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Wann hast du dein Gefühl für dich verloren?

Wann hast du dein Gefühl für dich verloren?

Ich weiß nicht, warum und wann du das Gefühl für dich selbst verloren hast. Wann du entschieden hast, dass es besser ist, nicht zu fühlen, sondern stattdessen lieber unablässig und gut zu funktionieren. Wann die Stimme in deinem Kopf laut wurde, überhand nahm und dir erzählte, dass du es nicht wert bist. Nicht gut genug. Dass du es nicht verdienst. Nicht die Liebe, nicht das Glück, nicht die Freude.

Gefühle scheinen heute ein Luxus zu sein, den du dir nicht leisten kannst

Zu viele Enttäuschungen, zu viele Erwartungen nehmen dir die Luft zum Atmen und verwandeln dich in eine Frau, die sich nicht mehr traut, ihre Stimme für sich selbst zu erheben. Für sich selbst einzustehen. Also stellst du dich brav hinten an und schaust zu.

Dies ist es, was man dir erzählt:

Du wirst nie gut genug sein. Du wirst es nie herausfinden. Dich nie finden. Dich nie fühlen. Und so wirst du nicht entdecken, wer du wirklich bist. Dass du wunderschön bist so wie du bist. Dass du immer schon vollständig warst.

Gelehrt hat man dich, dass es besser ist, zu schweigen und den Platz einzunehmen, den man für dich ausgewählt hat, damit du gut in das Leben der anderen passt. Und so wartest du weiterhin auf ein Wunder, suchst und findest die Schuld bei dir selbst. Vertraust dir nicht mehr, denn das hat ja eh noch nie geklappt. Das hast du dir nämlich bereits unzählige Male selbst bewiesen. Du kannst es nicht und du hast es nicht drauf. Du bist einfach ein Niemand, den keiner liebt. Warum solltest du dich also selbstlieben?

Dein Körper scheint eine einzige Katastrophe zu sein. Die Nase zu groß, zu dick oder zu lang und schief. Dein Gesicht insgesamt zu rund, zu schmal oder zu dick. Überhaupt sind deine Schenkel grauenhaft. Und lass uns bitte nicht über deine Brüste nachdenken!

Oh ja, ich fühle mit dir. Mein Körper war eine Ewigkeit meine Kampfzone.

Meine Brüste und ich? (K)eine Liebesbeziehung möglich!

Und wenn ich mich nicht wegen meines Körpers geprügelt habe, dann waren es die Erinnerungen an all die Schmerzen, die ich bereits erfahren hatte.

Mit ihr die Angst vor neuen Wunden, vor Verlust und vor allem davor, nicht geliebt zu werden.

Lass dein Leben nicht im Wartezimmer Platz nehmen …

… um auf bessere Zeiten zu warten. Hast du es dir schon schön bequem gemacht? Auf der Bank im Wartezimmer? Dort bist du in bester Gesellschaft. Nie alleine. Immer mit Gleichgesinnten. An der Tür zum Wartezimmer steht in großen Lettern: „Hier bist du willkommen. Wir warten gemeinsam mit dir. Auf bessere Zeiten.“

Im Wartezimmer des Lebens darfst du mit den Wölfen heulen. Ja, es wird sogar erwartet. Von den anderen Wölfen. Den Wölfen im Schafspelz.

Ein Leben im Wartezimmer vertröstet dich mit den Worten: „Es sind nur noch drei vor dir dran.“ Und wir wollen es so gerne glauben. Selbstverständlich bist du geduldig. Du willst ja nicht aufdringlich sein. Ganz abgesehen davon hast du gehört, dass es auf der Überholspur gefährlich ist. Da fahren nur die Aufschneider.

Im Wartezimmer ist es immer schön gemütlich. Alle ticken gleich. Begleitet mit den Worten: „Das macht man hier so.“ Hier lernst du, nicht aus der Reihe zu tanzen. Angepasst fühlt sich doch auch gut an. Hier lernst du auch den perfekten Funktionsmodus. Für alles, was nicht gut genug an dir funktioniert, gibt es dann schließlich Pillen, Therapeuten und jede Menge schlaue Ratschläge. Wie soll man da lernen, sich selbst zu fühlen?

Im Wartezimmer des Lebens wird erwartet

Von anderen wird erwartet, dass wir funktionieren. Wir sind einfach nur brav genug und übernehmen diese Vorstellung und vor allem auch die Erwartungen der anderen. Das haben wir im Laufe des „Erwachsenwerdens“ so gut inhaliert, dass wir nun selbst daran glauben.

Erfüllen wir die Erwartungen nicht, dann fühlen wir uns schlecht. Es grüßt Mister Minderwert, und wir verlieren das Vertrauen in uns selbst. Das Dilemma nimmt seinen Lauf. Mangelndes Vertrauen – mangelnde Selbstliebe – mangelnde Selbstachtung. Und wieder von vorn.

Du möchtest laut um Hilfe schreien, aber irgendwie traust du dich dann doch nicht. Wer sollte das schon verstehen? Wer versteht mich?

 

Es ist Zeit jetzt aufzustehen!

Und zu fühlen. Lerne wieder, dich selbst zu fühlen mit allem, was da ist. Mit allem, was du bist. Und du bist wundervoll! Du brauchst keine Angst davor zu haben. Hab keine Angst vor dir selbst. Du bist gut.

Damit du in das Fühlen kommst, brauchst du Zeit für dich selbst. Bevor du jetzt Panik bekommst, weil sich in dir schon wieder der Gedanke breitmacht, dass du so viel zu tun hast, lass dir von mir sagen: Du hast alle Zeit der Welt, wenn du auf dein Herz hörst. Und dein Herz will gehört werden.

 

Du brauchst die Stille

Für die meisten Menschen ist Zeit ein Luxusgut. Etwas ganz Besonderes. Hör dich einmal um. Die meisten Menschen behaupten von sich, keine Zeit zu haben. Keine Zeit, um glücklich zu sein. Dabei wird die Zeit häufig einfach so verplempert. Wie oft sitzt du mit dem Smartphone in der Hand, der Fernseher läuft oder das Tablet auf dem Schoß, noch kurz die letzten Mails checken und könntest genau diese Momente für die Stille nutzen?

Einmal nicht ablenken lassen. Nur bei dir selbst sein. In dich hinein lauschen. Den Herzschlag spüren, den Atem fühlen, wie sich die Lungen weiten und deinen Körper mit Sauerstoff versorgen. Ist das nicht unglaublich? Am Anfang mag sich das komisch anfühlen. Vielleicht empfindest du es sogar als verschenkte Zeit, weil andere Dinge wichtiger zu sein scheinen. Lerne, dich an die erste Stelle in deinem Leben zu stellen, du bist es wert.

Es gibt in jeder von uns einen Raum tief in uns, in dem wir einfach sein können. Wenn du magst, dann schließe jetzt einmal ganz kurz die Augen und lausche in dich hinein, da gibt es etwas in dir, was jetzt gerade still ist. Und es ist wirklich wichtig, den Zugang zu dir selbst und diesem Raum zu finden, damit uns diese Welt, die da draußen tobt, nicht verrückt macht.

Fünf Minuten täglich

Fünf Minuten täglich sind ein guter Anfang, um mehr Stille in dein Leben zu bringen. Ganz besonders auf dem Weg in das Gefühl für dich selbst. Du brauchst für deine täglichen fünf Minuten keinen Kurs, keinen Ratgeber, keinen Guru und keine besondere Haltung.

Nur du und die Stille. Das mag sich am Anfang seltsam anfühlen. Fremd. Vielleicht bist du so weit von dir entfernt, dass du dich ganz neu kennenlernen musst. Weißt du, was du magst? Was liebst du? Nutze ab heute deine täglichen fünf Minuten mit dir selbst und lerne dich selbst zu fühlen.

Nimm dir fünf Minuten täglich, die dir helfen, Ruhe in deine Gedankenwelt zu bringen. Die dich gelassener machen. Die dich zu dir selbst führen. Die dein Leben verändern.

Es gibt keine Pille, die dir Heilung bringt

Aus meiner langjährigen Arbeit mit Menschen weiß ich, dass die meisten am liebsten nur eine Pille haben wollen, die Heilung verspricht. Wer will sich schon ehrlich selbst anschauen. Denn wir finden nicht nur Schönheit in uns. Jede hat dunkle Seiten, auch ich. Aber ich habe irgendwann in meinem Leben entschieden, mir gerade diese Seite in mir anzuschauen.

Habe entschieden, nicht mehr wegzulaufen. Denn soweit mich auch bis dahin meine Füße getragen hatten, es hat mich immer wieder eingeholt. Und davon war ich müde. Denn es macht müde, sich selbst zu verleugnen. Es macht müde, sich nicht ertragen zu können und lieber das gute Mädchen zu spielen. Mit dem Finger weit weg von sich selbst zu zeigen, immer einen Schuldigen zu suchen.

Mit anderen Worten: Ich war endlich bereit für Veränderung und mutig genug, die ersten Schritte zu gehen. Wohlwissend, dass das nicht jeder verstehen und erst recht nicht akzeptieren würde. Aber wo sind die anderen, wenn es um mein Seelenheil geht? Nicht da! Und dafür brauchst du sie auch gar nicht.

Es ist nicht ihr Leben, welches du lebst. Es ist deins! Nimm es in Besitz. Mach es zu deinem!

Veränderung ist ein großes Wort

Wir erschaffen mit der Kraft unserer Gedanken unsere Welt, inklusive aller Ereignisse, aller Beziehungen, guter oder schlechter Gefühle, Freude oder Leid, Liebe oder Hass, Reichtum oder Armut, Gesundheit oder Krankheit. Unsere Gedanken sind die allererste Ursache für alles in unserem Leben.

Lerne, dich von der Meinung anderer unabhängig zu machen und einen Weg zu dir selbst zu finden, der dir die Kraft und den Mut gibt, so zu sein, wie du bist. Erkenne, dass du immer und zu jeder Zeit sein darfst, wie du willst. Sei einfach du und lasse andere sein, wie sie sind.

Wir erschaffen pausenlos unsere Welt, unsere eigene Realität, denn nur wir sehen uns so, wie wir uns sehen wollen. Bewusst oder unbewusst, das spielt dabei keine Rolle.

Im Wartezimmer des Lebens jedoch wird Veränderung nicht gerne gesehen. Es hat so etwas Pubertierendes und die meisten haben die eigene Pubertät als eine schwierige Zeit in Erinnerung. Sie ist ein sehr starker Ausdruck von Transformation und Veränderung. Und sie macht Angst, diese Veränderung.

Wir wissen nicht immer genau, was da auf uns zukommt. Wir haben vom Leben gelernt, dass es besser ist, alles beim Alten zu lassen. Willst du das wirklich?

Ich lade dich ein, geh raus und beginne dein Leben so zu leben, dass es sich für dich richtig anfühlt. Mache Fehler, lerne aus ihnen und lache über sie. Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Lebe und lass dich nicht leben. Übernimm Verantwortung für dein Tun und finde dein Glück in dir selbst. Nimm Kontakt auf zu der Stille in dir, lerne dich selbst fühlen, lerne dich kennen. Diese wundervolle Frau voller Träume, voller Liebe und Entdeckungsdrang!

Ich bin dankbar für Veränderung

Veränderung ist eine unserer größten Lehrerinnen. Sie bittet uns jeden Tag, unser Engagement für uns zu prüfen. Veränderung führt uns in die dunklen Orte und erlaubt uns, sie mit Licht zu füllen. Sie zeigt uns Dinge über uns, die wir noch nicht kennen. Und noch bevor wir es wissen, zeigt sie uns, wie mächtig und stark wir sind.

Du kannst alles, was du willst. Hol es dir!

Und jetzt bist du dran: Schreib mir davon, wann du das Gefühl für dich verloren hast. Und wie hat der Artikel dir geholfen, nun mutig dein Leben in deinen Besitz zu nehmen?

Foto: Adobe Stock

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Meine Brüste und ich – (K)eine Liebesbeziehung

Meine Brüste und ich – (K)eine Liebesbeziehung

Ich glaube kaum etwas wird mehr mit Weiblichkeit in Verbindung gebracht, als die weibliche Brust. Rund, weich, nährend, tröstend,  ja sogar Weisheit soll ihr entspringen. Brüste sind begehrenswert und Ausdruck unseres Frauseins. In den meisten Darstellungen jedoch werden die Brüste in einem sexualisierten Zusammenhang präsentiert und das war es dann auch schon. Neben einer Menge Ängste über eventuell drohende Erkrankungen, unschöner Bezeichnungen für die Brust, wird sie uns dann natürlich in einem perfekten Zustand präsentiert.

Bleibt für uns also genug Raum für eigene Vergleiche. Ich, als Spezialistin für Vergleiche meiner selbst mit anderen auf jegliche Art und Weise, weiß wovon ich spreche. Meine Beziehung zu meinen Brüsten war bis vor einigen Jahren total verkackt. Ich mochte sie einfach nicht. Als Teenager war ich „flach wie ein Brett“, was mir dann freundliche Sprüche der Jungs geschenkt hat. (mehr …)

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Liebeskummer ist ein A… – wie du ihn heilen kannst

Liebeskummer ist ein A… – wie du ihn heilen kannst

Wenn wir ganz ehrlich mit uns sind, dann beginnt der Liebeskummer schon lange vor der Trennung und erreicht mit ihr seinen traurigen Höhepunkt. Es gibt eine Menge Beziehungen mit einem ständig variablen Ablaufdatum, vielleicht sind es sogar die meisten, aber wir kämen nicht im Traum darauf, uns das einzugestehen. Kummer und Leid sind wir doch gewohnt, da macht das bisschen Herzschmerz den Kohl auch nicht mehr fett. Gehört er doch zu jeder Beziehung scheinbar dazu?

Das variable Ablaufdatum ist die ständig vor sich her geschobene Entscheidung, das Zögern davor, für sich selbst einzustehen, und auf seine innere Stimme zu hören. Der laute Selbstzweifel, der aus uns spricht und gemeinsam mit seinem Kumpel, dem Minderwert, seine Spielchen mit uns treibt. Äußere Zwänge, von denen wir glauben, dass sie wirklich existieren, lassen uns an einer Beziehung festhalten, auch dann, wenn sie uns schadet. Wenn es uns schlecht mit ihr geht. Und so beginnt der Liebeskummer meistens schon viel früher, als wir das wahrhaben wollen.

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Ich bin so müde – vom Kämpfen – vom Leben – von Enttäuschungen

Ich bin so müde – vom Kämpfen – vom Leben – von Enttäuschungen

Ich bin so müde vom Leben. Müde vom Kämpfen. Müde von Enttäuschungen. Ich bin so müde, so unendlich müde. 

Die Welt um mich herum wird immer lauter. Ich fühle ihre Forderungen und Erwartungen so stark. Fühle mich gefangen. Ich werde immer leiser. Nur innerlich. Denn nach außen spiele ich brav meine Rolle. Die, von der ich glaube, ich müsste sie erfüllen. Für die anderen. Damit sie mich lieben. Damit ich gut bin.

Ich bin so müde!

Gefühlt habe ich 1.000 Masken in meinem Schrank. Für jede Gelegenheit die Passende, um mich dahinter zu verstecken. Mich zu schützen. Denke ich. Denn anfühlen tut es sich eher wie Verrat an meiner Seele. Und es tut weh. Immer mehr.

Ich bin so müde geworden …

für andere den Weg zu ebnen
für andere zu kämpfen
immer da zu sein für andere
es immer für andere gut zu machen
zu lächeln, immer alles wegzulächeln
niemals ich zu sein

Wer bin ich? Was bin ich? Und bin ich gut genug?

Ich bin so müde, immer alles unter Kontrolle haben zu müssen. Alles im Griff haben zu müssen. Denn das Leben hat mich anderes gelehrt. Es lässt sich nicht kontrollieren. Kontrolle mag es gar nicht, dann macht es dicht!

Die Gedanken in meinem Kopf explodieren im Sekundentakt.

Sie reihen sich aneinander. Der eine nährt den anderen. Sie schließen sich zu einem großen Kreis zusammen und tanzen laut singend, in meinem Kopf hin und her. Manchmal schreien sie mich an.

„Du bist nicht gut genug.”
„Das kannst du besser.”

Und auf einmal ist dir alles zu viel

Bevor du das wirklich vor dir aussprechen kannst, hat sich dein Rücken bereits unter den Lasten, die du meintest tragen zu müssen, verbogen.

Dein Lachen ist leiser geworden. Erinnert vielleicht eher an einen glucksenden Schrei, wenn es gurgelnd deinen Hals verlässt.

Deine Augen leuchten nicht mehr. Es fühlt sich an, als läge ein Schleier darüber. An manchen Tagen scheinen die Schleier aus Blei zu sein. Es ist mühsam, die Augen offen zu halten. Sie sind so müde.

Du bist müde.

Deine Ohren wollen nicht mehr hören. Ein hoher Ton aus dem Inneren deines Kopfes legt sich langsam wie ein treuer Begleiter in dein Trommelfell.

Dein Kopf fühlt sich an, als sei er in Watte gepackt. Kurze, heftige Blitze erschüttern ihn hin und wieder.  Du bist müde von all den Urteilen und Angriffen. Müde vom Vergleichen. Von dem Gefühl, alleine zu sein.

Wir leben in einer Welt des Habens und nicht des Seins

Und irgendwie scheint in dieser Welt alles falsch herum zu laufen. Es zählt der äußere Schein. Nicht was du bist, sondern was du hast, lässt dich in den Augen der Masse gut oder falsch erscheinen.

Und so läuft der Mensch. So läufst du. Weg vom Sein. Weg vor dem Leben. Ganz weit weg von dem Glauben an Gott.

Es ist nicht alles Gold, was glänzt.

Und dennoch beten manche Menschen das Geld an. Andere die Macht und wieder andere den Ruhm. Verraten wird einzig die Seele. Und sie weint. Trauert leise.

Draußen tobt er weiter, der Wahnsinn von noch mehr Haben und noch mehr Schein. Der Alltag hat dich fest im Griff und mit ihm, das Gefühl nicht liebenswert zu sein. Nicht ausreichend zu haben, um zu glänzen und gesehen zu werden.

Wenn du es einmal ganz sachlich betrachtest, dann wirst auch du mir vielleicht zustimmen, dass wir nichts von dem, was wir hier anhäufen, um angeblich glücklicher zu leben, mitnehmen können, wenn die Seele unseren Körper und somit diese Welt verlässt.

Wie kann es also sein, dass der Mensch nur allzu bereit ist, seine Seele zu verraten, sich den seltsamen Systemen beugt, um darin sein Glück zu finden?

Das Leben ist ein Kampf geworden

Kämpfen jedoch hält dich fest, verhindert dein Wachstum und fördert Stillstand. Das Leben ist ein Fluss vieler Ereignisse und Herausforderungen. Vor allem ist es die Aufforderung an jeden Einzelnen, mitzufließen.

Früher wollte auch ich dem Fluss vorschreiben, wie er zu fließen hat. War keine gute Idee. Heute achte ich darauf, was er mir so bringt, gebe mich ihm hin und nehme es dankbar an.

Ich darf das Leben liebevoll auf meinen Händen tragen, in meinem Herzen fühlen und meiner Seele Raum geben, damit sie sich frei entfalten kann.

Hingabe ist eine der schönsten Formen der Liebe an das Leben. Sich hingeben bedeutet loslassen, nicht zu kontrollieren. Hingabe ist Vertrauen und ein sich vollkommen nackt zeigen.

Es ist Annehmen, was ist.

Ich gehe nicht mit der Masse, denn sie kennt den Weg nicht. Ich vertraue und bin im Glauben bei Gott.

Ich übe mich darin, an mich zu denken
meinen Weg zu ebnen
für mich da zu sein
nicht immer nachzugeben
meine Tränen zuzulassen
zu lieben
ich zu sein

Und trotzdem, oder gerade deswegen, kann ich lieben.

Denn glaube mir, nichts und niemand kann dich verletzen, außer deine eigenen Gedanken.

Gönn dir Ruhe. Die braucht jeder Mensch in diesen Zeiten, denn da draußen tobt der Wahnsinn. Hör nicht auf die anderen. Finde den Weg in dein Herz und vertraue. Du bist in Sicherheit und du wirst geliebt.

Brich dir nicht selber dein Herz bei dem Versuch anderen zu gefallen!

Wenn das Gewicht des Lebens schwer auf deinen Schultern liegt, dann erinnere dich daran:

Andere Menschen fühlen genauso.
Andere Menschen fühlen genauso.

Und so lerne sanft, dem Fluss zu folgen

Lerne sanft der Vergangenheit zu vergeben. Denn die Vergangenheit ist nicht mehr und die Zukunft ist noch nicht. Was einzig ist, ist dieser Moment. Bekämpfe ihn nicht mit dem Bedauern über alte Zeiten, mögen sie auch noch so schön gewesen sein. Verlasse ihn nicht auf der sinnlosen Suche nach dem, was kommen könnte. Sondern vereinige dich mit ihm und in ihm. Fließe mit ihm.

Ein Ende ist nicht etwas, über das du ewig trauern musst.

Als ich lernte, die Schönheit in dem Hässlichen zu erkennen, erkannte ich, wie viel Gnade ich erfahren durfte.

Als ich lernte, sanft mit mir zu sein, erlaubte ich mir in meine eigene Hässlichkeit zu blicken. Meinen Neid, meinem Urteil gegen andere und mich selbst, mein Haben wollen, meine Selbstsucht, meine Gier, meinen Mangel …

Als ich lernte, sanft mit mir zu sein, erkannte ich, dass ich so viel Schönheit in mir trage, die niemand sehen kann. Die niemand sehen muss. Ich muss sie nicht beweisen.

Als ich lernte, sanft mit mir zu sein, konnte ich mein Licht anzünden. Was hässlich war durfte heilen, denn es musste sich nicht mehr in mir verstecken. Was schön war durfte einfach sein und leuchten, denn es musste sich nicht mehr beweisen.

Als ich lernte, sanft mit mir zu sein, begann meine Heilung.

Und ich wünschte, ich könnte dir sagen, dass es leicht ist. Ich wünschte, ich könnte dir sagen, dass es das wärmste, zärtlichste und liebevollste Gefühl ist zu heilen. Aber Heilung finden ist ein Prozess. Er scheint nicht immer Sinn zu machen. Kann mitunter schmerzhaft sein. Sehr schmerzhaft.

Es gibt keine Formel dafür. An manchen Tagen erhebt sie dich in unbekannte Höhen nur um dich am nächsten Tag auf den Boden zu werfen und fast zu zerschmettern.

Du gehst Schritte vorwärts und es folgen einige rückwärts. Aber du wirst immer in Bewegung sein und das darfst du feiern, während du mit dem Fluss der Heilung fließt.

Ich möchte, dass du weißt:

Es ist mutig von dir, dein Herz zu öffnen. Für dich zu öffnen. Dass es okay ist, Grenzen zu setzen, dich selbst zu schützen. Ganz besonders dann, wenn du das Gefühl hast, unter der Last der Lügen der Welt zu zerbrechen.

Ich möchte, dass du weißt, du wirst gebraucht. Denn in diesen Zeiten verschwindet täglich Schönheit und viele Menschen tragen hässliche Fratzen. Und ich bin stolz auf dich, dass du bereit bist, dein Licht anzuzünden. Deiner Seele Heilung schenkst und stehst! Ich bin stolz auf dich, dass du nicht eine von ihnen bleibst und dich auf deinen Weg machst.

Ich möchte, dass du weißt, dass du den Platz findest, an dem du im Frieden sein wirst. An dem jeder zarte Teil von dir ruhig und gelassen sein darf. Es wird nicht der Ort sein, an dem du geboren bist, aber du wirst ihn erkennen, wenn du ankommst.

Ich möchte, dass du weißt, dass es andere wie dich gibt. Menschen, die wie du so intensiv fühlen, dass sie es manchmal kaum aushalten können. Die müde sind, wie du. Menschen, die noch nicht gelernt haben, dieses mächtige Werkzeug des Fühlens zu nutzen. Weil sie immer nur geben, geben, geben. Und ihr werdet euch finden. So, wie du mich gefunden hast. Und ihr werdet aufeinander aufpassen, euch erinnern, an der Hand halten und umeinander kümmern.

Es ist wichtig, dass du weißt, wir sind alle gemeinsam hier und werden konfrontiert mit der großen Herausforderung, mit all der Dunkelheit, und dem hellen Leuchten in uns, klarzukommen.

Du bist nicht alleine! Du wirst gebraucht. Lass dein Licht scheinen!

Lass uns gemeinsam der Grund dafür sein, dass ein anderer an das Gute glaubt. An die Liebe. An die Freude. An das Leben. An Gott.

 Foto: Adobe Stock

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Überfordert – wenn alles zu viel ist und wie du dich davon befreist

Überfordert – wenn alles zu viel ist und wie du dich davon befreist

Wenn alles zu viel ist, der Druck von außen dich innerlich zu zerreißen scheint, dann hilft es nicht weiter so zu tun, als wäre alles okay!

Wenn diese Welt uns eins gelehrt hat, dann ist es, möglichst gut zu funktionieren, um da rein zu passen, was wir unser Leben nennen. Den faden Beigeschmack schlucken wir morgens mit den ersten Schlucken Kaffee oder Tee runter. Nein, es ist nicht alles in Ordnung. Das Leben scheint uns aufzufressen, und damit wir so ein richtig feiner Leckerbissen für den ganzen Stress sind, pimpen wir weiter unsere To-do-Listen auf. Rein ins Land der Selbstoptimierung.

Bevor wir uns dann selbst eingestehen, dass es einfach zu viel ist, wir überfordert sind und wir etwas verändern sollten, ist es für die meisten ein langer Weg. Es scheint ja eher normal zu sein, dass man sich mit Schlafproblemen, andauernder Traurigkeit und dem Gefühl des Ausgebranntseins durchs Leben schleppt. Uns selbst fällt es oft schwer, offen über Depressionen, Angststörungen oder Panikattacken zu sprechen. So spielen wir diese Gefühle oder Zustände runter, schwingen vielleicht noch mal kurz die Peitsche, weil wir glauben, nicht gut genug zu sein und machen weiter, wie bisher. Bis gar nichts mehr geht und die Bombe platzt. (mehr …)

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