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Lass uns über Sex sprechen

Lass uns über Sex sprechen

Lass uns über Sex sprechen

Ich bin keine ausgewiesene, bescheinigte oder sonst was Sexpertin. Warum ich mich dennoch als eine fühle und mit dir in diesem Artikel über Sex spreche (etwas anders wahrscheinlich, als du es jetzt denkst)? Ich bin eine Frau. Ich habe Sex. Auch mit mir alleine. Und ich habe mich selbst so viele Jahre lang angelogen, versteckt, verbogen, angepasst, geschämt, nicht getraut, und mit meinen Gedanken selbst gequält, dass ich große Mühe hatte, beim Sex zu entspannen.

Sex lustvoll, selbstverständlich, natürlich und vor allem zu meiner Freude zu haben. Nicht als Pflichterfüllung. Nicht als Dienstleisterin an einem Mann. Sex haben, weil ich Lust habe.

Wann, wo und mit wem ist meine Sache.

Hinzukam, dass ich meine Bedürfnisse viele Jahre meines Lebens an die gängigen Meinungen und Gedanken, Verurteilungen, Beurteilungen von anderen angepasst habe. Diese Zeit ist nun gänzlich vorbei. Warum erst jetzt? Weil ich es genau jetzt kann!

Ich habe entschieden, mit der Selbstverleugnung aufzuhören. Schlimm genug, dass wir von vielen Lügen umgeben sind, nein, wir tischen sie uns täglich selber auf. Das findest du zu hart? Dann lies weiter!

In einer Welt in der alles möglich scheint …

… will man uns doch lieber so haben, wie es für andere angenehm ist. Das lernen wir schon früh. Sehr früh. Mit der Aufnahme in das Bildungssystem (Kindergarten, Schule, Universität, Ausbildung) wird fleißig an unseren Ecken und Kanten geschliffen. Das Problem mit dem Bildungssystem ist, dass es ein System ist. Schließlich muss der Schlüssel ins Schloss passen. Anders gesagt: Wir sollen ins System passen.

Damit das nicht so auffällt, macht man uns glauben, dass wir die Wahl und die Freiheit haben, über uns selbst zu bestimmen. Welch ein Hohn. Es gibt ein spannendes Experiment mit Flöhen, die man in ein Glas gesteckt hat und auf das Glas hat man einen Deckel gelegt. Zu Beginn sind die Flöhe immer wieder mit ihren Köpfen unter den Deckel gestoßen. Weil das vielleicht auch den Flöhen Kopfschmerzen und Unwohlsein bereitet hat, haben sie nach kurzer Zeit ihre Sprunghöhe angepasst, bis sie letztlich nicht mehr mit dem Kopf angestoßen sind. Nun konnte man den Deckel vom Glas nehmen und kein Floh ist mehr auf die Idee gekommen, aus dem Glas springen zu können.

Wir könnten jetzt sagen, die Flöhe sind frei. Sie wissen es nur nicht. Wie sieht das mit uns aus?

Unser Selbstwertgefühl schrumpfen wir auf die Größe eines kleinen Staubmoleküls, damit wir es uns unter dem Teppich so richtig angenehm machen können. Wir steigen in das Karussell von Traurigkeit, Frustration und Wut ein, das sich in unseren Bäuchen dreht. Diese Gefühle verstecken wir hinter einer Fassade von fügsamen Kichern, lässig coolem weiblichen Verhalten, und wir glauben, wir sind frei.

Was hat das jetzt mit Sex zu tun?

Ich hab als Teenager und junge Frau so einiges mit auf den Weg bekommen.

Mit 16 hatte ich meine ersten lustvollen Erfahrungen, kein Sex mit rein-raus und so, sondern ein bisschen Küssen und Fummeln. Weil ich keinen festen Freund hatte, sondern ausprobieren wollte, haben irgendwelche Menschen aus meinem Umfeld nichts Besseres zu tun gehabt, als mich in der Clique als williges, billiges Mädchen darzustellen, die es mit jedem treibt. Das war nicht witzig. Zumal ich überhaupt nicht verstehen wollte, warum man mir das antat.

Für mich war es damals ein Unterschied, ob ich mit jemandem richtig Sex habe oder ob ich nur ein bisschen schaue was geht und meinen Körper ein bisschen kennenlerne. Und selbst wenn ich mit 20 Männern und Frauen sexuelle Erfahrungen gesammelt hätte, es wäre, war und ist noch immer meine Sache. Die Gesellschaft sah das anders und tut es noch heute. Mich hat das damals mit viel Scham erfüllt und die hat mir nicht geholfen.

Mit 17 hatte ich dann meinen ersten „richtigen“ festen Freund. Als ich meinen Vater um seine Erlaubnis bat, eine Nacht bei ihm zu verbringen, schimpfte er mich eine Hure.

Mit 23 Jahren bekam ich mein erstes Kind und weil der leibliche Vater die Vaterschaft nicht anerkannt hat, gab es einen Vaterschaftstest. Der Mitarbeiter vom Jugendamt hielt mir dann einen Vortrag darüber, dass es selbst bei einem Ergebnis von 99 % einer wahrscheinlichen Vaterschaft noch immer 1 % Nichtväter gäbe. Hätte ich zum Beispiel mit 10.000 Männern geschlafen, dann wären es immerhin 100 Nichtväter. Das ist jetzt übrigens kein Scherz. Warum er mir das mit auf den Weg geben wollte, weiß ich bis heute nicht.

Ich habe ihm dann lediglich erklärt, dass, wenn ich mit 10.000 Männern geschlafen hätte, ich sicher ein Business daraus gemacht hätte und dann nicht auf Unterhaltszahlungen angewiesen wäre.

Männer sind Hengste und Frauen sind Huren

Das war schon früher so und ich glaube nicht, dass sich das heute in den Köpfen der Menschen sehr geändert hat. Man sollte meinen, dass wir zumindest in Deutschland aufgeklärter sind wie nie zuvor. Das Internet hält eine schier unfassbare Menge an Beiträgen zum Thema Sex für uns bereit. Google schmeißt auf den Suchbegriff „Sex“ 4.430.000.000 Ergebnisse raus. Puuuuh.

Dennoch scheint mir das ein wenig so, wie mit dem lustigen Wunsch von Unternehmen nach dem perfekten Arbeitnehmer. Am besten Anfang 20 mit 25 Jahren Berufserfahrung. Vielleicht wäre ja eine 20-jährige Jungfrau mit Erfahrung gesellschaftlich anerkannt? Ich weiß es nicht.

Mich haben jedenfalls meine persönlichen Erlebnisse verunsichert. Einen offenen und vor allem ehrlichen Austausch zu diesem Thema habe ich nicht erfahren. Darüber hat man – und Frau auch – nicht gesprochen. Heute glauben wir noch immer, wir müssen gar nicht offen darüber sprechen, weil wir es überall lesen oder Videos dazu schauen können. Ob uns das hilft ehrlich mit uns zu sein?

Eines macht es in meinen Augen aber mit uns. Wir vergleichen uns jetzt auch in allen sexuellen Belangen mit anderen. Yeah! Sex-Apps sollen angeblich unser Liebesleben verbessern und bis wir soweit sind, also guten Sex haben, tun wir einfach so. Es lebe der vorgetäuschte Orgasmus. Ich behaupte von mir selbst, dass ich Profi darin war. Niemand hat mich besser belogen, als ich mich selbst.

Als der Mensch zum (Selbst-)Darsteller wurde

24/7 – Tag und Nacht. Jeden Tag. Immer. Vielleicht werden irgendwann die Babys schon bei der Geburt mit ihrem eigenen Smartphone auf diese Welt kommen. Das erste Selfie im Mutterleib schon in der Foto-App, bereit zum Teilen. Sei mir dieser kleine Ausflug in ein Zukunftsszenario gegönnt.

Ich werde dieses Gefühl nicht los, dass wir mehr denn jemals zuvor einem inneren Zwang nachkommen uns perfekt darstellen zu müssen. Äußerlichkeiten sind wichtig. Was die meisten dabei übersehen oder erst gar nicht erkennen: Dein Wert hat nichts mit deinem Körper zu tun, deiner Karriere, oder wie viel Geld du auf deinem Konto hast.

Sprechen wir über unseren Körper

Es wird viel Lärm über Gesundheit und Körpermaße gemacht. Als ob der wahre Grund, warum sich Menschen für berechtigt halten, andere Menschen wegen ihrer Körper zu beschämen, aus der Sorge um ihr Wohlergehen bestünde. Weißt du, was nicht gesund ist? Mit dir selbst im Kampf zu sein.

Dich selbst nicht zu mögen ist nicht gesund. Auf andere Menschen herabzuschauen, andere Körper zu bewerten, zu verurteilen und sich mit diesen zu vergleichen, ist nicht gesund. Dich selbst in etwas hineinzupressen, um den allgemeinen Körperidealen einer kranken Gesellschaft zu entsprechen, ist nicht gesund. Beim Sex daran zu denken, ob dein Körper schön genug ist, ist nicht gesund.

Ein angeblich unperfekter Körper ist nicht ansteckend. Das einzige, was ansteckend ist, ist die Versuchung, das Urteilen, Bewerten und Verurteilen zu einem völlig normalen Verhalten zu machen und es zu einem Symbol für Wertigkeit zu machen. Wir müssen aufhören, uns mit unseren Gedanken zu vergiften. Und beginnen ein neues Bewusstsein zu schaffen für das, was wir sind. Menschen. Von unterschiedlicher Herkunft, mit verschiedenen Körpern. Alle mit einer Seele und einem Herzen. Jeder auf seine Art einzigartig.

Lass uns damit beginnen ein neues Gefühl dafür zu entwickeln, was es bedeutet, gut genug zu sein. Was es bedeutet unterschiedlich zu sein. Vielfältig zu sein. Wertvoll zu sein. Wir müssen beginnen unseren Kindern zu erzählen, dass sie genug sind. Und unseren kleinen Mädchen, jungen Frauen und Frauen jeden Alters müssen wir erzählen, dass ihre Körper nicht dafür da sind, von anderen betrachtet und bewertet zu werden. Dass sie ihre Körper haben, um sie zu benutzen und darin zu sein. Dass es gut ist, sich in seinem Körper sicher zu fühlen, weil es das Haus für ihre Seele und das Herz ist.

Nichts ist falsch an deinem Körper!

So ziemlich alles, was wir wertschätzen, wird für uns von einer externen Quelle entschieden, die uns entweder kontrollieren oder mit uns Geld verdienen will und sehr oft beide Dinge zusammen haben möchte. Es ist erstaunlich, wie wir es Unternehmen erlauben, uns zu sagen, wie unzureichend wir sind, während wir dankbar ihren Müll mit einem Löffel in uns hineinschieben. Und unseren Kummer dann gleich hinterher. Runterschlucken und Lächeln.

Es ist erschreckend, wie wir es anderen Menschen erlauben, uns zu sagen, wann wir eine gute Frau sind, während wir weiterhin so tun, als seien sie unsere Freunde und meinten es gut mit uns. Frauen werden immer noch über ihr Äußeres definiert. Einen großen Teil tragen wir selbst dazu bei. Ich empfinde es immer wieder erschreckend, wie niederträchtig manchmal Frauen anderen Frauen begegnen. Wir haben es selbst in der Hand.

Nichts tut mehr weh, als zu erkennen, dass du mit deinem Schweigen und stummen Ertragen selbst verantwortlich bist für deine Schuldgefühle, deinen Minderwert und deine mangelnde Selbstliebe. Und nichts fühlt sich besser an, als deine eigene Stimme zu erheben und für dich einzustehen. Lass uns selbst mit Liebe begegnen und uns gegenseitig stärken. Scham, Neid und Selbstverleugnung werden uns nicht weiterbringen.

Weibliche Sexualität

Sie wird noch immer abgewertet. Auch von Frauen selbst. Irgendetwas läuft gänzlich schief in einer Welt, in der es okay ist, die Kontrolle der weiblichen Sexualität zum Fachgebiet eines jeden zu machen, außer der Frau, die es betrifft. Es ist wichtig, dass wir uns darüber bewusst werden und die Männer ebenso.

Jetzt ist die Zeit gekommen, wo wir Frauen stark genug sind, um den Signalen, die unser Körper und unser Herz uns senden, zu vertrauen. Es ist an der Zeit, dass wir miteinander reden. Lass uns über Sex reden. Lass uns darüber sprechen, wie sich das für uns anfühlt. Welche Ängste wir haben. Welche Bedürfnisse wir haben.

Miteinander reden und nicht im stillen Kämmerlein kaputt denken. Mach den Anfang und lass mir deinen Kommentar hier.

Foto: Pixabay

Du willst nicht länger unter deinem mangelnden Selbstwertgefühl leiden? Dann sicher dir jetzt den kostenfreien Zugang zu meinem Video und hol dir meine regelmäßige Unterstützung per Mail – kostenfrei aber bestimmt nicht umsonst!

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Warum immer ich?

Warum immer ich?

Wenn wir in unserem Leid feststecken, dann ist dies eine immer wieder gestellte Frage: Warum immer ich? Warum werde ich immer wieder verletzt, verarscht, gemobbt, hintergangen … Die Liste kannst auch du sicher endlos weiterführen und endet nicht selten mit einer weiteren Frage: Wieso werde ich immer wieder enttäuscht?

Meine kurze Antwort darauf: Menschen werden dich immer wieder enttäuschen. Weil sie selbst in ihren immer gleichen Gedanken, und mit ihnen in ihren Gewohnheiten, gefangen sind. Es wird dir immer wieder der gleiche Mist begegnen, und zwar so lange, bis du verstehst, dass das nichts mit dir persönlich zu tun hat. Bis du selbst deine gewohnten Denkmuster durchbrechen kannst, und erkennst, dass es ein Muster ist, welches dich festhält und leiden lässt.

Und selbst dann werden die Menschen um dich herum nicht plötzlich erleuchtet und voller Liebe mit dir umgehen. Weil sie es nicht können. Und es nicht dein und nicht mein Job, die Menschen zu verändern. Jeder kann nur bei sich selbst beginnen, denn da fängt alles an. Aber du wirst neue Erfahrungen machen. Neue Menschen in dein Leben ziehen und neu lernen. Das ist der Weg.

Nimm es nicht persönlich

Und das ist die größte Herausforderung an dich. Dinge nicht persönlich nehmen. Meistens geschieht das jedoch völlig automatisch. In Millisekunden. Dafür brauchst du nicht erst nachdenken, sondern du fühlst es sofort. Etwas in dir fühlt sich angegriffen und will sich wehren oder zieht dich runter, macht dich ebenfalls fertig und schmettert dich nieder. Das Ergebnis ist in beiden Fällen das gleiche. Du fühlst dich miserabel. Benutzt, ausgespuckt und liegengelassen. Nicht gesehen. Nicht gehört und nicht verstanden.

Wenn du mittendrin steckst in diesem Dilemma, dann fühlst du dich vielleicht sogar durch meine Worte angegriffen. Oder aber du denkst beim Lesen dieser Zeilen, dass ich scheinbar nicht ganz richtig ticke, keine Ahnung habe, oder es mir leicht mache und dich nicht ernst nehme. Dem ist nicht so, das versichere ich dir.

Ich weiß es heute nur besser als noch vor einigen Jahren. Und obwohl ich so viel mehr erkenne, mich aus vielen alten Mustern und Denkstrukturen befreit habe, erwischt es auch mich immer mal wieder.

Ich fühle dich

Du bist sensibel und das ist kein Schimpfwort oder eine Schande. Sensibel und besonders feinfühlig zu sein ist eine Superkraft. Und ja, sie fordert uns immer wieder, führt uns an unsere Grenzen. Sie vermag es aber auch, uns darüber hinaus zu erheben. Das Leben konfrontiert uns mit Dingen, die wir niemals freiwillig für uns gewählt hätten. So glauben wir. Und dennoch dürfen wir durch das Leben lernen.

Wir dürfen lernen uns selbst zu sehen, wie wir wahrhaftig sind. Uns heraus bewegen aus den gewohnten Denkstrukturen. Über uns selbst hinausgehen, uns selbst an die Hand nehmen und das leise Flüstern unsere Seele erhören.

 

Sei liebevoll mit dir. Kämpfe nicht länger gegen dich und andere. Erkenne die wundervollen Gaben, die dir gegeben wurden und lerne für dich einzustehenIn meinem Buch „Für dich einstehen, steht dir gut.“* beschreibe ich meinen Weg. Spreche unbequeme Themen an. Teile meine Ängste mit dir und zeige dir einen Weg, der dich zu dir selbst führt. Du musst für niemanden besonders sein. Du bist wundervoll und es ist an der Zeit, dass du dich siehst und zu dir stehst. Mit allem, was da ist.

Nimm es nicht persönlich bedeutet also nicht, dass du dir ein dickeres Fell zulegen, oder deine Abwehr stärken solltest. Wir brauchen keine neuen Panzer und Mauern um uns herum. Davon haben wir bereits genug. Wir müssen nicht härter werden. Das erzeugt nur weiteren Widerstand nach innen gegen dich selbst und nach außen gegen andere. Und Widerstand bedeutet Kampf. Gegen dich selbst und gegen andere. Und in diesem Kampf leben wir alle schon viel zu lange.

Warum immer ich? …

… ist eine Frage, die dir nicht weiterhilft. Und ich bin sehr sicher, dass du das auch schon festgestellt hast. Du wirst keine Antwort auf diese Frage bekommen, die dich zufriedenstellt. Dich beruhigt und besänftigt. Jede Antwort auf diese Frage wird ein Versuch sein, dich zu wehren oder in Selbstmitleid zu versinken.

Und Selbstmitleid ist weit entfernt von Selbstmitgefühl und Selbstliebe. Selbstmitgefühl ist eine ganz besondere Gabe der Selbstliebe und Selbstmitleid entspringt, wie es das Wort so schön beschreibt, dem Leid. Befinden wir uns im Zustand des Mitleidens, lassen wir es zu, ein Teil des Dramas eines anderen Lebens zu werden.

Wir leiden mit, indem wir das Leid eines anderen zu unserem machen. Selbstmitleid ist nichts anderes. Es macht uns blind für Lösungen, da wir in den Problemen stecken bleiben. Es beschert uns das Gefühl von Ausgeliefertsein, Schutzlosigkeit, Hilflosigkeit und Unsicherheit. Wir beginnen zu schimpfen und suchen Schuldige für unsere Situation.

Jeder lebt seine eigene Realität

Unabhängig davon, ob es sich um Freundschaften oder Beziehungen handelt, erwarten wir in Konfliktsituationen, dass die andere Person das tut, sagt oder sich so verhält, wie wir glauben, dass wir es tun würden (oder wie wir es wünschen), aber das passiert selten. Wenn du 100 Menschen in einen Raum packst und du bittest sie, das Gefühl zu beschreiben, in dem sie sich befanden, erhältst du 100 verschiedene Beschreibungen.

Und jeder von uns hat einen einzigartigen Blick auf die Welt, basierend auf unseren Lebenserfahrungen, Beziehungen und nicht verheilten Wunden aus der Vergangenheit. Es braucht Reife und Mitgefühl, um jemanden in seiner Wahrnehmung zu bestätigen, ganz besonders dann, wenn sie im Konflikt mit der eigenen Wahrheit steht.

Unser Ego will immer recht haben, und so besteht unsere größte Herausforderung darin, loszulassen und ein Zeuge dessen zu sein, was uns reflektiert wird.

Warum immer ich und wie du dich aus dieser Falle befreist

Wenn du eine solche Situation erkennen kannst, dann ist es ein großes Geschenk an dich. Erkenne und wähle dann weise. Für dich. Nicht dagegen und auch gegen niemanden anderes. Frage dich, ob du eine Gefangene im Leben eines anderen sein möchtest, eine Gefangene deiner eigenen Gewohnheiten und Denkstrukturen, oder ob du durch liebevolles Selbstmitgefühl eine Lösung schaffen kannst.

Vertraue dir. Du wirst immer die richtige Entscheidung treffen. Und wenn es dir auch irgendwann so erscheint, als wäre es die Falsche gewesen. Sie hat dich bis hierhin geführt und du kannst heute und jederzeit neue Entscheidungen treffen und neue Wege gehen. Du bist niemandem gegenüber Rechenschaft schuldig. Auch dir selbst gegenüber nicht.

Wenn wir mit dem Selbstwertgefühl kämpfen, kämpfen wir vielleicht verzweifelt darum, von unseren Freunden oder Partnern gesehen oder gehört zu werden. Wir erkennen die eigentliche Aufgabe nicht, derer wir uns stellen sollten: Lernen, uns selbst zu sehen und nach innen zu gehen. 

Es geht um Selbstakzeptanz, Baby

Wenn wir verstehen, dass andere in ihren eigenen Geschichten und Wunden stecken und durch sie hindurchgehen müssen, können wir in diesem Moment eher einen Raum des Mitgefühls betreten.

Wenn wir uns mehr um das Herz des Menschen vor uns, und um unser eigenes Herz kümmern, als um die Wünsche des Egos, beginnen wir eine heilige Beziehung zu erschaffen. Zu uns selbst und in gleichem Maße auch zu allen anderen. Wir werden unabhängiger von der Meinung und dem Geplapper anderer und dem ständig rauschenden Geplapper in unserem Kopf.

Lass uns damit aufhören, uns ständig als nicht gut genug zu betrachten. Denn es sind diese Teile von uns, die, die wir als nicht genug oder minderwertig betrachten, die wir in anderen sehen und nicht aushalten können.

Es geht ums Selbstakzeptanz, Baby.
Du schaffst das!

Foto: Adobe Stock

 

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Finde deine Stimme und nutze sie

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Was ist los mit uns, dass wir in der Lage sind für alles und jeden unsere Stimme zu nutzen, uns aber klein und mickrig fühlen, wenn es darum geht, sie für uns selbst einzusetzen? Wann haben wir sie verloren, die Stimme in uns, die uns erhebt? Diese Stimme, die uns liebevoll in den Arm nimmt. Uns stärkt und kräftigt. Die Stimme, die uns für uns selbst einstehen lässt.

Wenn ich dich jetzt bitte, 10 Eigenschaften oder Dinge über dich selbst aufzuschreiben, die du an dir liebst, wie lange würdest du dafür brauchen? Wärst du überhaupt in der Lage, dass aufs Papier zu bringen ohne, dass dir gleichzeitig Tausend Gegenstimmen von innen aufs Trommelfell drücken? Dir die Luft zum Atmen nehmen. Die Peitsche aus dem Rucksack holen. Dich so richtig verhauen, um dich dann in die hinterste Ecke zu drängen, wo du kleinlaut, eingeschüchtert und leise wimmernd sitzen bleibst. (mehr …)

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Selbstbewusstsein kannst du üben

Selbstbewusstsein kannst du üben

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Selbstbewusstsein kannst du üben

Sich seiner selbst bewusst zu sein, das bedeutet, sich immer wieder neu anzusehen, Zeit mit sich selbst zu verbringen und die eigene Entwicklung zu beobachten. Es ist ein Weg. Der Weg zu dir selbst. Öfter mal die Perspektive zu wechseln und durchaus mal verschiedene Rollen zu spielen. Ja, du hast richtig gelesen. Einfach mal spielen. Warum nicht auch mal spielen, man wäre selbstbewusst? Denn, wie es tief in dir drin aussieht, das geht keinen etwas an!

Wie sagt man so schön: Hunde, die bellen, beißen nicht. Fakt ist, dass meiste ist nicht so, wie es scheint, sondern eher so, wie wir glauben, dass es sei. Es lebe also der schöne Schein. Wir erzählen uns selbst den ganzen Tag Geschichten. Über uns, über andere, über die Welt. Warum also nicht Geschichten wählen, die uns guttun? Du magst jetzt denken: „Das geht nicht! Ich kann doch keine Geschichten erfinden.“ Bist du dir sicher, dass deine Horror-Geschichten von Angst und all den Dingen, die du angeblich nicht kannst, wahr sind? Du hast die Wahl, wie immer. Du entscheidest, mit welchen Gedanken du dich aufhalten oder beflügeln willst. (mehr …)

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Wie du dich von Stress und Angst befreist – 9 Strategien, die dir helfen

Wie du dich von Stress und Angst befreist – 9 Strategien, die dir helfen

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Wenn Stress und Angst unser Leben begleiten, dann fühlt sich das nicht nur schlecht an, sondern es macht auch eine ganze Menge mit uns. Es gibt nichts Natürliches an einem Leben gefüllt mit Stress und Angst, mit Gefühlen von Verzweiflung und Depression und Pillen, die dich beruhigen sollen. Eine Pille kann das nur symptomatisch, aber du wirst mit ihr nicht das finden, was du suchst. Deinen inneren Frieden und ein Gefühl von Sicherheit, welches aus dir selbst heraus entspringt.

Manchmal ist es nur ein kurzer Moment, manchmal aber auch ein ständiges Gefühl von Verzweiflung, Depression und einem Haufen Sorgen. Verloren im jetzigen Augenblick, kreisen unsere Gedanken ständig zwischen dem was bereits passiert ist und dem, was passieren könnte. Wir lassen unsere Gedanken in alle Himmelsrichtungen kreisen nur, um uns selbst das Fürchten zu lernen. Ich nenne das getrennt leben vom eigenen Selbst und bestimmt von unserem Verstand. Lassen wir uns von unserem Verstand bestimmen, dann wächst er gerne zu einem großen inneren Widersacher in uns heran und führt nichts Gutes im Schilde. (mehr …)

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Bist du noch ein braves Mädchen, oder tanzt du schon?

Bist du noch ein braves Mädchen, oder tanzt du schon?

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Die Geschichte vom Bravsein fängt meistens schon sehr früh an. „Sei ein braves Mädchen.“, „Ein Mädchen macht das nicht.“, und wir lernen schnell: Sei nett, passe dich an und orientiere dich an dem, was andere von dir erwarten. So bauen wir dann eine an uns selbst gerichtete Erwartungshaltung auf und Kämpfer wie wir, geben alles dafür, diese auch zu erfüllen. Du verausgabst dich total. Du gibst alles. Du verstehst die Bedürfnisse all der Menschen in deinem Umfeld, du liest ihnen die Wünsche von den Augen ab und stellst deine eigenen Wünsche und Bedürfnisse gerne hinten an.

Du weißt schon, bevor es dein Gegenüber weiß, was ihm fehlt und richtest dein Verhalten danach aus. Du bist dir nicht zu schade, kleinste Dienste zu leisten, immer und immer wieder. Selbstverständlich machst du das alles ohne eine Gegenleistung zu erwarten, du gibst eben gerne. Denkst du. Still und heimlich denkst du, dass es aber schon prima wäre, wenn du mit all dem, was du tust, gesehen wirst. So ein kleines Lob zum Beispiel, ein wenig Anerkennung und Liebe, sollten schon drin sein. Und deswegen machst du weiter, verbiegst dich, passt dich an und bist brav.

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