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Verletzungen – Narben auf deiner Seele (wie du Heilung findest)

Verletzungen – Narben auf deiner Seele (wie du Heilung findest)

All das, was dich verletzt hat, mag Narben auf deiner Seele hinterlassen haben. Vielleicht sogar tiefe, hässliche, noch immer blutende Wunden. Aber all diese furchterregenden Verletzungen haben es nicht geschafft, dich zu zerstören. Du hast sie überlebt und genau darin liegt die Zuversicht.

Eine lange Leidensgeschichte

Häufig ist die Leidensgeschichte lang. Viel zu viele hässliche Wörter haben dich erreicht. Gesten der Herabsetzung haben dich gekränkt. Herabwürdigende Blicke scheinen dein Herz durchbohrt zu haben. Du hast dir aber nie erlaubt, dagegen anzugehen. Im Gegenteil, du nahmst und nimmst diese Worte an und in dir auf, hast all die Gesten und Blicke ertragen, bis du selbst daran geglaubt hast. Und du tust es noch immer.

Verletzungen – Narben auf deiner Seele

Ich weiß genau, wie es sich anfühlt, wenn das Herz nicht aufhören will zu brennen. Wenn der Schmerz so tief sitzt, dass du glaubst, nie wieder lieben zu können. Wenn dir der Atem stockt, weil du dich in deinen Verletzungen gefangen fühlst.

Wenn du immer wieder gibst, Vertrauen schenkst und glaubst, dass endlich alles wieder gut wird. Du immer wieder Kraft aus dir schöpfst, um für andere da zu sein, bis du selbst leer und ausgebrannt am Boden liegst.

Wenn sich die Einsamkeit in dir breit macht und du dort, wo dein Herz liegt, nur noch ein großes Loch fühlen kannst.

Wenn die Welt um dich herum nicht sieht, wie du innerlich verbrennst. Deinen Schmerz und dein Leid nicht erkennt und du es nicht mehr fühlen magst.

Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn du dich unverstanden fühlst und nicht gesehen. Wenn dein Bauch explodiert und du all den Schmerz nicht länger ignorieren kannst. Wenn die Narben auf deiner Seele nach Heilung schreien.

Gerade dann verstecke dich nicht länger vor dir selbst. Gerade jetzt ist es Zeit aufzustehen. Für dich einzustehen. Dich selbst anzuschauen und ganz besonders sanft mit dir selbst zu sein.

Erlaube dir, deine Geschichte selbst zu schreiben

Nichts und niemand, außer dir selbst, kann dir verwehren, dir für all das Raum zu nehmen, was du vom Leben willst. Für das, was du dir erhoffst und in den tiefsten Tiefen deiner Seele nicht nur fühlst, sondern weißt. Ermächtige dich dieses Wissens und nutze es dafür, dein Leben mit deinem Sein zu füllen. Mit deinen Wünschen, deinen Träumen, deinen Hoffnungen, deinem Mitgefühl, deiner Liebe.

Sei die Frau, die du immer schon sein wolltest. Hol dir vom Leben, was du dir ersehnst. Hör damit auf, dich selbst klein zu machen. Rede all das, wofür du dich einsetzt, nicht länger klein, sondern erkenne deine Fürsorglichkeit als deine besondere Stärke an. Lebe deine Leidenschaft und deine Überzeugungen.

Sei alles andere als normal. Denn normal zu sein in einer Welt, wie sie sich uns heute darbietet, hat mit Natürlichkeit und Wahrhaftigkeit wenig zu tun.

Normal sein bedeutet in dieser Welt heute nichts anderes, als für andere passend zu sein. Für das Bildungssystem, für den Arbeitsmarkt, für die Gesellschaft. Weiter heruntergebrochen heißt das nichts anderes, als passend zu sein für die Menschen in deinem Umfeld und gut zu funktionieren, damit es alle leichter haben. Vor allem die anderen.

Der Frauen-funktionieren-besser-Club

Glaube mir, ich war jahrelang die erste Vorsitzende im Frauen-funktionieren-besser-Club und habe den ganzen Wahnsinn auch geglaubt. Ja, ich habe ihn sogar mit Leben gefüllt. Ich bin gut, wenn ich einen guten Job habe. Mein Konto prall gefüllt ist. Meine Schuhsammlung selbst Carry Bradshaw vor Neid erblassen lässt. Ich auf meine Kinder stolz sein kann.

Einen Partner an meiner Seite habe, der mich aufwertet. Meinen Wert davon abhängig mache, was andere von mir denken und wie sie mich gerne sehen wollen. In der Rolle, die sie für mich vorgesehen haben. In einem Leben, das daraus besteht, gut zu funktionieren und es anderen Recht zu machen.

Und als ehemalige Vorsitzende dieses Clubs sage ich dir: Nichts ist normal daran, sich selbst nicht fühlen zu dürfen!

Dich selbst fühlen ist natürlich

Für dich selbst einstehen ist natürlich. Nicht egoistisch oder selbstsüchtig. Dich selbst fühlen bedeutet in Verbindung mit deinem Herzen und deiner Seele zu sein. In Anbindung an das Göttliche, die Schöpfung, das Universum.
Es reicht nicht, dass du auf Wunder wartest und weiter darauf hoffst, dass man dich sieht, respektiert und achtet. Entscheide dich für dich selbst und lass deine Verletzungen heilen.

Wir sind ganz sicher nicht hier, um dem Geld oder materiellem Besitz hinterher zu laufen, wie man uns glauben machen will.

Wir sind ganz sicher nicht hier, um unsere Lebenszeit gegen Geld zu tauschen und einer vermeintlichen Sicherheit, die wir dadurch erlangen sollen.

Wir sind aber ganz sicher hier, um uns selbst zu erkennen und wach zu werden. Genau dafür brauchen wir das Fühlen. Und Fühlen scheint in dieser Welt Mut zu brauchen.

So wünsche ich dir also Mut.

Mut, dich selbst anzuschauen und dir all die Liebe zu schenken, die du sonst eher für andere empfindest. Denn die Liebe, die du in dir findest, diese Liebe, die du dir schenkst, wird für immer deine sein.

Schau nicht länger im Außen nach einer Art von Liebe, die deine Wunden zusammentackert. Einer Liebe, die an Bedingungen geknüpft ist, damit du erfüllst, was man von dir erwartet. Einer Liebe, die dich nur kurz erwärmt, deren Feuer jedoch ebenso schnell wieder erlischt. Denn die Kälte, die darauf folgt, ist gnadenlos.

Wie viele Male bist du gefallen und immer wieder aufgestanden. Meistens jedoch ein wenig kleiner als vorher, mit eingezogenem Kopf und neuen Verletzungen, die dir abermals beweisen, dass es sich lohnt, gut zu funktionieren und nicht zu fühlen.

Lass es dieses Mal anders sein.

Geh nach innen. Schau hinter die Mauer, die du um dein Herz gebaut hast. Trau dich zu fühlen. Und fühle dich! Mit allem, was dir dort begegnet. Alles, was du brauchst um Heilung zu finden, ist bereits in dir.

Stell dir vor, du nimmst Gott an deine linke Hand. Trinke von dieser Kraft. Wiege dich in dieser Zärtlichkeit. Erkenne die Sanftheit und lasse den sanften Mut in dir wachsen, dass du dich fühlen darfst.

Nimm Kontakt zu deiner Seele, deinem Herzen auf und lass dich von ihrer unerschöpflichen Stärke füllen. Halte deinen Kopf gerade, dein Herz hoch und vertraue deinem Fühlen.

Brich dir nicht länger dein Herz, weil du versuchst ein anderes zu füllen. Sondern heile deine Verletzungen. Lass die Narben deiner Seele weich werden.

Nimm all die Liebe, die du in dir trägst und beschenke dich reichlich damit. Es ist genug Liebe in dir. Sie reicht weit über das hinaus, was du dir jetzt vielleicht vorstellen kannst.

Lass dir von niemandem mehr erzählen, dass du dich nur noch hier und dort ein bisschen selbst optimieren musst. Tausche dein Fühlen nicht länger gegen neue Techniken, die dir versprechen, die beste Version von dir selbst zu werden. Tausche dein Fühlen nicht länger gegen den Irrglauben, dass du noch mehr Geld brauchst, eine noch bessere Stellung, den tollen Titel, super Partner oder großen Namen.

Du bist bereits vollständig. Es fehlt dir vielleicht allein noch an dem Glauben daran, dass du gut bist, so wie du in deinem Innersten bist.

Begegne deiner Verletzlichkeit mit Anerkennung und Liebe.

Foto: Adobe Stock

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Wie kann ich vertrauen, wenn ich immer wieder enttäuscht werde?

Wie kann ich vertrauen, wenn ich immer wieder enttäuscht werde?

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Wie kann ich vertrauen, wenn ich immer wieder enttäuscht werde?

Vielleicht befindest du dich gerade an einem Punkt in deinem Leben, an dem du das Gefühl hast, du könntest niemandem vertrauen. Auch dir selbst irgendwie nicht, weil alles, was du anpackst, schief zu gehen scheint. Immer, wenn du dein kleines Herzchen öffnest, weil du es noch einmal versuchen willst, dann lässt die Enttäuschung nicht lange auf sich warten. Vielleicht hast du es satt und willst aus diesem Teufelskreislauf aussteigen.

Und vielleicht fragst du dich auch, wie oft du noch auf die Mütze kriegen wirst, wie viele Herausforderungen du noch meistern musst, bis es endlich aufhört und du einfach glücklich und zufrieden sein kannst. Wie oft schon hattest du keine Lust mehr, stark zu sein, anderen mit einem Lächeln zu begegnen, so zu tun, als sei alles gut? (mehr …)

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Gute Fakes gab es schon immer, wer traut sich da noch echte Gefühle zu zeigen?

Gute Fakes gab es schon immer, wer traut sich da noch echte Gefühle zu zeigen?

Traust du dich, echte Gefühle zu zeigen?

Es ist nicht immer leicht zu wissen, was gerade richtig für dich ist. Aber es ist unmöglich, dass es ein anderer besser weiß als du selbst.

Wenn du die Welt darüber bestimmen lässt, wie du am besten funktionierst, am besten aussiehst, was Glück für dich bedeutet und wer oder was dich am besten kleidet, dann gute Nacht Marie.

Wenn du die Welt darüber bestimmen lässt, wer du bist, dann bist du nicht mehr als eine ausgedachte Geschichte. Eine Geschichte, die andere über dich erzählen, die du dann glaubst, der du folgst, mit der du dich identifizierst.

Eine hübsche kleine Story, natürlich mit ganz vielen verschiedenen Facetten (oder Rollen). Eine Erzählung, die in das passt, was andere gerne in dir sehen. Damit es leichter wird, erzählst du dir diese Geschichte dann auch selbst. Eigene Gefühle, echte Gefühle, die passen da nicht rein. Könnte sonst ekelig werden in dir drin.

Okay, ich lauf auch nicht ständig mit heruntergelassenen Hosen rum, denn damit fällt man immer wieder auf die Nase. Wenn du das jetzt bildlich vor dir siehst, dann lass uns gerne gemeinsam schmunzeln. Aber heute steh ich für mich ein und hab eine Haltung.

Auch ich hab gelernt, dass meine echten Gefühle oft zu Unverständnis bei anderen führten. Ich mich dadurch abgelehnt fühlte. Also begann ich früh, wie du wahrscheinlich auch, meine echten Gefühle zu unterdrücken. Zu lügen, denn das wollen die Menschen hören, nicht die Wahrheit. Lügen, die in ihr Denken passen.

Gute Fakes gab es schon immer

Dummerweise tun die meisten Menschen genau das, und bitte verzeih, dass ich das jetzt so schreibe: Du bist wahrscheinlich auch eine davon so, wie ich es lange Jahre selbst auch war. Vielleicht hatte ich ein ganz klein wenig Glück, denn ich entspringe noch der Generation, die nicht von klein auf mit diesem wahnwitzigen Social-Media-Gehabe aufgewachsen ist.

Das in den Hochglanz-Magazinen kein Bild, auch nicht das der Supermodels, unbearbeitet und alle aufgepimpt sind, das sollte kein Geheimnis mehr sein. Auf Instagram und Co pimpen wir dann fleißig mit. Hübschen unsere eigene Geschichte ein wenig auf. Ein paar Details werden weggelassen, andere hinzugefügt. Und ganz wichtig: immer einen Filter drüber. Auch in deinen Stories. Damit bloß keiner mehr dein wahres Gesicht sieht.

Soweit so gut. Dumm ist nur, wenn du diese Lügen dann glaubst. Denn die Einzige, die du damit tatsächlich und immer belügst, bist du selbst. Die anderen glauben sowieso, was sie wollen, oder können.

Aber gute Fakes gab es schon immer in der gesamten Menschheitsgeschichte und gibt es in der Folge noch immer. Und auch ich hab lernen müssen, dass nicht alles Gold ist, was glänzt. Auch nicht auf Instagram, Facebook und wo zum Henker im World Wide Web sonst noch.

Alle sind toll, aber du wirst nie die Beste sein

Heute sind die Fakes noch eindringlicher und vor allem sind sie eins: immer präsent. Denn dein Handy hast du ja immer dabei, oder? Und mit ihm deine liebsten Social Apps, damit du immer auf dem Laufenden bist. Damit du immer und zu jeder Zeit sehen kannst, wer, wie und mit wem, was macht. Und damit du dich noch einfacher vergleichen kannst. Dich selbst runterputzt, bis du heulend in der Ecke sitzt und wieder einmal ganz sicher bist: Ich bin nicht gut genug.

Sollte das nicht ohnehin schon reichen, dann lebst du ja auch noch in der ganz ‘normalen‘ (ich glaub, ich muss mich übergeben) Welt. Nämlich in der Welt, die dir erzählt, wie du am besten funktionieren kannst. Halt: Sollst. Nein: Musst!

Man sagt: „Hunde die bellen, beißen nicht.“ Mag sein. Auf den Menschen übertragen sehe ich das etwas anders. Die müssen nicht beißen, um dich zu verletzen, zu unterdrücken, auszubeuten, auszunutzen oder einzuschüchtern.

Manchmal müssen sie nur laut genug (bellen) sein. Oder sich in einer Gruppe befinden, die groß genug ist und deren Ansehen dir wichtig ist. Denn Anerkennung und Liebe beziehst du von außen, weil du dich innen nicht mehr wirklich traust zu fühlen.

 

Ich pass mich besser an, dann finden mich wenigstens die anderen gut

Du bist dir sicher, dass du etwas an dir verändern musst, damit du den Ansprüchen und Erwartungen der anderen genügst. Schließlich siehst du, wo auch immer du gehst und stehst, dass es besser ist, nicht unangenehm aufzufallen. Und unangenehm ist alles, was nicht der gängigen Meinung des Mainstream, also der anderen, entspricht.

Wahrscheinlich weißt du sogar irgendwo tief in dir drin, dass dem nicht so ist. Dass es so einfach nicht sein kann. Aber es ist so schwer dieses, dein Denken darüber abzulegen. Du fühlst, dass du dich dadurch auf deinem Weg zur Selbstliebe einschränkst. Hey, aber was tun, wenn doch die Sehnsucht nach Liebe und Anerkennung groß ist und gestillt werden will?

Hinbiegen und passend machen

Das Gehirn ist da ganz einfach gestrickt. Du fütterst es mit Informationen und die glaubt es dann. Ungefragt. Denn das müsstest du schon selbst tun. Hinterfragen. Diesen einen Schritt weitergehen. Über das Normale hinaus. Über das hinaus, was man so sagt, dass es so sei.

In der Schule lernst du so etwas nicht, denn auch dort ist man bestrebt, dich hinzubiegen und passend zu machen für das gesellschaftliche Leben. Also fit für den Arbeitsmarkt, damit auch du einem Titel (damit du weißt, was und wer du bist), den Tantiemen, dem lieben Geld hinterherlaufen lernst. Damit auch du deinen Beitrag zum Leben leistest.

Viele Menschen reagieren ungehalten, wenn ich Fragen stelle, die über das hinausgehen, was sie als ‘normal‘ oder ‘das ist so‘ hinstellen, weil sie darauf keine Antwort haben. Und ich unterstelle mal: Auch keine suchen oder wollen. Ist doch auch leichter, in dem großen Fluss des Unbewussten mitzuschwimmen, als gegen den Strom. Medaillen bekommst du nicht, wenn du den Parkour anders herum läufst. Und vor Falschfahrern wird sogar im Radio gewarnt (okay, in diesem Fall berechtigterweise).

Aber vertrau mir, wenn ich dir sage, dass du eine ganze Menge über dich selbst herausfinden wirst, wenn du damit beginnst. Also nicht mit dem Falschfahren, sondern mit dem Hinterfragen.

(K)ein Trick und (k)eine Abkürzung

Denn die gibt es nicht. Aber auch danach werde ich immer wieder gefragt. Täglich bekomme ich Nachrichten mit persönlichen Geschichten und der Frage: Wie kann ich mich selbst lieben? Hast du einen Trick für mich?

Es geht so viel tiefer und es beginnt in dir selbst und mit deiner Bereitschaft, dir echte Gefühle zu leisten. Dich zu trauen, zu fühlen, in dich einzufühlen. Da hilft sicher zunächst das Erkennen, dass nicht mit dir etwas nicht stimmt, dass nicht du es bist, die nicht gut genug ist, sondern die Welt, die dir das Glauben machen will.

Glaub nicht alles, was man dir sagt und ganz besonders auch nicht all deinen eigenen Gedanken, die aus der Geschichte über dich selbst stammen.
Wenn du ehrlich zu dir bist, dann kannst du vielleicht sehen, dass du nur so nebenbei lebst. Der Rest von dir funktioniert bis zur völligen Erschöpfung. Und von Erschöpfung kann ich ganze Arien singen. Eine Oper in 98 Akten.

Bin ich schwach?

Oh, ja! Das dachte ich ständig, wenn ich das Bedürfnis nach Ruhe und Rückzug verspürte. Zeit für mich selbst? Brauchte ich nicht. Gab es doch so viele Menschen, die mich brauchten, so viel Arbeit zu erledigen – dachte ich. (Wieder so eine Geschichte über mich, die ich mir perfekt erzählen konnte.)

Okay als Mutter mit zwei kleinen Kindern, Job und Ehemann, Ehrenämter und Freunde, Eltern und Geschwistern … da fällt man abends tot ins Bett. In eine traumlose Nacht und der Morgen fühlt sich an, als wenn eine Kolonne Lastwagen über dich drüber gerollt ist. Da funktioniert man besser, oder?

Falsch, denn was vermittelst du damit deinen Kindern?

Glaube mir, du bist nicht schwach oder nutzlos, weil du dir Zeit für das Leben leben nimmst. Du wirst auch nichts verpassen, wenn du dich auf dein Sofa setzt, meditierst, Musik hörst, ein Buch liest, in die Natur gehst, einen Baum umarmst, dich auf den Waldboden legst und in den Himmel schaust, oder einfach nur still bist.

Du wirst zu dir kommen. In dir ankommen. Echte Gefühle fühlen lernen. Und genau dafür brauchst du den Rückzug. Die Stille. Zeit für dich. Ich kann dir keine Anleitung dafür geben, denn es ist dein Weg und den gehst nur du.

Etwas Versöhnliches zum Abschluss

Ich weiß – nicht ich glaube – dass du herausfinden wirst, was dich wirklich frei macht.

Du wirst die Liebe finden, die du verdienst. Ebenso wirst du die Liebe zu dir selbst erfahren, fühlen, leben und so zum Ausdruck des großartigen, wundervollen Orchesters des Universums werden.

Du wirst herausfinden, was dich erfüllt. Den wahrhaften Sinn des (deines) Lebens erkennen. Jede Zelle deines Körpers wird erfüllt davon sein und dich im kosmischen Tanz wiegen.

Du wirst spüren, wie die Hoffnung in dir aufsteigt, weil all die Dunkelheit, die die Vergangenheit in dir vergraben hat, dem Licht in dir weicht.

Du wirst es herausfinden. Aber du musst verstehen, dass es für diese Art des Erkennen keine Zeitleiste gibt. Es gibt keine Checkliste für dein Wachstum.

Du kannst schon morgen auf die Liebe deines Lebens treffen, es kann aber auch noch 10 Jahre dauern. Du kannst deine Leidenschaft für dein berufliches Tun mit dem Abschluss deiner Ausbildung finden. Oder du kannst darüber 50 Jahre alt werden, bevor du deinen inneren Ruf hörst und dich traust ihm zu folgen.

Was auch immer es ist, schenke dir Zeit. Zeit zu fühlen, Zeit zu wachsen, Zeit zu sein.

Sei sanft mit dir selbst. Hetze nicht deines Weges. Bleib hin und wieder stehen, bestaune, was du da siehst, was du bis hierhin schon gemeistert hast.

Warte nicht darauf, dass dich ein anderer Mensch oder ein Besitztum vollständig macht. Fülle stattdessen dein Leben mit Augenblicken des Fühlens und Sosein.

Du wirst es herausfinden. Und es wird dich erfüllen und frei machen.

Foto: Adobe Stock 

PS. Bist du bereit, dir jetzt echte Gefühle zu leisten? Oder was hält dich davon ab? Schreib mir von dir.

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Wie du deine Selbstzweifel loswirst (mit meinem Geheimtipp)

Wie du deine Selbstzweifel loswirst (mit meinem Geheimtipp)

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Selbstzweifel sind fiese Monster, die uns immer wieder auf die Probe stellen. Wie viel vertraust du dir heute, meine Liebe, ist ihre eigentliche Botschaft und deine Herausforderung!

Und so singen wir alle das Klagelied der immer wiederkehrenden Enttäuschungen und Selbstzweifel. Kaum hast du deine Wunden geleckt und erlaubst dir wieder damit zu beginnen erneut zu vertrauen, warten auch schon die nächsten Selbstzweifel und Enttäuschungen auf dich. Die völlig normale Reaktion: Kopf einziehen und ab zurück ins Schneckenhaus. Erst mal eine Runde weinen, traurig sein und den Schmerz fühlen. Da machen wir es uns so richtig kuschelig. Und wenn wir ganz ehrlich sind, dann nehmen wir erst einmal ein ausgiebiges Bad in dem grässlichen Gefühl, nicht gut genug zu sein und es nicht wert zu sein geliebt zu werden. Warum sonst sollte es immer wieder passieren?

Ich möchte dir an dieser Stelle schon einmal sagen, dass es völlig okay ist, wenn du so fühlst. Denn manchmal schenkt uns das Leben ordentlich ein. Und wenn dir das Leben die graue Brille aufsetzt, dann schmeiß sie nicht einfach weg. Schau genau hin und dann schau, was sich dahinter verbirgt. Lass es uns doch einmal gemeinsam versuchen. (mehr …)

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Wo ist die Frau, die du immer sein wolltest?

Wo ist die Frau, die du immer sein wolltest?

Wie viel von dem, das du dir immer erträumt, erhofft, ersehnt, erwünscht hast, hast du an die Wünsche der anderen angepasst? Vielleicht sogar ganz begraben und aufgegeben? Hast begonnen, die Mauer um dein Herz in deiner Angst und in deinem Schmerz zu errichten. Stein für Stein. Wunde für Wunde. Narbe für Narbe.

Dein Körper besteht aus vielen Billionen Zellen und dennoch reicht ein Wort, eine Stimme, ein Blick, ein Urteil, um dich zu verunsichern oder gar zu verletzen. Aus der Bahn zu schmeißen. Alles in dir scheint sich zusammenzuziehen. Dein Herz schreit nach der nächsten Reihe Quader für noch mehr Schutz. Und du verlierst dich hinter dieser Mauer.

Wo ist die Frau, die du immer sein wolltest?

Glaube mir, die Person in deinem Leben, die dich am meisten unterschätzt, bist du selbst! Zu oft lässt du dich von dem Selbstzweifelmonster beraten und lässt die Angst in dein Leben.

Als kleines Mädchen hast du sie gespielt, all die verschiedenen Vorstellungen davon, was du sein willst. Ob Cinderella, Prinzessin, Gangsterbraut, Piratenkapitänin oder Wonderwoman, du warst es einfach. Zumindest für einige Momente. Im Spiel. Erinnere dich!

Du warst alles, was du wolltest. Es mangelte dir nicht an Vorstellungskraft. Nicht an dem Glauben an deine Fähigkeiten. Du warst stark, unbesiegbar, wunderschön, geistreich, sanft, witzig, schlagfertig, kühn und mutig. Mit einem unbändigen Vertrauen in dich, deinen Körper, dein Herz und deine Seele. Vertrauen in das Leben selbst. Und jede einzelne Facette spiegelt noch immer die vielen Teile von dir wieder. Ist noch in dir, auch wenn du es gerade nicht fühlen kannst.

Bitter erfahren

Unsere Hauptrolle im „echten“ Leben haben wir alle an die Wünsche, Vorgaben, „guten Sitten“, Vorstellungen und Spielregeln unseres sozialen Umfeldes angepasst. Man erwartete nicht selten von uns, dass wir die Träume unserer Eltern leben.

Später sollten wir dann die Idee und den Traum unseres Partners als perfekte Begleiterin erfüllen. Wir fühlten uns häufig schuldig, wenn wir diese Träume nicht erfüllen wollten. Angetrieben von dem Streben nach Liebe und geliebt werden, haben wir getan, was wir glaubten tun zu müssen, um zu gefallen.

Jedoch verlieren wir uns selbst in dieser Hauptrolle. Und so latschen wir alle gut konditioniert mit einem Haufen seltsamer, uns einschränkender Glaubenssätzen durch das, was wir unser Leben nennen. Manche rennen hindurch, als würden sie verfolgt werden, andere schleichen unter dem Teppich.

Aber wir alle gemeinsam zeigen selten, wer wir wirklich sind. Und manch eine von uns hat es sogar vergessen. Hat Gefühle, Wünsche und Träume in den tiefen Katakomben des Herzens eingesperrt. Wir haben uns daran gewöhnt, uns anzupassen und gut zu funktionieren. Und wir alle richten und urteilen, über uns selbst und über andere.

Wir sind nicht mehr vom Leben gefesselt, sondern haben uns Fesseln anlegen lassen, und damit wir diese Ketten nicht spüren, bewegen wir uns jetzt nur nicht zu viel. Halten still. Halten aus. Das wirklich Unfassbare ist, dass wir uns perfekt haben täuschen lassen und es noch immer zulassen. Empfinden wir auch das Gefühl mittendrin zu sein, so sind wir eigentlich nicht einmal dabei.

Glaube nicht alles, was dein Verstand dir erzählt!

Hinterfrage all die Gedanken, mit denen du dich niederknüppelst. Sie kommen allesamt aus dem Egogeist und wollen nicht mehr und auch nicht weniger als dich klein halten. Schau dir all die Horrorstreifen an, in denen du allzu bereitwillig die Haupt- und Nebenrollen besetzt:

Die Ich-bin-nicht-gut-genug-Geschichte

Der Ich-bin-so-anders-niemand-versteht-mich-Horrorstreifen

Die Ich-bin-es-nicht-wert-Geschichte

Das Ich-werde-immer-verlassen-Melodram

Die Ich-bin-nicht-in-der-Lage-etwas-zu-verändern-Soap

Der Ich-habe-noch-nicht-genug-Thriller (nicht genug Geld, nicht ausreichend Besitztümer … )

Dies sind die Drehbücher, die der Verstand liebt, um uns klein und im Funktionsmodus gefangen zu halten.

Erinnere dich an das kleine Mädchen und erzähle dir neue Geschichten. Schöne Geschichten. Von der Liebe, darüber, dass du es wert bist. Werde wieder wie dieses kleines Mädchen. Du musst die Welt nicht verändern, um glücklich zu sein.

Schöpfe aus deiner inneren Quelle. Verbinde dich mit deinem Herzen, lass deine Seele sprechen. Du bist von Fülle umgeben. Halte deinen Kelch in den Fluss und er wird sich immer wieder füllen. Vertraue dem Leben. Glaube an das Göttliche, an die Schöpferkraft und Liebe!

Sei alles andere als perfekt und entschuldige dich nicht dafür

Lass uns von Zeit zu Zeit auf unsere Narben, die das Leben hinterlassen hat, schauen. Nicht anklagend. Sondern frei von Bewertung und Urteil. Sie sind die Erinnerungen daran, dass wir an diesem Punkt unseres Lebens gekämpft haben. An etwas geglaubt haben. Mutig waren, kühn und tapfer.

Manchmal ist es schwer weiterzugehen. Dann, wenn dich etwas niedergeschmettert hat. Auf eine Art und Weise, wie die du es niemals erwartet hättest. Wenn dies geschehen ist, dann hab keine Angst vor dem Neubeginn. Beklage nicht, was du verloren hast.

 

Schau auf all die zerbrochenen Teile und setze sie neu zusammen. Blicke auf die Erinnerungen und hab keine Angst. Sie sind nicht mehr als kleine Geschichten, von denen du lernen durftest.

Schäme dich nicht für das, was du siehst. Tu, was du tun musst. Befreie dich vom Schmerz. Das wird nie schön sein, aber es ist es immer wert.

Erschaffe dich mit dem sanften, alles vergebenden Blick der Liebe neu. Du wirst dieses Mal stärker sein. Dein Herz größer. Deine Sinne offener und freier.

Heilung finden

Wenn du heilen musst, öffne dein Herz und schaue in deine Seele. Lausche hinein, finde heraus, wo es weh tut. Flüster leise in deinen Schmerz:

„Es ist in Ordnung. Es ist okay.“

Du bist diejenige, die die Mauern um dein Herz gebaut hat. Zweifle niemals auch nur eine Sekunde daran, dass es nicht auch du sein wirst, die die Kraft hat, diese wieder einzureißen.

Diese Kraft hast du in dem Augenblick, in dem du wahrlich beginnst zu glauben, dass du es bist, die die Liebe verdient. In diesem Moment, in dem du beginnst zu glauben, dass du das Glück verdienst, etwas viel Größeres als das, was du bis jetzt erfahren hast, in diesem Augenblick wird dein Herz vor Freude zu weinen beginnen.

Als wäre es das erste Mal seit einer Ewigkeit. Du wirst dir die Erlaubnis geben, deine Mauer einzureißen und dein Herz wird Frieden finden.

Höre mit deinem Herzen

Ich weiß, wie es ist, aus lauter Angst vor neuen Verletzungen Mauern um das Herz zu bauen. Sich abzuschotten. Nicht aufhören zu wollen sich zu schützen.

Ich weiß, wie es sich anfühlt, ein Herz zu haben, welches so voll von Liebe ist, geben will und gibt aus einer nicht enden wollenden Quelle.

Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn die Seele nach Heilung ruft und die Angst vor dem Loslassen gigantisch ist. Wenn die Wut dir die Vergebung verweigert.

Aber du darfst dich selbst nicht aufgeben. Du kannst nicht ignorieren, was in dir aufsteigt. Was gesehen werden will. Was auf Vergebung wartet, um heilen zu können. Auch wenn die ganze Welt nicht versteht, warum du innerlich verbrennst, verstecke dich nicht länger. Übe nicht länger Verrat an dir selbst.

Stattdessen zeige der Welt dein Gesicht. Zeige der Welt, was du mit all der Liebe und der Hoffnung in dir bewegen und erreichen kannst.

Sei was du willst. Steh für dich ein. Lass uns einander erkennen, uns ineinander sehen, denn wir tragen alle diese vielen Teile in uns. Wohl wissend, dass jede in ihren Schuhen durchs Leben wandelt und mit den eigenen Dämonen zu kämpfen hat. Gemeinsam sind wir unschlagbar.

Sei dir gewiss:

Dank all dem Schmerz und Leid, die du erfahren hast, bist du die Frau, die du heute bist. Liebe diese Frau. Sei sanft mit dieser Frau. Vertraue dieser Frau. Glaube an diese Frau. Das bist du. Und du bist wundervoll!

Und jetzt bist du dran. Erzähle mir von der Frau, die du immer sein wolltest!

Foto: Adobe Stock

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Was dir wirklich hilft, wenn du traurig bist

Was dir wirklich hilft, wenn du traurig bist

Es braucht keinen Streit, um sich schlecht zu fühlen. Oft reicht ein kleiner Satz, ein Wort, eine Geste, die deinen Bauch grummeln lassen, schlechte Gedanken nähren und miese Gefühle produzieren. In einem Tempo und einer Masse, die selbst die beste Maschine am Fließband vor Neid erblassen lassen würde. Einwandfreie Scheiß-Gefühle, die mit absoluter Treffsicherheit dort einschlagen, wo sie dich am besten vernichten können. Mitten ins Herz.

Warum sie das können? Weil du dir über die Jahre einen schönen Gefühlscocktail gemixt hast. Immer brav geschluckt, dich nicht gewehrt hast, lieber gut funktioniert und brav Erwartungen erfüllt. Auf der Suche nach Liebe oder um das, was du als Liebe bezeichnest, festzuhalten, versuchst du es allen recht zu machen. Reißt dir beide Beine aus und kümmerst dich um jeden, der nicht bei drei auf den Bäumen ist.

Das Neinsagen verlernt, handelst du viel zu oft gegen deine eigene Wahrheit. Während du die Mauer um dein Herz weiter aufstockst. Nicht fühlen. Bloß nichts fühlen. Irgendwann hast du dann das Vertrauen in dich verloren. Vielleicht sogar in die Liebe, weil du glaubst, dass du es nicht wert bist. Du kannst dir nicht vorstellen, dass es für dich jemanden gibt, der dich so mag, wie du bist.

Du hast den langen Leidensweg gewählt. Nicht mehr mutig genug, für dich einzustehen. Und glaube mir, ich weiß wovon ich hier schreibe. Meine persönliche Geschichte, wie ich an ihr gewachsen bin und Heilung möglich wurde, kannst du in meinem Buch nachlesen.

Was dir wirklich hilft, wenn du traurig bist

Ich werde dir jetzt nicht sagen, dass du dich nicht traurig, wütend, verärgert, verraten, benutzt oder dich wie die einsamste Frau auf dem ganzen Planeten fühlen sollst. 

Es gibt einfach Dinge, die dich treffen. Mitten ins Herz. Die dich verletzen, deine alten Narben aufplatzen lassen und die blutige Wunde darunter beginnt wieder zu pochen und zu schmerzen.

Das wäre so, als würde ich dir sagen, du sollst deinen Herzschlag oder das Heben und Sinken deiner Lunge beim Atmen nicht fühlen. Es wäre keine Hilfe für dich, weil es an deinen Gefühlen nichts ändern würde.

Menschen, denen du dich in deinem Schmerz anvertraust, schenken dir oft solche sinnlosen Worte, weil sie sich selbst unwohl fühlen und nicht an ihren eigenen Schmerz erinnert werden wollen. Die meisten sind Meister der Tarnung, wenn es darum geht, sich selbst zu schützen.

Wenn du traurig bist, verletzt und dich immer mehr zurückziehst, dann kannst du deiner Emotion nicht sagen, dass sie verschwinden soll. Denn dann versuchst du sie zu unterdrücken und die Angst wird dir ein treuer Begleiter bleiben. Die Angst vor neuer Verletzung, neuer Enttäuschung, neuem Schmerz. Dein Kopf wird dir sagen, dass es viel besser ist, dich nicht zu fühlen und so schwindet auch der Mut sich zu zeigen. 

Was ich dir jetzt sage, wird dir guttun

Was auch immer du jetzt gerade fühlst, es muss wirklich schwer für dich sein. Ich bin hier, um dir zuzuhören. Es ist in Ordnung traurig zu sein. Ich bin an deiner Seite. Du bist in absoluter Sicherheit und darfst dir erlauben, dich zu fühlen. Du bist nicht alleine!

Wir müssen einander nicht reparieren. Wir dürfen einander den Raum geben, Heilung zu finden. Uns einander so annehmen, wie wir sind und uns unsere Liebe anbieten. Einen Ort füreinander schaffen, an dem wir unsere Gefühle voll entfalten können, an dem wir sicher sind. Geben wir uns und anderen den Raum, uns zu fühlen, zu trauern, zu weinen, zu lachen, zu spielen, zu schreien, zu tanzen und die zu sein, die wir sind. Nicht mehr und nicht weniger.

Weißt du, warum wir traurige Liebeslieder so lieben?

Songs, die uns die Gefühle widerspiegeln, die wir so oft lieber vermeiden wollen, geben uns die Erlaubnis für einen Moment einzutauchen in das, was uns erschreckt. Für einen kurzen Augenblick fühlen wir uns verbunden mit dem Künstler, der das Gefühl auf seine Art so perfekt beschreibt. Letztendlich fühlen wir uns weniger allein. 

Als ich mich mit 19 Jahren das erste Mal von meiner ersten großen Liebe getrennt habe, lag ich täglich vor der Musikanlage im Wohnzimmer meiner Eltern und hörte voll aufgedreht „Flugzeuge im Bauch” von Herbert Grönemeyer. Ich möchte gar nicht wissen, wie sehr ich meiner Mutter damit auf die Nerven ging, aber es half mir und sie ließ mich.

Ich tanzte an einem für mich sicheren Ort, in Tränen erstickt auf dieser emotionalen Welle. Es ist keine Schande, sich verletzt zu fühlen. Denn wir alle dürfen lernen, wie wir mit den dunklen Seiten des Lebens umgehen können.

Irgendwann konnte ich erkennen, dass ich nicht dieses Gefühl bin. Dass ich nicht die vom Leben enttäuschte junge Frau war, für die ich mich eine Weile hielt.

Denn Emotionen sind nicht, wer du bist, sondern sie sind genau das, was du fühlst!

Wenn du dir erlaubst, dich durch deine emotionale Energie zu bewegen, ohne darin stecken zu bleiben und fortan zu glauben, dass du es nicht wert bist, nie wieder jemanden finden wirst, dem du vertrauen kannst oder einen Menschen der dich lieben wird, dann bist du nicht länger Opfer deiner Gefühle. Denn die einzige Person, die dich wirklich befreien kann, bist du selbst.

Dafür brauchen wir jedoch immer einen Zweiten. Jemanden, der uns erinnert. Der mit uns hofft und wünscht, für uns betet und einfach mit uns ist. Lass mich jetzt dieser Mensch für dich sein und dir sagen:

Ich wünsche dir …

dass du die Art von Liebe und Glück findest, die dich erfüllen. Ich hoffe, dass du dir wirklich die Zeit nimmst, um herauszufinden, was dich bewegt. Was deine Seele erfreut und dich ermutigt. Dass du findest, was du in deinem Leben tief und ehrlich begehrst. Und ich wünsche mir so sehr für dich, dass du den Mut findest, dich auf deinen Weg zu machen.

Ich wünsche dir, dass du den Glauben findest und dir vertraust. Mögest du in deinem Herzen fühlen, dass du es absolut wert bist, geliebt zu werden, und mögest du dir diese Liebe selbst schenken können.

Ich wünsche mir für dich, dass dir die Liebe begegnet, die dich zu einem weicheren Menschen macht. Die dein Herz öffnet und die Angst aus deinen Adern fegt. Mögest du erkennen, dass du es bist, die die Wahl hat und den Mut, die Kraft und die Sicherheit sich in dir entfalten, diese Wahl zu treffen. Jeden Tag, jede Stunde, Minute und Sekunde.

Ich wünsche dir, dass du jemanden findest, der dir in seiner Liebe einen Platz in seinem Herzen anbietet. Denn nichts ist schöner, als jemanden, der dir ein Zuhause in sich selbst schenkt. Mögest du selbst auch dieser Jemand für einen anderen sein.

Ich bitte für dich um die Stimme, die dich beruhigt und dir sagt, dass du gut genug bist. Dass du bereit bist anzunehmen. Für die Kraft der Vergebung. Dass du dir die Fehler verzeihen kannst, die du gemacht hast und all denen vergeben kannst, die dir Schmerz bereitet haben.

Ich wünsche dir Momente, die dir den Atem rauben und dir Wunder schenken. Die Art von Augenblicken, die dich verändern. Zeiten, die dich lebendig fühlen lassen. Es gibt so viel auf dieser Welt zu fühlen. So viel zu erleben. So viel zu sein.

Ich hoffe, du fühlst alles

Und sei es für einen kleinen Augenblick auch noch so schmerzhaft. Ich hoffe, du lebst. Wirklich. Volle Kanne. Halte dich nicht zurück. Fülle ist überall um dich herum und ganz besonders in dir. Trau dich, sie zu erkennen.

Vor allem hoffe ich, dass du dich wiederfindest. Das du dein Herz von heute an regelmäßig besuchst. Ihm vertraust. Dir vertraust. Dass du lernst, wie du freundlich, sanft und friedvoll mit dir selbst sein kannst.

Lerne stolz auf dich zu sein, auch wenn du noch nicht dort bist, wo du gerne sein möchtest. Der Weg mag lang sein. Verliebe dich in ihn. Mache mehr Dinge vor denen du Angst hast. Bleibe neugierig und mach verrückte Sachen. Scheiß auch mal auf die sogenannten Dinge, die man tut, weil es sich so gehört. Sei wild.

Mach mehr von den Dingen, die dich verbinden. Geh in den Wald. Atme. Fliege in deinen Träumen zu Orten, die dich heilen können. Denn das Leben ist immer für dich.

Ich hoffe, du fühlst alles.

Foto: Adobe Stock

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