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An alle Frauen, die sich kleiner machen als sie sind

Dies ist ein Gastartikel von Rosina Geltinger – Heilpraktikerin für Psychotherapie

Und dann gibt’s immer mal wieder Situationen, wo ich mich total klein fühle.

Dann ich hab das Gefühl, dass alle anderen besser sind als ich. Dass ich das eh nicht kann. Dass ich nicht gut genug bin. Das geht sogar so weit, dass ich mir oft denke, mein Freund hat eigentlich eine bessere Frau verdient. Obwohl wir glücklich sind.

Das hatte ich auch, als ich Single war. Da war ich überzeugt, dass ich eh keinen abbekommen, weil es viel tollere Frauen gibt als mich. Und während ich das so erzähle, schäme ich mich total. Denn eigentlich geht’s mir ja gut. Ich hab das Gefühl, ich jammere auf hohem Niveau, und ich dürfte diese Gefühle gar nicht haben. Ich hab sie aber.

Mit diesen Worten begann Stephanie* ihre erste Sitzung. Ihr innerer Konflikt und die Anspannung waren so groß, man hätte eine Stecknadel fallen hören.

Die Luft war zum schneiden in diesen paar Sekunden, in denen sie gespannt auf meine Reaktion wartete: „Ich kenne diese Gefühle sehr gut. Und weißt du was: Damit bist du nicht alleine. Ich kenne viele Frauen, die sich täglich mit genau solchen Gedanken und Gefühlen quälen.“

Puuuuuhhhhh, was für eine Erleichterung. Ich konnte den Fels hören, der ihr gerade vom Herz gefallen ist.

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Verletzungen – Narben auf deiner Seele (wie du Heilung findest)

All das, was dich verletzt hat, mag Narben auf deiner Seele hinterlassen haben. Vielleicht sogar tiefe, hässliche, noch immer blutende Wunden. Aber all diese furchterregenden Verletzungen haben es nicht geschafft, dich zu zerstören. Du hast sie überlebt und genau darin liegt die Zuversicht. Eine lange Leidensgeschichte Häufig ist die Leidensgeschichte lang. Viel zu viele hässliche Wörter haben dich erreicht. Gesten der Herabsetzung haben dich gekränkt. Herabwürdigende Blicke scheinen dein Herz zu durchbohrt zu haben. Du hast dir aber nie erlaubt, dagegen anzugehen. Im Gegenteil, du nahmst und nimmst diese Worte an und in dir auf, hast all die Gesten und Blicke ertragen, bis du selbst daran geglaubt hast. Und du tust es noch immer.

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Wie kann ich vertrauen, wenn ich immer wieder enttäuscht werde?

Wie kann ich vertrauen, wenn ich immer wieder enttäuscht werde? Vielleicht befindest du dich gerade an einem Punkt in deinem Leben, an dem du das Gefühl hast, du könntest niemandem vertrauen und auch dir selbst irgendwie nicht, weil alles, was du anpackst, schief zu gehen scheint. Immer, wenn du dein kleines Herzchen öffnest, weil du es noch einmal versuchen willst, dann lässt die Enttäuschung nicht lange auf sich warten. Und vielleicht hast du es satt und willst aus diesem Teufelskreislauf aussteigen.

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Gute Fakes gab es schon immer, wer traut sich da noch echte Gefühle zu zeigen?

Traust du dich, echte Gefühle zu zeigen?
Es ist nicht immer leicht zu wissen, was gerade richtig für dich ist. Aber es ist unmöglich, dass es ein anderer besser weiß als du selbst.

Wenn du die Welt darüber bestimmen lässt, wie du am besten funktionierst, am besten aussiehst, was Glück für dich bedeutet und wer oder was dich am besten kleidet, dann gute Nacht Marie.

Wenn du die Welt darüber bestimmen lässt, wer du bist, dann bist du nicht mehr als eine ausgedachte Geschichte. Eine Geschichte, die andere über dich erzählen, die du dann glaubst, der du folgst, mit der du dich identifizierst.

Eine hübsche kleine Story, natürlich mit ganz vielen verschiedenen Facetten (oder Rollen). Eine Erzählung, die in das passt, was andere gerne in dir sehen. Damit es leichter wird, erzählst du dir diese Geschichte dann auch selbst. Eigene Gefühle, echte Gefühle, die passen da nicht rein. Könnte sonst ekelig werden in dir drin.

Okay, ich lauf auch nicht ständig mit heruntergelassenen Hosen rum, denn damit fällt man immer wieder auf die Nase. Wenn du das jetzt bildlich vor dir siehst, dann lass uns gerne gemeinsam schmunzeln. Aber heute steh ich für mich ein und hab eine Haltung.

Auch ich hab gelernt, dass meine echten Gefühle oft zu Unverständnis bei anderen führten. Ich mich dadurch abgelehnt fühlte. Also begann ich früh, wie du wahrscheinlich auch, meine echten Gefühle zu unterdrücken. Zu lügen, denn das wollen die Menschen hören, nicht die Wahrheit. Lügen, die in ihr Denken passen.

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Ich kann dich nicht vergessen

Dein Körper ist viel mehr als eine Projektionsfläche für all diejenigen, die dich nicht lieben können. Dein Herz ist viel mehr als ein Friedhof für all diejenigen, die du verloren hast. Die dich verlassen haben, die du verlassen hast. All die, die gegangen sind. Dich zurückgelassen haben im Schmerz, in der Trauer, in deiner Sehnsucht nach Liebe.

Ich habe lange gebraucht, um zu verstehen, dass nicht alles im Leben eine schöne Geschichte wird, ist oder sein muss. Ich wollte nicht in die Hässlichkeit schauen, in die Abgründe der Menschlichkeit. Ich wollte nicht in ihre grässlichen, abscheulichen Fratzen schauen, die gut getarnt hinter ihren aufgesetzten hübschen Masken versteckt waren. Denn es sind meist die Menschen, die uns auf eine besondere Art und Weise nahestehen, die in der Lage sind uns zu verletzen, zu benutzen, zu missbrauchen. Weil wir glauben wollen. An das Gute. An die Liebe. Dass alles wieder gut wird, wenn wir uns nur selbst genug bemühen.

Wie falsch dieser Gedanke doch ist und wie sehr wir uns mit ihm selbst verletzen. Uns kleinmachen, die Schuld bei uns selbst suchen und uns damit weiterhin zum Opfer machen. Ohne Haltung. Ohne für uns selbst einzustehen. Denn das tun wir nicht.

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Wie du die Angst vor einer Entscheidung in Mut verwandelst

Ich habe eine Entscheidung getroffen, yaaayyy! Nicht irgend so eine von denen, die zwar täglich nerven, aber nachts nicht den Schlaf rauben:

Was ziehe ich heute an?
Worauf habe ich heute Hunger?
Serie oder Lesen?
Sondern eine Entscheidung, die mein Leben verändert hat. Vor über sechs Jahren ist der Damm gebrochen, das Fass übergelaufen, wie auch immer, es hat mir geholfen, klar zu sehen. Mit dieser ersten Entscheidung, mit dem ersten Schritt, ist alles in Bewegung gekommen und das ist es noch bis heute. In Bewegung. Im Wandel. In der Entwicklung.

Das ist ja schon verrückt, wie sehr man sich Bilder zusammenbaut, nur damit man der Wahrheit nicht ins Gesicht schauen muss. Tagtäglich Dinge, Situationen und auch Menschen erträgt und es dabei schafft, sich das noch immer schön zu reden. Und ich war eine Meisterin darin, die Dinge schön zu reden und sie somit für mich besser, vor allem aber erträglicher zu machen. Aushaltbarer.

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Finde deinen Ort der Stille – 4 Schritte, die dich in deine Kraft führen

Stille ist für viele Menschen etwas Unvorstellbares. So richtige Stille. Tief in dir. Die alles ausfüllt, dich erfüllt, gut zu dir ist und dich erstrahlen lässt. Nicht nur eine Minute, in der es still ist. Sondern ein Zustand der Stille. Ein Ort in dir, der dich immer begleitet, der immer da ist. Dir Kraft schenkt.

Vor vielen Jahren, da war auch für mich Stille etwas, das andere Menschen erlebten. Mönche zum Beispiel oder Heilige. Weit weg von meinem eigenen Wahnsinn, welches ich Leben nannte. Oder so, wie andere eben Briefmarken oder Gartenzwerge sammelten, ebenso weit weg von mir und unvorstellbar, weil nicht meins. War es still um mich, fühlte es sich für einen kurzen Moment angenehm an, bis meine Gedanken wieder loslegten und mir meine noch zu erfüllenden Aufgaben um die Ohren schlugen. Wahrhaftige Stille in mir existierte nicht. Viel zu groß war mein innerer Zwang, immer irgendetwas tun zu müssen. Für Stille, so glaubte ich, hätte ich auch später noch Zeit. Wenn ich mal Rentnerin wäre oder so. Bis dahin gibt es noch so viel zu erledigen und zu erleben, ach und zu funktionieren, wer braucht da schon Stille?

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Wie du deine Selbstzweifel loswirst (mit meinem Geheimtipp)

Das Klagelied der immer wiederkehrenden Enttäuschungen und Selbstzweifel können wir wahrscheinlich alle singen. Kaum hast du deine Wunden geleckt und erlaubst dir wieder damit zu beginnen erneut zu vertrauen, wartet auch schon die nächste Enttäuschung auf dich. Kopf einziehen und ab ins Schneckenhaus. Erst mal eine Runde weinen, traurig sein und den Schmerz fühlen. Da machen wir es uns so richtig kuschelig. Und wenn wir ganz ehrlich sind, dann nehmen wir erst einmal ein ausgiebiges Bad in dem grässlichen Gefühl, nicht gut genug zu sein und es nicht wert zu sein geliebt zu werden. Warum sonst sollte es immer wieder passieren?

Ich möchte dir an dieser Stelle schon einmal sagen, dass es völlig okay ist, wenn du so fühlst. Denn manchmal schenkt uns das Leben ordentlich ein. Und wenn dir das Leben die graue Brille aufsetzt, dann schmeiß sie nicht einfach weg. Schau genau hin und dann schau, was sich dahinter verbirgt. Lass es uns doch einmal gemeinsam versuchen.

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Wo ist die Frau, die du immer sein wolltest?

Wie viel von dem, das du dir immer erträumt, erhofft, ersehnt, erwünscht hast, hast du an die Wünsche der anderen angepasst? Vielleicht sogar ganz begraben und aufgegeben? Hast begonnen, die Mauer um dein Herz in deiner Angst und in deinem Schmerz zu errichten. Stein für Stein. Wunde für Wunde. Narbe für Narbe.

Dein Körper besteht aus vielen Billionen Zellen und dennoch reicht ein Wort, eine Stimme, ein Blick, ein Urteil, um dich zu verunsichern oder gar zu verletzen. Aus der Bahn zu schmeißen. Alles in dir scheint sich zusammenzuziehen. Dein Herz schreit nach der nächsten Reihe Quader für noch mehr Schutz. Und du verlierst dich hinter dieser Mauer.

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Was dir wirklich hilft, wenn du traurig bist

Es braucht keinen Streit, um sich schlecht zu fühlen. Oft reicht ein kleiner Satz, ein Wort, eine Geste, die deinen Bauch grummeln lassen, schlechte Gedanken nähren und miese Gefühle produzieren. In einem Tempo und einer Masse, die selbst die beste Maschine am Fließband vor Neid erblassen lassen würde. Einwandfreie Scheiß-Gefühle, die mit absoluter Treffsicherheit dort einschlagen, wo sie dich am besten vernichten können. Mitten ins Herz.

Warum sie das können? Weil du dir über die Jahre einen schönen Gefühlscocktail gemixt hast. Immer brav geschluckt, dich nicht gewehrt hast, lieber gut funktioniert und brav Erwartungen erfüllt. Auf der Suche nach Liebe oder um das, was du als Liebe bezeichnest, festzuhalten, versuchst du es allen recht zu machen. Reißt dir beide Beine aus und kümmerst dich um jeden, der nicht bei drei auf den Bäumen ist.

Das Neinsagen verlernt, handelst du viel zu oft gegen deine eigene Wahrheit. Während du die Mauer um dein Herz weiter aufstockst. Nicht fühlen. Bloß nichts fühlen. Irgendwann hast du dann das Vertrauen in dich verloren. Vielleicht sogar in die Liebe, weil du glaubst, dass du es nicht wert bist. Du kannst dir nicht vorstellen, dass es für dich jemanden gibt, der dich so mag, wie du bist.

Du hast den langen Leidensweg gewählt. Nicht mehr mutig genug, für dich einzustehen.

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Ich will endlich wieder lieben

Du wirst keine Antworten bekommen von den Menschen, die dich nicht lieben. Nicht lieben können, weil sie dich nicht sehen, nicht fühlen, nicht sein lassen. Menschen, die sich selbst nicht fühlen können, weil auch ihre Wunden so groß sind, dass sie nicht den Mut haben einen Blick darauf zu werfen. Die, wie du, bestrebt sind, Schmerz zu vermeiden, weil sie nicht schon wieder verletzt werden wollen. Wenn du dich vergräbst in der Hoffnung auf bessere Zeiten. Jede noch so kleine Geste der ersehnten Liebe nutzt, um weiter auszuhalten, festzuhalten, durchzuhalten. Wenn du Liebe mit Schmerz verwechselst.

Du wirst keine Antworten bekommen, wenn du dich in anderen suchst. Wenn du deinen Wert mit dem verbindest und abhängig machst von dem, was andere in dir sehen. Wer du in den Augen anderer bist. Weil wir in einer Welt leben, die Selbstwert meistens damit gleichsetzt, was du hast, nicht wer du wirklich bist.

Du wirst keine Antworten bekommen von all den Ablenkungen, die dich betäuben und deinen kümmerlichen Rest Lebensgefühl aufsaugen. Dich gut funktionieren lassen, damit du am Abend erschöpft ins Bett fällst. In einen traumlosen Schlaf, der dich für einige Stunden vergessen lässt. Denn noch bevor du die Augen wieder aufschlägst, sind sie da. Die Gedanken, die Sorgen, die Zweifel, die Trauer, die Angst.

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Warum du aufhören solltest, es allen recht zu machen

Du wirst es nie allen recht machen
Du wirst nie gut genug für einen anderen sein, wenn er nicht die Fähigkeit, oder den Willen hat, dich zu lieben. So, wie du bist.

Selbst wenn du dein Bestes gibst, deine eigenen Wünsche immer wieder hinten anstellst, bis du dich gar nicht mehr fühlst. Auch wenn du dein Bestes gibst, für einen anderen da bist, wann immer er dich zu brauchen scheint. Und auch dann, wenn du dein Bestes gibst, die Erwartungen eines anderen zu erfüllen.

Denn nur das ist die Wahrheit:

Der Mensch, der dich wahrhaft liebt, stellt in seiner Liebe für dich keine Bedingungen. Auch in Momenten, in denen du nicht das leuchtende, strahlende Wesen bist. Wenn das Leben dir Herausforderungen und Schmerz schickt, du nicht weißt, wie es weitergehen soll, wird diese Liebe an deiner Seite sein. Und vertraue mir, wenn ich sage: Es gibt diesen Menschen, diese Liebe für dich!

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Die Angst, dich zu verlieren

Von der Angst getrieben, einen geliebten Menschen zu verlieren, machen wir alle Dinge, die uns selbst nicht guttun. Dabei überhören wir großzügig unsere eigene innere Stimme und mutieren zu einer Ich-mach-alles-für-dich-Frau. Nicht nur in einer Liebesbeziehung, sondern in jeglichen Beziehungen. Nur nicht für uns selbst. Ich glaube, ich weiß genau, wie du dich fühlst und was du brauchst. Ein neues Selbstwert-Mindset!

Als ich mit der Ich-mach-alles-für-dich-Frau Schluss gemacht habe, ging es mir erst gar nicht gut. Auch ich hatte Angst davor, Menschen zu verlieren. Ich hatte Sorge vor Ablehnung. Angst, nicht geliebt zu werden. Neinsagen war unbekanntes Gebiet. Ich kannte mich schon viel zu lange selbst nicht mehr. Ich hätte dir keine Antwort geben können auf die Frage nach meinen eigenen Bedürfnissen. Zumindest nicht, ohne mich zu rechtfertigen. Nicht nur vor anderen, sondern vor allem auch mir selbst gegenüber. Ich hab mir sogar selbst klarmachen können, dass die Bedürfnisse der anderen auch meine wären. Hey, ich mache das doch gerne. Vor lauter Verständnis für andere vergaß ich mich selbst.

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Willst du wirklich so sein, wie andere dich gerne hätten?

Willst du wirklich so sein, wie andere dich gerne hätten? Oder bist du bereit, der Welt zu zeigen, wie wundervoll du bist?

Stell dir vor, du würdest dich nicht mehr klein machen, um in das Leben der anderen zu passen. Du könntest deine ewigen Selbstzweifel in die Wüste schicken und dem Anpassungsmonster in dir den Krieg erklären. Ich weiß, dass da draußen eine Welt wartet, die uns sagt, was wir angeblich wirklich brauchen, um glücklich zu sein und geliebt zu werden. Wer aber behauptet, dass all jene, die nicht aufhören, uns etwas vorzugaukeln, recht haben?

Ständig sind wir umgeben von mehr oder weniger auffordernden Werbebotschaften, gut gemeinten Ratschlägen aus unserem Umfeld und den sogenannten gesellschaftlichen Idealen. Dem Mainstream. Hierbei ist die Aussage immer klar und gleichermaßen verlockend: Jeder wird dich lieben! Dein Kind, dein Partner/in, deine Freunde werden glücklich und stolz auf dich sein, wenn du tust, was sie von dir erwarten. Und das ist es doch, was wir wollen, oder? Wir wollen geliebt werden!

Die wichtigste Botschaft an dieser Stelle: Du bist gut so, wie du bist. Du bist genug!

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Die wundervolle Verwandlung einer Nicht-Nein-Sagerin

Die wundervolle Verwandlung von einer Nicht-Nein-Sagerin in eine Ich-steh-für-mich-ein-und-setze-smarte-Grenzen-Frau!

Oh ja, ganz schwieriges Thema, dieses Nein sagen und Grenzen setzen. Eins kann ich dir schon jetzt versprechen: Ich werde dir auch in diesem Artikel kein X für ein U vormachen, denn es hilft dir nicht, wenn ich dir einen Haufen Theorien um die Ohren haue. Mir ging es jedenfalls ziemlich lange so, dass ich auch auf lieb gemeinte Ratschläge mit einer heftigen inneren allergischen Reaktion zu kämpfen hatte. Nenne ich es hier einmal: Hohle-Phrasen-Kotzreiz.

Besonders dann, wenn die Person, von der ich diese leeren Worthülsen in meinen Ohren wahrnehmen musste, selbst das beste, schlechte Beispiel war. Gedacht hab ich dann oft: „Man, ich weiß es doch.” „Mach du es erst mal besser als ich und dann höre ich dir wieder zu.“

Ich wollte das nicht hören. Und auch nicht auf meine eigenen nicht perfekten Seiten schauen.

Sind wir doch mal ehrlich: Wissen tun wir ja so einiges, aber wir bringen es nicht fertig, das auch umzusetzen.

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Enttäuscht, verletzt und zack zurück ins Schneckenhaus

Enttäuscht, weil es mal wieder nicht so gelaufen ist, wie du es dir erhofft hast?

Verletzt, weil diese Enttäuschung dich mitten ins Herz getroffen hat? Einmal mehr?

Alte Wunden getriggert und einen unmittelbaren Befehl an die Mauerfrau in dir, noch eine fette Schicht Steinquader um dein Herz aufzuschichten. Damit dich bloß niemand mehr so treffen kann.

Ab ins Land der Unsichtbaren, Gesichtslosen und Herzverschlossenen. Weit weg von uns selbst und noch viel weiter von denjenigen, die scheinbar nichts Besseres zu tun haben, als uns immer wieder einen Dolch gut sicht- und fühlbar in unser Herz zu platzieren. Und dennoch kriechen wir immer wieder zu eben solchen Menschen zurück, um uns die nächste Erniedrigung abzuholen.

In der Zwischenzeit schwingen wir das Zepter über und gegen uns selbst. Bereit uns selbst zu bekämpfen. Wir sind noch immer nicht gut genug.

Warum scheinen wir Enttäuschungen zu suchen?

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Alle labern über Selbstliebe, wann aber fängst du damit an?

Wann traust du dich, dich zu fühlen? Wie oft hast du dich schon über Selbstliebe reden hören? Wie viele Bücher hast du bereits gelesen, bist in fremde Geschichten eingetaucht, und gedacht wie schön es wäre, könntest du das auch.

Dich selbst lieben. Ohne Wenn und Aber.

Ich habe an dieser Stelle eine erste Frage an dich: Glaubst du, dass du es verdienst, dass du dich liebst?

Wie oft schon hast du vor dem Spiegel gestanden und deinen Körper angeschaut, dir ins Gesicht gesehen und gedacht: „Wenn ich erst mal xx Kilos abgenommen habe, meine Nase gerader ist, meine Brüste straffer, größer, kleiner, meine Schenkel schmaler …“„Wenn ich dies oder jenes erreicht habe, dann bin ich es wert mich selbst zu lieben.“ Und wie oft bist du gescheitert, weil du nicht bereit warst, in deine offenen Wunden zu schauen.

Sie stattdessen lieber mit einer sterilen Auflage abgedeckt und mit einem elastischen Verband verbunden hast. Vielleicht vorher noch zu getackert? Auch hier schauen wir lieber auf das, was uns im Außen angeboten wird. Auf unseren Körper, auf andere Körper, um uns zu vergleichen. Generell lieber auf andere. Weil uns unsere eigene Scham und Angst dazu treiben, persönliche Fehler durch das Aufdecken der Makel bei anderen, für uns selbst erträglicher zu machen. Wir urteilen also gnadenlos weiter und richten über andere. Letztendlich sind es immer fiese Richtersprüche gegen uns selbst.

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Jung, schön, erfolgreich und weiblich – eine Provokation für das reife männliche Ego

Ehrlich gesagt bin ich wütend. Und ich gebe meiner Wut jetzt hier ihren Auftritt. Irgendwie habe ich geglaubt, dass sich in den letzten 30 Jahren in männerdominierten Branchen etwas verändert hätte. Dass der Mann heute nicht mehr herabwürdigend mit Frauen, vor allem mit jungen weiblichen Wesen, umgehen würde. Dass es mittlerweile möglich ist, sich respektvoll und auf Augenhöhe zu begegnen.

Beginnen wir von vorne

Vor 28 Jahren habe ich mich selbstständig gemacht und war sehr schnell sehr erfolgreich. Groß geworden bin ich im Networkmarketing. Damals noch an der Seite meines Exmannes waren die Rollen, vor allem für die Außenwelt, rasch verteilt. Ich, 24 Jahre jung, hübsch, erfolgreich, weiblich wurde in der Öffentlichkeit als die gute Frau neben meinem Mann wahrgenommen, nicht als Businesslady.

Anzügliche oder abwertende Bemerkungen in Meetings auf Führungsebene waren “normal.” Die meisten Frauen haben sich dazu gar nicht geäußert, ihre Partner ebenso wenig. Ich hingegen habe schon immer gekämpft, für andere Frauen und für mich selbst. Mein Exmann hat sich ebenfalls nicht zu Wort gemeldet, sondern wie die anderen auch die Situation angenommen. So hieß es dann unter anderem, die Frauen könnten sich um die Produkte kümmern und die Männer machen Business. Aufgemuckt hat da keiner, wenn der Oberboss gesprochen hat.

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