mich zu fühlen. Mit allem, was da war. Ich gab mir die innere Erlaubnis, eigene Grenzen zu formulieren. Erst mal nur für mich, damit ich ein Gefühl dafür bekommen konnte. Nach außen habe ich mich anfangs nicht getraut, das auszusprechen. Die Angst vor meiner eigenen Kraft war noch recht präsent. Aber es war die Geburtsstunde der Ich-steh-für-mich-ein-und-setze-smarte-Grenzen-Frau!

    Wo es mir besonders leicht fiel, Nein zu sagen

    Meine ersten Für-mich-einstehen-Steh-Versuche unternahm ich bei allem, was man einfach macht, weil es sich (angeblich) so gehört. Das gelang mir richtig gut, da ich mit Prinzipienreiterei schon immer meine Schwierigkeiten hatte. In der Folge begann ich meine Grenzen auszuweiten:

    • auf alles, was reine Zeitverschwendung ist
    • was meine Energie klaut
    • auf Menschen, mit denen ich keine Zeit verbringen wollte

    Das war oft hart, denn all die Menschen, die es bislang gewohnt waren, dass ich immer verfügbar, und scheinbar willens war, ihre Wünsche zu erfüllen, waren nicht so begeistert. Ich meine, wenn ich meinen Hund jeden Morgen zur selben Zeit Gassi führe, versteht der auch nicht, wenn er plötzlich warten muss und ungewohnte neue Zeiten anbrechen.

    Der Hund wird das hinnehmen. Die Menschen in deinem Umfeld setzen jedoch häufig alles daran, ihre lieb gewonnenen Privilegien wiederzuerlangen. Dafür werden gerne alle Register gezogen, das reicht über sich hilflos stellen, bis hin zum Liebesentzug.

    Steh, du wundervolle Frau

    Steh für dich ein und lass es nicht zu, dass dich deine Ängste wieder packen und zurück in das Land der Nimm-alles-von-mir-ich-gebe-gerne-Frau führen. Gerne geben, hat nichts damit zu tun, dass wir ein Selbstbedienungsladen für andere werden.

    Meine Anfänge Nein zu sagen wurden meistens von einem Redeschwall aus Rechtfertigungen begleitet. Bis es mir irgendwann auf die Nerven ging, mich selbst so reden zu hören. Heute kommen solche Erklärungsversuche nicht mehr so oft vor. Ich erwische mich dabei, noch bevor die Worte meinen Mund verlassen können. Lache im Geiste kurz mit ihnen und entlasse sie in die Freiheit des Gedankenuniversums.

    Ich habe gelernt, mich verständis- und liebevoll abzugrenzen. Ich brauche kein schroffes Nein, sondern kann mit all meiner Liebe auf den Menschen schauen und meine eigenen Bedürfnisse achten.

    Was ich dir gerne mit auf deinen Weg geben möchte

    Leg das Korsett aus falschen Ängsten, Sorgen und Selbstzweifeln ab. Es hält dich nicht und du zerbrichst nicht, wenn du es ablegst. Es verrät dich und macht dich klein, wenn du es weiterhin trägst.

    Menschen, die dir mit Liebesentzug drohen, lieben dich nicht. Sie wollen, dass du funktionierst.

    Der Begriff Liebe ist dermaßen überstrapaziert, dass wir tatsächlich glauben, etwas leisten zu müssen, um sie zu verdienen. Das ist falsch! Liebe stellt keine Bedingungen. Liebe lässt dich nicht falsch fühlen und missversteht dich nicht. Wahrhafte Liebe nimmt dich an die Hand und lässt dir Raum, dich zu fühlen, dich auszudrücken. Sie lässt dich sein.

    Liebe weiß, dass du nicht perfekt bist. Sie versteht, dass du Zeit und Raum brauchst, um zu heilen, und gewährt dir beides. Die Liebe, von der ich hier schreibe, wird dich nie festhalten oder dir die Flügel stutzen. Sie ist deine Nahrung, damit du deine Flügel wachsen lassen kannst, um den Himmel zu berühren.

    PS. Was macht dir Angst vor dem Nein sagen?

    Foto: Adobe Stock

     

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    Enttäuscht, verletzt und zack zurück ins Schneckenhaus

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    Enttäuscht, weil es mal wieder nicht so gelaufen ist, wie du es dir erhofft hast?

    Verletzt, weil diese Enttäuschung dich mitten ins Herz getroffen hat? Einmal mehr?

    Alte Wunden getriggert und einen unmittelbaren Befehl an die Mauerfrau in dir, noch eine fette Schicht Steinquader um dein Herz aufzuschichten. Damit dich bloß niemand mehr so treffen kann.

    Ab ins Land der Unsichtbaren, Gesichtslosen und Herzverschlossenen. Weit weg von uns selbst und noch viel weiter von denjenigen, die scheinbar nichts Besseres zu tun haben, als uns immer wieder einen Dolch gut sicht- und fühlbar in unser Herz zu platzieren. Und dennoch kriechen wir immer wieder zu eben solchen Menschen zurück, um uns die nächste Erniedrigung abzuholen.

    In der Zwischenzeit schwingen wir das Zepter über und gegen uns selbst. Bereit uns selbst zu bekämpfen. Wir sind noch immer nicht gut genug.

    Warum scheinen wir Enttäuschungen zu suchen?

    Das mag dir jetzt nicht gefallen, aber wenn wir immer die Wahl haben, und das haben wir, dann können wir nicht länger mit dem Finger nach außen zeigen und andere der Schuld bezichtigen. Es geht auch gar nicht um Schuld, oder darum einen Schuldigen für unser Leid zu finden. Es geht vielmehr darum, uns selbst anzuerkennen. Unser Selbst zu ehren und unsere Wahrheit auszusprechen. Für uns selbst einzustehen, denn das steht uns gut.*

    Auch ich hab mit großer Treffsicherheit immer wieder den Weg zu Menschen gefunden, die mich verletzen und enttäuschen konnten. Weil ich auf der Suche war. Nach Liebe und Anerkennung. Mich selbst konnte ich nicht sehen. Die Mauer um mein Herz war zu groß und mächtig. Das, was ich meine Mauerfrau in mir errichten ließ, konnte mich nicht schützen. Diese Verbarrikadierung war jedoch mühelos in der Lage, mein Innerstes vor mir selbst zu verbergen.

    Wenn wir keinen Schmerz fühlen wollen, dann spüren wir uns auch im Innen nicht. Lange Zeit wollte ich das auch gar nicht. Ich wollte meinen eigenen Schmerz nicht fühlen. Meine Wunden nicht anschauen. Ich hatte keinen Mut, nicht die Kraft, in meinen Schmerz zu gehen. Ich hatte Angst. Und wo die Angst ist, da ist die Liebe weg.

    Und weil das so ist, suchen wir die Liebe außerhalb von uns. Diese Kombination aus Schmerz vermeiden, sich selbst nicht spüren, sehen und lieben können, und der großen Sehnsucht danach sich geliebt zu fühlen, macht uns schwach.

    Unser größter Feind sitzt im eigenen Kopf

    Nennen wir ihn Ego. Es ist extrem intelligent. Kennt uns wie kein anderer. Unsere Schwachstellen, unsere Ängste und Wunden. Hält uns mühelos in ihnen fest. Das will es. Das kann es. Und das ist sein Ziel.

    Wir wollen uns schützen, damit wir nicht schon wieder wie ein Häufchen Elend heulend in der Ecke sitzen und unsere Wunden lecken müssen. Nicht mehr verletzt werden. Damit wir auch bloß nicht vergessen, dass das nötig ist, hilft uns das Ego dabei immer wieder in solche Situationen zu geraten. Nur damit wir am Ende des Tages eines mit Sicherheit sagen können: Es ist besser, wenn ich nicht vertraue.

    Neue Mauer, neuer Stacheldraht und Sicherheitszaun ums Herz.

    Ego greift uns immer an unserer schwächsten Stelle an und das ist unser mangelnder Glaube. Der unerschütterliche Glaube daran, dass wir gut genug sind. Dass wir uns vertrauen können. Der Glaube daran, dass das Leben es gut mit uns meint. Schließlich hat es uns doch bis jetzt immer wieder das Gegenteil bewiesen? Glauben wir also besser unserem Kopf und lassen das Herzchen weiter leise weinen.

    Nicht weil es verletzt wurde. Nein, weil wir ihm nicht vertrauen. Zack zurück ins Schneckenhaus und raus aus der Liebe, rein in die Angst. Selbstliebe wird auch sicher überbewertet.

    Mein Schneckenhaus

    Ich kann nicht sagen, dass ich es mir gemütlich eingerichtet hab, aber das Schneckenhaus wurde ganz unbewusst zu meiner Komfortzone. Ich wähnte mich einigermaßen sicher in ihm. Ich musste niemanden an mich heranlassen und konnte mich weiterhin hinter meinen vielen verschiedenen Masken verstecken. Unterschiedliche Rollen einnehmen und mich selbst täuschen. Denn die anderen sehen uns sowieso so, wie sie es wollen und vermögen. Diesen Komödienstadel veranstalten wir also in erster Linie für und vor uns selbst.

    Schon wieder Autsch!

    Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es zu Beginn nicht schön ist, seine eigene Verletzlichkeit anzuerkennen. Wenn wir aber mit ganzem Herzen fühlen, lieben und leben wollen, dann kommen wir nicht darum herum.

    Stärke deinen eigenen inneren Raum

    Du musst dein Schneckenhaus nicht brutal zerstören. Es auch nicht völlig ungeschützt verlassen. Wie wäre es, wenn du dir einen eigenen inneren Raum erschaffen könntest, der dir die Sicherheit bietet, die du brauchst, um den Mut zu finden, deinen Weg zu gehen?

    Ein innerer Raum, der reine Liebe ist. Keine Bedingungen stellt. Nicht an dich und auch an nichts und niemand anderen. Du fragst dich jetzt, wie zum Henker soll ich das machen?

    Alles, was du dafür benötigst, ist ein kleiner Vertrauensvorschuss, eine kleine Prise Mut und die Absicht, deinen Weg zu gehen. Auf dich zu, nicht mehr länger von dir weg.

    Vertrauensvorschuss in deine schöpferische Kraft.

    Mut für die Liebe.

    Die Absicht, ist deine Willenserklärung an dich selbst.

    Eine spezielle Technik erfordert das nicht. Jegliche Techniken, die dir versprechen, zum Ziel zu kommen, sind ein besonderer Genuss für dein Ego und würden dich eher behindern, dir zu vertrauen. Es liebt Technik, weil es sich logisch damit auseinandersetzen kann.

    Und glaube mir, es wird immer einen Weg finden, dir neue Möglichkeiten zur Selbstoptimierung anzubieten. Solange wir also glauben, nicht gut genug zu sein, sind wir eher geneigt, nach Verbesserung zu suchen, anstatt der uns innewohnenden Quelle zu vertrauen.

    Dich mit ganzem Herzen zu fühlen schließt deine Verletzlichkeit ein, nicht aus.

    Dein innerer Raum

    Nimm dir täglich Zeit, um ihn zu errichten und kennenzulernen. Wenn du kannst und magst, dann geh in die Natur. Das ist ein schöner Ort, um sich mit sich selbst zu verbinden. Du kannst das aber auch an jedem anderen Ort machen, an dem du dich wohl und sicher fühlst, also auch in deinen eigenen vier Wänden. Keine Ausreden mehr!

    Wie dein innerer Raum aussieht, entscheidest du. Auch dafür gibt es keine Anleitung. Sei kreativ. Für den Anfang verbinde dich mit deinem Atem. Atme bewusst ein und aus. Beginne deinen Körper zu fühlen. Erkenne den Raum, den dein Körper einnimmt. Atme weiter. Ungezwungen. In deinem Rhythmus. Frei von Technik.

    Gelingt dir das, ist das schon ein richtig toller Anfang einer wundervollen Freundschaft mit dir selbst. Wenn du dich bereit fühlst, dann gehe einen Schritt weiter. Nachdem du den Raum deines Körpers spüren gelernt hast, dich mit ihm verbunden hast, ihn sein lassen kannst, wie er ist, beginne damit, nach innen zu gehen.

    Stell dir einen Raum vor, der dir Geborgenheit und Sicherheit vermittelt. Wie auch immer er aussehen mag, entspringt einzig und allein deiner Fantasie. Mach den Raum in dir groß.

    Es gibt keine Grenzen …

     … auch wenn dir beim Lesen dein Ego vielleicht sagen mag, dass es die sehr wohl gibt.

    Wenn Gedanken kommen, und das werden sie, lass sie sein. Bringe keine Kraft dafür auf, sie rauszuschmeißen, das würde sie nur mit Energie füttern und erfolgreich festhalten. Stattdessen konzentriere dich wieder bewusst auf deinen Atem. Er ist. Du bist.

    Lass deinen inneren Raum leuchten. Fühl dich wohl in ihm. Das ist dein Ort der Stille, der immer für dich da ist. Wenn ich dich mit diesen Zeilen ermutigt habe, deinen Weg zur Selbstliebe zu gehen, raus aus dem Schneckenhaus und ins Vertrauen, dann freut mich das sehr.

    Zur Unterstützung biete ich dir meinen Meditationskurs an.

    Dein Weg zur Selbstliebe

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    Begib dich jeden Tag auf die Reise: auf deinen Weg zur Selbstliebe.*

    Was ich dir noch sagen möchte:

    Du bist nicht alleine. Wir sind alle auf dem Weg und manchmal braucht es Umwege, damit wir uns  neu ausrichten können. Ich bin sehr dankbar, dass es dich gibt. Diese Welt braucht jetzt all uns mutigen Frauen. Die Zukunft ist weiblich, lass sie uns gemeinsam gestalten.

    PS: Nimm deine Verletzlichkeit in die Arme. Sie wird es dir danken. Ganz viel Liebe für dich.

    Foto: Adobe Stock

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    Jung, schön, erfolgreich und weiblich – eine Provokation für das reife männliche Ego

    Jung, schön, erfolgreich und weiblich – eine Provokation für das reife männliche Ego

    Volle Transparenz: Dieser Artikel enthält werbende Inhalte zu meinen Produkten und/oder Werbe-Links zu Produkten, die ich nutze und liebe. Letzteres erkennst Du am * nach dem Link. Ich wurde in keinem Fall von Unternehmen oder Produkt-Anbietern dafür bezahlt, sie einzubinden!
     

    Ehrlich gesagt bin ich wütend. Und ich gebe meiner Wut jetzt hier ihren Auftritt. Irgendwie habe ich geglaubt, dass sich in den letzten 30 Jahren in männerdominierten Branchen etwas verändert hätte. Dass der Mann heute nicht mehr herabwürdigend mit Frauen, vor allem mit jungen weiblichen Wesen, umgehen würde. Dass es mittlerweile möglich ist, sich respektvoll und auf Augenhöhe zu begegnen.

    Beginnen wir von vorne

    Vor 28 Jahren habe ich mich selbstständig gemacht und war sehr schnell sehr erfolgreich. Groß geworden bin ich im Networkmarketing. Damals noch an der Seite meines Exmannes waren die Rollen, vor allem für die Außenwelt, rasch verteilt. Ich, 24 Jahre jung, hübsch, erfolgreich, weiblich wurde in der Öffentlichkeit als die gute Frau neben meinem Mann wahrgenommen, nicht als Businesslady.

    Anzügliche oder abwertende  Bemerkungen in Meetings auf Führungsebene waren “normal.” Die meisten Frauen haben sich dazu gar nicht geäußert, ihre Partner ebenso wenig. Ich hingegen habe schon immer gekämpft, für andere Frauen und für mich selbst. Mein Exmann hat sich ebenfalls nicht zu Wort gemeldet, sondern wie die anderen auch die Situation einfach angenommen. So hieß es dann unter anderem, die Frauen könnten sich um die Produkte kümmern und die Männer machen Business. Aufgemuckt hat da keiner, wenn der Oberboss gesprochen hat.

    Meine erste Erfahrung mit sexueller Belästigung

    Die gab es schon als Teenager, das soll aber hier kein Thema sein, in meinem Buch* schreibe ich mehr darüber. In meinem beruflichen Alltag erlebte ich meine erste sexuelle Belästigung auf einer sogenannten Top-10-Party. Die 10 besten Führungskräfte waren geladen und es gab neben viel und gutem Essen auch viel Alkohol. Das lockerte dann das männliche Gehirn nochmals enorm.

    Im Laufe des Abends nahm mich der Oberboss zur Seite und sagte mir: „Dich kriege ich auch noch ins Bett.” Mein Exmann und ich waren das erste Mal bei einem solchen Meeting mit anschließender Party dabei und dementsprechend ehrfürchtig. Meine Achtung und mein Respekt hatten sich ob des rüden Tons bereits während des Meetings dezent zurückgezogen. Nach diesem völlig hemmungslosen wörtlichen Übergriff war davon nicht mehr viel übrig.

    Im Laufe der Jahre habe ich dann gelernt mit dem männlichen Ego umzugehen und mir Respekt verschafft. Das mag sich jetzt sehr einfach lesen und ist stark verkürzt, aber es war tatsächlich eine Achterbahnfahrt. Eine ewige Auseinandersetzung mit meinem Minderwert, seinen Kollegen den Selbstzweifelmonstern, der Ich-bin-nicht-gut-genug-Frau, das alles in meinem Kopf und alles auf Kosten meines Selbstwerts.

    Eine lange Geschichte. Heute mit 52 Jahren, geschieden, noch immer attraktiv, erfolgreich, weiblich, sehe ich noch immer Frauen, die sich nicht trauen, hart zu verhandeln. Männer, die ihnen zusetzen und andere Frauen, die entweder weggucken oder ins gleiche Horn blasen.

    Sprechen wir über meine Wut

    Neben meinem Blog-Magazin bin ich die Managerin meiner Tochter. Sie ist mit 23 Jahren jung, schön, erfolgreich und weiblich und ganz offensichtlich auch heute noch eine Provokation für das reife männliche Ego. Als Vorbereitung auf eine Kooperation mit einem Großkonzern gab es einen Termin, den meine Tochter alleine wahrnahm.

    Dies war anscheinend eine Aufforderung an das reife männliche Ego, ihr von oben herab zu begegnen. Aufgeplustert und unangenehm aufdringlich versuchte man(n) sie auszufragen, in Verlegenheit zu bringen und zu verunsichern. Zwei Herren mittleren Alters, die sich nicht zu schade waren, eine junge Frau herabzusetzen. Sie unter Druck zu setzen und die Situation auszunutzen. Völlig irritiert und schüchtern rief sie mich unmittelbar nach dem Termin an und fühlte sich überfordert mit dieser hässlichen Situation.

    Das machte mich wütend.

    Was hat sich wirklich bis heute verändert? Wo stehen wir als Frau und warum ist für so viele Menschen Feminismus heute noch immer ein böses Wort?

    Meine Definition von Feminismus

    Vergessen wir mal das ganze Alice-Schwarzer-Thema, all den Männerhass, der mit diesem verbunden wird und schauen, was es damit wirklich auf sich hat. Feminismus ist Gleichberechtigung auf allen Ebenen.

    Mit Gleichmacherei hat das gar nichts zu tun! Es geht vielmehr darum, dass wir Chancengleichheit und Gerechtigkeit unabhängig vom Geschlecht erschaffen. Ergänzen könnte ich hier noch: Unabhängig von deiner Hautfarbe, deiner Sexualtität, deiner Religion, deines Alters …

    Denn da hab ich leicht reden. Ich bin in einer weißen, heterosexuellen, deutschen Familie aufgewachsen. Allerdings in einer Zeit (Jahrgang 1966) in der die Gleichstellung von Mann und Frau noch weit von dem weg war, was wir heute leben dürfen. Also noch schlimmer.

    Ich bin deiner Meinung, wenn du jetzt denkst: „ Aber Deutschland ist doch schon recht weit, was das angeht.” Wie weit wir wirklich sind, erfahren wir alle im täglichen Leben. Wir brauchen einen gesunden, offenen, toleranten Feminismus, der ein gemeinsames Ziel verfolgt. Ich will mich nicht rechtfertigen müssen. Nicht vor Männern und auch nicht vor anderen Frauen.

    Plädoyer für toleranten Feminismus

    Ich will kochen und backen, gerne für meine Familie sorgen, sie verwöhnen, gebären und nähren. Oder es nicht tun, weil ich einen anderen Plan vom Leben habe. Bei meinen Kindern bleiben können, bis ich bereit bin, sie in  die Kita zu entlassen. Sie mit Liebe überschütten, mit ihnen noch einmal Kind sein. Lieben wen ich will, wann ich will und wie oft ich will. Ich will mir meine Haare abschneiden, wieder wachsen lassen und blond, schwarz oder lila färben. Mich in meinem Job austoben und ganz Businesslady sein. Mit Kindern oder ohne. Mit Partner oder ohne.

    Mich darauf freuen irgendwann Oma zu sein und mit den Kleinen Kinderlieder singen und ihnen die Natur zeigen. Ich will in rosa Bettwäsche schlafen und bei Liebesfilmen weinen oder schmachten. Männer sexy finden dürfen, auch wenn sie viel jünger sind als ich. Hart verhandeln und dabei liebevoll mit Achtung und Respekt für mein Gegenüber kommunizieren. Gleiche Bezahlung, bei gleicher Position und Leistung. Selbst die Bohrmaschine benutzen und mir gerne die Tür öffnen lassen, damit ich aus dem Auto aussteigen kann oder als erstes in einen Raum eintreten darf.

    Ich will meine Weiblichkeit mit all ihren Aspekten leben und auf die Barrikaden gehen, wenn mir Ungerechtigkeit begegnet. Mich für andere Frauen einsetzen, was nicht gleichbedeutend damit ist, dass ich Männer nicht respektiere oder gar ablehne oder hasse. Ich will offen, laut und immer meine Meinung sagen können. Ich bin eine Frau und das finde ich wundervoll.

    Ich plädiere für einen Feminismus, der unbequem ist aber nicht militant. Der laut ist. Respektvoll. Sanft, aber klar und deutlich.

    Warum wir davon noch weit weg sind

    (ein unvollständiger Erklärungsversuch)

    Weil die Frau zum Beispiel einen weit geringeren sprachlichen Status hat als der Mann.

    Keine Panik, ich habe meinen Frieden mit dem generischen Maskulinum gemacht. Mein Buch Für dich einstehen, steht dir gut* habe ich jedoch komplett in der weiblichen Form geschrieben, weil ich mich als Frau an Frauen wende. Luise F. Pusch greift das Thema in ihrem Buch Das Deutsche als Männersprache* auf und in einem kleinen Video sagt sie so wundervolle Dinge wie: „Wenn in einem Raum mit 99 Sängerinnen ein Mann hinzukommt, dann spricht man von 100 Sängern.“

    Wie schön wäre es, wenn wir alle ein bisschen sensibler und bewusster für unseren gewohnten Sprachgebrauch werden würden. Dazu gehört auch, dass wir solche Ausdrucksformen wie „das ist doch behindert” aus unserem Wortschatz streichen, welche, vor allem bei den jungen Leuten ein gängiger Ausdruck für „das ist doch dumm“ ist.

    Somit werden Menschen mit Behinderungen als dumm beschrieben. Wir denken häufig nicht über solche Äußerungen nach, sollten wir aber.

    Es gibt keinen positiven Ausdruck für eine Frau, die ihre Sexualität auslebt. Ein Mann ist ein Hengst und die Frau eine Hure. Als Frauen lernen wir früh, dass es nicht okay ist, sich sexuell auszutoben. Gesucht werden dann wohl Jungfrauen mit Erfahrungen. Aber bitte nicht selbstbefriedigen. Auch das ist ein Tabuthema.

    Weil wir von Selbstbestimmung nicht wirklich sprechen können

    Die Diskussion um den §219a hat zwar eine neue Gesetzesfassung gebracht, aber Ärzt*innen dürfen auch nach der Reform des Paragraphen lediglich darüber informieren, dass sie gesundheitliche Dienstleistungen anbieten. Weiterführende Informationen oder Erklärungen sind nach wie vor verboten und es drohen den Ärzt*innen Freiheitsstrafen bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe.

    Dr. Kristina Hänel hat sich im vergangen Jahr sehr für dieses Thema und somit für die Selbstbestimmung der Frau eingesetzt und in ihrem Buch Das Politische ist persönlich. Tagebuch einer »Abtreibungsärztin« *fasst sie ihre Prozesse aus ihrer Sicht zusammen und gibt Einblicke in ihre Gefühlswelt. Ein Interview mit ihr findest du hier.

    Weil wir unser Können immer erst beweisen müssen

    Wenn ein Mann sich auf einen Job bewirbt, wird in der Regel vorausgesetzt, dass er ausreichend qualifiziert für diese Tätigkeit ist. Eine Frau muss sich erklären und beweisen, dass sie was drauf hat. Ist sie dann auch noch jung, schön und erfolgreich, dann wird sie an ihren äußeren Attributen gemessen.

    Der Ausschnitt zu tief, der Rock zu gewagt, das Make-up zu kräftig, kein Make-up, die Haare zu blond. Es scheint, dass unser Stil und unser Aussehen nichts persönliches sind, sondern eine Sache von öffentlichem Interesse und im Zweifel von öffentlichem Ärgernis. Das man(n) dich ernst nimmt, muss Frau sich hart erkämpfen. Manchmal ist auch dieser Kampf sinnlos.

    Weil wir Frauen uns leider noch immer viel zu oft gegenseitig bekämpfen

    Ich habe keine wirkliche Erklärung dafür. Vielleicht ist es der eigene Mangel an Bewusstsein? Das Fehlen von Empathie? Konkurrenzdenken? Der eigene Minderwert?

    Wenn ich mich schon von meiner Ich-bin-nicht-gut-genug-Frau in mir verhauen lasse, sie mich gerne auf meine Äußerlichkeiten reduziert: „Du bist zu fett, die Beine zu schwabbelig, die Brust eine Katastrophe …“ Dann liegt es nahe, dass ich bei anderen Frauen auf genau diese Dinge schaue. Nicht um sie zu loben, sondern um sie abzuwerten.

    Wenn ich nicht selbstbestimmt und unabhängig lebe, dann sind für mich Frauen, die das tun, vielleicht suspekt und eine Bedrohung?

    Weil auch die Männer den Feminismus brauchen

    Wenn Feminismus dazu führt, dass ich als Frau nichts mehr von einem Mann annehmen kann, dann ist das Mangel und hat mit Feminismus nichts zu tun.

    Wenn Feminismus dazu führt, dass ein Mann sich von Frauen bedroht fühlt, dann führen wir die falsche Diskussion. Es geht schließlich nicht darum, die Unterdrückung umzudrehen! Wir wollen nicht Gleiches mit Gleichem bekämpfen. Feminismus stellt sich nicht über ein anderes Lebewesen, auch nicht über Männer (sorry, der musste sein).

    Betrachten (vorzugsweise weiße) Männer ihre priviligierte Stellung in der Gesellschaft ganz neutral, so werden sie erkennen, dass dies nur durch Herabsetzung, Diskriminierung oder Unterdrückung von anderen möglich ist (war). Wie schön wäre es, wenn sie erkennen könnten, dass Feminismus nicht die Umkehr von Unterdrückung ihres Geschlechts bedeutet, sondern eine echte gesellschaftliche Bereicherung.

    Es geht um Geschlechtergerechtigkeit, Bewusstsein füreinander und das Anerkennen, dass wir alle Menschen sind. Emma Watson hat 2014 mit ihrer Rede vor den Vereinten Nationen Millionen Menschen berührt. Lassen wir ihren Worten Taten folgen.

    Und jetzt bist du dran. Wie stehst du zu diesem Thema? Hau in die Tasten und lass mir einen Kommentar da, indem du vielleicht beschreibst, wie es dir so ergeht? Was sind deine Bedürfnisse und Erlebnisse? Wie wünscht du dir ein Zusammenleben von Mann und Frau in der Gesellschaft?

    PS: Hier einige Empfehlungen von mir für dich!

    On the Basis of Sex im Originaltitel und Die Berufung mit dem deutschen Kinotitel. (Ich empfehle die Originalfassung, weil die Sprache so herrlich ist)

    Fight like a girl* von Clementine Ford

    Alte weiße Männer: Ein Schlichtungsversuch* von Sophie Passmann (die schlechten Rezensionen kommen fast ausschließlich von Männern. Ein Schelm der böses dabei denkt. Ich finde das Buch erfrischend und bereichernd, auch wenn ich nicht immer alle Meinungen teile)

    Die Wölfinnen: Eine Community, gegründet von Carina Herrmann. Diese Community ist komplett gratis, bedingungslos, ohne irgendwelche Haken und versteckte oder offensichtliche Kosten. Dieses Projekt ist ein Leidenschafts-Projekt von Carina.

    Hier ist ihr kleiner Disclaimer dazu:

    Diese Community hat den Schwerpunkt auf alle Themen, die ganz besonders Frauen betreffen und schwächen oder stärken, wie z.B.:

    Bodypositivity und deren Vorbilder
    Berufschancen und Gehaltslücken
    Kinderlosigkeit als Frau
    Starke weibliche Vorbilder in Politik, Sport, Medien

    oder auch viel tiefer gehende Themen wie:

    Menschenhandel und Kinderheirat
    Mentale Gesundheit
    Sexismus in allen offensichtlichen und subtilen Formen
    Sexueller Missbrauch, Vergewaltigung und der Schutz davor

    Also alle Themen, in denen Frauen klare Nachteile haben und aufgrund ihres Geschlechtes oder ihrer damit verbundenen gesellschaftlichen Stellung häufiger betroffen sind. Und mit „Frauen“ sind hier alle Personen gemeint, die sich selbst als Frau identifizieren.

    Es geht dabei aber vor allem um den Gedanken, wie wir dazulernen können, wie wir etwas an vielen dieser Themen verbessern können und wie wir aktiv werden können.

    Ich freue mich, wenn wir uns dort treffen. Hier ist dein Anmeldelink.

    Foto: Adobe Stock

     

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