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Ich will endlich wieder lieben

Ich will endlich wieder lieben

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Du wirst keine Antworten bekommen von den Menschen, die dich nicht lieben. Nicht lieben können, weil sie dich nicht sehen, nicht fühlen, nicht sein lassen. Menschen, die sich selbst nicht fühlen können, weil auch ihre Wunden so groß sind, dass sie nicht den Mut haben einen Blick darauf zu werfen. Die, wie du, bestrebt sind, Schmerz zu vermeiden, weil sie nicht schon wieder verletzt werden wollen. Wenn du dich vergräbst in der Hoffnung auf bessere Zeiten. Jede noch so kleine Geste der ersehnten Liebe nutzt, um weiter auszuhalten, festzuhalten, durchzuhalten. Wenn du Liebe mit Schmerz verwechselst.

Du wirst keine Antworten bekommen, wenn du dich in anderen suchst. Wenn du deinen Wert mit dem verbindest und abhängig machst von dem, was andere in dir sehen. Wer du in den Augen anderer bist. Weil wir in einer Welt leben, die Selbstwert meistens damit gleichsetzt, was du hast, nicht wer du wirklich bist.

Du wirst keine Antworten bekommen von all den Ablenkungen, die dich betäuben und deinen kümmerlichen Rest Lebensgefühl aufsaugen. Dich gut funktionieren lassen, damit du am Abend erschöpft ins Bett fällst. In einen traumlosen Schlaf, der dich für einige Stunden vergessen lässt. Denn noch bevor du die Augen wieder aufschlägst, sind sie da. Die Gedanken, die Sorgen, die Zweifel, die Trauer, die Angst.

Ich will endlich wieder lieben

Ich weiß, es gibt Tage, an denen sich dein Körper so schwer anfühlt, dass du das Gefühl hast, du zerbrichst unter der Last, die dir entgegengeschleudert wird. Tage, an denen du das Gefühl hast, nichts mehr in dir zu haben, was du geben könntest. Diese Tage, an denen deine Seele weint und du dein Herz nicht mehr erreichen kannst.

Augenblicke in denen du dich fragst, ob du zu tief geliebt hast. Zu viel vertraut. Dich zu wenig geschützt. Vielleicht sogar lange Momente, in denen du dich daran erinnerst, wie viel du hattest, bevor du alles verloren geglaubt hast. An jedem dieser Tage ist es wichtig, dich daran zu erinnern, dass du in dir die Kraft hast, deinen Schmerz zu beenden.

Es wird immer Begegnungen in deinem Leben geben, die dich vorwärtstreiben und solche, die dich unter ihrem Kummer begraben wollen. Die einschüchternd sind. Die dich in den siebten Himmel erheben und im nächsten Augenblick in der Luft zerreißen. Wir können die Tatsache nicht leugnen, dass es frustrierend und atemberaubend ist, gleichzeitig leer und voll. Voller Möglichkeiten. Voller Wunder. Das Leben ist Magie. An jedem einzelnen Tag.

Vertraue mir, wenn ich sage, es ist nie das Leben, welches es schlecht mit dir meint. Das Leben selbst ist immer für dich. Es verlangt Wachstum von dir. Und die Liebe heilt alles.

 

Verlasse, was dich gebrochen hat und heile

Es ist ein Paradox, das der Mensch, der Schmerz vermeiden will, zielstrebig immer wieder dahin zurückkehrt, wo er den meisten Schmerz erfahren hat. Ein kleines Zeichen – und sei es unserer Hoffnung geschuldet – reicht aus, um mit wehenden Fahnen zurückzulaufen.

Weil wir uns die Liebe und die Anerkennung so sehr wünschen, verfallen wir dem Irrglauben, wir könnten Menschen verändern. Oder vielleicht sogar dazu bringen, uns endlich zu lieben. Uns endlich zu sehen. Was sich aber selbst nicht fühlen kann oder will, wird sich nicht verändern.

Wenn aber dein Herz in Stücke zerrissen, dein Geist klein gehalten und deine Seele missbraucht wurde, dann gleicht dein Leben eher einer Nulllinie. Du verbietest dir dann jegliche Freude und tiefes Glück. Nichts fühlen müssen, weder gut noch schlecht, scheint ein sicherer Hafen zu sein. Die Liebe weicht der Angst.

Auch wenn du es in diesem Moment nicht glauben magst, aber es ist deine Wahl. Die Liebe ist immer da. Wir müssen uns nur auf sie zu bewegen. Uns ihr hingeben. Der Liebe vertrauen. Die schlechten Gedanken kommen von alleine, die Guten müssen wir suchen und für uns auswählen.

Ich will endlich wieder lieben

Eines Tages wirst du erkennen, dass die Liebe nicht von deinem Job, deiner gesellschaftlichen Stellung, deinem Titel, des Gehaltschecks, oder deiner Partnerschaft abhängig ist. Das du nicht gezwungen bist in die Fußstapfen anderer zu treten, um wie sie zu sein. Möglichst angepasst. Möglichst funktionsfähig und belastbar. Am besten so, wie es alle gerne mögen. Geschmeidig Ja sagend.

Eines Tages wirst du erkennen, dass du Liebe erfährst, wenn du dir deine Neugierde, auf das, was das Leben dir zu bieten hat, bewahrst. Und glaube mir, das ist so viel mehr, als du dir jetzt vorstellen kannst. Dass du Liebe erfährst, wenn du dich traust zu fühlen und deinem Herzen zu folgen. Deine Wahrheit lebst. Für dich einstehst. Dass du Liebe erfährst, weil du sanft mit dir bist. Weil du die Frau umarmst, die du in deinem Herzen bist. Weil du dir vertraust und glaubst.

Eines Tages wirst du erkennen, dass Lieben damit einhergeht mit sich selbst gut zu sein. Dass die Liebe nie in den Händen anderer gelegen hat. Dass Liebe dich selbst einschließt, nicht aus. Selbstliebe ist Verantwortung für dich zu übernehmen. Grenzen zu setzen. Nein zu sagen. Dich trauen, dich zu fühlen. Deine Verletzlichkeit anzuerkennen.

 

Und eines Tages wirst du dankbar sein, für deine Fähigkeit zu fühlen. Für deine Fähigkeit, dich selbst zu lieben aus der Tiefe deiner Seele. Für die Liebe, die unter deiner Haut blüht und leuchtet. Die Liebe, die du in deinem Herzen trägst. Wahrhaftige Liebe, die nur darauf wartet ans Licht zu kommen.

Mein Wunsch für dich

Ich wünsche mir für dich, dass du den Mut findest, dich deinem Schmerz zu stellen und dich für die Liebe zu entscheiden.

Mein Wunsch für dich ist, dass du die Angst loslassen kannst und nicht mehr davor zurückschreckst, deine Gefühle auszudrücken. Ganz egal, was du glaubst, welche Konsequenzen das für dich haben könnte.

Ich wünsche mir für dich, dass du erkennst, dass Freundschaften oder Beziehungen nicht immer ein ganzes Leben andauern. Menschen kommen und gehen auch wieder aus unserem Leben. Einige dürfen wir auch selbst rausschmeißen, damit wir weiter wachsen können.

Ich wünsche mir für dich, dass du weißt, dass Liebe dich nicht zerbricht. Stattdessen heilt sie dich und macht dich stärker. Liebe ist auch loslassen.

Mein Wunsch für dich ist, dass du im Vertrauen und mit Freude auf das blickst, was kommen mag. Vor allem wünsche ich dir, dass du den gegenwärtigen Moment ehrst und lebst.

Ich wünsche mir für dich, dass du dir vertraust und an dich glaubst.

Ganz viel Liebe für dich. Schön, dass es dich gibt.

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Warum du aufhören solltest, es allen recht zu machen

Warum du aufhören solltest, es allen recht zu machen

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Du wirst es nie allen recht machen

Du wirst nie gut genug für einen anderen sein, wenn er nicht die Fähigkeit, oder den Willen hat, dich zu lieben. So, wie du bist.

Selbst wenn du dein Bestes gibst, deine eigenen Wünsche immer wieder hinten anstellst, bis du dich gar nicht mehr fühlst. Auch wenn du dein Bestes gibst, für einen anderen da bist, wann immer er dich zu brauchen scheint. Und auch dann, wenn du dein Bestes gibst, die Erwartungen eines anderen zu erfüllen.

Denn nur das ist die Wahrheit:

Der Mensch, der dich wahrhaft liebt, stellt in seiner Liebe für dich keine Bedingungen. Auch in Momenten, in denen du nicht das leuchtende, strahlende Wesen bist. Wenn das Leben dir Herausforderungen und Schmerz schickt, du nicht weißt, wie es weitergehen soll, wird diese Liebe an deiner Seite sein. Und vertraue mir, wenn ich sage: Es gibt diesen Menschen, diese Liebe für dich!

 

Damit du zulassen kannst, dass du Gutes verdienst, musst du lernen, dich selbst zu lieben*. Deine eigenen Bedürfnisse herausfinden, dich trauen sie zu formulieren und sie für dich selbst erfüllen. Deine eigenen an dich gestellten Bedingungen loslassen.

Es sind deine Ängste, die dich schlecht beraten und dich glauben machen, du könntest jemanden verlieren, wenn du deine Wahrheit lebst.

Es ist die Angst und sie ist ein schlechter Begleiter

Es ist die Angst davor, von anderen abgelehnt zu werden. Sie entspringt aus der Sehnsucht nach Liebe und geliebt werden und ist bei uns allen so groß, dass wir dafür (fast) alles tun. Wir verbiegen uns teilweise bis zur eigenen Unkenntlichkeit und verlieren so einen Teil unserer Identität.

Diese Angst ist Meister der Tarnung.

Sie kommt gut verpackt daher und lässt uns im ersten Moment sogar gut fühlen. Na ja, also irgendwas, dass sich so anfühlt, als sei es gut. Aber nur oberflächlich. Quasi im Kopf, denn das Herzchen wird immer leiser. Weil sie so gut getarnt ist, fällt es uns auch so schwer, sie als solche zu erkennen. Ich soll Angst haben? Ich? Ganz sicher nicht.

Diese Angst ist Meister der Trennung.

Sie trennt uns von Liebe, Mut und unserem Herzen. Deswegen schlägt sie auch dann besonders gnadenlos zu, wenn wir beginnen zu lieben. Sie setzt sich in unserem Hirn fest und macht uns Glauben, wir wären nicht gut genug. Wir verlieren das Vertrauen und den Glauben an uns selbst. Just in dem Moment haben wir Angst davor, wir könnten jemanden verlieren. Wir seien für diesen Menschen nicht gut genug.

Ich habe viel Zeit meines Lebens mit ihr verbracht. Mit der Angst, von anderen abgelehnt zu werden. Nicht genug geliebt zu werden. Einfach nicht gut genug zu sein. Und weil es so viele tun, glauben wir es sei normal.

 

Die Lüge von „Normal ist gut“

Glaube ihr nicht länger, dieser Lüge. Sie will dir nur weismachen, dass es okay ist, sich anzupassen und zu verbiegen. Das stimmt nicht! Es ist nicht normal, seine Träume nicht zu leben. Eigene Wünsche immer wieder hinten anzustellen, nur um es jemanden recht zu machen. Sein eigenes Leben ins Wartezimmer zu setzen, um von jedem geliebt zu werden. Du wirst es nie allen recht machen.

Eine weitere Lüge ist, dass es nur ein paar wenige Privilegierte gibt, denen es vorbehalten ist, glücklich zu sein. Dass du nicht glücklich sein kannst oder darfst, existiert nur in deinem Kopf. Mach deine Herz-Hirn-Schranke auf und höre auf dein Herz, nicht auf dein Hirn. Hör auf damit deine Gefühle, Wünsche, Träume, Leidenschaften und Schmerzen in dir abzutöten, nur damit du vielleicht jemandem besser gefällst und besser in die große Masse der „Normalen“ passt. Damit du nicht aneckst und man dich mag.

Das macht dich krank! Es ist krank, sich so zu verbiegen. Und ganz ehrlich, Menschen, die mit „Liebesentzug“ drohen, weil du dich nicht so verhältst, wie sie es sich vorstellen, solltest du meiden. Verlasse sie. Bleibe nicht Teil ihrer Vorstellungen. Die wollen dir nichts Gutes. Sie wollen dich passend für ihre Vorstellung in ihrer Welt.

Du wirst es nie allen recht machen

Denn ganz gleich, wie du´s machst, machst du´s für sie verkehrt. Verzweifelt bemühst du dich und gibst dich am Ende geschlagen. Zumindest fühlst du dich so. Es hilft alles nichts, egal was du tust, es scheint nicht zu funktionieren. Das kann es auch gar nicht. Du wirst es nie allen recht machen. Verabschiede dich von diesem irrwitzigen Gedanken.

Wenn auch du bereits viel Zeit deines Lebens mit der Angst verbracht hast, nicht gut genug für andere zu sein, dann wirst du wahrscheinlich gar nicht mehr so genau wissen, was du magst. Was dir gefällt, dir guttut. Lass uns doch da gemeinsam anfangen. Ich helfe dir dabei.

Streiche alle Gedanken und Sätze, die sich daraus formen wollen, wenn sie mit „Ja, aber …“ beginnen. Ausnahmslos. Du wirst sehen, je mehr du dir darüber bewusst wirst, in welchen Situationen du dich beginnst zu rechtfertigen, umso schneller wirst du erkennen, was du nicht willst und gerne wollen würdest. Dieses „wollen würdest“ findest du gut sichtbar in deinen Träumen. Schau mal nach in deinen Schubladen und hol sie runter vom Friedhof der begrabenen Träume und nicht gelebten Leben. Entdecke dich neu. Sei neugierig auf dich.

Es ist Zeit, dir zu vergeben

Es ist Zeit, dir zu vergeben, dass du mit weniger zufrieden warst, als du verdient hast. Dass du dich jemandem hingegeben hast, der nicht wusste, was er mit deiner zarten Seele anfangen soll. Der die Schönheit in dir nicht erkennen konnte und all das Gefühl, all die Liebe, die du in dir trägst.

Es ist Zeit, dir zu vergeben, dass du selbst diese Liebe in dir nicht fühlen konntest. Dass du dich nicht getraut hast deine Weichheit zu zeigen. Dir selbst zu vergeben, dass du geglaubt hast „Ich liebe dich.” bedeutet „Ich bleibe bei dir, egal, was du mir antust.”

Es ist Zeit, sich selbst für die Menschen zu vergeben, die dich verlassen, oder sich von dir abgewendet haben. Für diejenigen, die dir das Gefühl gegeben haben, dass du es nicht wert bist, so geliebt zu werden, wie du andere geliebt hast.

Es ist an der Zeit, sich selbst für das blinde Vertrauen zu verzeihen, das du anderen geschenkt hast und sie dir so neue Wunden zufügen konnten. Dass du dich geöffnet hast und ihnen so die Möglichkeit gegeben hast, dass sie dich mitten ins Herz treffen und dort ihre Erinnerungen hinterlassen konnten. Dafür, dass sie so viel von dir nehmen konnten.

Es ist Zeit, dir selbst zu vergeben, dass du einmal mehr weniger akzeptiert hast, als du verdient hast. Es ist an der Zeit zu verstehen, dass du nicht wissen kannst, wie lange jemand an deiner Seite bleibt und einen Teil des Weges mit dir geht. Dass du ihn nicht mehr lieben konntest, als du es getan hast. Zeit zu verstehen, dass du niemandem beibringen kannst, deinen inneren Kern zu verstehen.

Vertraue mir

Vertrau mir, wenn ich sage, dass es eine Liebe für dich gibt. Es ist die Art von Liebe, die genau die Sprache versteht, die dein Herz spricht. Diese Liebe wird dich nicht für selbstverständlich nehmen. Sie wird deine alten Wunden nicht aufreißen, sondern sie heilen.

Diese Liebe wird sich über alles erheben, was du jemals gefühlt hast. Sie wird nicht an dir rummäkeln oder versuchen dich zu verändern. Sei geduldig, mild und sanft mit dir. Lass dich nicht in die Arme derer zurückfallen, die dich bereits gebrochen haben. Lass dich von deinen Wunden und Narben nicht davon überzeugen, dass du keinen Wert hast.

Vertraue der Liebe, von der du in deinem Herzen weißt, dass du sie verdienst. Sie wird kommen. Beginne bei dir selbst.

Sei nicht normal, denn nicht normal sein, macht gesund. Pass dein Innenleben nicht an dein äußeres Leben an. Mach es umgekehrt und lebe deine Gefühle. Unterdrücke sie nicht länger. Lass deine Seele heile werden. Sei gut zu dir, auch wenn es anstrengend wird.

Es gibt so viele Wege, die dich zu dir selbst führen können, dich selbst lieben lernen und das ganz ohne, dass du dich dafür unter Druck setzt. Peitsch dich nicht länger selbst aus, wenn es kleine Rückschläge auf deinem Weg gibt. Es ist Dein Leben. Mach was, mach das, was für Dich passt.

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Die Angst, dich zu verlieren

Die Angst, dich zu verlieren

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Von der Angst getrieben, einen geliebten Menschen zu verlieren, machen wir alle Dinge, die uns selbst nicht guttun. Dabei überhören wir großzügig unsere eigene innere Stimme und mutieren zu einer Ich-mach-alles-für-dich-Frau. Nicht nur in einer Liebesbeziehung, sondern in jeglichen Beziehungen. Nur nicht für uns selbst. Ich glaube, ich weiß genau, wie du dich fühlst und was du brauchst. Ein neues Selbstwert-Mindset!

Als ich mit der Ich-mach-alles-für-dich-Frau Schluss gemacht habe, ging es mir erst gar nicht gut. Auch ich hatte Angst davor, Menschen zu verlieren. Ich hatte Sorge vor Ablehnung. Angst, nicht geliebt zu werden. Neinsagen war unbekanntes Gebiet. Ich kannte mich schon viel zu lange selbst nicht mehr. Ich hätte dir keine Antwort geben können auf die Frage nach meinen eigenen Bedürfnissen. Zumindest nicht, ohne mich zu rechtfertigen. Nicht nur vor anderen, sondern vor allem auch mir selbst gegenüber. Ich hab mir sogar selbst klarmachen können, dass die Bedürfnisse der anderen auch meine wären. Hey, ich mache das doch gerne. Vor lauter Verständnis für andere vergaß ich mich selbst. 

Immer häufiger jedoch hatte ich ein Gefühl von Unwohlsein, wenn ich einmal mehr nicht für mich selbst einstehen* konnte. In meinem Kopf aber tobten die Gedanken. Begleitet wurden sie allesamt von dem Gefühl, ich sei nicht gut genug und der Angst, anderen vor den Kopf zu stoßen. 

Ihre Anerkennung und Liebe zu verlieren. Und so fühlte ich mich oft unsicher, als ich begann mein Leben nicht mehr nach anderen auszurichten. So unsinnig es sich auch anhören mag, ich verließ sicheres Terrain. Das war so ein bisschen wie neu laufen lernen. Was ich wirklich lernen musste, war mich selbst lieben.

Der Schrei nach Harmonie

Du bist supersensibel, hast die Stimmung im Raum schon aufgenommen, bevor das erste Wort gewechselt wurde? Klar magst du es gerne harmonisch, weil es sich unrund anfühlt, wenn dich die Energien der anderen anspringen. Den Fehler suchst du bei dir selbst? Kenn ich. 

Auch ich bin eine sehr feinfühlige Frau und bevor ich lernte, mit meiner Sensibilität umzugehen, war ich innerlich davon getrieben Harmonie herzustellen. Auszugleichen. Und dafür war ich bereit, einen hohen Preis zu zahlen. Nicht imstande Nein zu sagen und auch mal eine Auseinandersetzung durchzustehen, blieben die eigenen Wünsche auf der Strecke. Mal ganz abgesehen davon, dass ich sie ja gar nicht mehr kannte. Als vermeintlich einfachsten Weg wählte ich den der Anpassung an die Bedürfnisse anderer. 

Glücklich wird man so leider nicht, denn Harmonie ist, im Einklang mit sich selbst zu sein. Wenn man jedoch die Augen vor sich selbst verschließt, sich selbst verleugnet, sich nicht traut liebevoll auf sich selbst zu schauen, dann wird man weiterhin außerhalb von sich nach Einklang suchen. 

Dann ist da noch das Ding mit der Liebe

Als Ich-mache-alles-für-dich-Frau bekommst du für deine ewige Aufopferung für andere natürlich auch eine gewisse Anerkennung. Das wollen wir zumindest gerne glauben. Wir verwechseln das sogar mit Liebe. Und wir wollen so gerne geliebt werden. 

Ich empfinde eine tiefe Freude, wenn sich andere freuen. Wenn ich anderen etwas Gutes tun kann, geht mein Herz auf. Ich bin so voller Liebe, dass ich oft das Empfinden habe, mein Herz läuft über. Ich musste aber erst lernen, diese Liebe auch mir selbst zu schenken. 

Vielleicht dreht sich auch dein Weg gerade nicht um andere. Vielleicht dreht sich deine Reise gerade nur um dich. Vielleicht ist dies die Zeit, in der du herausgefordert wirst, deine eigene Retterin und dein eigener sicherer Ort zu sein. Vielleicht wirst du im Moment daran erinnert, dass die Menschen, die sich von dir abgewendet haben, weil du für sie nicht mehr gut genug funktioniert hast, dich immer nur zu dir selbst zurückführten. Dich immer nur hierher führten. In dein Innen.

Und hier darf es dir gut gehen. Hier darfst du heile werden. Dich selbst erkennen. Jetzt ist die Zeit, in der du dir die gleiche Liebe schenkst, die du immer anderen gegeben hast. Es ist Zeit, die Vergangenheit loszulassen und dein Herz für die Liebe zu öffnen, mit der du geboren wurdest. Jetzt ist die Zeit, dich für die Wunder in deinem Leben zu öffnen. 

Du darfst verstehen, dass es in Ordnung ist, eine zarte und müde Seele zu haben. Du darfst anerkennen, dass es in Ordnung ist, sich selbst gegenüber sanft zu sein, dass es in Ordnung ist, das zu fühlen, was du fühlst. Du darfst wissen, dass es in Ordnung ist, nicht in Ordnung zu sein, dass es in Ordnung ist, traurig zu sein. 

Manchmal ist es schmerzhaft

Ich weiß. 

Mensch zu sein bedeutet anzunehmen, dass das Leben dich mit Umständen konfrontieren wird, die du schon lange und tief in dir begraben hast. Mit Dingen, deren Anerkennung schmerzhaft sein wird. Mit Menschen, die dich auf eine Art und Weise triggern, die in dich eindringen und dich so tief berühren, dass es schmerzhaft ist.

Das Leben schickt dir Menschen, die selbst all die verletzten Teile in sich tragen, die auch in dir sind. Weil dir das wehtut, lehnt dein Verstand sie ab. Wer will schon in seine eigenen Wunden schauen? Du richtest dich lieber in deinem Schmerz ein. Verfluchst ihn. Machst andere dafür verantwortlich und beschämst dich selbst mit niederträchtigen Gedanken. 

Trau dich herauszufinden, wer du wirklich bist. Welche Talente du hast. Was dir wahre Freude bereitet, und komm in deine innere Balance. In deine Kraft. In deine Weiblichkeit. Denn was sie uns nicht erzählen, ist, dass ein Mensch zu sein eine Menge Herausforderungen für uns bereithält. Dass es verwirrend und chaotisch sein kann.

Öffnest du dein Herz für dich selbst, wird die Liebe dir Heilung schenken. Nimm deine Verletzlichkeit in den Arm, wiege sie, küsse sie sanft und lass sie sein, wo sie ist. Erkenne sie an. Schenke ihr Liebe. Liebe dich selbst. Kümmere dich um dich selbst. Sei dein eigenes Zuhause. Auch an den Tagen, an denen du dich nicht magst.

Das Leben wird dich immer wachsen lassen, weil Leben Wachstum ist. Wehre dich nicht dagegen, sondern nimm es an. Manchmal scheint es dich fast zu zerbrechen. Aber nur fast. Das Leben will dich erblühen sehen und es wird dir viele Momente schenken, die dir auf deinem Weg ein guter Lehrer sein werden.

Mach dich bereit

Manchmal kommen diese Lehrer und tragen Verlust in sich. Sie kommen schmerzhaft und unbequem daher. Sie verlangen von dir, dass du dich ihnen öffnest und hingibst, um Heilung zu finden. Bleib im Vertrauen. Das Leben ist immer für dich. Mach dich bereit für seine Wunder.

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Willst du wirklich so sein, wie andere dich gerne hätten?

Willst du wirklich so sein, wie andere dich gerne hätten?

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Willst du wirklich so sein, wie andere dich gerne hätten? Oder bist du bereit, der Welt zu zeigen, wie wundervoll du bist?

Stell dir vor, du würdest dich nicht mehr klein machen, um in das Leben der anderen zu passen. Du könntest deine ewigen Selbstzweifel in die Wüste schicken und dem Anpassungsmonster in dir den Krieg erklären. Ich weiß, dass da draußen eine Welt wartet, die uns sagt, was wir angeblich wirklich brauchen, um glücklich zu sein und geliebt zu werden. Wer aber behauptet, dass all jene, die nicht aufhören, uns etwas vorzugaukeln, recht haben?

Ständig sind wir umgeben von mehr oder weniger auffordernden Werbebotschaften, gut gemeinten Ratschlägen aus unserem Umfeld und den sogenannten gesellschaftlichen Idealen. Dem Mainstream. Hierbei ist die Aussage immer klar und gleichermaßen verlockend: Jeder wird dich lieben! Dein Kind, dein Partner/in, deine Freunde werden glücklich und stolz auf dich sein, wenn du tust, was sie von dir erwarten. Und das ist es doch, was wir wollen, oder? Wir wollen geliebt werden!

Die wichtigste Botschaft an dieser Stelle: Du bist gut so, wie du bist. Du bist genug!

Willst du wirklich so sein?

Mainstream ist das wirklich dein Ziel?

Glaub mir, du wundervolle Frau, der Mainstream interessiert sich nicht für deine Bedürfnisse. Er tut nur so. Und das exakt so lange, wie du eine von ihnen bist. Er ist sich nicht zu schade, die Säue durchs Dorf zu treiben und Klischees zu zelebrieren. Es ist der Mainstream, der nachplappert, Scheuklappen trägt und ausgrenzt.

Alle arbeiten mit deinem Mangel, die Fernsehformate, die Werbung, dein Arbeitgeber und sogar die sogenannten „Freunde“. Du bist das wert, was du bekommst, und das ist nicht immer viel, vor allem selten angemessen. So empfinden wir uns leider allzu häufig als minderwertig und weil sich das für uns gar nicht gut anfühlt, landen wir im Mangel.

Das florierende Geschäft mit unserem Mangel

Da ist es also dieses Gefühl, mit dem sich dann so wunderbare Geschäfte machen lassen. Darauf werden wir von klein auf gedrillt. Hey, und wir leben in einem Land, in dem wir Frauen im Durchschnitt noch immer etwa 20 % weniger verdienen, als unsere männlichen Kollegen. Das wohlgemerkt bei gleicher Stellenbeschreibung, gleicher oder besserer Qualifikation und oft einer besseren Performance. Wow!

Zunächst einmal brauchst du also eine 1a Vita. Diese sollte überdurchschnittlich sein, keine Fehlzeiten.

Ach ja, wenn du Kinder hast, dann erwähne bitte, dass alles geregelt ist. Nanny und so … Wenn du noch keine Kinder hast, dann solltest du auch, zumindest für deinen Arbeitgeber, keine wollen.

Die Vita brauchst du aber nicht nur für Bewerbungen und Vorstellungsgespräche, sondern leg dir auch eine zurecht, wenn du mit deinen Arbeitskollegen, Nachbarn, der Familie redest, oder dich mit deinen „Freunden“ triffst.

Willst du wirklich so sein?

Du spielst die Hauptrolle in den Zielen von anderen Menschen.

Wenn du in dich hineinfühlst, dann spürst du genau das. Du kannst es aber nicht in Worte fassen. Stattdessen reagiert häufig dein Körper. Du fühlst dich müde, gestresst, überfordert, der Rücken schmerzt, der Magen kneift, die Ohren sausen …

Dennoch fällt es uns dann oft schwer zu erkennen oder gar auszusprechen, was wir wirklich wollen. Egal, ob es um die persönliche Entwicklung, die Liebe oder den Job geht. Ich helfe dir und sage:

Du darfst

  • deine Hauptrolle in den Zielen der anderen ablehnen.
  • erfahren, was du wirklich willst.
  • deine eigenen Bedürfnisse leben.
  • dich selbst lieben!

    Ich kann mir vorstellen, was du jetzt vielleicht denkst. Alles supi, aber wie soll ich das schaffen? Ich weiß ja nicht mal, was ich will. Lass uns das gemeinsam herausfinden.

    Wie du Klarheit erreichst, über das, was du wirklich willst.

    Lerne zu unterscheiden, was du willst und was möglicherweise jemand anderes in dir sehen will.

    Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es uns meisten viel leichter fällt zu beschreiben, was wir nicht wollen. Aus diesem Grund gebe ich dir eine kleine Aufgabe an die Hand, mit derer Hilfe du ein wenig mehr über dich und deine Bedürfnisse erfahren kannst.

    Eine kleine Aufgabe für heute

    Und ich weiß, der erste Schritt ist der schwerste. Es ist also nicht wichtig, wie viele Punkte du hier aufschreibst, sondern dass du beginnst! Heute!

    1. Nimm dir ein Blatt Papier, oder hole dir hier eine Vorlage. Jetzt beginne damit zunächst alle Dinge zu notieren, die du in deinem Leben nicht mehr willst. Das dürfte dir leicht fallen, denn das wissen wir meist sehr genau. Wir trauen uns nur nicht, das in eigene Wünsche und Bedürfnisse umzuwandeln.

    Als ich begonnen habe mit dieser Liste zu arbeiten, habe ich z. B. als Erstes aufgeschrieben:

    Ich will nicht mehr so viel arbeiten.

    2. Schaue dir jetzt wieder die Liste an und starte mit: Das will ich. Lass dir Zeit dafür, es geht hier nicht um Schnelligkeit, sondern darum dich selbst zu entdecken und dein Leben zu verändern! Deine Antwort schreibst du dann an die entsprechende Stelle in deine Tabelle.

    Mir wurde an dieser Stelle klar: Ich will mehr Freizeit.

    3. Im nächsten Schritt denke darüber nach, warum du das willst. Was steckt dahinter, was versprichst du dir davon?

    So war es bei mir: Ich habe darüber nachgedacht, was bedeutet Freizeit für mich? So bin ich auf meine Antwort gestoßen. Ich will mehr Zeit für mich. Ich will Zeit für die Meditation, Zeit in die Natur zu gehen, Zeit zum Durchatmen. Will mich mehr spüren.

    4. Was müsste ich dafür tun, um mein Bedürfnis zu erfüllen? Dieser Punkt ist sehr wichtig für dich. Hier beginnst du, deinen Bedürfnissen ein Bild zu geben und sie zu fühlen. Je stärker dein Gefühl dafür wird, umso mehr wirst du später auch leidenschaftlich dafür einstehen, dass du diese Bedürfnisse auch erfüllst! Also nimm dir Zeit dafür.

    Was ist bei mir passiert?

    Mir ist so viel durch den Kopf gegangen, es hat so richtig in mir gearbeitet. Ich bin schließlich zu der Erkenntnis gekommen, dass es nicht nur mein Job ist, der mir zu viel Zeit klaut. Es war das Gesamtpaket.

    Ich habe mich ständig für die Hauptrolle in den Zielen anderer beworben und diese Rolle auch leidenschaftlich übernommen.

     

    Somit lag es auf der Hand: Ich müsste lernen Nein zu sagen und mich neu organisieren. Ich bin ehrlich, auch ich war zu dieser Zeit in der Theorie sehr gut, aber in der praktischen Umsetzung, naja. Mein Weg zu der Frau, die ich heute bin, war oft hart. Okay, ich war hart zu mir. Mein Online-Meditations-Kurs – Ich werd mich dann mal Selbstlieben – wird dir für deinen Weg sicher eine Hilfe sein.

     

    5. Du hast es fast geschafft. Denke darüber nach, was könnte dein erster Schritt sein. Du musst nicht alles auf einmal schaffen. Je machbarer dein erster Schritt ist, umso wahrscheinlicher ist es, dass du diesen auch umsetzt. Denke auch daran, dass dein Umfeld, also z. B. deine Familie, dein Partner/in, nicht in deinen Kopf schauen kann. Wenn du Schritt für Schritt weitergehst, dann haben sie eine Chance dir zu folgen und dich zu verstehen.

    Deine Veränderung ist auch immer eine sichtbare und wahrnehmbare Veränderung für deine Umwelt.

    Nimmst du sie mit auf deinen Weg, dann ist es einfacher für alle.

    Das war mein erster Schritt: Ich plane 3-mal in der Woche, 1 Stunde nur für mich ein. Und das ist nicht verhandelbar!

    Wie gesagt, es geht bei dieser Aufgabe nicht um Geschwindigkeit. Nimm dir die Zeit, die du brauchst, sowohl in der Findung als auch in der Umsetzung. Aber, bleibe dran! Schaue hin und wieder auf deinen Zettel, überprüfe, ob das noch stimmt, was da steht, oder hat sich vielleicht mittlerweile etwas geändert.

    Du wirst dich ganz sicher verändern. Du wirst bewusster. Du übernimmst die Hauptrolle in deinem Leben und glaube mir, das fühlt sich gigantisch gut an!

    Sei im Geiste und im Herzen jung, wild und unabhängig.

    PS. Schreib mir von deinen Bedürfnissen! Kennst du sie?

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    Die wundervolle Verwandlung einer Nicht-Nein-Sagerin

    Die wundervolle Verwandlung einer Nicht-Nein-Sagerin

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    Die wundervolle Verwandlung von einer Nicht-Nein-Sagerin in eine Ich-steh-für-mich-ein-und-setze-smarte-Grenzen-Frau! 

    Oh ja, ganz schwieriges Thema, dieses Nein sagen und Grenzen setzen. Eins kann ich dir schon jetzt versprechen: Ich werde dir auch in diesem Artikel kein X für ein U vormachen, denn es hilft dir nicht, wenn ich dir einen Haufen Theorien um die Ohren haue. Mir ging es jedenfalls ziemlich lange so, dass ich auch auf lieb gemeinte Ratschläge mit einer heftigen inneren allergischen Reaktion zu kämpfen hatte. Nenne ich es hier einmal: Hohle-Phrasen-Kotzreiz.

    Besonders dann, wenn die Person, von der ich diese leeren Worthülsen in meinen Ohren wahrnehmen musste, selbst das beste, schlechte Beispiel war. Gedacht hab ich dann oft: „Man, ich weiß es doch.” „Mach du es erst mal besser als ich und dann höre ich dir wieder zu.“

    Ich wollte das nicht hören. Und auch nicht auf meine eigenen nicht perfekten Seiten schauen.

    Sind wir doch mal ehrlich: Wissen tun wir ja so einiges, aber wir bringen es nicht fertig, das auch umzusetzen. Das ist genauso, als wenn du deine theoretische Führerscheinprüfung mit 0 Fehlern meisterst, aber schon zum 5. Mal durch die praktische Prüfung gefallen bist. Zum 6. Mal trittst du wahrscheinlich gar nicht an und beruhigst dich dann mit besänftigenden Ausflüchten: Eigentlich brauche ich auch gar keinen Führerschein, per pedes, Bus und Bahn tun es auch. Reicht ja, wenn meine Freunde einen Führerschein haben.

    Das wir keine eigenen Grenzen setzen und nicht Nein sagen können, reden wir uns dann auch schön. Was bleibt, ist oft die Hoffnung, dass der/die andere es doch irgendwann merken muss, dass wir damit überfordert sind und uns die Entscheidung ein Nein herauszuquetschen, abnimmt. Oder wir glauben, dass das alles gar nicht so schlimm ist. Ein Gefallen mehr oder weniger?

    Warum es uns so schwerfällt, Nein zu sagen

    Früher ging es doch auch, erinnerst du dich? Ganz sicher gab es in deinem Leben eine Zeit, in der es dir leichter fiel Nein zu sagen. Kein Scherz. Nur das deine Eltern diese Phase „deine Trotzphase“ nannten. Hier erfahren wir zum ersten Mal, dass ein Mensch den wir lieben, uns Grenzen setzt, oder uns zurückweist: „Nein, das darfst du nicht.“ „Das ist gefährlich.“ Nein, sonst wird die Mama/der Papa böse.“ Nein, dann ist die Mama/der Papa traurig.“

    Wenn wir älter werden, kommen Sätze wie diese hinzu: „Nein, das macht man nicht.“ „Nein, das gehört sich nicht.“ So lernen wir dann im Laufe unseres Lebens, häufig mithilfe des klassischen Liebesentzugs durch unser direktes Umfeld, dass das mit dem Neinsagen gar nicht einfach ist.

    In unserer Gesellschaft wird das Neinsagen gleichgesetzt mit Egoismus, mangelnder Hilfsbereitschaft und Unhöflichkeit. Sagen wir Nein, dann werden wir oft mit dem Unverständnis unseres Gegenübers konfrontiert. Nicht selten fühlen wir uns selbst auch erst mal vor den Kopf geschlagen, wenn wir ein Nein zur Antwort bekommen. „Hä, wie jetzt?” „Das war doch sonst auch immer okay.” Das Nein wird persönlich genommen und schwups fühlen wir uns abgelehnt. Oder unsere Ich-bin-nicht-gut-genug-Frau hat das Ruder im Kopf übernommen und wir sind es nicht wert, dass man etwas für uns tut. Klingt doch logisch.

    Mein Leben als Nicht-Nein-Sagerin

    Ich war so ein typischer Fall einer Ja-Sagerin. Zuletzt ging das so weit, dass ich anfing, mich ständig über meine Hilfe für andere zu definieren. Ich habe mir nicht erlaubt mich selbst und meine eigenen Bedürfnisse zu fühlen. Ich habe das Wohl anderer immer häufiger über mein eigenes gestellt. In dieser wahnwitzigen Vorstellung konnte ich gar nicht mehr Nein sagen, weil ich mich dabei selber schlecht gefühlt habe. Alles für den Dackel, alles für den Klub. Michi macht das schon.

    Eigene Prioritäten? Damit war ich immer sehr flexibel. Die konnten gerne warten. Es ging ja nur um mich. In der Tiefschlafphase meines Selbstbewusstseins, war an Selbstliebe nicht zu denken. Damit ich mich geliebt fühlen konnte, war ich ständig auf der Suche nach Anerkennung. Sie sollte dieses Loch stopfen, das ich in mir wahrnahm.

    Dumm nur, dass das ein großes schwarzes Loch war. Gab es Anerkennung, Lob oder Liebe von außen, verschwanden sie nach kurzer Zeit in eben diesem. Mein schwarzes Loch war sehr gefräßig und um es zur Ruhe zu bringen, suchte ich nach immer mehr wohlwollender Zustimmung außerhalb von mir. Wie gelingt das am besten? Klarer Fall von Logik: Anderen zu Gefallen sein. Sich für andere aufopfern. Ja sagen. Hinfallen. Aufstehen. Weitermachen. Zu blöd, dass ich dabei im Kreis lief. Kein Ende in Sicht.

    Meine wundervolle Verwandlung von einer Nicht-Nein-Sagerin …

    … kam nicht über Nacht. Sie ging vielmehr Hand in Hand mit meinem wachsenden Bewusstsein für mich selbst. Nachlesen kannst du diesen Weg in meinem Buch: Für dich einstehen, steht dir gut.

    Während ich mein Ego dabei beobachten konnte, wie es beweinte, was es verloren hatte, empfand mein Geist große Freude über das, was er gefunden hatte. Die Verbindung zu meiner Seele. Das wachsende Vertrauen in meine mir innewohnenden Kraft und Liebe.

    So wuchs der Mut, mich anzuschauen. Mich zu fühlen. Mit allem, was da war. Ich gab mir die innere Erlaubnis, eigene Grenzen zu formulieren. Erst mal nur für mich, damit ich ein Gefühl dafür bekommen konnte. Nach außen habe ich mich anfangs nicht getraut, das auszusprechen. Die Angst vor meiner eigenen Kraft war noch recht präsent. Aber es war die Geburtsstunde der Ich-steh-für-mich-ein-und-setze-smarte-Grenzen-Frau!

    Wo es mir besonders leicht fiel, Nein zu sagen

    Meine ersten Für-mich-einstehen-Steh-Versuche unternahm ich bei allem, was man einfach macht, weil es sich (angeblich) so gehört. Das gelang mir richtig gut, da ich mit Prinzipienreiterei schon immer meine Schwierigkeiten hatte. In der Folge begann ich meine Grenzen auszuweiten:

    • auf alles, was reine Zeitverschwendung ist
    • was meine Energie klaut
    • auf Menschen, mit denen ich keine Zeit verbringen wollte

    Das war oft hart, denn all die Menschen, die es bislang gewohnt waren, dass ich immer verfügbar, und scheinbar willens war, ihre Wünsche zu erfüllen, waren nicht so begeistert. Ich meine, wenn ich meinen Hund jeden Morgen zur selben Zeit Gassi führe, versteht der auch nicht, wenn er plötzlich warten muss und ungewohnte neue Zeiten anbrechen.

    Der Hund wird das hinnehmen. Die Menschen in deinem Umfeld setzen jedoch häufig alles daran, ihre lieb gewonnenen Privilegien wiederzuerlangen. Dafür werden gerne alle Register gezogen, das reicht über sich hilflos stellen, bis hin zum Liebesentzug.

    Steh, du wundervolle Frau

    Steh für dich ein und lass es nicht zu, dass dich deine Ängste wieder packen und zurück in das Land der Nimm-alles-von-mir-ich-gebe-gerne-Frau führen. Gerne geben, hat nichts damit zu tun, dass wir ein Selbstbedienungsladen für andere werden.

    Meine Anfänge Nein zu sagen wurden meistens von einem Redeschwall aus Rechtfertigungen begleitet. Bis es mir irgendwann auf die Nerven ging, mich selbst so reden zu hören. Heute kommen solche Erklärungsversuche nicht mehr so oft vor. Ich erwische mich dabei, noch bevor die Worte meinen Mund verlassen können. Lache im Geiste kurz mit ihnen und entlasse sie in die Freiheit des Gedankenuniversums.

    Ich habe gelernt, mich verständis- und liebevoll abzugrenzen. Ich brauche kein schroffes Nein, sondern kann mit all meiner Liebe auf den Menschen schauen und meine eigenen Bedürfnisse achten.

    Was ich dir gerne mit auf deinen Weg geben möchte

    Leg das Korsett aus falschen Ängsten, Sorgen und Selbstzweifeln ab. Es hält dich nicht und du zerbrichst nicht, wenn du es ablegst. Es verrät dich und macht dich klein, wenn du es weiterhin trägst.

    Menschen, die dir mit Liebesentzug drohen, lieben dich nicht. Sie wollen, dass du funktionierst.

    Der Begriff Liebe ist dermaßen überstrapaziert, dass wir tatsächlich glauben, etwas leisten zu müssen, um sie zu verdienen. Das ist falsch! Liebe stellt keine Bedingungen. Liebe lässt dich nicht falsch fühlen und missversteht dich nicht. Wahrhafte Liebe nimmt dich an die Hand und lässt dir Raum, dich zu fühlen, dich auszudrücken. Sie lässt dich sein.

    Liebe weiß, dass du nicht perfekt bist. Sie versteht, dass du Zeit und Raum brauchst, um zu heilen, und gewährt dir beides. Die Liebe, von der ich hier schreibe, wird dich nie festhalten oder dir die Flügel stutzen. Sie ist deine Nahrung, damit du deine Flügel wachsen lassen kannst, um den Himmel zu berühren.

    PS. Was macht dir Angst vor dem Nein sagen?

    Foto: Adobe Stock

     

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