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Alle labern über Selbstliebe, wann aber fängst du damit an?

Alle labern über Selbstliebe, wann aber fängst du damit an?

Wann traust du dich, dich zu fühlen? Wie oft hast du dich schon über Selbstliebe reden hören? Wie viele Bücher hast du bereits gelesen, bist in fremde Geschichten eingetaucht, und gedacht wie schön es wäre, könntest du das auch.

Dich selbst lieben. Ohne Wenn und Aber.

Ich habe an dieser Stelle eine erste Frage an dich: Glaubst du, dass du es verdienst, dass du dich liebst?

Wie oft schon hast du vor dem Spiegel gestanden und deinen Körper angeschaut, dir ins Gesicht gesehen und gedacht: „Wenn ich erst mal xx Kilos abgenommen habe, meine Nase gerader ist, meine Brüste straffer, größer, kleiner, meine Schenkel schmaler …“„Wenn ich dies oder jenes erreicht habe, dann bin ich es wert mich selbst zu lieben.“ Und wie oft bist du gescheitert, weil du nicht bereit warst, in deine offenen Wunden zu schauen.

Sie stattdessen lieber mit einer sterilen Auflage abgedeckt und mit einem elastischen Verband verbunden hast. Vielleicht vorher noch zu getackert? Auch hier schauen wir lieber auf das, was uns im Außen angeboten wird. Auf unseren Körper, auf andere Körper, um uns zu vergleichen. Generell lieber auf andere. Weil uns unsere eigene Scham und Angst dazu treiben, persönliche Fehler durch das Aufdecken der Makel bei anderen, für uns selbst erträglicher zu machen. Wir urteilen also gnadenlos weiter und richten über andere. Letztendlich sind es immer fiese Richtersprüche gegen uns selbst.

Viel reden, wenig handeln bringt nichts in Bewegung

Wir leben in einer Zeit, in der wir Zugang zu enorm viel Wissen haben. Wir lernen viel, bilden uns weiter, bilden andere weiter und stopfen dabei fleißig mehr Informationen in unsere Köpfe. Auf das Thema Selbstliebe bezogen bedeutet das: Wenn wir keine Verbindung zu unserem Herzen haben, dann können wir das ganze aufgenommene Zeug nicht mit allen Sinnen begreifen. Nicht fühlen. Weil es dort, wo es wirklich etwas bewegen könnte, nicht ankommt.

Wissen ist mächtig, wenn wir es aber nicht anwenden, dann macht es nichts!

Selbstliebe ist ein Weg, ein Prozess, der dich dein Leben lang herausfordert. Dich an deine Grenzen führt und von dir verlangt, dass du den Mut aufbringst, nach innen zu gehen. So vermag sie es, dich über dich selbst hinauszutragen.

Deine Verletzlichkeit zu erkennen, zu umarmen und dich zu öffnen. Für dich. Nicht für andere! Sanft mit dir zu sein. Grenzen zu setzen. Für dich. Du darfst Nein sagen, dich abgrenzen, Menschen aus deinem Leben entlassen, die dir nicht guttun. Ganz ohne schlechtes Gewissen. Denn auch das ist Selbstliebe.

Mitgefühl für dich entwickeln. In Verbindung mit dir selbst treten. Dich trauen, dich ganz zu fühlen, damit deine Wunden heilen können.

Vor Verletzungen können wir uns nicht schützen

Wie wollen wir uns mit allem, was wir sind, fühlen, wenn wir weiterhin darauf vertrauen, dass die Mauerfrau in uns, nur die Mauern um unser Herz weiter aufbauen und verstärken muss, damit wir sicher sind vor neuen Verwundungen?

Es ist eben dieses Mauerwerk, das uns trennt. Von uns selbst. Wir wollen unsere Verletzlichkeit verstecken und verkriechen uns in uns. Vor Verletzungen können wir uns nicht schützen. Nicht uns selbst und auch andere nicht.

Unsere Mauerfrau vermag es nicht. Andere vermögen es nicht. Und wir können auch unsere Kinder davor nicht schützen. Letzteres war eine riesige Herausforderung für mich, weil ich fast alles getan hab und weiterhin hätte, um meinen Kindern Schmerz zu ersparen.Versuchen wir das, nehmen wir uns und unseren Kindern die Chance, durch Erfahrungen zu wachsen. Über uns hinauszuwachsen. Über sich selbst hinauszuwachsen.

Das, was dann an unsere Stelle wächst, ist die Mauer um unser Herz. Wir richten uns in unserem Schmerz ein. Verfluchen ihn. Machen andere dafür verantwortlich und beschämen uns mit niederträchtigen Gedanken und Worten. Gegen uns selbst gerichtet oder gegen andere macht hier keinen Unterschied, denn es trifft immer wieder uns selbst.

Ich will doch nur nicht im Schmerz ertrinken

Wir alle erfahren Abweisung, Strafe, Liebesentzug … und lernen zunächst, dass es sich besser anfühlt, wenn man gut funktioniert. Rückblickend kann ich sagen, dass ich 48 Jahre lang gegen mich selbst gekämpft habe.

Meine Mauerfrau war meine Heldin, half sie mir doch, nicht im Schmerz zu ertrinken. Nicht nur in dem großen Schmerzen, sondern vor allem auch in den vielen kleinen Stichen, die man mir verpassen konnte, weil ich glaubte, ich sei nicht gut genug. Formulieren konnte ich das so bis dahin nicht.

Bis ich 2014 wahrhaft am Boden war. Zerstört. Innerlich leer. Alles infrage stellend, vor allem mich selbst. Ich konnte nicht mehr länger nur nachplappern, was ich bis dahin über Selbstliebe glaubte, gelernt zu haben. Ich MUSSTE handeln.

Bis dahin hatte ich viele Bücher spiritueller Lehrer gelesen. Allen voran Eckhardt Tolle, Deepak Chopra, Louise L. Hay und meine Lehrerin auf meiner Reise ins „Wachwerden“ kennengelernt. Regelmäßig an Workshops teilgenommen und viel über Selbstliebe geredet. Gerne auf andere geschaut und sehr sehr ungern in mich selbst.

Ehrlich gesagt war ich auch gar nicht in der Lage dazu, weil meine Mauern um mein Herz viel zu groß waren. Ich hatte nicht nur elastische Verbände um meine Wunden gewickelt, sondern Tonnen von Gipslagen und Panzerstahlwände darum herum errichtet. Ein Hoch auf die Mauerfrau. Sie war meine Freundin. 2014 traf ich bewusst die Wahl, mutig zu sein und meine Verletzlichkeit zu umarmen.

2015 gründete ich dieses Blog-Magazin und veröffentlichte meine ersten Artikel. Sie halfen mir, mich selbst zu sehen. Ich wollte nicht länger über Selbstliebe reden und sie dabei nicht fühlen können. Ich machte mich auf meinen Weg.

Lass uns gemeinsam wachsen

Und hier bin ich nun. Bei mir, mit mir und in mir angekommen. In tiefem Frieden und Liebe zu mir selbst. Noch immer auf dem Weg. (Die ollen Herausforderungen lungern noch immer an der ein oder anderen Ecke.)

Ich wachse weiter. Und ich lade dich ein, mit mir zu wachsen!

In meinem Buch „Für dich einstehen, steht dir gut“ nehme ich dich mit auf meine Reise. Ich mache mich nackt, um dir den Weg zu zeigen.

Es macht mich demütig und erfüllt mich mit tiefer Dankbarkeit, dass du jetzt hier bist und bewusst deine Wahl treffen kannst. Denn du kannst nicht mehr sagen, du hättest es nicht gewusst.

Vielleicht nicht wahrhaben wollen. Eventuell nicht den Mut. Vielleicht nicht den Glauben und das Vertrauen.

Geh mit mir. Ich bin an deiner Seite. Steh für dich ein, denn das steht dir gut!

PS. Was bedeutet Selbstliebe für dich? Ich bin neugierig. Lass mir deinen Kommentar hier.

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Jung, schön, erfolgreich und weiblich – eine Provokation für das reife männliche Ego

Jung, schön, erfolgreich und weiblich – eine Provokation für das reife männliche Ego

Volle Transparenz: Dieser Artikel enthält werbende Inhalte zu meinen Produkten und/oder Werbe-Links zu Produkten, die ich nutze und liebe. Letzteres erkennst Du am * nach dem Link. Ich wurde in keinem Fall von Unternehmen oder Produkt-Anbietern dafür bezahlt, sie einzubinden!
 

Ehrlich gesagt bin ich wütend. Und ich gebe meiner Wut jetzt hier ihren Auftritt. Irgendwie habe ich geglaubt, dass sich in den letzten 30 Jahren in männerdominierten Branchen etwas verändert hätte. Dass der Mann heute nicht mehr herabwürdigend mit Frauen, vor allem mit jungen weiblichen Wesen, umgehen würde. Dass es mittlerweile möglich ist, sich respektvoll und auf Augenhöhe zu begegnen.

Beginnen wir von vorne

Vor 28 Jahren habe ich mich selbstständig gemacht und war sehr schnell sehr erfolgreich. Groß geworden bin ich im Networkmarketing. Damals noch an der Seite meines Exmannes waren die Rollen, vor allem für die Außenwelt, rasch verteilt. Ich, 24 Jahre jung, hübsch, erfolgreich, weiblich wurde in der Öffentlichkeit als die gute Frau neben meinem Mann wahrgenommen, nicht als Businesslady.

Anzügliche oder abwertende  Bemerkungen in Meetings auf Führungsebene waren “normal.” Die meisten Frauen haben sich dazu gar nicht geäußert, ihre Partner ebenso wenig. Ich hingegen habe schon immer gekämpft, für andere Frauen und für mich selbst. Mein Exmann hat sich ebenfalls nicht zu Wort gemeldet, sondern wie die anderen auch die Situation einfach angenommen. So hieß es dann unter anderem, die Frauen könnten sich um die Produkte kümmern und die Männer machen Business. Aufgemuckt hat da keiner, wenn der Oberboss gesprochen hat.

Meine erste Erfahrung mit sexueller Belästigung

Die gab es schon als Teenager, das soll aber hier kein Thema sein, in meinem Buch* schreibe ich mehr darüber. In meinem beruflichen Alltag erlebte ich meine erste sexuelle Belästigung auf einer sogenannten Top-10-Party. Die 10 besten Führungskräfte waren geladen und es gab neben viel und gutem Essen auch viel Alkohol. Das lockerte dann das männliche Gehirn nochmals enorm.

Im Laufe des Abends nahm mich der Oberboss zur Seite und sagte mir: „Dich kriege ich auch noch ins Bett.” Mein Exmann und ich waren das erste Mal bei einem solchen Meeting mit anschließender Party dabei und dementsprechend ehrfürchtig. Meine Achtung und mein Respekt hatten sich ob des rüden Tons bereits während des Meetings dezent zurückgezogen. Nach diesem völlig hemmungslosen wörtlichen Übergriff war davon nicht mehr viel übrig.

Im Laufe der Jahre habe ich dann gelernt mit dem männlichen Ego umzugehen und mir Respekt verschafft. Das mag sich jetzt sehr einfach lesen und ist stark verkürzt, aber es war tatsächlich eine Achterbahnfahrt. Eine ewige Auseinandersetzung mit meinem Minderwert, seinen Kollegen den Selbstzweifelmonstern, der Ich-bin-nicht-gut-genug-Frau, das alles in meinem Kopf und alles auf Kosten meines Selbstwerts.

Eine lange Geschichte. Heute mit 52 Jahren, geschieden, noch immer attraktiv, erfolgreich, weiblich, sehe ich noch immer Frauen, die sich nicht trauen, hart zu verhandeln. Männer, die ihnen zusetzen und andere Frauen, die entweder weggucken oder ins gleiche Horn blasen.

Sprechen wir über meine Wut

Neben meinem Blog-Magazin bin ich die Managerin meiner Tochter. Sie ist mit 23 Jahren jung, schön, erfolgreich und weiblich und ganz offensichtlich auch heute noch eine Provokation für das reife männliche Ego. Als Vorbereitung auf eine Kooperation mit einem Großkonzern gab es einen Termin, den meine Tochter alleine wahrnahm.

Dies war anscheinend eine Aufforderung an das reife männliche Ego, ihr von oben herab zu begegnen. Aufgeplustert und unangenehm aufdringlich versuchte man(n) sie auszufragen, in Verlegenheit zu bringen und zu verunsichern. Zwei Herren mittleren Alters, die sich nicht zu schade waren, eine junge Frau herabzusetzen. Sie unter Druck zu setzen und die Situation auszunutzen. Völlig irritiert und schüchtern rief sie mich unmittelbar nach dem Termin an und fühlte sich überfordert mit dieser hässlichen Situation.

Das machte mich wütend.

Was hat sich wirklich bis heute verändert? Wo stehen wir als Frau und warum ist für so viele Menschen Feminismus heute noch immer ein böses Wort?

Meine Definition von Feminismus

Vergessen wir mal das ganze Alice-Schwarzer-Thema, all den Männerhass, der mit diesem verbunden wird und schauen, was es damit wirklich auf sich hat. Feminismus ist Gleichberechtigung auf allen Ebenen.

Mit Gleichmacherei hat das gar nichts zu tun! Es geht vielmehr darum, dass wir Chancengleichheit und Gerechtigkeit unabhängig vom Geschlecht erschaffen. Ergänzen könnte ich hier noch: Unabhängig von deiner Hautfarbe, deiner Sexualtität, deiner Religion, deines Alters …

Denn da hab ich leicht reden. Ich bin in einer weißen, heterosexuellen, deutschen Familie aufgewachsen. Allerdings in einer Zeit (Jahrgang 1966) in der die Gleichstellung von Mann und Frau noch weit von dem weg war, was wir heute leben dürfen. Also noch schlimmer.

Ich bin deiner Meinung, wenn du jetzt denkst: „ Aber Deutschland ist doch schon recht weit, was das angeht.” Wie weit wir wirklich sind, erfahren wir alle im täglichen Leben. Wir brauchen einen gesunden, offenen, toleranten Feminismus, der ein gemeinsames Ziel verfolgt. Ich will mich nicht rechtfertigen müssen. Nicht vor Männern und auch nicht vor anderen Frauen.

Plädoyer für toleranten Feminismus

Ich will kochen und backen, gerne für meine Familie sorgen, sie verwöhnen, gebären und nähren. Oder es nicht tun, weil ich einen anderen Plan vom Leben habe. Bei meinen Kindern bleiben können, bis ich bereit bin, sie in  die Kita zu entlassen. Sie mit Liebe überschütten, mit ihnen noch einmal Kind sein. Lieben wen ich will, wann ich will und wie oft ich will. Ich will mir meine Haare abschneiden, wieder wachsen lassen und blond, schwarz oder lila färben. Mich in meinem Job austoben und ganz Businesslady sein. Mit Kindern oder ohne. Mit Partner oder ohne.

Mich darauf freuen irgendwann Oma zu sein und mit den Kleinen Kinderlieder singen und ihnen die Natur zeigen. Ich will in rosa Bettwäsche schlafen und bei Liebesfilmen weinen oder schmachten. Männer sexy finden dürfen, auch wenn sie viel jünger sind als ich. Hart verhandeln und dabei liebevoll mit Achtung und Respekt für mein Gegenüber kommunizieren. Gleiche Bezahlung, bei gleicher Position und Leistung. Selbst die Bohrmaschine benutzen und mir gerne die Tür öffnen lassen, damit ich aus dem Auto aussteigen kann oder als erstes in einen Raum eintreten darf.

Ich will meine Weiblichkeit mit all ihren Aspekten leben und auf die Barrikaden gehen, wenn mir Ungerechtigkeit begegnet. Mich für andere Frauen einsetzen, was nicht gleichbedeutend damit ist, dass ich Männer nicht respektiere oder gar ablehne oder hasse. Ich will offen, laut und immer meine Meinung sagen können. Ich bin eine Frau und das finde ich wundervoll.

Ich plädiere für einen Feminismus, der unbequem ist aber nicht militant. Der laut ist. Respektvoll. Sanft, aber klar und deutlich.

Warum wir davon noch weit weg sind

(ein unvollständiger Erklärungsversuch)

Weil die Frau zum Beispiel einen weit geringeren sprachlichen Status hat als der Mann.

Keine Panik, ich habe meinen Frieden mit dem generischen Maskulinum gemacht. Mein Buch Für dich einstehen, steht dir gut* habe ich jedoch komplett in der weiblichen Form geschrieben, weil ich mich als Frau an Frauen wende. Luise F. Pusch greift das Thema in ihrem Buch Das Deutsche als Männersprache* auf und in einem kleinen Video sagt sie so wundervolle Dinge wie: „Wenn in einem Raum mit 99 Sängerinnen ein Mann hinzukommt, dann spricht man von 100 Sängern.“

Wie schön wäre es, wenn wir alle ein bisschen sensibler und bewusster für unseren gewohnten Sprachgebrauch werden würden. Dazu gehört auch, dass wir solche Ausdrucksformen wie „das ist doch behindert” aus unserem Wortschatz streichen, welche, vor allem bei den jungen Leuten ein gängiger Ausdruck für „das ist doch dumm“ ist.

Somit werden Menschen mit Behinderungen als dumm beschrieben. Wir denken häufig nicht über solche Äußerungen nach, sollten wir aber.

Es gibt keinen positiven Ausdruck für eine Frau, die ihre Sexualität auslebt. Ein Mann ist ein Hengst und die Frau eine Hure. Als Frauen lernen wir früh, dass es nicht okay ist, sich sexuell auszutoben. Gesucht werden dann wohl Jungfrauen mit Erfahrungen. Aber bitte nicht selbstbefriedigen. Auch das ist ein Tabuthema.

Weil wir von Selbstbestimmung nicht wirklich sprechen können

Die Diskussion um den §219a hat zwar eine neue Gesetzesfassung gebracht, aber Ärzt*innen dürfen auch nach der Reform des Paragraphen lediglich darüber informieren, dass sie gesundheitliche Dienstleistungen anbieten. Weiterführende Informationen oder Erklärungen sind nach wie vor verboten und es drohen den Ärzt*innen Freiheitsstrafen bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe.

Dr. Kristina Hänel hat sich im vergangen Jahr sehr für dieses Thema und somit für die Selbstbestimmung der Frau eingesetzt und in ihrem Buch Das Politische ist persönlich. Tagebuch einer »Abtreibungsärztin« *fasst sie ihre Prozesse aus ihrer Sicht zusammen und gibt Einblicke in ihre Gefühlswelt. Ein Interview mit ihr findest du hier.

Weil wir unser Können immer erst beweisen müssen

Wenn ein Mann sich auf einen Job bewirbt, wird in der Regel vorausgesetzt, dass er ausreichend qualifiziert für diese Tätigkeit ist. Eine Frau muss sich erklären und beweisen, dass sie was drauf hat. Ist sie dann auch noch jung, schön und erfolgreich, dann wird sie an ihren äußeren Attributen gemessen.

Der Ausschnitt zu tief, der Rock zu gewagt, das Make-up zu kräftig, kein Make-up, die Haare zu blond. Es scheint, dass unser Stil und unser Aussehen nichts persönliches sind, sondern eine Sache von öffentlichem Interesse und im Zweifel von öffentlichem Ärgernis. Das man(n) dich ernst nimmt, muss Frau sich hart erkämpfen. Manchmal ist auch dieser Kampf sinnlos.

Weil wir Frauen uns leider noch immer viel zu oft gegenseitig bekämpfen

Ich habe keine wirkliche Erklärung dafür. Vielleicht ist es der eigene Mangel an Bewusstsein? Das Fehlen von Empathie? Konkurrenzdenken? Der eigene Minderwert?

Wenn ich mich schon von meiner Ich-bin-nicht-gut-genug-Frau in mir verhauen lasse, sie mich gerne auf meine Äußerlichkeiten reduziert: „Du bist zu fett, die Beine zu schwabbelig, die Brust eine Katastrophe …“ Dann liegt es nahe, dass ich bei anderen Frauen auf genau diese Dinge schaue. Nicht um sie zu loben, sondern um sie abzuwerten.

Wenn ich nicht selbstbestimmt und unabhängig lebe, dann sind für mich Frauen, die das tun, vielleicht suspekt und eine Bedrohung?

Weil auch die Männer den Feminismus brauchen

Wenn Feminismus dazu führt, dass ich als Frau nichts mehr von einem Mann annehmen kann, dann ist das Mangel und hat mit Feminismus nichts zu tun.

Wenn Feminismus dazu führt, dass ein Mann sich von Frauen bedroht fühlt, dann führen wir die falsche Diskussion. Es geht schließlich nicht darum, die Unterdrückung umzudrehen! Wir wollen nicht Gleiches mit Gleichem bekämpfen. Feminismus stellt sich nicht über ein anderes Lebewesen, auch nicht über Männer (sorry, der musste sein).

Betrachten (vorzugsweise weiße) Männer ihre priviligierte Stellung in der Gesellschaft ganz neutral, so werden sie erkennen, dass dies nur durch Herabsetzung, Diskriminierung oder Unterdrückung von anderen möglich ist (war). Wie schön wäre es, wenn sie erkennen könnten, dass Feminismus nicht die Umkehr von Unterdrückung ihres Geschlechts bedeutet, sondern eine echte gesellschaftliche Bereicherung.

Es geht um Geschlechtergerechtigkeit, Bewusstsein füreinander und das Anerkennen, dass wir alle Menschen sind. Emma Watson hat 2014 mit ihrer Rede vor den Vereinten Nationen Millionen Menschen berührt. Lassen wir ihren Worten Taten folgen.

Und jetzt bist du dran. Wie stehst du zu diesem Thema? Hau in die Tasten und lass mir einen Kommentar da, indem du vielleicht beschreibst, wie es dir so ergeht? Was sind deine Bedürfnisse und Erlebnisse? Wie wünscht du dir ein Zusammenleben von Mann und Frau in der Gesellschaft?

PS: Hier einige Empfehlungen von mir für dich!

On the Basis of Sex im Originaltitel und Die Berufung mit dem deutschen Kinotitel. (Ich empfehle die Originalfassung, weil die Sprache so herrlich ist)

Fight like a girl* von Clementine Ford

Alte weiße Männer: Ein Schlichtungsversuch* von Sophie Passmann (die schlechten Rezensionen kommen fast ausschließlich von Männern. Ein Schelm der böses dabei denkt. Ich finde das Buch erfrischend und bereichernd, auch wenn ich nicht immer alle Meinungen teile)

Die Wölfinnen: Eine Community, gegründet von Carina Herrmann. Diese Community ist komplett gratis, bedingungslos, ohne irgendwelche Haken und versteckte oder offensichtliche Kosten. Dieses Projekt ist ein Leidenschafts-Projekt von Carina.

Hier ist ihr kleiner Disclaimer dazu:

Diese Community hat den Schwerpunkt auf alle Themen, die ganz besonders Frauen betreffen und schwächen oder stärken, wie z.B.:

Bodypositivity und deren Vorbilder
Berufschancen und Gehaltslücken
Kinderlosigkeit als Frau
Starke weibliche Vorbilder in Politik, Sport, Medien

oder auch viel tiefer gehende Themen wie:

Menschenhandel und Kinderheirat
Mentale Gesundheit
Sexismus in allen offensichtlichen und subtilen Formen
Sexueller Missbrauch, Vergewaltigung und der Schutz davor

Also alle Themen, in denen Frauen klare Nachteile haben und aufgrund ihres Geschlechtes oder ihrer damit verbundenen gesellschaftlichen Stellung häufiger betroffen sind. Und mit „Frauen“ sind hier alle Personen gemeint, die sich selbst als Frau identifizieren.

Es geht dabei aber vor allem um den Gedanken, wie wir dazulernen können, wie wir etwas an vielen dieser Themen verbessern können und wie wir aktiv werden können.

Ich freue mich, wenn wir uns dort treffen. Hier ist dein Anmeldelink.

Foto: Adobe Stock

 

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Bin ich gut genug (für dich)?

Bin ich gut genug (für dich)?

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Es gab Tage, da suchte ich Beweise dafür, dass ich nicht gut genug bin. Vielleicht waren es auch eher Jahre oder Jahrzehnte. Ich war gnadenlos mies zu mir, nichts, was ich tat, war gut genug. Außer, ich tat es für andere und nicht für mich selbst. Ich fühlte mich verantwortlich für ihr Glück, ihre Freude, ihren Erfolg. Völlig selbstverständlich kamen Sätze, wie dieser aus meinem Mund: Wenn es dir gut geht, du glücklich bist, erfolgreich bist …, dann bin ich es auch. Klar habe ich das geglaubt, denn was ich für mich wollte, das konnte ich nicht formulieren.

Durch dieses Handeln habe ich mich extrem abhängig gemacht vom Wohlwollen der Menschen, für die ich mich in Stücke zerrissen habe. Für sie wollte ich glänzen, um ihre Anerkennung und Liebe zu erhaschen. Dass mich jemand einfach so lieben können sollte, das schien mir ziemlich unrealistisch. Du musst was dafür tun, dass andere dich mögen. Du musst ihnen gefallen, ihnen zum Gefallen dienen, trifft es wohl eher. Dich selbst zurückhalten.

Wegen meines Mangels an Selbstliebe und Selbstfürsorge, versickerte das Lob, die Wertschätzung, die Liebe, die ich von außen für meine Dienste bekam, wie ein Regentropfen im kargen Wüstensand. Ich hatte vergessen, dass ich im Kern gut und genug bin. In mir vollständig. Bis ich mich auf den Weg gemacht habe. Auf meinen Weg*. Zu mir. In mein Innerstes.

Der Versuch unsere Emotionen zu kontrollieren verursacht Schmerzen

Ich könnte auch sagen, der Versuch uns ständig zu kontrollieren verursacht Leid. Wenn du glaubst, dir Gefühle nicht leisten zu können oder aus falscher Rücksichtnahme auf andere, deine Freude, deinen Erfolg, dein Wissen versteckst, dann mag es dir auf den ersten Blick wie ein Akt des Mitgefühls erscheinen. Tatsächlich aber kommt es von einem Ort der Angst. Angst vor Ablehnung, Angst, vor Verlust und Angst davor nicht gut genug zu sein.

Frag dich: „Habe ich etwas dagegen, weil ich wirklich Angst habe, diese Person zu verletzen, oder vermeide ich nur mein eigenes Unbehagen darüber, was sie fühlen könnten, wenn ich meine Wahrheit ausspreche?“ Normalerweise ist es das Letztere – wir schützen uns selbst und sind nicht selbstlos oder besonders mitfühlend.

Nicht selten ärgern wir uns dann sogar über die andere Person, weil wir uns nicht genug gesehen fühlen. Weil unsere vermeintlich selbstlosen Taten nicht ausreichend gewürdigt werden. Die Wahrheit ist, wenn wir wollen, dass man uns sieht und auf liebevolle und kraftvolle Weise für uns da ist, dann müssen wir ihnen auch die Gelegenheit dazu geben.

Sich in Beziehungen zurückhalten, beraubt die andere Person des Wachstums

Wir berauben nicht nur den anderen seines Wachstums, sondern auch uns selbst. Wie willst du wachsen, wenn du dich vor anderen und dir selbst versteckst? Wenn du dir und den anderen nicht den Raum schenkst, Fehler zu machen? Sich durch ein Gefühl von Unbehagen zu „arbeiten”, dieses zu transformieren und den nächsten Schritt zu tun.

Letztendlich halten wir solche Beziehungen in einer Lüge. Weil wir uns nicht trauen, unsere Wahrheit auszusprechen. Damit entziehen wir nicht nur uns selbst das Vertrauen, sondern untergraben es damit auch in unseren Partnerschaften, Freundschaften und Beziehungen jeglicher Art. Auf diese Weise sagen wir der anderen Person, dass wir nicht an ihre Fähigkeit glauben, für sich selbst oder ihre emotionalen Bedürfnisse zu sorgen. Und unsere Eigenen treten wir mit Füßen. Denn was bleibt, ist die Frage, die uns quält: Bin ich gut genug? Für dich?

Es ist nicht deine Aufgabe, jemand anderen glücklich zu machen

Und wir finden auch unseres nicht außerhalb von uns. Wir können nicht das Glück für andere in unsere Hand nehmen, ebenso wenig, wie es ein anderer für uns kann. Wir können die Menschen, die wir lieben nicht davor schützen Fehler zu machen. Auch wenn wir glauben, wir wüssten es besser.

Es ist nicht unsere Aufgabe, ihnen ihre Erfahrungen wegzunehmen. Das soll nicht heißen, dass wir uns nicht einfühlen können und Rücksicht auf die Gefühle anderer nehmen können. Wenn jemand am Boden liegt, ist es nicht nötig, drauf zu treten und Öl ins Feuer zu gießen. Aber es gibt eine feine Linie zwischen Unterstützung und Verhätscheln, zwischen Helfen und Ermöglichen.

Eine Beziehung, in der du dein Glück, deinen Erfolg, dein Wachstum oder dein Selbst verbergen musst, dient nicht dir oder dem anderen – also lass sie los. Du befreist dich nicht nur selbst, sondern auch den anderen. Du erschaffst Raum für eine neue Beziehung oder eine neue Qualität dieser, die auf dem Fundament von Wahrheit, Vertrauen und Integrität aufbaut.

Vertrauen lernen – Emotionen leben

Es ist wichtig, Emotionen durch den Körper fließen zu lassen. Sie mutig zu fühlen und wahrzunehmen. Dies hilft uns, eine starke Beziehung zu unserem emotionalen Körper zu entwickeln. Die Unterdrückung unserer Gefühle führt zu körperlichen, emotionalen und geistigen Leiden.

Entwickle deine persönliche Routine, die sich auf Selbstakzeptanz und Selbstfürsorge konzentriert. Wenn wir uns von dem Streben nach ständiger Selbstoptimierung antreiben lassen, leben wir weiterhin in dem Glauben, dass wir nicht gut genug sind. Selbstakzeptanz erlaubt uns, Raum für Mitgefühl und Vergebung für die, die wir sind, zu erschaffen. Für die Umstände, in denen wir uns befinden. Diese anzuerkennen und so ermöglichen wir Wachstum. 

Von dort aus nämlich lassen die Liebe und Fürsorge, die entstehen, wenn wir uns von dem Bedürfnis befreien, uns selbst ständig optimieren zu müssen, eine gesunde Wandlung entstehen. Wachsen muss sich nicht wie ein Wettlauf anfühlen, um irgendwohin zu gelangen. Es kann eine schöne Entfaltung sein, bei der du für jeden nächsten Schritt Dankbarkeit erfährst.

Es wird natürlich harte Tage geben. Aber wenn wir sensibler für unsere eigenen Bedürfnisse werden, uns trauen unsere Wahrheit auszusprechen, werden wir lernen, die Momente zu umarmen, die uns unserem Selbst näher bringen.

Ja, ich bin gut genug!

Was auch immer deine Geschichte ist, solange ein Teil von dir glaubt, du seist nicht gut genug, schön genug, intelligent genug, wirst du immer wieder den falschen Menschen nachlaufen. Deine Wunden werden nicht heilen können, denn unter deinen Narben blutet es weiter. Lass dich lieben und beginne damit, indem du dich zu allererst selbst auswählst.

Wenn wir nur erst beginnen zu verstehen, unseren Wert nicht mehr davon abhängig zu machen, wie viel Geld wir auf unserem Konto haben oder von einem Titel, einer Position oder Stellung. Diesen Wert nicht mehr davon abhängig machen, wie wir aussehen, welche Hautfarbe wir haben, welcher Religion, Rasse oder politischer Gesinnung wir anhängen oder mit welchem Geschlecht wir geboren wurden. Wir endlich verstehen, dass unser Wert auch nichts mit unserem Körper oder unserer Karriere zu tun hat.

Wir all diese uns selbst sabotierenden Gedanken nicht mehr in einer Dauerschleife in unserem Kopf laufen lassen. Sie nicht mehr festhalten und ihnen keinen Glauben mehr schenken. Dann können wir die Trennung von uns(erem) Selbst auflösen.

Und jetzt beginne damit und steh für dich ein*. Sag deine Wahrheit. Lebe sie, umarme sie und steh!

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Mein Körper – Meine Kampfzone

Mein Körper – Meine Kampfzone

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Auf dem Weg, ein möglichst perfekter Mensch zu werden, vergessen wir, was LEBEN heißt. Und damit noch nicht genug! Dauernd sind Traurigkeit, Stress und die Angst nicht gut genug zu sein bei dir zu Besuch. Oft beginnt der Kampf gegen den eigenen Körper, gegen den Selbsthass, gegen eine Essstörung schon in sehr jungen Jahren. Nie waren wir einem so enormen Druck ausgesetzt, perfekt zu sein wie in diesem Jahrtausend. Gesellschaftliche Normen haben nie zuvor so viel Druck auf Menschen zwischen sechs und 80 Jahren ausgeübt.

Der Körper wird als ein Makel wahrgenommen, den es zu korrigieren gilt. Ein Kunstwerk, das zu gestalten zum Lebensinhalt wird. Es erscheint normal, sich im eigenen Körper unwohl zu fühlen. Die Unsicherheit ihm gegenüber und die obsessive Beschäftigung mit ihm werden uns bereits als Kinder innerhalb unserer Familie vermittelt. So halten Kinder es mittlerweile für normal, dass mit ihrem Körper etwas nicht in Ordnung ist.

Der Beginn der großen Vergleiche

Bin ich gut genug? Schön genug? Intelligent genug? Bin ich genug Frau, dass man(n) mich lieben kann? Immer wieder belästigen und beleidigen wir uns selbst mit uns erniedrigenden Fragen. Letztendlich manipulieren wir uns selbst, wenn wir in ständigen Vergleichen verweilen. Wir konzentrieren uns mit unserem Blick immer auf das, von dem wir glauben, dass es uns fehlt. So entsteht ein permanentes Gefühl des Mangels. Wir vergleichen uns mit anderen, von denen wir glauben, sie seien schöner, besser, perfekter als wir selbst. Und schon ist es da, dieses bekannte Gefühl: eine Versagerin zu sein.

Wenn wir uns immer wieder mit anderen vergleichen, sagen wir uns insgeheim, dass wir nicht okay sind. Das ist ein Kampf, den wir nicht gewinnen können. Denn unser Kopf wird freiwillig nie aufhören uns aufzuzeigen, dass wir nicht genug sind. Wir können jedoch nicht außerhalb von uns nach Heilung für etwas suchen, das sich in unserem Inneren befindet. Und der Übeltäter sitzt im Kopf.

Wie soll ich mich in meinem Körper wohlfühlen …

… wenn der Kopf mir etwas anderes aufdrängt? Dabei bedient er sich an den gängigen Schönheitsidealen. Gefördert wird das durch unzählige Bilder, die wir täglich zu sehen bekommen. Vermeintlich perfekte Körper sehen wir überall. Egal ob in Werbespots im TV, in Printmedien oder auf den Social-Media-Kanälen. Sie alle sind Fotos von digital manipulierten Körpern. Sie werden uns von denjenigen unter die Nase gerieben, die vom Körperhass profitieren. Wir kaufen, was uns verspricht eine bessere Version von uns selbst zu werden.

„Werde zur besten Version deiner selbst“ bringt es bei Google auf ungefähr 664.000.000!!! Ergebnisse.

Man möchte uns glauben machen, dass wir mit ein bisschen Work-Out, zwei Smoothies, Wundercremes, der neuesten Superdiät und überteuerten Anti-Falten-, Anti-Aging-, Anti-Alles-Elixieren-Tinkturen-Ampullen so aussehen werden wie die perfekt inszenierten Körper im digitalen Design. Ist dein Geldbeutel etwas praller, dann kannst du dir auch eine nette kleine Schönheitsoperation gönnen. Oder du wählst die „Flatrate gegen Falten”. Alles ist möglich.

Bitte nicht falsch verstehen. Hier wird niemand an den Pranger gestellt, noch urteile ich über Menschen, die diesen Weg für sich wählen. Ich war selbst einmal an dem Punkt, weil ich unglaublich unglücklich mit meinen Brüsten war. Ich wünsche mir nur, dass du für dich überprüfst, ob dich das nicht in deiner Kampfzone Körper festhält. Denn was die OP nicht vermag, ist, deine Glaubenssätze zu ändern.

Mein Körper – meine Kampfzone #1

Als ich 18 Jahre jung war, meinte mein damaliger Freund zu mir, dass meine Oberschenkel viel zu fett seien. Zu deiner Info: Ich wog damals bei 164 cm Körpergröße 49 Kilo! Aber ich war 8 Jahre lang Leistungsturnerin und mein Körper dementsprechend durchtrainiert. Viele Muskeln, stramme Schenkel, keine Brüste. Ich mochte meinen Körper ohnehin schon nicht und da goss die Äußerung meines Freundes ordentlich Öl ins Feuer.

Mit 27 Jahren wollte ich mir die Brüste vergrößern lassen. Ich bin zu einer plastischen Chirurgin gegangen, ließ mich beraten und habe mich dagegen entschieden. Nach meinem zweiten Kind wollte ich mir den Bauch straffen lassen. Mein seitliches Profilbild im Spiegel erinnerte mich eher an eine Ente, denn an eine schöne, makellose Frau. Wieder habe ich mich beraten lassen. War bei zwei verschiedenen Ärzten und habe mich abermals dagegen entschieden.

Für diese Entscheidungen habe ich jeweils meinen Kopf verlassen und auf meinen Bauch gehört. Die Kampfzone Körper aber blieb. Ich begann wieder exzessiv Sport zu machen und achtete sehr auf meine Ernährung. Ich ging täglich auf die Waage, morgens und abends versteht sich. Bücher über Diäten waren meine Freunde. Produkte, die mir Schönheit versprachen, lockten auch mich in die Marketingfalle und machten mich zum Konsumopfer.

Jeder will dein Bestes: dein Geld!

Money makes the world go round. Es geht um Macht und Geld und noch mehr Macht. Stell dir vor, der Mensch wäre zufrieden. Er würde nicht nach Perfektion und Selbstoptimierung streben! Wer sollte dann all diese vielen Produkte und Dienstleistungen kaufen? Wirklich pervers ist, dass wir uns so sehr im Überfluss befinden und dennoch alle im Mangel sind.

Es wird laut über Diversity gesprochen, aber niemand traut sich, sie zu leben. Anders sein ist nicht wirklich gefragt. Stereotype Rollenbilder dafür umso mehr. Erschreckend deutlich wird das in den neuen Studienergebnissen der MaLisa Stiftung über die WEIBLICHE SELBSTINSZENIERUNG IN DEN NEUEN MEDIEN.

Eine wirklich spannende Studie, die mich persönlich noch einmal in meiner Wahrnehmung bestätigt, aber in einigen Ergebnissen auch echt erschrocken hat.

Mein Körper – meine Kampfzone #2

Mit Beginn der Wechseljahre begann mein Körper sich dann wieder zu verändern. Ich nahm zu und wurde „runder”. Witzig fand ich das überhaupt nicht. Glücklicherweise war das auch genau die Zeit, in der ich anfing mich mit dem Thema Selbstliebe auseinanderzusetzen. Ich entdeckte Louise L. Hay und positive Affirmationen für mich. Mein Weg zur Selbstliebe führte mich über „Gespräche mit Gott*” von Neale Donald Walsh zu Eckart Tolle und Deepak Chopra, um nur einige zu nennen. Ich fing an zu meditieren und Stille wurde ein ganz wichtiger Bestandteil meines Alltags. Aktuell habe ich „Fight like a girl*” von Clementine Ford verschlungen und gefeiert.

Was ich aber wirklich gelernt habe, ist, dass alles in mir beginnt. Dr. Wayne W. Dyer hat es etwa so formuliert: Wenn wir die Art und Weise verändern, wie wir etwas betrachten, ändern sich die Umstände im Außen. Ich fing an meinen Blick auf meinen Körper auszutanzen. Nackt vor dem Spiegel. Das war am Anfang der reinste Horror und ich mochte gar nicht hinschauen. Letztendlich hat es mir sehr geholfen, meinen Körper als Freund zu betrachten, denn das ist er.

Im Körperhaus ankommen

Ich habe mir die Zeit genommen, in meinem Körperhaus anzukommen. Meine Kampfzone Körper konnte ich verlassen und fand Frieden in mir. Während der letzten 10 Jahre lernte ich Loslassen. Vor allem das meiner strengen Bewertungskriterien mir selbst gegenüber. Damit einher ging das Loslassen der Lästereien, des Urteilens, Bewertens und Richtens über andere Menschen.

Ich habe mich von vielen Dingen und Menschen getrennt, die mir meine Energie abzocken. Seit über 15 Jahren lese ich keine Tageszeitung mehr. Mittlerweile schaue ich auch kein „normales” Fernsehen mehr. Radio höre ich nur noch selten, meine Playlisten reichen mir völlig. Ich beteilige mich nicht mehr am Getratsche, verlasse Gesprächsrunden, die sich nur darum drehen über andere zu lästern und mit dem Finger weit von sich weg zu zeigen. Auch dann, wenn es sich um Familienangehörige handelt.

Ich bin im Wandel

Und ich lade dich herzlich ein, es zu versuchen. Dafür musst du kein Einsiedlerleben führen. Ich bin so sehr dankbar und demütig, dass ich diesen Weg für mich erkannt und gewählt habe. Es geht weder darum es anderen recht zu machen, noch darum, dass ich oder du verantwortlich für das Wohl und Wehe anderer bist. Die einzige Verantwortung, die wir haben, ist, die Verantwortung uns selbst gegenüber.

Nur in mir kann ich verändern, was sich nicht gut anfühlt. Was andere darüber denken, liegt nicht in meiner Hand. Mein Seelenheil jedoch sehr wohl.

Mögest du deinen Weg finden. Mögest du glücklich sein und erkennen, welch wundervolle Frau du bist. Du bist es wert, dir selbst Liebe zu schenken!

PS: Ich weiß nicht, wer diese magischen Einhörner sind, die sich nie infrage stellen. Aber eins weiß ich sicher: Du hast es verdient, dich in deiner ganzen Größe zu erkennen und die Superwoman in dir zum Leben zu erwecken. Lass sie raus. Lass die Puppen tanzen.

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Foto: Adobe Stock

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9 Affirmationen, die mein Leben verändert und mich auf den Weg zur Selbstliebe geführt haben

9 Affirmationen, die mein Leben verändert und mich auf den Weg zur Selbstliebe geführt haben

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Die häufigste an mich gestellte Frage ist, wie ich es schaffe, immer so glücklich und zufrieden mit mir zu sein. Hier ist die Wahrheit. Ich bin ein Mensch und auch ich habe noch nicht den Heiligen Gral für mich entdeckt und bin 24/7 in absoluter Glückseligkeit. Ich lebe wie du in dieser Welt, habe einen Job, Familie und einen Alltag. Alles zusammen hat ein gigantisches Potenzial an mir zu ziehen und zu zerren. Mich aus der Bahn zu werfen und mir meine Energie zu rauben.

In meinem Leben gab es viele Jahrzehnte, in denen ich sehr darauf bedacht war, es allen recht zu machen. Ich war Weltmeisterin im Befolgen der „10 Gebote des Bravseins” und „Everybodys Darling” war mein zweites Ich. So suchte ich, wie die meisten Menschen, mein Glück, meine Befriedigung, Anerkennung und Liebe außerhalb von mir. Das all dies bereits in mir sei, überstieg mein Bewusstsein und damit konnte ich lange nichts anfangen.

Meine erste Begegnung mit heilenden Affirmationen

Ende der 90er Jahre bin ich auf Louise L. Hay gestoßen. Sie ist die Pionierin der Affirmationen und für mich auch eine Vorreiterin für den Weg zur Selbstliebe. Ihre liebevollen Affirmationen und Bücher haben in mir ein Gefühl der Wärme und Geborgenheit ausgelöst und ich begann diese regelmäßig für mich zu nutzen.

Sie halfen mir, sanfter mit mir zu sein, und ich machte mich auf den Weg auf eine mir unbekannte Reise zu mir selbst. Es war nicht bloß ein stures „Herunterbeten” ihrer Affirmationen, denn sie wurden von einem Gefühl der Liebe, des Wohlfühlens und Vertrauen getragen. Ich erkannte schnell, dass diese Affirmationen etwas mit mir machten. Ich konnte meine negativen Gedanken austauschen, meine „Ich-bin-nicht-gut-genug-Frau” in mir besänftigen und sogar zum Schweigen bringen. So wurde diese erste Begegnung für mich tatsächlich lebensverändernd.

Als ich begann zu verstehen, dass ich die Macht über meine Gedanken habe, dass ich es selbst bin, die sie auswählt, öffnete sich mir eine völlig neue Welt. Ich wurde mir meiner mir innewohnenden Quelle der Liebe und Kraft immer mehr bewusst und lernte mir selbst zu vertrauen. Ich begann meine eigenen Affirmationen zu kreieren und passte sie an meine Bedürfnisse an.

So erkannte ich, dass ich ein mächtiges Werkzeug erhalten hatte, welches mir helfen konnte, Veränderung zu bewirken. Bis dahin hatte ich oft darum gebeten, es mögen sich meine Lebensumstände verändern, dann könnte ich glücklicher und erfüllter sein. Dann würden mich andere erkennen, wie ich wirklich sei und mit Liebe, Anerkennung und Wohlwollen überschütten.

Seien wir ehrlich

Das Leben hält nicht nur magische Einhörner und atemberaubende Regenbögen für uns bereit. Es gibt eine Menge Negativität und „echte Probleme”, die uns immer wieder unsere Grenzen aufzeigen und uns in unseren alten Glaubenssätzen gefangen halten. Der Glaube, es müsse sich nur das Außen verändern, damit wir endlich unser Glück und unseren Frieden finden können, ist ein großer Trugschluss.

Es verhält sich genau anders herum. Außerhalb von uns verändert sich gar nichts, wenn wir nicht bereit sind, in uns selbst zu schauen. Auch können wir andere Menschen nicht verändern. Während ich mich also viele Jahre lang eher unerfüllt und unglücklich fühlte, und glaubte, ich sei falsch, stopfte ich dieses gigantische Loch in mir mit noch mehr Dingen, von denen ich mir erhoffte, dass sie es seien, die mir zu meinem Glück fehlten.

Louise L. Hay gab mir mit ihren Affirmationen einen Schlüssel zu meiner inneren Welt. Mit dem ersten Betreten meines inneren Raums erhielt ich immer weitere Schlüssel, um neue Türen zu öffnen und mich selbst zu erkennen. Den Zustand der Trennung von mir selbst aufzuheben und immer öfter in ein Gefühl von Sicherheit, Vollkommenheit, Frieden, Selbstliebe und Fülle einzutauchen.

So ist heute das Beisammenhalten meines Energiehaushalts, diesen zu nähren und zu pflegen, mir ausreichend Raum für mich selbst zu nehmen, ebenso wichtig, wie die Luft, die ich zum Atmen brauche.

Affirmationen – und was sie nicht sind

Ich verwende sie nicht, um hübsche Wörter auf meine Wunden zu gießen und erwarte, dass diese dann mit magischem Denken verschwinden. So ist etwas, das ich immer wieder höre, dass Affirmationen, mit ihrem albernen positiven Gedanken-Getue, schließlich niemanden vor Leid bewahren. Das ist ein Punkt, über den viele Kritiker stolpern.

Betrachte ich Affirmationen jedoch als Werkzeug, um mich daran zu erinnern, wer ich wirklich bin und was meine Aufgabe hier auf dieser Welt ist, dann vermögen sie mein Bewusstsein zu erhöhen. Sie helfen mir dabei, meine Sicht auf die Dinge zu verändern. Mich zu verändern. Die Trennung von meinem höheren Selbst aufzuheben. Dabei sind sie wie kleine Liebesbriefe, die mit Wahrheiten gefüllt sind und mein Herz erreichen.

Unabhängig davon, ob wir es wissen oder nicht, wir bekräftigen mit jedem Gedanken und Handeln, das, was darauf folgt, entweder das Positive oder das Negative. Wir haben die Wahl. Immer. Warum sollte ich also so töricht sein und daran glauben, dass ich keine Macht hätte darüber zu entscheiden, wie mein Leben aussieht? Sollte es wirklich sein, dass ich abhängig bin von äußeren Umständen? Dass ich mein Leben, mein Denken und mein Sein nicht verändern könnte? Ich frage dich: Warum bin ich dann auf dieser Welt und habe den freien Willen?

Ein negativer Glaubenssatz ist auch eine Affirmation

Wenn du dir ständig sagst: Das kann ich nicht. Oder du befindest dich in einer Situation, die dich wieder einmal leiden lässt und dein Gedanke ist: Warum passiert immer mir so etwas? Warum immer ich? Dann wirkt auch dieses Denken, wie eine Affirmation, nur eben nicht positiv, sondern negativ. Darüber sind sich nur die meisten nicht bewusst. Die Wahrheit ist, es ist leicht, sich in negative Denkmuster zu verfangen, die uns nicht dienen. Als Menschen sind wir eher geneigt, nach Problemen zu suchen. Unser Gehirn sucht nach Dingen, die behoben werden müssen, und nach möglichen Bedrohungen für unser Überleben.

Das ist wunderbar, weil es uns geholfen hat, uns weiterzuentwickeln und am Leben zu erhalten. Aber es macht auch Dinge schwierig, wenn wir Angst haben, wo es nicht sein muss. Negativität ist zudem ein Nährboden für Entzündungen und Krankheiten jeder Art.

Damit will ich dir jetzt aber gar keine Angst machen. Erkenne lediglich den Nährboden für deine negativen Gedanken und lass deine Gefühle raus. Unterdrücke weder Wut, noch Trauer, aber bleibe nicht in ihnen stecken. Und wenn es so ist, dass wir die Wahl haben, dann lass uns schlau sein und uns dem Guten zuwenden. Das Böse oder Schlechte drängt sich uns sowieso auf. Auf die Liebe müssen wir uns zu bewegen.

Bist du bereit für das mächtige Werkzeug?

Wann immer du bemerkst, dass du in das Loch der Angst, des Zweifels oder der Sorge gerätst, kann eine Affirmation dazu beitragen, dir Mut zu machen. Sie ist es, mit ihrer Hilfe du es vermagst, dich selbst daraus zu befreien und Erfahrungen neu zu formulieren. Bist du bereit, deine Energie zu steigern? Dich deiner dir innewohnenden Quelle zuzuwenden und aus ihr die Liebe und die Macht zu schöpfen, das Gute in deinem Leben zum Fließen zu bringen?

Hier sind 9 Affirmationen, die dir den Weg erleichtern.

Ich mache immer das Richtige und Beste für mich. Alle Entscheidungen, die ich treffe, dienen meinem Wohl.

Das können meine Gewohnheiten, meine Einstellungen, Dinge, aber auch Freundschaften und Beziehungen sein. 

Ich gehe achtsam mit mir um und empfinde Wertschätzung für mich. Ich verdiene alles Gute!

Ruh dich aus. Werde langsam und fühle in dich hinein. Höre, was dein Körper dir zu sagen versucht. Vertraue dir selbst.

Ich entlasse alle Energiesauger aus meinem Leben. Vertrauensvoll lasse ich los. Ich weiß, dass nur das Beste auf mich wartet.

Das ist eine ganz starke Affirmation, wenn du in Ängsten und Sorgen bist. Ich habe es viele Jahre täglich für mich genutzt. 

Dies ist eine wundervolle Erinnerung an dich, wenn du mit deinen Gedanken zu sehr in der Vergangenheit oder in der Zukunft gefangen bist. 

Unabhängig von meinen Rückschlägen finde ich immer wieder zu mir zurück. Ich bin belastbarer als ich denke. Das Leben findet immer einen Weg. Ich habe immer die Kraft, wieder aufzustehen.

Bleib im Vertrauen. Sei sicher, dass du immer den richtigen Weg gehen wirst. 

Wie du Affirmationen am besten für dich nutzt?

Versuche die Affirmationen zu fühlen. Mit welcher geht es dir jetzt gerade am besten? Nutze dann dieses mächtige Werkzeug, um deine Energie zu erhöhen und mehr liebevolle, sanfte Momente in dein Leben zu ziehen. Es geht nicht darum, deine „Probleme” zu ignorieren. Affirmationen sind eine wundervolle Möglichkeit, deine Gedanken neu zu sortieren. Dich von negativen Glaubenssätzen zu verabschieden und dich selbst zu fragen, wie du mit einem anderen Blick, aus einer anderen Perspektive, auf die aktuelle Situation schauen kannst.

Finde heraus, was am besten für dich funktioniert. Sprich sie laut aus, wiederhole sie immer wieder in deinem Kopf oder lade sie herunter und nutze sie zusätzlich als Hintergrund auf deinem Handy. Alles ist möglich.

Entwickle deine eigene Affirmation. Womit auch immer du gerade haderst, dreh es um und finde einen positiven Weg, dich der Herausforderung (oder deinem Problem) zu nähern. Wähle immer eine positive Formulierung in der Gegenwartsform. Ich habe … Ich bin … Liebevoll nehme ich an … Wiederhole sie immer und immer wieder und du wirst fühlen, wie sich deine Energie verbessert und sich deine Wahrnehmung der Dinge verändert.

Wisse, dass die Wiederholung deiner Affirmation nur die eine Seite des Weges ist. Womit du dich den Rest des Tages und der Nacht beschäftigst, ist noch wichtiger. Damit meine ich das Erschaffen des richtigen Bodens für das neue Saatgut. Die Affirmation kann nur der kleine Same sein und er geht auf, wenn du ihn auf fruchtbaren Boden fallen lässt. Sei achtsam bei der Wahl deiner Gedanken. Immer wenn du dich nicht gut mit etwas fühlst, kannst du sicher sein, dass es auch nicht gut für dich ist. Dann hast du die Wahl, das zu korrigieren.

Wenn du glaubst mit der Anwendung von Affirmationen, würden sich deine Probleme in Luft auflösen und sich alles um dich herum verändern, muss ich dich enttäuschen. Es ist ein Werkzeug und kein 3-D Drucker für ein neues Heim, ein besseres Leben, einen anderen Partner, ein neues Auto …

Affirmationen sind die kleinen täglichen Erinnerungen daran, wer du wirklich bist.

 Jetzt bist du dran: Welche ist deine liebste Affirmation? Ich liebe Inspiration und freue mich auf deine! Rein in die Kommentare damit.

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