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Warum immer ich?

Warum immer ich?

Wenn wir in unserem Leid feststecken, dann ist dies eine immer wieder gestellte Frage: Warum immer ich? Warum werde ich immer wieder verletzt, verarscht, gemobbt, hintergangen … Die Liste kannst auch du sicher endlos weiterführen und endet nicht selten mit einer weiteren Frage: Wieso werde ich immer wieder enttäuscht?

Meine kurze Antwort darauf: Menschen werden dich immer wieder enttäuschen. Weil sie selbst in ihren immer gleichen Gedanken, und mit ihnen in ihren Gewohnheiten, gefangen sind. Es wird dir immer wieder der gleiche Mist begegnen, und zwar so lange, bis du verstehst, dass das nichts mit dir persönlich zu tun hat. Bis du selbst deine gewohnten Denkmuster durchbrechen kannst, und erkennst, dass es ein Muster ist, welches dich festhält und leiden lässt.

Und selbst dann werden die Menschen um dich herum nicht plötzlich erleuchtet und voller Liebe mit dir umgehen. Weil sie es nicht können. Und es nicht dein und nicht mein Job, die Menschen zu verändern. Jeder kann nur bei sich selbst beginnen, denn da fängt alles an. Aber du wirst neue Erfahrungen machen. Neue Menschen in dein Leben ziehen und neu lernen. Das ist der Weg.

Nimm es nicht persönlich

Und das ist die größte Herausforderung an dich. Dinge nicht persönlich nehmen. Meistens geschieht das jedoch völlig automatisch. In Millisekunden. Dafür brauchst du nicht erst nachdenken, sondern du fühlst es sofort. Etwas in dir fühlt sich angegriffen und will sich wehren oder zieht dich runter, macht dich ebenfalls fertig und schmettert dich nieder. Das Ergebnis ist in beiden Fällen das gleiche. Du fühlst dich miserabel. Benutzt, ausgespuckt und liegengelassen. Nicht gesehen. Nicht gehört und nicht verstanden.

Wenn du mittendrin steckst in diesem Dilemma, dann fühlst du dich vielleicht sogar durch meine Worte angegriffen. Oder aber du denkst beim Lesen dieser Zeilen, dass ich scheinbar nicht ganz richtig ticke, keine Ahnung habe, oder es mir leicht mache und dich nicht ernst nehme. Dem ist nicht so, das versichere ich dir.

Ich weiß es heute nur besser als noch vor einigen Jahren. Und obwohl ich so viel mehr erkenne, mich aus vielen alten Mustern und Denkstrukturen befreit habe, erwischt es auch mich immer mal wieder.

Ich fühle dich

Du bist sensibel und das ist kein Schimpfwort oder eine Schande. Sensibel und besonders feinfühlig zu sein ist eine Superkraft. Und ja, sie fordert uns immer wieder, führt uns an unsere Grenzen. Sie vermag es aber auch, uns darüber hinaus zu erheben. Das Leben konfrontiert uns mit Dingen, die wir niemals freiwillig für uns gewählt hätten. So glauben wir. Und dennoch dürfen wir durch das Leben lernen.

Wir dürfen lernen uns selbst zu sehen, wie wir wahrhaftig sind. Uns heraus bewegen aus den gewohnten Denkstrukturen. Über uns selbst hinausgehen, uns selbst an die Hand nehmen und das leise Flüstern unsere Seele erhören.

 

Sei liebevoll mit dir. Kämpfe nicht länger gegen dich und andere. Erkenne die wundervollen Gaben, die dir gegeben wurden und lerne für dich einzustehenIn meinem Buch „Für dich einstehen, steht dir gut.“* beschreibe ich meinen Weg. Spreche unbequeme Themen an. Teile meine Ängste mit dir und zeige dir einen Weg, der dich zu dir selbst führt. Du musst für niemanden besonders sein. Du bist wundervoll und es ist an der Zeit, dass du dich siehst und zu dir stehst. Mit allem, was da ist.

Nimm es nicht persönlich bedeutet also nicht, dass du dir ein dickeres Fell zulegen, oder deine Abwehr stärken solltest. Wir brauchen keine neuen Panzer und Mauern um uns herum. Davon haben wir bereits genug. Wir müssen nicht härter werden. Das erzeugt nur weiteren Widerstand nach innen gegen dich selbst und nach außen gegen andere. Und Widerstand bedeutet Kampf. Gegen dich selbst und gegen andere. Und in diesem Kampf leben wir alle schon viel zu lange.

Warum immer ich? …

… ist eine Frage, die dir nicht weiterhilft. Und ich bin sehr sicher, dass du das auch schon festgestellt hast. Du wirst keine Antwort auf diese Frage bekommen, die dich zufriedenstellt. Dich beruhigt und besänftigt. Jede Antwort auf diese Frage wird ein Versuch sein, dich zu wehren oder in Selbstmitleid zu versinken.

Und Selbstmitleid ist weit entfernt von Selbstmitgefühl und Selbstliebe. Selbstmitgefühl ist eine ganz besondere Gabe der Selbstliebe und Selbstmitleid entspringt, wie es das Wort so schön beschreibt, dem Leid. Befinden wir uns im Zustand des Mitleidens, lassen wir es zu, ein Teil des Dramas eines anderen Lebens zu werden.

Wir leiden mit, indem wir das Leid eines anderen zu unserem machen. Selbstmitleid ist nichts anderes. Es macht uns blind für Lösungen, da wir in den Problemen stecken bleiben. Es beschert uns das Gefühl von Ausgeliefertsein, Schutzlosigkeit, Hilflosigkeit und Unsicherheit. Wir beginnen zu schimpfen und suchen Schuldige für unsere Situation.

Jeder lebt seine eigene Realität

Unabhängig davon, ob es sich um Freundschaften oder Beziehungen handelt, erwarten wir in Konfliktsituationen, dass die andere Person das tut, sagt oder sich so verhält, wie wir glauben, dass wir es tun würden (oder wie wir es wünschen), aber das passiert selten. Wenn du 100 Menschen in einen Raum packst und du bittest sie, das Gefühl zu beschreiben, in dem sie sich befanden, erhältst du 100 verschiedene Beschreibungen.

Und jeder von uns hat einen einzigartigen Blick auf die Welt, basierend auf unseren Lebenserfahrungen, Beziehungen und nicht verheilten Wunden aus der Vergangenheit. Es braucht Reife und Mitgefühl, um jemanden in seiner Wahrnehmung zu bestätigen, ganz besonders dann, wenn sie im Konflikt mit der eigenen Wahrheit steht.

Unser Ego will immer recht haben, und so besteht unsere größte Herausforderung darin, loszulassen und ein Zeuge dessen zu sein, was uns reflektiert wird.

Warum immer ich und wie du dich aus dieser Falle befreist

Wenn du eine solche Situation erkennen kannst, dann ist es ein großes Geschenk an dich. Erkenne und wähle dann weise. Für dich. Nicht dagegen und auch gegen niemanden anderes. Frage dich, ob du eine Gefangene im Leben eines anderen sein möchtest, eine Gefangene deiner eigenen Gewohnheiten und Denkstrukturen, oder ob du durch liebevolles Selbstmitgefühl eine Lösung schaffen kannst.

Vertraue dir. Du wirst immer die richtige Entscheidung treffen. Und wenn es dir auch irgendwann so erscheint, als wäre es die Falsche gewesen. Sie hat dich bis hierhin geführt und du kannst heute und jederzeit neue Entscheidungen treffen und neue Wege gehen. Du bist niemandem gegenüber Rechenschaft schuldig. Auch dir selbst gegenüber nicht.

Wenn wir mit dem Selbstwertgefühl kämpfen, kämpfen wir vielleicht verzweifelt darum, von unseren Freunden oder Partnern gesehen oder gehört zu werden. Wir erkennen die eigentliche Aufgabe nicht, derer wir uns stellen sollten: Lernen, uns selbst zu sehen und nach innen zu gehen. 

Es geht um Selbstakzeptanz, Baby

Wenn wir verstehen, dass andere in ihren eigenen Geschichten und Wunden stecken und durch sie hindurchgehen müssen, können wir in diesem Moment eher einen Raum des Mitgefühls betreten.

Wenn wir uns mehr um das Herz des Menschen vor uns, und um unser eigenes Herz kümmern, als um die Wünsche des Egos, beginnen wir eine heilige Beziehung zu erschaffen. Zu uns selbst und in gleichem Maße auch zu allen anderen. Wir werden unabhängiger von der Meinung und dem Geplapper anderer und dem ständig rauschenden Geplapper in unserem Kopf.

Lass uns damit aufhören, uns ständig als nicht gut genug zu betrachten. Denn es sind diese Teile von uns, die, die wir als nicht genug oder minderwertig betrachten, die wir in anderen sehen und nicht aushalten können.

Es geht ums Selbstakzeptanz, Baby.
Du schaffst das!

Foto: Adobe Stock

 

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Finde deine Stimme und nutze sie

Finde deine Stimme und nutze sie

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Was ist los mit uns, dass wir in der Lage sind für alles und jeden unsere Stimme zu nutzen, uns aber klein und mickrig fühlen, wenn es darum geht, sie für uns selbst einzusetzen? Wann haben wir sie verloren, die Stimme in uns, die uns erhebt? Diese Stimme, die uns liebevoll in den Arm nimmt. Uns stärkt und kräftigt. Die Stimme, die uns für uns selbst einstehen lässt.

Wenn ich dich jetzt bitte, 10 Eigenschaften oder Dinge über dich selbst aufzuschreiben, die du an dir liebst, wie lange würdest du dafür brauchen? Wärst du überhaupt in der Lage, dass aufs Papier zu bringen ohne, dass dir gleichzeitig Tausend Gegenstimmen von innen aufs Trommelfell drücken? Dir die Luft zum Atmen nehmen. Die Peitsche aus dem Rucksack holen. Dich so richtig verhauen, um dich dann in die hinterste Ecke zu drängen, wo du kleinlaut, eingeschüchtert und leise wimmernd sitzen bleibst. (mehr …)

Mach dir den Liebeskummer zu deinem Freund

Mach dir den Liebeskummer zu deinem Freund

Wenn wir ganz ehrlich mit uns sind, dann beginnt der Liebeskummer schon lange vor der Trennung und erreicht mit ihr seinen traurigen Höhepunkt. Es gibt eine Menge Beziehungen mit einem ständig variablen Ablaufdatum, vielleicht sind es sogar die meisten, aber wir kämen nicht im Traum darauf, uns das einzugestehen. Kummer und Leid sind wir doch gewohnt, da macht das bisschen Herzschmerz den Kohl auch nicht mehr fett. Gehört er doch zu jeder Beziehung scheinbar dazu?

Das variable Ablaufdatum ist die ständig vor sich her geschobene Entscheidung, das Zögern davor, für sich selbst einzustehen, und auf seine innere Stimme zu hören. Der laute Selbstzweifel, der aus uns spricht und gemeinsam mit seinem Kumpel, dem Minderwert, seine Spielchen mit uns treibt. Äußere Zwänge, von denen wir glauben, dass sie wirklich existieren, lassen uns an einer Beziehung festhalten, auch dann, wenn sie uns schadet. Wenn es uns schlecht mit ihr geht. Und so beginnt der Liebeskummer meistens schon viel früher, als wir das wahrhaben wollen.

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Die Suche nach Anerkennung

Die Suche nach Anerkennung

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Die Suche nach Anerkennung macht uns abhängig von der Meinung, Bewertung und dem Urteil anderer Menschen. Es gibt da diesen alten Spruch:

Vor lauter Bäumen sieht man den Wald nicht.

Ich kehre ihn einmal um und sage: Vor lauter Wald siehst du den Baum nicht. Du bist der Baum und der Wald, ist alles um dich herum. Höher, schneller, weiter und vor allem aber perfekt, so wollen wir sein. Wir laufen einem Bild hinterher, welches in der Wirklichkeit gar nicht existiert und verlieren uns in den Weiten und wahnwitzigen Vorstellungen davon, jemand anderes sein zu wollen. (mehr …)

Bist du noch ein braves Mädchen, oder tanzt du schon?

Bist du noch ein braves Mädchen, oder tanzt du schon?

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Die Geschichte vom Bravsein fängt meistens schon sehr früh an. „Sei ein braves Mädchen.“, „Ein Mädchen macht das nicht.“, und wir lernen schnell: Sei nett, passe dich an und orientiere dich an dem, was andere von dir erwarten. So bauen wir dann eine an uns selbst gerichtete Erwartungshaltung auf und Kämpfer wie wir, geben alles dafür, diese auch zu erfüllen. Du verausgabst dich total. Du gibst alles. Du verstehst die Bedürfnisse all der Menschen in deinem Umfeld, du liest ihnen die Wünsche von den Augen ab und stellst deine eigenen Wünsche und Bedürfnisse gerne hinten an.

Du weißt schon, bevor es dein Gegenüber weiß, was ihm fehlt und richtest dein Verhalten danach aus. Du bist dir nicht zu schade, kleinste Dienste zu leisten, immer und immer wieder. Selbstverständlich machst du das alles ohne eine Gegenleistung zu erwarten, du gibst eben gerne. Denkst du. Still und heimlich denkst du, dass es aber schon prima wäre, wenn du mit all dem, was du tust, gesehen wirst. So ein kleines Lob zum Beispiel, ein wenig Anerkennung und Liebe, sollten schon drin sein. Und deswegen machst du weiter, verbiegst dich, passt dich an und bist brav.

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