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Verletzungen – Narben auf deiner Seele (wie du Heilung findest)

Verletzungen – Narben auf deiner Seele (wie du Heilung findest)

All das, was dich verletzt hat, mag Narben auf deiner Seele hinterlassen haben. Vielleicht sogar tiefe, hässliche, noch immer blutende Wunden. Aber all diese furchterregenden Verletzungen haben es nicht geschafft, dich zu zerstören. Du hast sie überlebt und genau darin liegt die Zuversicht.

Eine lange Leidensgeschichte

Häufig ist die Leidensgeschichte lang. Viel zu viele hässliche Wörter haben dich erreicht. Gesten der Herabsetzung haben dich gekränkt. Herabwürdigende Blicke scheinen dein Herz durchbohrt zu haben. Du hast dir aber nie erlaubt, dagegen anzugehen. Im Gegenteil, du nahmst und nimmst diese Worte an und in dir auf, hast all die Gesten und Blicke ertragen, bis du selbst daran geglaubt hast. Und du tust es noch immer.

Verletzungen – Narben auf deiner Seele

Ich weiß genau, wie es sich anfühlt, wenn das Herz nicht aufhören will zu brennen. Wenn der Schmerz so tief sitzt, dass du glaubst, nie wieder lieben zu können. Wenn dir der Atem stockt, weil du dich in deinen Verletzungen gefangen fühlst.

Wenn du immer wieder gibst, Vertrauen schenkst und glaubst, dass endlich alles wieder gut wird. Du immer wieder Kraft aus dir schöpfst, um für andere da zu sein, bis du selbst leer und ausgebrannt am Boden liegst.

Wenn sich die Einsamkeit in dir breit macht und du dort, wo dein Herz liegt, nur noch ein großes Loch fühlen kannst.

Wenn die Welt um dich herum nicht sieht, wie du innerlich verbrennst. Deinen Schmerz und dein Leid nicht erkennt und du es nicht mehr fühlen magst.

Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn du dich unverstanden fühlst und nicht gesehen. Wenn dein Bauch explodiert und du all den Schmerz nicht länger ignorieren kannst. Wenn die Narben auf deiner Seele nach Heilung schreien.

Gerade dann verstecke dich nicht länger vor dir selbst. Gerade jetzt ist es Zeit aufzustehen. Für dich einzustehen. Dich selbst anzuschauen und ganz besonders sanft mit dir selbst zu sein.

Erlaube dir, deine Geschichte selbst zu schreiben

Nichts und niemand, außer dir selbst, kann dir verwehren, dir für all das Raum zu nehmen, was du vom Leben willst. Für das, was du dir erhoffst und in den tiefsten Tiefen deiner Seele nicht nur fühlst, sondern weißt. Ermächtige dich dieses Wissens und nutze es dafür, dein Leben mit deinem Sein zu füllen. Mit deinen Wünschen, deinen Träumen, deinen Hoffnungen, deinem Mitgefühl, deiner Liebe.

Sei die Frau, die du immer schon sein wolltest. Hol dir vom Leben, was du dir ersehnst. Hör damit auf, dich selbst klein zu machen. Rede all das, wofür du dich einsetzt, nicht länger klein, sondern erkenne deine Fürsorglichkeit als deine besondere Stärke an. Lebe deine Leidenschaft und deine Überzeugungen.

Sei alles andere als normal. Denn normal zu sein in einer Welt, wie sie sich uns heute darbietet, hat mit Natürlichkeit und Wahrhaftigkeit wenig zu tun.

Normal sein bedeutet in dieser Welt heute nichts anderes, als für andere passend zu sein. Für das Bildungssystem, für den Arbeitsmarkt, für die Gesellschaft. Weiter heruntergebrochen heißt das nichts anderes, als passend zu sein für die Menschen in deinem Umfeld und gut zu funktionieren, damit es alle leichter haben. Vor allem die anderen.

Der Frauen-funktionieren-besser-Club

Glaube mir, ich war jahrelang die erste Vorsitzende im Frauen-funktionieren-besser-Club und habe den ganzen Wahnsinn auch geglaubt. Ja, ich habe ihn sogar mit Leben gefüllt. Ich bin gut, wenn ich einen guten Job habe. Mein Konto prall gefüllt ist. Meine Schuhsammlung selbst Carry Bradshaw vor Neid erblassen lässt. Ich auf meine Kinder stolz sein kann.

Einen Partner an meiner Seite habe, der mich aufwertet. Meinen Wert davon abhängig mache, was andere von mir denken und wie sie mich gerne sehen wollen. In der Rolle, die sie für mich vorgesehen haben. In einem Leben, das daraus besteht, gut zu funktionieren und es anderen Recht zu machen.

Und als ehemalige Vorsitzende dieses Clubs sage ich dir: Nichts ist normal daran, sich selbst nicht fühlen zu dürfen!

Dich selbst fühlen ist natürlich

Für dich selbst einstehen ist natürlich. Nicht egoistisch oder selbstsüchtig. Dich selbst fühlen bedeutet in Verbindung mit deinem Herzen und deiner Seele zu sein. In Anbindung an das Göttliche, die Schöpfung, das Universum.
Es reicht nicht, dass du auf Wunder wartest und weiter darauf hoffst, dass man dich sieht, respektiert und achtet. Entscheide dich für dich selbst und lass deine Verletzungen heilen.

Wir sind ganz sicher nicht hier, um dem Geld oder materiellem Besitz hinterher zu laufen, wie man uns glauben machen will.

Wir sind ganz sicher nicht hier, um unsere Lebenszeit gegen Geld zu tauschen und einer vermeintlichen Sicherheit, die wir dadurch erlangen sollen.

Wir sind aber ganz sicher hier, um uns selbst zu erkennen und wach zu werden. Genau dafür brauchen wir das Fühlen. Und Fühlen scheint in dieser Welt Mut zu brauchen.

So wünsche ich dir also Mut.

Mut, dich selbst anzuschauen und dir all die Liebe zu schenken, die du sonst eher für andere empfindest. Denn die Liebe, die du in dir findest, diese Liebe, die du dir schenkst, wird für immer deine sein.

Schau nicht länger im Außen nach einer Art von Liebe, die deine Wunden zusammentackert. Einer Liebe, die an Bedingungen geknüpft ist, damit du erfüllst, was man von dir erwartet. Einer Liebe, die dich nur kurz erwärmt, deren Feuer jedoch ebenso schnell wieder erlischt. Denn die Kälte, die darauf folgt, ist gnadenlos.

Wie viele Male bist du gefallen und immer wieder aufgestanden. Meistens jedoch ein wenig kleiner als vorher, mit eingezogenem Kopf und neuen Verletzungen, die dir abermals beweisen, dass es sich lohnt, gut zu funktionieren und nicht zu fühlen.

Lass es dieses Mal anders sein.

Geh nach innen. Schau hinter die Mauer, die du um dein Herz gebaut hast. Trau dich zu fühlen. Und fühle dich! Mit allem, was dir dort begegnet. Alles, was du brauchst um Heilung zu finden, ist bereits in dir.

Stell dir vor, du nimmst Gott an deine linke Hand. Trinke von dieser Kraft. Wiege dich in dieser Zärtlichkeit. Erkenne die Sanftheit und lasse den sanften Mut in dir wachsen, dass du dich fühlen darfst.

Nimm Kontakt zu deiner Seele, deinem Herzen auf und lass dich von ihrer unerschöpflichen Stärke füllen. Halte deinen Kopf gerade, dein Herz hoch und vertraue deinem Fühlen.

Brich dir nicht länger dein Herz, weil du versuchst ein anderes zu füllen. Sondern heile deine Verletzungen. Lass die Narben deiner Seele weich werden.

Nimm all die Liebe, die du in dir trägst und beschenke dich reichlich damit. Es ist genug Liebe in dir. Sie reicht weit über das hinaus, was du dir jetzt vielleicht vorstellen kannst.

Lass dir von niemandem mehr erzählen, dass du dich nur noch hier und dort ein bisschen selbst optimieren musst. Tausche dein Fühlen nicht länger gegen neue Techniken, die dir versprechen, die beste Version von dir selbst zu werden. Tausche dein Fühlen nicht länger gegen den Irrglauben, dass du noch mehr Geld brauchst, eine noch bessere Stellung, den tollen Titel, super Partner oder großen Namen.

Du bist bereits vollständig. Es fehlt dir vielleicht allein noch an dem Glauben daran, dass du gut bist, so wie du in deinem Innersten bist.

Begegne deiner Verletzlichkeit mit Anerkennung und Liebe.

Foto: Adobe Stock

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Wie kann ich vertrauen, wenn ich immer wieder enttäuscht werde?

Wie kann ich vertrauen, wenn ich immer wieder enttäuscht werde?

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Wie kann ich vertrauen, wenn ich immer wieder enttäuscht werde?

Vielleicht befindest du dich gerade an einem Punkt in deinem Leben, an dem du das Gefühl hast, du könntest niemandem vertrauen. Auch dir selbst irgendwie nicht, weil alles, was du anpackst, schief zu gehen scheint. Immer, wenn du dein kleines Herzchen öffnest, weil du es noch einmal versuchen willst, dann lässt die Enttäuschung nicht lange auf sich warten. Vielleicht hast du es satt und willst aus diesem Teufelskreislauf aussteigen.

Und vielleicht fragst du dich auch, wie oft du noch auf die Mütze kriegen wirst, wie viele Herausforderungen du noch meistern musst, bis es endlich aufhört und du einfach glücklich und zufrieden sein kannst. Wie oft schon hattest du keine Lust mehr, stark zu sein, anderen mit einem Lächeln zu begegnen, so zu tun, als sei alles gut? (mehr …)

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Gute Fakes gab es schon immer, wer traut sich da noch echte Gefühle zu zeigen?

Gute Fakes gab es schon immer, wer traut sich da noch echte Gefühle zu zeigen?

Traust du dich, echte Gefühle zu zeigen?

Es ist nicht immer leicht zu wissen, was gerade richtig für dich ist. Aber es ist unmöglich, dass es ein anderer besser weiß als du selbst.

Wenn du die Welt darüber bestimmen lässt, wie du am besten funktionierst, am besten aussiehst, was Glück für dich bedeutet und wer oder was dich am besten kleidet, dann gute Nacht Marie.

Wenn du die Welt darüber bestimmen lässt, wer du bist, dann bist du nicht mehr als eine ausgedachte Geschichte. Eine Geschichte, die andere über dich erzählen, die du dann glaubst, der du folgst, mit der du dich identifizierst.

Eine hübsche kleine Story, natürlich mit ganz vielen verschiedenen Facetten (oder Rollen). Eine Erzählung, die in das passt, was andere gerne in dir sehen. Damit es leichter wird, erzählst du dir diese Geschichte dann auch selbst. Eigene Gefühle, echte Gefühle, die passen da nicht rein. Könnte sonst ekelig werden in dir drin.

Okay, ich lauf auch nicht ständig mit heruntergelassenen Hosen rum, denn damit fällt man immer wieder auf die Nase. Wenn du das jetzt bildlich vor dir siehst, dann lass uns gerne gemeinsam schmunzeln. Aber heute steh ich für mich ein und hab eine Haltung.

Auch ich hab gelernt, dass meine echten Gefühle oft zu Unverständnis bei anderen führten. Ich mich dadurch abgelehnt fühlte. Also begann ich früh, wie du wahrscheinlich auch, meine echten Gefühle zu unterdrücken. Zu lügen, denn das wollen die Menschen hören, nicht die Wahrheit. Lügen, die in ihr Denken passen.

Gute Fakes gab es schon immer

Dummerweise tun die meisten Menschen genau das, und bitte verzeih, dass ich das jetzt so schreibe: Du bist wahrscheinlich auch eine davon so, wie ich es lange Jahre selbst auch war. Vielleicht hatte ich ein ganz klein wenig Glück, denn ich entspringe noch der Generation, die nicht von klein auf mit diesem wahnwitzigen Social-Media-Gehabe aufgewachsen ist.

Das in den Hochglanz-Magazinen kein Bild, auch nicht das der Supermodels, unbearbeitet und alle aufgepimpt sind, das sollte kein Geheimnis mehr sein. Auf Instagram und Co pimpen wir dann fleißig mit. Hübschen unsere eigene Geschichte ein wenig auf. Ein paar Details werden weggelassen, andere hinzugefügt. Und ganz wichtig: immer einen Filter drüber. Auch in deinen Stories. Damit bloß keiner mehr dein wahres Gesicht sieht.

Soweit so gut. Dumm ist nur, wenn du diese Lügen dann glaubst. Denn die Einzige, die du damit tatsächlich und immer belügst, bist du selbst. Die anderen glauben sowieso, was sie wollen, oder können.

Aber gute Fakes gab es schon immer in der gesamten Menschheitsgeschichte und gibt es in der Folge noch immer. Und auch ich hab lernen müssen, dass nicht alles Gold ist, was glänzt. Auch nicht auf Instagram, Facebook und wo zum Henker im World Wide Web sonst noch.

Alle sind toll, aber du wirst nie die Beste sein

Heute sind die Fakes noch eindringlicher und vor allem sind sie eins: immer präsent. Denn dein Handy hast du ja immer dabei, oder? Und mit ihm deine liebsten Social Apps, damit du immer auf dem Laufenden bist. Damit du immer und zu jeder Zeit sehen kannst, wer, wie und mit wem, was macht. Und damit du dich noch einfacher vergleichen kannst. Dich selbst runterputzt, bis du heulend in der Ecke sitzt und wieder einmal ganz sicher bist: Ich bin nicht gut genug.

Sollte das nicht ohnehin schon reichen, dann lebst du ja auch noch in der ganz ‘normalen‘ (ich glaub, ich muss mich übergeben) Welt. Nämlich in der Welt, die dir erzählt, wie du am besten funktionieren kannst. Halt: Sollst. Nein: Musst!

Man sagt: „Hunde die bellen, beißen nicht.“ Mag sein. Auf den Menschen übertragen sehe ich das etwas anders. Die müssen nicht beißen, um dich zu verletzen, zu unterdrücken, auszubeuten, auszunutzen oder einzuschüchtern.

Manchmal müssen sie nur laut genug (bellen) sein. Oder sich in einer Gruppe befinden, die groß genug ist und deren Ansehen dir wichtig ist. Denn Anerkennung und Liebe beziehst du von außen, weil du dich innen nicht mehr wirklich traust zu fühlen.

 

Ich pass mich besser an, dann finden mich wenigstens die anderen gut

Du bist dir sicher, dass du etwas an dir verändern musst, damit du den Ansprüchen und Erwartungen der anderen genügst. Schließlich siehst du, wo auch immer du gehst und stehst, dass es besser ist, nicht unangenehm aufzufallen. Und unangenehm ist alles, was nicht der gängigen Meinung des Mainstream, also der anderen, entspricht.

Wahrscheinlich weißt du sogar irgendwo tief in dir drin, dass dem nicht so ist. Dass es so einfach nicht sein kann. Aber es ist so schwer dieses, dein Denken darüber abzulegen. Du fühlst, dass du dich dadurch auf deinem Weg zur Selbstliebe einschränkst. Hey, aber was tun, wenn doch die Sehnsucht nach Liebe und Anerkennung groß ist und gestillt werden will?

Hinbiegen und passend machen

Das Gehirn ist da ganz einfach gestrickt. Du fütterst es mit Informationen und die glaubt es dann. Ungefragt. Denn das müsstest du schon selbst tun. Hinterfragen. Diesen einen Schritt weitergehen. Über das Normale hinaus. Über das hinaus, was man so sagt, dass es so sei.

In der Schule lernst du so etwas nicht, denn auch dort ist man bestrebt, dich hinzubiegen und passend zu machen für das gesellschaftliche Leben. Also fit für den Arbeitsmarkt, damit auch du einem Titel (damit du weißt, was und wer du bist), den Tantiemen, dem lieben Geld hinterherlaufen lernst. Damit auch du deinen Beitrag zum Leben leistest.

Viele Menschen reagieren ungehalten, wenn ich Fragen stelle, die über das hinausgehen, was sie als ‘normal‘ oder ‘das ist so‘ hinstellen, weil sie darauf keine Antwort haben. Und ich unterstelle mal: Auch keine suchen oder wollen. Ist doch auch leichter, in dem großen Fluss des Unbewussten mitzuschwimmen, als gegen den Strom. Medaillen bekommst du nicht, wenn du den Parkour anders herum läufst. Und vor Falschfahrern wird sogar im Radio gewarnt (okay, in diesem Fall berechtigterweise).

Aber vertrau mir, wenn ich dir sage, dass du eine ganze Menge über dich selbst herausfinden wirst, wenn du damit beginnst. Also nicht mit dem Falschfahren, sondern mit dem Hinterfragen.

(K)ein Trick und (k)eine Abkürzung

Denn die gibt es nicht. Aber auch danach werde ich immer wieder gefragt. Täglich bekomme ich Nachrichten mit persönlichen Geschichten und der Frage: Wie kann ich mich selbst lieben? Hast du einen Trick für mich?

Es geht so viel tiefer und es beginnt in dir selbst und mit deiner Bereitschaft, dir echte Gefühle zu leisten. Dich zu trauen, zu fühlen, in dich einzufühlen. Da hilft sicher zunächst das Erkennen, dass nicht mit dir etwas nicht stimmt, dass nicht du es bist, die nicht gut genug ist, sondern die Welt, die dir das Glauben machen will.

Glaub nicht alles, was man dir sagt und ganz besonders auch nicht all deinen eigenen Gedanken, die aus der Geschichte über dich selbst stammen.
Wenn du ehrlich zu dir bist, dann kannst du vielleicht sehen, dass du nur so nebenbei lebst. Der Rest von dir funktioniert bis zur völligen Erschöpfung. Und von Erschöpfung kann ich ganze Arien singen. Eine Oper in 98 Akten.

Bin ich schwach?

Oh, ja! Das dachte ich ständig, wenn ich das Bedürfnis nach Ruhe und Rückzug verspürte. Zeit für mich selbst? Brauchte ich nicht. Gab es doch so viele Menschen, die mich brauchten, so viel Arbeit zu erledigen – dachte ich. (Wieder so eine Geschichte über mich, die ich mir perfekt erzählen konnte.)

Okay als Mutter mit zwei kleinen Kindern, Job und Ehemann, Ehrenämter und Freunde, Eltern und Geschwistern … da fällt man abends tot ins Bett. In eine traumlose Nacht und der Morgen fühlt sich an, als wenn eine Kolonne Lastwagen über dich drüber gerollt ist. Da funktioniert man besser, oder?

Falsch, denn was vermittelst du damit deinen Kindern?

Glaube mir, du bist nicht schwach oder nutzlos, weil du dir Zeit für das Leben leben nimmst. Du wirst auch nichts verpassen, wenn du dich auf dein Sofa setzt, meditierst, Musik hörst, ein Buch liest, in die Natur gehst, einen Baum umarmst, dich auf den Waldboden legst und in den Himmel schaust, oder einfach nur still bist.

Du wirst zu dir kommen. In dir ankommen. Echte Gefühle fühlen lernen. Und genau dafür brauchst du den Rückzug. Die Stille. Zeit für dich. Ich kann dir keine Anleitung dafür geben, denn es ist dein Weg und den gehst nur du.

Etwas Versöhnliches zum Abschluss

Ich weiß – nicht ich glaube – dass du herausfinden wirst, was dich wirklich frei macht.

Du wirst die Liebe finden, die du verdienst. Ebenso wirst du die Liebe zu dir selbst erfahren, fühlen, leben und so zum Ausdruck des großartigen, wundervollen Orchesters des Universums werden.

Du wirst herausfinden, was dich erfüllt. Den wahrhaften Sinn des (deines) Lebens erkennen. Jede Zelle deines Körpers wird erfüllt davon sein und dich im kosmischen Tanz wiegen.

Du wirst spüren, wie die Hoffnung in dir aufsteigt, weil all die Dunkelheit, die die Vergangenheit in dir vergraben hat, dem Licht in dir weicht.

Du wirst es herausfinden. Aber du musst verstehen, dass es für diese Art des Erkennen keine Zeitleiste gibt. Es gibt keine Checkliste für dein Wachstum.

Du kannst schon morgen auf die Liebe deines Lebens treffen, es kann aber auch noch 10 Jahre dauern. Du kannst deine Leidenschaft für dein berufliches Tun mit dem Abschluss deiner Ausbildung finden. Oder du kannst darüber 50 Jahre alt werden, bevor du deinen inneren Ruf hörst und dich traust ihm zu folgen.

Was auch immer es ist, schenke dir Zeit. Zeit zu fühlen, Zeit zu wachsen, Zeit zu sein.

Sei sanft mit dir selbst. Hetze nicht deines Weges. Bleib hin und wieder stehen, bestaune, was du da siehst, was du bis hierhin schon gemeistert hast.

Warte nicht darauf, dass dich ein anderer Mensch oder ein Besitztum vollständig macht. Fülle stattdessen dein Leben mit Augenblicken des Fühlens und Sosein.

Du wirst es herausfinden. Und es wird dich erfüllen und frei machen.

Foto: Adobe Stock 

PS. Bist du bereit, dir jetzt echte Gefühle zu leisten? Oder was hält dich davon ab? Schreib mir von dir.

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Ich kann dich nicht vergessen

Ich kann dich nicht vergessen

Dein Körper ist viel mehr als eine Projektionsfläche für all diejenigen, die dich nicht lieben können. Dein Herz ist viel mehr als ein Friedhof für all diejenigen, die du verloren hast. Die dich verlassen haben, die du verlassen hast. All die, die gegangen sind. Dich zurückgelassen haben im Schmerz, in der Trauer, in deiner Sehnsucht nach Liebe.

Ich habe lange gebraucht, um zu verstehen, dass nicht alles im Leben eine schöne Geschichte wird, ist oder sein muss. Ich wollte nicht in die Hässlichkeit schauen, in die Abgründe der Menschlichkeit. Ich wollte nicht in ihre grässlichen, abscheulichen Fratzen schauen, die gut getarnt hinter ihren aufgesetzten hübschen Masken versteckt waren. Denn es sind meist die Menschen, die uns auf eine besondere Art und Weise nahestehen, die in der Lage sind uns zu verletzen, zu benutzen, zu missbrauchen. Weil wir glauben wollen. An das Gute. An die Liebe. Dass alles wieder gut wird, wenn wir uns nur selbst genug bemühen.

Wie falsch dieser Gedanke doch ist und wie sehr wir uns mit ihm selbst verletzen. Uns kleinmachen, die Schuld bei uns selbst suchen und uns damit weiterhin zum Opfer machen. Ohne Haltung. Ohne für uns selbst einzustehen. Denn das tun wir nicht.

 

Nicht jede Geschichte ist für ein Happy End gemacht

Aber jede Geschichte hinterlässt uns etwas. Nicht jeder Mensch, für den wir ein tiefes Gefühl der Liebe empfinden, ist für immer unser Zuhause. Nicht jeder Mensch, von dem wir glauben, dass er uns liebt, tut dies wahrhaftig. Einige lehren uns die Liebe auf einem gemeinsamen Weg, der irgendwann endet. Andere kommen für eine kurze Zeit in unser Leben und zeigen uns, wie man nicht liebt. Was die Liebe nicht ist.

Wieder andere waren von Anfang an an unserer Seite, machen Ansprüche an unsere Liebe geltend, ohne von der Liebe zu wissen, weil sie selbst nicht fühlen können. Sie können nicht geben, keine Liebe schenken, weil sie nie gelernt haben, besser zu sein als ihre Vergangenheit. Sie haben nie gelernt, dass Hingabe siegt oder Leidenschaft triumphiert. Sie benutzen dich nicht, verlassen dich nicht, weil sie dich nicht lieben. Sie tun dies, weil sie nie gelernt haben, sich selbst zu lieben. Sie lieben sich selbst nicht genug, um zu glauben, dass es auch anders sein könnte. Nicht jede Geschichte ist für ein Happy End gemacht.

Ich kann dich nicht vergessen

Jede Geschichte hinterlässt etwas. Manches scheint für immer eingewebt in meinem Herzen wie eine zarte Melodie, die mich an kalten Tagen erwärmt. Mit zartem Garn, ein liebliches Bild voll zärtlicher Erinnerungen. Anderes ist  eingebrannt wie ein Mahnmal. Ein Feuermal. Hin und wieder schmerzend, um mich zu erinnern. Dann scheine ich sie fast anfassen zu können, so präsent sind diese Narben, die mir das Leben hinterlassen hat. Sie erinnern mich daran, dass ich einst für etwas Haltung eingenommen habe. Dass ich mich eingesetzt habe. Eine Grenze gezogen habe, um mich zu schützen und meinen Weg weitergehen zu können.

Mit der Zeit werden die Narben feiner. Die Geschwulst auf ihr wird kleiner, der Schmerz leichter, ihr leuchtendes Rot, welches mir mahnend entgegenschreit, zarter.

Sie heilen, weil ich sie lassen kann. Ich muss sie nicht mehr festhalten. Ich muss mich nicht mehr an ihnen festhalten. Sie sind ein Teil meiner Geschichte, aber ich bin sie nicht. Sie können mich nicht mehr belästigen. Sie sind keine Last mehr, die ich auf meinen Schultern weiter durch mein Leben tragen muss. Sie machen mich nicht aus und ich mache mir nichts mehr aus ihnen. Sie dürfen einfach sein, so wie ich einfach bin.

Loslassen ist wie Abschied nehmen

Und Abschied nehmen fällt schwer. Es scheint so endgültig. Aus dem Leben geworfen. Verloren. Verlassen. Vergessen. Aber du fühlst sie noch. Diese Situation, diesen Menschen, diese Liebe. Sie hat noch so viel Raum in deinem Bauch. So viele Erinnerungen. So viele Gefühle.

Ich kann nicht so tun, als würde ich nicht mehr lieben. Kann dich nicht vergessen. Ich kann mich nicht entlieben, einfach so, als wäre nichts und niemals etwas gewesen. Lernen, deinen Namen aus meinem Kopf zu streichen. Und vergessen, wie es sich anfühlte, in etwas einzutauchen. In die Hoffnung und Schönheit eines anderen Menschen. Viel zu lange noch nehme ich deinen Geruch in meinem Kissen wahr. Sehe dich in deinem Sessel sitzen. Fühle dich an meiner Seite.

Ich kann nicht so tun, als würde ich nicht mehr lieben, weil ich ein Mensch bin, der sich kümmert. Weil ich weich bin. Zart. Sanft. Hingebungsvoll. Fühlend. Aus meiner Weichheit wächst die Kraft mich zu kümmern, denn die Welt in der wir leben, braucht keine Sorglosigkeit mehr.

Ich kann nicht so tun, als würde ich nicht mehr lieben. Denn es ist die Liebe, die mich vollständig macht. Nur weil ich Abschied von dir nehme, muss ich mich nicht selbst verlassen. Darf ich weiterhin an die Liebe glauben. Sie fühlen. Sie leben. Mich für die Magie und die Wunder des Lebens öffnen. Nicht jede Geschichte ist für ein Happy End gemacht. Aber jede Geschichte hinterlässt mir etwas.

Was auch immer du fühlst, fühle es genau jetzt

Tauche nicht in dich ein, um herauszureißen, was das Leben dir gegeben hat. Stattdessen wiege es in deinen Armen. Schau es an, lass es sein. Ohne Anklage. Und klage dich auch selbst nicht an. Richte nicht mit deinem Urteil über dich selbst und über andere. Schenke dir Raum für deine Heilung. Heilung geschieht nicht durch Vergessen, sondern durch Annahme und Vergebung.

Schäme dich nicht für deine Gefühle. Verbiete sie dir nicht. Unterdrücke sie nicht und halte auch nicht an ihnen fest. Lass sie einfach sein.

Vertraue mir, wenn ich dir sage, jemand der dich klein hält, Zweifel in dir sät, ob du es wert bist, geliebt zu werden, ist deiner Liebe nicht wert. Denn diejenigen, die dich gebrochen haben, deine Liebe verraten haben, werden dich nicht wieder zusammenflicken.

Warte nicht darauf, dass dich jemand anderes vollständig macht. Hör damit auf, deinen Wert in die Hände und das Wohlwollen eines anderen zu legen. Lass niemanden länger über deinen Wert entscheiden. Sondern nimm all die Liebe, zu der du fähig bist, sie zu fühlen, und schenke sie dir selbst.

Du bist es wert

Sei sanft mir dir, denn du lernst noch. Wir lernen alle unser ganzes Leben lang. Du darfst dir so viel Raum nehmen, wie du brauchst, dich zu entfalten. Mach dein Leben wirklich zu deinem Leben. Deinen Weg zu dem, was du dir für dich wünschst. Hör auf, die Dinge runterzuspielen, die dich berühren, bewegen und interessieren, die Hoffnungen, die du hast. Nimm dir vom Leben, was du willst. Lebe wild und gefährlich und sei wunderbar. Du bist es wert!

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Wie du die Angst vor einer Entscheidung in Mut verwandelst

Wie du die Angst vor einer Entscheidung in Mut verwandelst

Ich habe eine Entscheidung getroffen, yaaayyy! Nicht irgend so eine von denen, die zwar täglich nerven, aber nachts nicht den Schlaf rauben:

  • Was ziehe ich heute an?
  • Worauf habe ich heute Hunger?
  • Serie oder Lesen?

Sondern eine Entscheidung, die mein Leben verändert hat. Vor über sechs Jahren ist der Damm gebrochen, das Fass übergelaufen, wie auch immer, es hat mir geholfen, klar zu sehen. Mit dieser ersten Entscheidung, mit dem ersten Schritt, ist alles in Bewegung gekommen und das ist es noch bis heute. In Bewegung. Im Wandel. In der Entwicklung. 

Das ist ja schon verrückt, wie sehr man sich Bilder zusammenbaut, nur damit man der Wahrheit nicht ins Gesicht schauen muss. Tagtäglich Dinge, Situationen und auch Menschen erträgt und es dabei schafft, sich das noch immer schön zu reden. Warum das Ganze? Damit man keine Entscheidung treffen muss. Der Mut fehlt. Und ich war eine Meisterin darin, die Dinge schön zu reden und sie somit für mich besser, vor allem aber erträglicher zu machen. Aushaltbarer

Ein nicht unerheblicher Motor dafür, war meine Angst davor mich festzulegen, etwas Altes loszulassen, um dann wirklich befreit in etwas Neues zu starten. Viele Jahre hab ich also festgehalten, eine Ehe gelebt, die es außer auf dem Papier schon lange nicht mehr gab.

Bis dann letztendlich der innere Druck so groß wurde, dass ich krank wurde und mein Lachen verlor. Manche Menschen verlieren dabei auch ihr Leben. Sie sterben innerlich. Wie ein Vulkan, der ständig brodelt, so sammelt sich die „Altlastenbrühe“ in unseren Herzen, Bäuchen und Gedärmen.

Die Zeiten, in denen ich mich gerne versteckt habe, wenn es darum ging, eine Entscheidung für mich selbst zu treffen, sind seit einigen Jahren offiziell beendet. Und ich lade dich ein, es mir gleich zu tun. 

(mehr …)

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